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Warum ich meine Facebook-Gruppe mit über 3.000 Mitgliedern schließe

·15 Min.

Ist das nicht verrückt? Meine Facebook-Gruppe mit über 3000 Mitgliedern werde ich schließen? Ich verrate Dir heute, warum ich das mache. Lange bevor ich LinkedIn nutzte, nutzte ich hauptsächlich Facebook. Vor allem die Facebook-Gruppen – früher war es tatsächlich auch einfacher, Reichweite darüber zu generieren. Ich habe zunächst eine Solopreneur-Gruppe erstellt, und später eine Gruppe für Personal Branding. Mit der Zeit habe ich die Solopreneur-Gruppe vernachlässigt. Stichwort: Fokus. Eine Facebook-Gruppe zeigt Dich als Experte/in. Du kannst mit der Community agieren. Stärkere Präsenz Deiner Person und vor allem auch, das Werben innerhalb der Gruppe ist für Dich erlaubt, auch wenn Du es sonst nicht gerne hast. Denn es ist Deine Gruppe, also Deine Regeln. Was ich feststellen durfte, Du musst die Gruppe aktiv halten, sonst passiert leider gar nichts. Es ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Und irgendwann kam mir die Frage: Was bringt mir die Gruppe eigentlich noch? Außerdem fühlte ich mich ab einem bestimmten Zeitpunkt genervt, und energielos, um die Gruppe bei Laune zu halten. Ich durfte reflektieren, in welche Kanäle ich meine Energie stecke. Ich kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Daher habe ich mich dazu entschieden, beide Gruppen zu archivieren. Deswegen bin ich nicht weg. Lass uns auf meinen anderen Kanälen verbinden. Auf LinkedIn, hier über den Podcast oder auf Instagram. Oder schnappe Dir meine 123 Content-Ideen. Loslassen schafft Raum für Neues, oder zur Vertiefung. Was mir noch wichtig ist: Unternehmertum bedeutet, Entscheidungen zu treffen. Ich hoffe, ich konnte Dich wieder inspirieren und Du weißt, worin Du Deine Energie steckst. Lass uns unbedingt vernetzen auf Facebook, LinkedIn und Instagram. Und wenn Du Lust auf ein kulinarisches Erlebnis hast inkl. Content-Ideen und mehr, dann hole Dir jetzt Dein Ticket für „Content con Pizza“ am 24.09.2022 in Weiterstadt auf meiner Website: www.julianheck.de/ccp – denn am Mittag gibt es die neapolitanische Pizza aus meinem Pizzaofen, den ich mitbringen werde. Schreibe mir bei Fragen und Anregungen gerne immer an: podcast@julianheck.de. Bleib Dir treu, Dein Julian
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Eine Facebook-Gruppe mit über 3000 Mitgliedern einfach mal so schließen. Jo, das kann ich. Und warum ich das mache, das verrate ich dir in dieser Episode. Lange bevor ich LinkedIn genutzt habe, habe ich Facebook genutzt.

Und zwar äußerst intensiv. Facebook war tatsächlich mein wichtigster Marketing-Kanal. Und vor meiner Personal Branding-Arbeit, bevor ich das gemacht habe noch als Journalist, da habe ich so auch meine Sichtbarkeit damals über Twitter aufgebaut, aber eben auch über Facebook. Und je mehr ich in dieses Thema Solopreneurship und digitales Nomadentum und sich vermarkten und eine Marke aufbauen und positionieren, so bin ich an dieses Thema dann reingekommen, da habe ich vor allem Facebook genutzt und da vor allem Facebook-Gruppen.

Also Facebook-Gruppen waren wirklich so mein Sichtbarkeitstool im Grunde Nummer eins. Und in erster Linie natürlich andere Gruppen. Damals muss man auch dazu sagen, ein kleines bisschen anders wie heute. Da hat man noch richtig gute Reichweiten gehabt.

Da war noch richtig was los. In vielen Gruppen ist es heute nicht mehr so ganz einfach. Passt natürlich auch perfekt zu dieser Episode. Hat nämlich auch damit was zu tun, aber dazu später mehr.

Also ich habe ganz viel in anderen Gruppen gemacht. Ich habe dort meine Hilfe angeboten. Ich habe kommentiert und dadurch natürlich auch viel von meiner Expertise gezeigt, indem ich Fragen beantwortet habe, Fragen gestellt habe. Also auch quasi zur Interaktion mit beigetragen habe.

