5 Gründe, kein Personal Branding zu betreiben
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Fünf Gründe, kein Personal Branding zu betreiben und das in einem Personal Branding Podcast, klingt ein bisschen seltsam, aber es gibt tatsächlich Gründe dagegen und die verrate ich dir gleich. Ja, ja, ich weiß, das klingt ein bisschen kurios, weil Personal Branding ist schließlich mein Job und du hörst gerade hier einen Podcast, der sich komplett um Personal Branding dreht, aber es gibt tatsächlich den einen oder anderen Grund, warum du das mit dem Personal Branding eventuell nochmal überdenken solltest und fünf dieser Gründe, die nenne ich dir jetzt in dieser Episode, aber ich muss vorher nochmal einordnen, damit es zu keiner Verwirrung kommt oder keine Irritation entsteht. Ich bin wirklich riesiger Fan von Personal Branding und ich weiß um die Wirkung und das Potenzial, wenn man sich eine gute Marke, eine gute Personenmarke erarbeitet hat. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, ich weiß das aber auch natürlich durch die Vielzahl an Kunden, die ich die letzten Jahre betreut habe.
Personal Branding ist echt eine Wucht für Selbstständige, für Unternehmer, für Unternehmerinnen, aber durchaus auch für Angestellte, wenn man es richtig betreibt. Aber es gibt nun mal hier und da Faktoren und Situationen, da sollte man vielleicht nochmal drüber nachdenken und genau überlegen, ob es wirklich passt zu einem und zur Situation, eine Brand aufzubauen. Und in den seltensten Fällen rate ich davon tatsächlich ab oder würde zumindest sagen, Mensch, überleg dir das zumindest nochmal, ob das wirklich zu deinem Weg passt. Und ich will jetzt gar nicht lange um den heißen Brei reden, sondern wir steigen einfach mal ein mit den fünf Gründen.
Grund Nummer eins ist, kein Personal Branding betreiben, wenn du ein Business von Beginn an mit dem Ziel aufbaust, es zu verkaufen. Wow, okay. Also die meisten, die jetzt diesen Podcast hören, die werden da wahrscheinlich nicht dazugehören, weil die ein Business aufbauen, das sehr, ich würde mal sagen, sinnorientiert ist, wo Purpose eine große Rolle spielt, man will sich damit verwirklichen, man will selbstbestimmt agieren. Es sind jetzt nicht arg viele dabei, die ein Startup aufbauen, dass man hoch skalieren will bis zum geht nicht mehr und dann verkauft man das schnell.
Aber es kann durchaus sein, dass der ein oder andere überlegt, ich will irgendwie was aufbauen, will das verkaufen, will vielleicht wieder was aufbauen, will das wieder verkaufen. Und wenn man das Ziel hat, ein Business oder ein Unternehmen aufzubauen, das verkauft werden soll und man selbst auch nicht mehr in diesem Unternehmen dann in irgendeiner Form agiert, dann sollte es nicht von dir als Personal Brand abhängig sein. Ich will ergänzen an der Stelle, es kann trotzdem sinnvoll sein, dass man sogar in einem solchen Fall zusätzlich zur Unternehmensmarke auch eine Personenmarke aufbaut. Weil die Personenmarke oder die positive Personenmarke, jetzt in dem Fall, wir kommen auch gleich noch zu einem negativen Punkt, die positive Ausstrahlung der Marke und das positive Image und alles, was dazugehört, das färbt natürlich auch immer auf das Unternehmen ab.
Wenn ich jetzt eine Unternehmensmarke aufbaue und ich habe als Julian Heck aber schon ein gutes Image und habe Vertrauen aufbauen können oder andere können zu mir gut Vertrauen aufbauen und ich stehe für bestimmte Dinge etc., die auch zu der Unternehmensmarke passen, dann färbt die Personal Brand natürlich ab auf die Corporate Brand oder auch auf eine Produktmarke, auf eine Produktbrand. Man darf eben nicht in die Situation kommen, dass das Unternehmen von der Personenmarke abhängig ist. Wenn quasi die meisten Kunden, die meisten Geschäftsbeziehungen etc. über mich als Personenmarke entstehen und ich möchte das Unternehmen dann aber verkaufen und mich komplett rausziehen und vielleicht was Neues aufbauen, dann hat das Unternehmen natürlich ein großes Problem. Das heißt, wenn ich verkaufen will, dann muss das Unternehmen, das Business auf eigenen Füßen stehen, muss eigenständig funktionieren und darf nicht von mir als Personal Brand abhängig sein.
Also diese Konstellation ist schwierig und deshalb sollte man hier genau überlegen, will ich von vornherein eine Personal Brand aufbauen und wenn, dann aber eben nicht nur die Personal Brand, sondern zwingend auch eine eigenständig funktionierende Unternehmensmarke. Grund Nummer eins, kein oder eventuell kein Personal Branding zu betreiben. Grund Nummer zwei, eventuell kein Personal Branding zu betreiben, geht in eine ähnliche Richtung, nämlich du willst eine Unternehmensmarke aufbauen, also du weißt von vornherein, ich will nicht als Solopreneur arbeiten oder als Solo-Selbstständiger oder Freelancer oder in irgendeiner Form, sondern ich möchte von Beginn an sagen, yes, ich baue eine Unternehmensmarke auf mit einem Team dahinter, vielleicht mit mehreren Produkten, verkaufe was und ich will eigentlich eher die Person sein, die im Hintergrund agiert und im Hintergrund die Fäden zieht. Ja, es gibt ja Menschen, die wollen das eher und die fühlen sich in dieser Rolle eher wohl.
Und auch dann ist es natürlich nachvollziehbar, dass Personal Branding da gegebenenfalls nicht ganz so der clevere Weg ist, sondern dass ich dann alles darauf setze, dass die Unternehmensmarke aufgebaut wird und, und da kommt aber Personal Branding gegebenenfalls wieder ins Spiel, ich Mitarbeiter oder Führungskräfte, die in dem Unternehmen dann später aktiv sind und dort agieren, die als Marken aufbaue oder sie dabei unterstütze, ja, dass sie Markenbotschafter werden, Corporate Influencer, gibt da verschiedene Begriffe für. So, das heißt, ja, Unternehmensmarke aufbauen, wenn das das Ziel ist, mit einem Team, mit Produkten und ich will eher im Hintergrund agieren, logisch, dann ist Personal Branding für mich vielleicht auch nicht das Richtige. Dritter Grund und der ist eigentlich auch sehr naheliegend, aber ich sage es einfach mal dazu, wenn mein Image als Personal Brand leidet, dann leidet auch das Business bzw. die Unternehmensmarke. Stell dir vor, ich als Personal Brand stehe im Fokus mit meinem Business, ja, wie ich jetzt als Julian Heck und aus irgendeinem Grund, ja, schieße ich mich ins Aus, weil ich, ja, ich sage jetzt mal Authentizität ist ja für mich ein wichtiger Wert und dann stellt sich heraus, das war alles nur Fassade, das war alles nur Fake.
So, das wäre natürlich problematisch und dann wirkt sich das aber sofort auch natürlich auch auf mein Business aus und auch auf das Wirtschaftliche, das Finanzielle. Ja, das heißt, wenn das Image der Personal Brand Julian Heck leidet, dann leidet automatisch auch das Business und die dahinterliegende Marke Julian Heck. So, das heißt, das muss man sich immer bewusst machen. Ich gehe quasi mit ins Risiko, dass ich als Person riesige Auswirkungen habe auf das Business.
Ja, muss man einfach nur auf dem Schirm haben. Grund Nummer vier, sich das mit dem Personal Branding gegebenenfalls nochmal zu überlegen, ist, wenn du jetzt ein Mensch bist, ein Typ Mensch, der sagt, oh, das mit dem im Rampenlicht stehen, im Mittelpunkt stehen, im digitalen Rampenlicht stehen, das ist, na, das ist eigentlich nicht so wirklich mein Ding. Und persönlich was von mir teilen, ja, eigentlich auch nicht, um ehrlich zu sein. Und Fotos und Videos machen und irgendwie da präsent sein, um ehrlich zu sein.
Ich verstecke mich eigentlich lieber hier in meiner Bude oder meinem Arbeitsplatz und hustle vor mich hin und baue da was auf, auch hier wieder, dieses im Hintergrund agieren. Aber mich zeigen, das wäre für mich extremst anstrengend. Wenn das so sein sollte, dann ist das mit dem Personal Branding tatsächlich auch schwer. Ich muss aber dazu sagen, dass natürlich viele, gerade viele introvertiertere Menschen, wie ich es auch einer bin, dazu mache ich aber nochmal eine gesonderte Episode, weil das von außen für den einen oder anderen nicht immer so scheint, dass es so ist.
Gerade für solche Menschen ist es am Anfang generell schwierig, rauszugehen, weil da Zweifel im Weg stehen, weil da Fragen hochkommen. Was macht mich denn überhaupt einzigartig? Ist es das wert, zu erzählen? Bin ich gut genug?
Habe ich Geschichten, die teilenswert sind? Das ist völlig normal. Also das ist kein Hinderungsgrund, mit Personal Branding zu beginnen. Aber wenn ich jetzt wirklich sage, überhaupt rausgehen, sichtbar machen, mich zeigen, irgendwas Persönliches erzählen, nicht privat, persönlich, das ist so gar nicht meins.
Da würde ich mich komplett unwohl fühlen. Dann hältst du das mit dem Personal Branding einfach nicht durch. Und das ist aber eine wichtige Voraussetzung. Und damit sind wir nämlich auch beim fünften Grund, sich das mit dem Personal Branding gegebenenfalls nochmal überlegen zu müssen oder zu sollen.
Nämlich, wenn du nicht bereit bist, kontinuierlich in deine Sichtbarkeit zu investieren. Und das ist absolute Voraussetzung für gelungenes, erfolgreiches Personal Branding. Das A und O ist, kontinuierlich für ein Grundrauschen zu sorgen, kontinuierlich sichtbar zu sein. Durch Aktivität in Social Media und oder durch Aktivität mit E-Mail-Marketing und oder durch Präsenz in der Presse und oder durch Bücher oder, oder, oder.
Es gibt ja viele verschiedene Wege. So, das ist absolute Voraussetzung. Wenn man es jetzt mal umdreht, meine Beobachtung ist immer, eine der Hauptgründe, wenn das mit dem Personal Branding nicht so gut funktioniert oder letztendlich auch scheitert, ist, dass die Leute es nicht durchhalten. Dass sie die Ausdauer nicht haben und dass sie einfach schlicht und ergreifend nicht dranbleiben.
Und wenn du nicht bereit bist, wirklich eine Reise anzutreten, die im Grunde aber nicht aufhört. Gary Vaynerchuk sagt ja schon seit ewigen Jahren, Branding ist ein Marathon, kein Sprint. Ich würde sogar sagen, ja, Branding ist ein Marathon oder ein Dauerlauf im Vakuum, weil es hört nicht auf. Ja, ein Marathon hört auch irgendwann auf, aber Branding hört im Grunde nicht auf.
Wenn man dazu nicht bereit ist, wirklich gar nicht bereit ist, dann bitte lass das lieber mit dem Personal Branding. Ja, dann ist es wirklich nicht nur schwierig, sondern dann sind die Voraussetzungen im Grunde so schlecht, dass ich dann tatsächlich davon eher abraten würde. So, nochmal zusammengefasst, ja, mögliche Gründe, mit dem Personal Branding sich das nochmal zu überlegen. Erstens, du brauchst dein Business von Beginn an mit dem Ziel auf, es verkaufen zu wollen.
Zweitens, du willst eine Unternehmensmarke aufbauen mit Team, Produkten etc. und willst eher im Hintergrund agieren. Drittens, wenn dein Image leitet als Personenmarke, dann leidet automatisch auch dein Business. Ja, also diese Abhängigkeit ist da sehr groß. Viertens, du stehst nicht gerne im Rampenlicht, im digitalen Rampenlicht und willst nur ungern was von dir persönlich teilen, keine Fotos, Videos machen etc. damit fühlst du dich nicht wohl.
Und fünftens, du bist nicht bereit, den Dauerlauf im Vakuum einzugehen oder zu machen. Sprich, nicht bereit, kontinuierlich in deine Sichtbarkeit, in deine Präsenz zu investieren. Ob digital oder offline. Vergessen wir häufig, auch offline ist natürlich Personal Branding super möglich.
Zumindest ergänzend. So, und solltest du jetzt zugehört haben, die letzten 10, 12 Minuten und sagen, ja, also ich sag mal so, da ist jetzt keine Sache dabei, wo ich absolut sage, yo, das trifft auf mich zu, dann leg los. Oder geh das Ganze noch ein Stück strategischer an, schau, dass du wirklich deine Brand Stück für Stück aufbaust oder ausbaust, den nächsten Gang hier einlegst. Und wenn du dabei Unterstützung brauchst, dann darfst du dich sehr gerne bei mir melden.
Entweder schreibst du mir einfach eine Nachricht, eine E-Mail, podcast.julianheck.de oder kontaktierst mich über einen der Social Media Kanäle oder schaust einfach mal auf julianheck.de vorbei. Da findest du auch eine ganze Menge Informationen, alle Podcast Episoden und natürlich auch eine Möglichkeit, mit mir zusammenzuarbeiten. In diesem Sinne, ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem Personal Branding Weg. Solltest du jetzt nicht gesagt haben, Mist, da war ein Grund dabei, es vielleicht doch noch zu lassen.
Und wir hören uns dann in der nächsten Episode wieder. In diesem Sinne, bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal.