Ich weiß nicht, wie oft bei dir der Fernseher angeschaltet ist. Einige erfolgreiche Unternehmer empfehlen ja, die Kiste ganz abzuschaffen. Das habe ich nicht getan. Besonders abends schalte ich sie ganz gerne mal ein und lasse mich berieseln, ohne intellektuell beansprucht zu werden.

Eine Sendung, die ich mir ab und zu anschaue, ist „Rosins Restaurants“. Für alle, die die Sendung nicht kennen: Der Sternekoch Frank Rosin besucht Hilfe suchende Gastronomen, weil ihr Restaurant nicht mehr gut läuft. Die meisten von ihnen haben große Schulden, sind total verzweifelt und hoffen, mit Frank Rosin und seinem Team aus dem Schlamassel herauskommen zu können.

Wie du im Titel dieser Podcast-Episode sicherlich schon gelesen hast, haben Frank Rosin und ich etwas gemeinsam, wie ich finde. Aber dazu gleich mehr. Erstmal zurück zu Rosins Besuch im Restaurant.

Rosins und meine Gemeinsamkeit

Der Sternekoch schaut sich bei seiner Ankunft immer die Situation im Restaurant genau an, spricht mit den Gastronomen über die finanzielle Situation, begutachtet die Räumlichkeiten und natürlich die Kochkünste und stellt in der Regel eine Frage, auf die meistens diese eine Antwort gegeben wird: „Eigentlich haben wir keines“. Die dazugehörige Frage lautet: „Was ist euer Konzept?“.

An dieser Stelle der Sendung würde ich mich immer am liebsten ins Restaurant beamen lassen und ein Positionierungs-Coaching starten. Aber im Grunde es ist ja genau das, was Frank Rosin auch macht. Er arbeitet mit den verzweifelten Gastronomen an einer Positionierung. Und das ist sie auch schon, unsere Gemeinsamkeit. Was er in seiner Sendung macht, mache ich mit Solopreneuren und Freelancern.

Die fehlende Positionierung: Keine klare Linie

Ich möchte nochmal etwas genauer darauf eingehen, warum Positionierung so wichtig ist und welche Parallele es zwischen Rosins Restaurants und Solopreneuren und Freelancern gibt. Die Situation ist ja Folgende: Die Restaurant-Besitzer haben zu wenige Kunden. Klar, das liegt teilweise auch an den fehlenden Koch-Kenntnissen. So ist das auch bei anderen Unternehmern: Sie sind in einer misslichen Lage, weil sie nicht fit genug in ihrem Thema sind.

Aber bei den Restaurants liegt es zu einem großen Teil auch an der fehlenden Positionierung. Viele der Restaurants haben eine riesige Speisekarte und bieten von der Pizza über Schnitzel bis hin zu Burgern alles an. Es ist oft ein Mix aus italienischer, deutscher, amerikanischer, französischer, österreichischer und was weiß ich noch was Küche. Und die Einrichtung ist meistens genauso wild zusammengestellt wie die kulinarische Ausrichtung. Woher sollen potentielle Kunden wissen, was sie dort erwartet und was das Restaurant so richtig gut kann?

Übertragen auf den Solo-Unternehmer, an den ich mich ja wende, ist hier die Rede vom sogenannten Bauchladen. Er bietet zum Beispiel die Gestaltung von WordPress-Seiten an, sie liefern Texte und Fotos, machen Social-Media-Marketing, sind vielleicht auch noch Event-Manager, beraten Unternehmen und noch einiges mehr. Und auch sonst gibt es keinerlei Alleinstellungsmerkmale. Es ist schlichtweg keine klare Linie vorhanden. Eine gut erarbeitete Positionierung sieht anders aus.

Frank Rosin macht also mit den Gastronomen das gleiche wie ich mit meinen Coaching-Kunden: Wir schauen uns genau an, was die Stärken sind und womit sich die Unternehmer gut identifizieren können. Dann wird an den Fähigkeiten gearbeitet und ein Marketing-Konzept erstellt, um die neue Positionierung nach außen zu kommunizieren. That’s it.

Frank Rosin – Personal Brand

Und noch eine Sache, die mir an der Arbeit von Frank Rosin besonders gut gefällt: Er versucht immer, den Restaurant-Besitzer, den Chef-Gastronomen in den Mittelpunkt zu rücken und sichtbar zu machen. Er soll die Gäste beim finalen Testessen zum Beispiel persönlich empfangen, einleitende Worte sprechen oder sich am Ende des Abends zumindest persönlich bedanken.

Das ist Selbstmarketing. Einen sympathischen, authentischen Auftritt hinlegen, das ist im Restaurant genauso wichtig wie in der virtuellen Welt bei Online-Unternehmern. Mut haben, Gesicht zeigen und sein Können unter Beweis stellen – die drei Rezepte für authentisches Selbstmarketing.

Man kann Frank Rosin mögen oder nicht. Er macht das in seiner Sendung auf jeden Fall sehr gut, wenn du mich fragst. Dazu kommt, dass er als Unternehmer ebenfalls einiges auf dem Kasten hat in Sachen Selbstmarketing. Er hat es geschafft und ist zu einer Personenmarke, zu einer Personal Brand geworden. Wer genau hinsieht, kann sich von ihm also einiges abschauen.

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