Und das gibt es ja heute in vielen Gruppen auch noch, dass man unter so Sammelwerbeposts einen Hinweis geben kann auf das neueste Webinar oder auf irgendein Produkt oder ähnliches. Den Werbefreitag oder den Angebotsdienstag oder sowas in der Richtung. So, das habe ich wirklich sehr, sehr, sehr häufig genutzt und intensiv genutzt und darüber eben meine Sichtbarkeit aufgebaut. Und irgendwann, das ist jetzt echt schon ein paar Jahre her, viele Jahre her, habe ich dann eine eigene Facebook-Gruppe gegründet.

Nicht zum Thema Personal Branding. Das war damals zwar schon so ein bisschen mein Thema, aber ich war noch nicht hauptberuflich im Personal Branding Business drin, sondern das war eine Facebook-Gruppe für andere Solopreneure und Freelancer. So hieß die Gruppe damals auch, oder Solopreneure und Freelancer. Und da waren zeitweise dann über 4000 Leute drin.

Und dann habe ich im Grunde genau das gemacht, was ich in anderen Gruppen auch gemacht habe. Ich habe Fragen beantwortet, natürlich in meiner eigenen Gruppe auch mehr Fragen gestellt, zum Austausch aufgerufen. Wir hatten dann auch mal gemeinsame Zoom-Sessions, wo ich einfach den Raum für andere geöffnet habe. Ich habe dort Livestreams gemacht, aber eben vor allem den Raum geöffnet, den digitalen Raum in der Gruppe für Austausch und für Fragen stellen.

Zu allen Belangen, die man halt so als Selbstständiger hat. Als Solopreneur oder als Freelancer. So, und irgendwann kam dann eine weitere Gruppe dazu. Nämlich war eine Gruppe für Personal Branding, Personal Branding und Social Selling.

Da waren oder sind auch über 3000 Leute drin. Weil ich mir gesagt habe, ich möchte jetzt speziell natürlich, ja, clever wie der Hack ist, speziell fürs Thema Personal Branding bekannt sein und jetzt einfach diese Solopreneur-Gruppe irgendwie umbenennen oder so. Nicht so clever, weil da sind ja dann ganz viele drin, die sich für das Thema vielleicht gar nicht so brennend interessieren. Und ich möchte aber in meiner Gruppe Leute drin haben, die eben relevant sind.

Und diese Erkenntnis ist ja auch für alle anderen Kanäle super wichtig, weil es nicht darum geht, einfach nur Masse zu haben, sondern vor allem relevante Personen oder Personen, die sich für das Thema interessieren, dann dort so versammeln. So, hatte also irgendwann mal zwei Gruppen. Insgesamt 7000, 8000 Leute. Und die Solopreneur-Gruppe habe ich dann immer mehr vernachlässigt.

Ja, klar, ich hatte ja neuen Fokus. Fokus ist ein ganz wichtiges Thema. Aber ich hatte Spaß mit meinen Facebook-Gruppen, weil Facebook-Gruppen haben natürlich auch enorm viele Vorteile. Hatten sie damals noch mehr, haben sie heute aber natürlich auch noch, weil es ist eine geschlossene Gruppe, Es gibt ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl.

Man kann sich austauschen. Die Beiträge sind ja nicht öffentlich, auch wenn ein paar tausend Leute in der Gruppe sind. Aber es hat trotzdem einfach noch so einen anderen Charakter. Und eine eigene Gruppe ist natürlich perfekt dafür, um den Expertenstatus aufzubauen.

Ich habe die Gruppen dann auch irgendwann so benannt, dass mein Name mit drin war. Solopreneur und Freelancer, die Gruppe von Julian Heck oder Personal Branding und Social Selling von Julian Heck oder mit Julian Heck. Das heißt, man konnte sich noch stärker als Experte positionieren, aber vor allem auch so als zentraler Ansprechpartner für Fragen, was wiederum sehr auf die Marke einzahlt, aufs Branding einzahlt. Man ist der Gruppeninhaber, wo tausend Leute sich versammeln oder tausende oder hunderte, vielleicht in deinem Fall oder zehntausend in deinem Fall, wie auch immer.

Und der große Vorteil bei eigenen Gruppen ist natürlich, eigene Gruppe, eigene Regeln, stärkere Präsenz. Weil wenn ich sage, die Gruppe ist nicht dafür gedacht, jetzt dauernd Werbung zu machen, dann kann ich die Gruppe natürlich trotzdem nutzen, um dauernd Werbung zu machen. Habe ich natürlich jetzt nicht in der Form, aber natürlich darf man selbst in einer Gruppe oder sollte man auch selbst sich mehr zeigen und mehr Werbung machen und mehr das Ganze leiten, als es in anderen Gruppen der Fall wäre. So, und das hat auch für mich damals, wie gesagt, gut funktioniert.

Aber, jetzt kommt das große Aber, eine Facebook-Gruppe oder generell Gruppen haben natürlich auch ein paar Nachteile. Und ein wesentlicher Nachteil ist, dass es je nach Thema einfach nicht ganz so viel Interaktion gibt, wenn man nicht richtig viel Gas gibt. Ja, also es gibt bestimmte Themen, bestimmte Bereiche. Dazu gehört auf jeden Fall sowas wie Technik.

Alles rund um Technik, um Tools. Da gibt es ständig irgendwelche Fragen. Ja, wenn ich jetzt eine Gruppe zum Thema Podcast habe, dann fragt ständig jemand hier Mikro und Tool. Und womit kann man dies am besten machen?

Und womit funktionieren Interviews super gut? Was nutzt du? Was nutzt ihr? Ich habe da eine Frage.

Ich komme hier nicht weiter. Ja, also bei Technikthemen gibt es ständig Bedarf. Und dadurch ist in solchen Gruppen auch ständig was los. Aber in vielen anderen Themenbereichen, unter anderem in meinem, Personal Branding, ist es halt nicht so gewesen.

Da kamen zwar auch hin und wieder Fragen, beim Thema LinkedIn auch mehr als beim Thema Personal Branding. Aber keiner oder viele stellen ja nicht irgendwie eine hochstrategische Frage, sondern die buchen halt mich oder buchen jemand anderen. Ja, aber das war nicht ganz so leicht. Und das beobachte ich in vielen anderen Gruppen auch.

Das heißt, die Folge davon ist, damit trotzdem in der Gruppe was los ist, ja, also trotzdem einiges passiert, muss man selbst das Zepter stärker in die Hand nehmen. Bedeutet aber auch, ich bin gewissermaßen, und das hat sich auch ein bisschen verstärkt über die letzten Jahre, würde ich schon fast sagen, gewissermaßen so ein bisschen ein Alleinunterhalter gewesen. Jetzt kein Mitleid, keine Sorge, ich brauche das nicht, aber es ist natürlich so, dass man gewissermaßen ein Alleinunterhalter ist und einfach ganz viel dafür ackern und tun muss, damit in Gruppen tatsächlich überhaupt was passiert. Also Posts kreieren, wo andere mit interagieren, Fragen stellen, ganz viel reingeben, damit dort was los ist.

So, bedeutet aber auch, der Aufwand, eine Gruppe zu führen, den unterschätzen übrigens auch mega viele, der ist relativ hoch, wenn man aus Gruppen echt was machen möchte. Und wie gesagt, ja, in den meisten Themen, was jetzt zum Beispiel nicht Technik ist, da brauchst du eben noch mehr Aufwand als bei den einen oder anderen Themen. Und so war das dann bei mir auch. Und ich habe mich dann irgendwann gefragt, was bringt mir diese Gruppe eigentlich noch?

Und die Frage kam bei mir immer wieder hoch, immer wieder hoch. Und ständig dachte ich so, boah, die Gruppe irgendwie, ich weiß nicht, Aufwand ist hoch. Und dann irgendwann habe ich wöchentliche Livestreams gemacht, so Impuls-Livestreams und so weiter. Und dann habe ich das auch wieder gelassen, weil ich gemerkt habe, irgendwie schläft es so ein bisschen ein und die Leute sind nicht mehr da.

Und dann wurde Sommer und Abends Termine. Und die Gruppe hat mich irgendwann genervt. Und wenn man an einem Punkt ist, wo einen irgendetwas so richtig nervt und dieses Nervgefühl aber auch nicht aufhört oder weggeht, vorübergehend ist das ja mal okay, dann sollte man spätestens hinschauen und gucken, gibt es da Korrekturbedarf. Und ich finde halt, man muss schauen, zum einen, woran hat man wirklich Spaß?

Faktor Freude. Und wo will man wirklich Zeit investieren? Wo will man Energie reingeben? Wo will man einfach wirklich was tun und Gas geben?

Das war die Facebook-Gruppe bei mir irgendwann nicht mehr. Und wie ist es mit Aufwand und Nutzen? Wie steht das in Relation? Welche Kanäle, welche Marketing-Maßnahmen bringen denn die besten Ergebnisse?

Wo lohnt es sich vielleicht mehr Zeit reinzustecken? Weil ich durch das, was ich schon reinstecke, einfach überdurchschnittlich viel bekomme? Und was lohnt es sich vielleicht loszulassen? Und ja, das passt dazu natürlich Fokus.

Auf welche Kanäle will ich meine Energie lenken? Es funktioniert selten, dass ich sage, ich mache eine Facebook-Gruppe und bin bei TikTok aktiv. Instagram auf jeden Fall auch. Und LinkedIn, ne?

Julian sagt mal so, LinkedIn machen. Also mache ich auch LinkedIn. Und bloggen ist gut, weil SEO und YouTube, ja, im Prinzip auch. Zweitgrößte Suchmaschine.

Pinterest übrigens auch mega stark. Allein wenn ich das schon alles aufzähle, schnürt sich mir der Hals zu. Also, ja, mein Fokus ist einfach ein enorm wichtiger Faktor, wo man sich auch gewissermaßen eingestehen muss. Und so war das nämlich jetzt bei mir.

Trotz über 3000 Menschen, die, ja, über die Jahre jetzt in die Gruppe reingekommen sind. Trotz der über 4000 Menschen, die in meine andere Gruppe über die Jahre reingekommen sind, ist es nicht mehr mein Kanal. Nicht Facebook generell nicht, aber eben nicht eine Gruppe. Vielleicht kommt irgendwann der Moment, wo ich sage, boah, komm, machst du wieder.

Aber ich habe die eine Gruppe, die Solopreneur-Gruppe inzwischen schon archiviert. Meine Personal Branding-Gruppe werde ich jetzt in nächster Zeit archivieren. Ja, es gibt noch ein paar Hinweise darauf. Und vor allem auch Hinweise, wo kann man mir sonst folgen?

Zum Beispiel dieser Podcast. Ja, hast du ihn abonniert? Falls nicht, jetzt ist die Erinnerung da. Ja, Abo hinterlassen lohnt sich auf jeden Fall.

Ist man in meinem Newsletter drin, in meinem Verteiler? Falls nicht, ja, meine 123-Content-Ideen findest du auf julianhack.de slash 123-Content-Ideen. Kostendos, kostet nix. Ja, ist der beste Einstieg dafür.

Es gibt einfach, ja, Möglichkeiten mir zu folgen, die wahrscheinlich nachhaltiger sind für alle. Und die Facebook-Gruppe ist es eben nicht. Und nur, weil dort tausende Leute drin sind, ist es kein Grund, diesen Kanal mitzuschleppen. Und ich muss einfach dazu sagen, das habe ich mir jetzt extra notiert, zwei Dinge, die mir wichtig sind.

Zum einen, loslassen schafft immer Raum für Neues oder Raum auch zur Vertiefung anderer Dinge. Bei mir ist das LinkedIn, Podcast, Instagram in der Reihenfolge. LinkedIn, Podcast, Instagram. Das sind meine Fokuskanäle.

Das ist mir wichtig. Und ich mache lieber zwei Episoden in der Woche, wenn ich das kann, als eine Gruppe mitzuschleppen, die sich in meinen Hirn reinfrisst, weil es mich belastet. Das ist nicht Sinn der Sache. Loslassen schafft Raum für Neues oder für Vertiefungen.

Und, was mir auch wichtig ist, der zweite Punkt, Unternehmertum heißt, Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Und eine Entscheidung ist eben auch, einen Kanal loszulassen, wo viele Leute drin sind, wo ich richtig viel Zeit investiert habe, unterm Strich auch Geld rein investiert habe, wo ich aber jetzt sage, es begeistert mich nicht mehr und deshalb halte ich daran nicht fest. Und vielleicht gibt es ja auch bei dir die eine oder andere Sache, die dich nicht mehr begeistert und die du loslassen solltest und dafür dann eben Raum schaffst für entweder Neues oder für die Vertiefung von bestehenden Kanälen, die du schon hast.

Stichwort Fokus. Und ja, das ist das kleine Learning, was ich dir in dieser Episode mitgeben möchte. vielleicht ist das ja ein Impuls, tatsächlich auch eine Konsequenz zu ziehen von Dingen, die du gerade machst. Falls du mir, wie gesagt, hier noch nicht folgst, mach das gerne.

Vielleicht bist du ja sogar in meiner Facebook-Gruppe und suchst jetzt einen anderen Weg, mir stärker zu folgen oder auch so Teil meiner Energie zu sein, meiner Community zu sein, zu lernen, dich inspirieren zu lassen. Und falls es noch mehr sein darf, gibt es ja auch andere Wege, da mit mir zusammenzuarbeiten. Aber das ist jetzt erstmal zweitrangig. In diesem Sinne, ganz viel Freude dabei.

Das darf nämlich auch sein, Entscheidungen zu treffen, die dir gut tun, die deinem Business gut tun und die letztlich auch deinen Kunden und deiner Community gut tun. Und wenn du magst, dann hören wir uns in der nächsten Episode wieder. In diesem Sinne, bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal.