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Positionierung

Nische oder Zielgruppe? Der Unterschied, den die meisten Solopreneure verwechseln

Deine Nische ist nicht deine Zielgruppe. Das klingt nach Wortklauberei – ist aber der Unterschied zwischen 'einer von vielen' und der naheliegenden Wahl.

Leuchtturm1917 Notizbuch mit deutschen Notizen, warmes Raking Light

Wer den Unterschied kennt, wird für die richtigen Leute unverwechselbar.

Deine Nische ist nicht deine Zielgruppe. Das klingt nach Wortklauberei – ist aber der Unterschied zwischen „einer von vielen” und „der naheliegenden Wahl”.

„Coaches.” „Selbstständige im Gesundheitsbereich.” „Frauen über 40 mit Online-Business.” Wer so etwas als seine Nische ausgibt, hat in Wahrheit seine Zielgruppe beschrieben.

In diesem Artikel erfährst du, was deine Nische von deiner Zielgruppe unterscheidet – und wie du deine echte Nische findest, statt nur eine Personengruppe zu benennen.

Was ist der Unterschied zwischen Nische und Zielgruppe?

Kurz gesagt: Die Zielgruppe ist das Wer, die Nische das Was. Zwei verschiedene Fragen.

Deine Zielgruppe sind die Menschen, mit denen du arbeitest. „Coaches”, „Frauen über 40” – das sind Zielgruppen.

Deine Nische ist das Problem, das du löst, und die Perspektive, aus der du es angehst. Das ist dein Terrain.

Greifbar wird der Unterschied, sobald zwei Leute dieselbe Zielgruppe haben. Nimm zwei Beraterinnen, beide für Coaches, die mehr Kunden wollen. Gleiche Zielgruppe. Und trotzdem völlig verschiedene Nischen.

Die eine hilft, LinkedIn-Content zu schreiben, der Kunden bringt. Die andere hilft, das Angebot so zu bauen, dass es sich fast von selbst verkauft.

Dieselben Menschen. Komplett anderes Terrain. Niemand würde die beiden verwechseln – obwohl sie um exakt dieselben Kunden werben.

Reicht es, nur meine Zielgruppe zu kennen?

Nein. Die Zielgruppe zu kennen ist erst der Anfang.

Wenn du nur die Gruppe benennst, teilst du sie mit allen anderen, die dieselben Menschen ansprechen. Ihr seid austauschbar – und dann entscheidet der Preis.

Deine Nische fängt erst da an, wo du sagst: für genau dieses Problem, auf genau diese Art, bin ich die naheliegende Wahl.

Wie finde ich meine Nische?

Deine Nische musst du nicht erfinden. Sie steckt in dem, was du ohnehin schon tust – du musst es nur schärfer benennen. Geh diese Fragen ehrlich durch:

  • Wofür kommen Leute zu dir – welches Problem wollen sie loswerden, wenn sie mit dir arbeiten?
  • Wofür empfehlen andere dich weiter? Was sagen sie, wenn sie dich jemandem ans Herz legen?
  • Was machst du anders als die, die dieselben Kunden ansprechen wie du?
  • Bei welcher Anfrage denkst du „das ist genau mein Ding” – und bei welcher „das soll lieber jemand anderes machen”?
  • Welche Sicht auf dein Thema hast du, die nicht jeder teilt?

Da, wo ein konkretes Problem auf deine eigene Sicht trifft, liegt deine Nische. Das ist dein Terrain.

Was hat das mit Positionierung zu tun?

Alles. Sobald du Zielgruppe und Nische sauber trennst, hast du das Fundament deiner Positionierung. Du weißt dann, für wen du da bist und wofür – und genau das lässt die richtigen Leute sofort erkennen, dass du zu ihrem Problem passt.

Wie du daraus eine Positionierung entwickelst, dazu hab ich in Positionierung für Selbstständige: einfacher, als die meisten denken etwas geschrieben.

Julian Heck
Julian Heck

Ich helfe Solopreneuren, die Content machen und trotzdem unterm Radar bleiben — mit klarer Positionierung, strategischem Content und smarten KI-Workflows.

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