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Interview mit Stephan Klundt: Netzwerken beginnt beim Mindset

·36 Min.

„Wenn Menschen zusammen kommen, passiert immer etwas Verrücktes!“ Heute bin ich wieder nicht allein im Podcast – sondern habe einen besonderen Interviewgast dabei – Stephan Klundt. Gründer der Pioneers Media GmbH, Netzwerker und Eventveranstalter. Stephan hat nicht nur im Eventbereich gearbeitet. Er probiert aus, und macht das, was ihm Freude macht. Er hat das Talent, auch auf die vermeintlich kleinen Dinge zu achten. Er möchte für seine Gäste ein besonderes Event schaffen, mit einer besonderen Atmosphäre. „Wenn Menschen zusammen kommen, passiert immer etwas Verrücktes!“ Stephan hat sein eigenes Event das erste Mal in 2019 veranstaltet, die Pioneers Summit, die auch dieses Jahr wieder stattfinden wird. Er startete allerdings ganz klassisch: Er hatte sein Fachabitur gemacht, und währenddessen gekellnert. Für ihn war es normal, 17/18 Stunden pro Tag zu arbeiten, wie z. B. bei Hochzeiten. Eines Tages fragte er den DJ, was er denn für den Tag bekomme. Und seitdem war ihm klar: Er will immer Spaß bei dem haben, was er tut. Und natürlich auch damit gutes Geld verdienen. Was mich interessierte, wie Stephan es schaffte, namhafte Personen auf seine Bühne zu bekommen. Was ist dabei das Wichtigste? Mindset! Es sei kein Hexenwerk. Er hat viel Mindsetarbeit betrieben. Er wusste, wen er wollte. Menschen lieben es, wenn sie ein Feuer spüren. Sein wichtigster Tipp: Bleib hartnäckig und zeig Dein Feuer! Und nicht nur das. Es ist vor allem wichtig, ein Netzwerk zu haben. Das Netzwerk gilt für ihn nicht nur als Marketingkanal, sondern auch als Möglichkeit, mehr zu lernen. In einem Netzwerk unterstützt man sich. Netzwerken und Weiterempfehlungen sind Gold wert. Wie wichtig ist das Zusammenspiel von Personal Branding und Netzwerken? „Wir können Kompetenz durch die digitalen Medien nicht mehr richtig einschätzen.“ Daher ist das Zusammenspiel sehr wichtig, denn nur wem ich vertraue, mit dem möchte ich mich verbinden und dementsprechend auch zusammenarbeiten. Was ist mit Menschen, die introvertiert sind? Die nicht wissen, wie sie loslegen. Arbeite an Deiner Brand, an Deinem Selbstwert. Was tut Dir gut? Probiere aus! Ein weiterer Tipp von Stephan: Schreibe Dir auf, wenn Du vor etwas richtig Angst hast. Und es als Spiel zu sehen. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Und am Ende stelle Dir Frage: Kannst Du damit leben? Wie kannst Du das Beste anschließend daraus machen? Was lernst Du daraus? Stephan arbeitet gerne mit Pionieren. Für ihn bewegt ein Pionier etwas. Und die Zeit der Pioniere sei jetzt. Warum eigentlich? In der Zeit der Pandemie seien viele Menschen aus Angst zurückgewichen – Pioniere gehen voran und versuchen etwas in Krisen zu erschaffen. Inzwischen gibt es neben dem Pioneers Summit auch den Pioneers Circle, welches ganzjährig stattfindet. Seine Mission ist: Gemeinsam schaffen wir das richtige Umfeld, um einfach mehr bewegen zu können. Beim nächsten Pioneers Summit am 17.09.2022 in der Jochen-Schweizer-Arena bin auch ich dabei, als Gastgeber. Ich freue mich wahnsinnig darauf. Schön hat Stephan beim Vorstellen des Pioneers Circle auch zitiert: „Wir haben zwei Hände, eine zum Nehmen und die andere zum Geben.“ Danke, Stephan, für Deine Zeit und Deine Inspirationen. Mehr über Stephan findest Du auf LinkedIn, auf seiner Website und demnächst auch auf YouTube. Was nimmst Du Dir mit aus diesem Interview? Schreib uns das gerne an podcast@julianheck.de. Und wenn Du Lust auf ein kulinarisches Erlebnis hast inkl. Content-Ideen und mehr, dann hole Dir jetzt Dein Ticket für „Content con Pizza“ am 24.09.2022 in Weiterstadt auf meiner Website: www.julianheck.de/ccp – denn am Mittag gibt es die neapolitanische Pizza aus meinem Pizzaofen, den ich mitbringen werde. Bleib Dir treu, Dein Julian
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Willkommen bei einer neuen Episode des Branding Barista Podcast. Ich bin heute mal wieder nicht alleine. Das ist immer sehr schön, wenn ich mit einer inspirierenden Person sprechen kann. Und das ist heute Stefan Klund, Gründer der Pioneers Media GmbH, Netzwerker, Eventveranstalter und ich freue mich sehr, dass du da bist.

Ich freue mich auch und Julian, dir zu Ehre habe ich heute auch extra meinen Kaffee mitgebracht und freue mich sehr auf das Gespräch mit dir. Cool. Den habe ich jetzt natürlich nicht vorbereitet. Den habe ich schon intus.

Sehr gut, ja. Dann ist es gut. Stefan, du machst ja gerade eine Menge, dazu kommen wir gleich, aber du kommst aus dem Bereich Eventmanagement, hast als Eventmanager gearbeitet. Verrat mal, was fasziniert dich denn an Events?

Ja, also erstmal, ich habe, glaube ich, ich habe schon in so vielen verschiedenen Bereichen gearbeitet. Ich bin so ein Typ, ich muss einfach viel ausprobieren und dann mache ich es, dann gehe ich da rein und entweder es gefällt mir, dann bleibe ich ein bisschen länger oder auch nicht. Aber ja, ich habe schon gemerkt, dass bei allen Sachen, die ich so gemacht habe, ich habe ja auch früher in der Zeit, wo ich gekellnert habe, bin ich danach irgendwie auf das DJing gekommen, weil ich auch gemerkt habe, ey, das ist ja eine coole Art und Weise, irgendwie sein Geld zu verdienen und es scheint irgendwie Spaß zu machen. Und habe dann darüber aber auch gemerkt, ey, mit Events kann ich irgendwie ganz gut.

Das war schon immer so eine Schnittmenge. Und dann habe ich mir halt gesagt, okay, jetzt muss ich dann auch mal da noch tiefer reingehen. Habe dann dort den Eventmanager halt gelernt. Und was mich fasziniert, ja, es ist, es steckt irgendwie in einem drin.

Mir fällt es sehr leicht, Atmosphären zu schaffen, wo andere Menschen drauf Bock haben, was die einfach cool finden. Ich habe immer, auf Geburtstagen hat man mir immer gesagt, ey, das war eine mega coole Party und hat Spaß gemacht. Und ich achte auch auf sehr viele Sachen, muss ich sagen. Das kriegen viele nicht mit.

Oder besser gesagt, dann sprechen sie mit mir, aber ich höre nur mit einem Ohr zu, weil ich gerade merke, dass die Musik komischerweise irgendwie leiser geworden ist oder der Song einfach nicht passt. Ich bin da voll in dieser Atmosphäre drin. Ich mache die ganze Zeit so Atmosphärenarbeit, kann man das irgendwie nennen. Nicht so ganz spirituell, wie man sich das vorstellt, sondern einfach so intuitiv irgendwie eher.

Das hat mir schon immer Spaß gemacht. Und dann, ja, was mich daran fasziniert, es ist so, es ist das Licht, es ist das Feeling. Es ist, dass Menschen zusammenkommen und immer, wenn Menschen halt wirklich zusammenkommen, deswegen, ich bin ein Riesenfan von Offline, muss ich ehrlich sagen, Offline-Events und so weiter. Online ist auch cool, aber Offline hat nochmal mehr Energie, finde ich.

Und wenn Menschen zusammenkommen, dann passiert immer etwas Verrücktes irgendwie. Und ich merke das auch bei den Veranstaltungen. Ich kann das auch kaum vorplanen. Dann passiert einfach irgendetwas, wo man sich im Nachhinein sagt, wow, was war das denn?

Und das macht mir Spaß, ja. Ja, dann war jetzt die Pandemie-Phase für dich wahrscheinlich als Offline-Mensch nicht ganz so dolle. Ja, stimmt, so die erste Zeit nicht. Aber wir sind auch relativ schnell wieder, sobald es nur ging, sind wir schon wieder in den Sattel gegangen und haben da weitergemacht.

Und da, ja, habe ich auf jeden Fall auch die Online-Welt sehr zu. Ja, ich glaube, so eine Synergie aus beiden ist halt mega cool. Ich finde nicht nur Offline, das ist nicht cool, alles Offline zu machen, genauso wenig wie alles digital. Finde ich auch kein Fan von.

Die Mischung finde ich top, die finde ich super. Ja, absolut. Profitiert ja voneinander, quasi. Ja, total.

Ja, man hebt sich auch ab, wenn man beides irgendwie kann. Das ist so. Absolut, das stimmt. Und ich glaube tatsächlich, aber dazu kommen wir ja später noch, dass sich die Leute jetzt in der Phase umso mehr wieder nach Offline-Events auch sehnen.

Also geht mir auch so, ich habe auch wieder Lust auf Offline. Ja, mir geht es nicht anders. Ja, hundertprozentig. Du hast dein erstes eigenes Event, dein Pioneer Summit 2019, glaube ich, oder?

Oder 2018, 2019? 2019, genau. Ich habe mich 2018 selbstständig gemacht, nach der, ja, nach der, ich sage mal, nach der Ausbildung zum Event-Manager. Ich habe erst mal geguckt, was ich überhaupt machen möchte und habe mich dann relativ schnell entschieden.

Ja, ich habe Bock, ein eigenes Format zu schaffen und habe einfach geguckt, was mir am meisten Spaß macht, mit welchen Menschen ich am liebsten unterwegs bin. Und daraus ist dann die Pioneer Summit geworden. Hat aber auch wirklich, ich habe es lange vorbereitet, ein bisschen zu lange, aber ich habe mich nicht getraut bei der ersten Veranstaltung. Das war auch so ein Thema.

Okay. Ja. Wie kam es denn überhaupt dazu? Warum hast du dich für die Selbstständigkeit entschieden?

Warum direkt ein eigenes Event? Ich glaube, das war jetzt auch kein Zehn-Mann-Event, sondern schon ein bisschen größer. Ja, ich hole ein bisschen weiter aus, aber das ist eine coole Story, ja. Also das geht zurück in, ich habe mein Fachabi gemacht und habe halt in der Zwischenzeit gekellnert und habe für 6,70 Euro die Stunde, damals gab es noch keinen Mindestlohn, habe ich da wirklich jeden Freitag, jeden Samstag, also ich habe vor allen Dingen so die Nachtschichten gemacht, immer die Hochzeiten, sage ich mal, die fingen um 15 Uhr an, ging bis 6 Uhr morgens.

Also wir waren dann auch die letzten, die gegangen sind, so 17-Stunden-Tage, 18-Stunden-Tage, das war ganz normal dort. Es war wirklich, es war wirklich verrückt. Und ich habe mir den DJ angeguckt und habe mir gedacht, was geht hier ab, der hat irgendwie Spaß, ich bringe ihm sein Getränk und das Essen und dann lässt er die ganze Zeit eine Playlist laufen und hat dann feiert mit den Leuten ab, hat Spaß dabei. Und dann bin ich zu ihm hin, habe ihn gefragt, ey, sag mal, was bekommst du für so einen Tag hier auflegen, Abend auflegen?

Ja, unter 1.000 Euro geht hier nicht, sagt er, ne? Und dann wusste ich Bescheid. Okay, es gibt, es gibt, ja, Katzen. Nein, aber ich habe einfach, was ich einfach cool fand, mehr Geld, Kapital, ja, auf jeden Fall für 6,70 Euro, das ist ein bisschen krass, aber auf der anderen Seite auch mehr Spaß, das fand ich cool.

Also ich habe für mich eine Welt entdeckt, wo du ja mehr Erfüllung haben kannst, gleichzeitig auch mehr Wertschätzung bekommst, das muss nicht unbedingt Geld sein, aber das fand ich cool. Und da bin ich in das Thema Selbstständigkeit reingegangen und habe seitdem auch immer das gemacht, was mir auch wirklich Spaß macht. Also ich habe immer die zwei Sachen zusammenbringen wollen, ja, Spaß und das natürlich auch, was reinkommt, also man Wert kreiert, ne? Das ist dann so ein Austausch, der einfach stattfindet.

Ja, absolut. Ich glaube, die Herausforderung, gerade wenn man so Events veranstaltet, ich habe das im Kleinen mal gemacht vor ein paar Jahren für andere Selbstständige. Die Herausforderung ist ja immer, man braucht eigentlich ein paar, ich sage jetzt mal ordentliche Namen, damit da Leute hinkommen, gerade, ne? Es ist so ein bisschen dieses Henne-Ei-Problem.

Wie hast du das geschafft, dass du da Leute auf der Bühne stehen hattest, die dir im Grunde vertraut haben, weil es ja vorher keinen Beweis dafür gab, dass die Sache cool wird? Und hast dementsprechend Leute angezogen, die dann auch kommen? Bei dem ersten Event meinst du, 2019? Ja.

Boah, spannend, was habe ich 2019 gemacht? Ja, ich glaube, das allererste, das Wichtigste bei dem Ganzen ist erstmal die Mindset-Arbeit dahinter, weil, dass die Personen ansprechen, das ist eigentlich, wenn man das richtige Mindset hat, das ist kein Hexenwerk. Es ist wirklich wie bei LinkedIn oder sonst irgendwo, du stellst eine Kontaktanfrage, du stellst den Kontakt her. Das ist kein Hexenwerk.

Da würde ich dir, ich würde dir jetzt nichts Neues erzählen, aber ich glaube, das eigentlich Wichtige ist, die Mindset-Arbeit, die davor stattfindet. Und ich habe es wirklich so gemacht, bevor ich das allererste Event gestartet habe, ich habe viel Zeit am Flipchart verbracht und ich habe mir viele Dinge aufgeschrieben. Ich habe, ich habe Dinge, wenn man so möchte, visualisiert. Also ich habe mir irgendwie so einen Banner vorgestellt.

Das war das allererste. Ein Banner, wo ich so ein paar Namen drauf hatte, Menschen, die ich sehr cool fand, zu dem Zeitpunkt jetzt immer noch. Zum Beispiel, das war Flavio Simonetti. Und ich habe mal irgendwo ein Foto bei ihm gesehen.

Da hat er so seinen Bizeps in die Kamera gehalten. Der macht ja so Fitness und solche Sachen. Sehr, sehr cool. Und das fand ich cool.

Da dachte ich, das ist der richtige Spirit. So sein Format und dann noch ein paar andere Leute irgendwie aus dem TV-Bereich, dann aus der Modebranche gekoppelt mit diesem Sozialen irgendwie. Und ich habe einfach, das war wie so ein Orchester. Ja, Orchester, so ein kleines Orchester, eine sehr kleine Gruppe.

Aber zu gucken, wie entsteht da irgendwas Cooles, was ich selber cool finde. Ich habe versucht, für mich selber ein cooles Format zu kreieren, wo ich gerne als Teilnehmer wäre. Und das habe ich mir halt immer wieder vorgestellt. Und dann auch die Namen erstmal tatsächlich, ohne dass ich sie angefragt habe, habe ich mir schon die Namen, also ich habe, das ist verrückt.

Visualisiert im Grunde, kann man sagen. Ja, ich habe es, ich kannte den Begriff damals noch nicht, aber ich habe mir, ja, ich habe mir ein Bild gezogen bei Google, also ein Foto groß von dieser Person. So, den Namen da unten drunter. Ich habe mir ein paar Punkte dazu aufgeschrieben, was ich mir dazu wünschen würde und habe es erstmal dran geklebt.

So, und dann habe ich mir gesagt, das Ganze steht und fällt eigentlich mit einem Namen. Und das war der Flavio Simonetti. Den wollte ich in dem Jahr unbedingt haben. Und dann habe ich ihn angeschrieben.

Und das Ding ist auch, was ich immer merke, Menschen lieben es, wenn sie ein Feuer spüren. Und das Feuer war tatsächlich da. Du kannst andere Menschen nicht anstecken, wenn du selbst nicht on fire bist. Das ist, glaube ich, mega wichtig.

Und ich war und bin immer noch für dieses Projekt on fire. Und dann ist es auch leichter, Menschen anzusprechen. Ich würde dann immer empfehlen, möglichst schnell ins Telefonat zu kommen. Wie auch immer.

Ich habe auch bei ihm die Assistenz anschreiben müssen. Und ich habe, glaube ich, auch zweimal hinterher gehakt. Aber dann stand das Telefonat und wenn das Telefonat ansteht, dann heißt es Feuer. Dann heißt es Feuer.

Also wirklich alles, was du an Energie hast, über den ganzen Tag oder über die ganze Woche gesammelt. In diesem Telefonat bist du energetisch einfach wirklich gut drauf. Momentum. Du hast auch deine Vision vor Augen.

Und das ist auch wichtig, die Vision zu pitchen. Nicht, was ich Tolles gemacht habe, weil ich konnte nichts vorweisen. Also die Vision. Und ich habe die Vision gemalt, sage ich mal.

Und ja, so habe ich deine Frage beantwortet. Das ging jetzt, wie ich die ersten Personen angesprochen habe. Ja, fast schon. Fast schon.

Ja, und ich meine, aber dann kam es ja, es wurden ja dann, also ich weiß nicht, 2020, glaube ich, hast du das zweite gemacht? Nee, das tatsächlich musste ich machen. 2021 habe ich mich wieder getraut, ja. Da hast du dich wieder getraut, okay.

Aber dann, ich meine, Calvin Hollywood war ja selbst schon hier im Podcast, ein Jochen Schweizer. Dennis Eytekin kann jetzt eher die Fußballer, FIFA-Schiedsrichter Nummer eins in Deutschland. Ich kann mir vorstellen, da ist es ja dann nochmal eine Nummer schwieriger. Ich meine, dann hattest du zwar schon das Event im Rücken, mit dem du argumentieren konntest, hast wahrscheinlich auch Bilder gehabt, kannst das emotional ein bisschen aufladen.

Ich kann mir vorstellen, dass viele, die jetzt gerade zuhören oder zuschauen bei YouTube, sagen, ich würde mich niemals trauen, jetzt einfach mal an Jochen Schweizer anzusprechen, weil, jetzt sind wir wieder beim Mindset. Erstens, ich komme vielleicht eh nicht durch oder zweitens, der sagt doch eh nein. Und der bekommt doch eh ständig irgendwelche Anfragen. Nimm uns nochmal ein bisschen mehr mit, was hat denn, was hat dir denn den Kick gegeben, es trotzdem zu machen und wie hat es dann tatsächlich auch geklappt?

Ja, es war erstmal auch wieder das Bild, was vorher im Kopf entstanden ist. Ich habe mir diese Veranstaltung wirklich mit so einem, also ich habe da schon 2019 von geträumt, aber ich habe ehrlich gesagt, ich hätte gedacht, dass das etwas später eintreffen würde. 2021, 2020 habe ich mir aber dann, also ich hätte so gedacht, Jochen Schweizer, irgendwann mal, ja, das ist so ein Traum, irgendwann mal mit Jochen Schweizer diese Veranstaltung, weil Pioniere und er, das passt so gut zusammen. Weil er ist ja ein Pionier und Business, Unternehmertum, er bringt das alles zusammen mit Leidenschaft und Sport, das war richtig cool.

Und ich habe ehrlich gesagt gedacht, dass das ein paar Jahre später sein würde, wann das auch wirklich irgendwie kommt. Und dann habe ich mir aber in dem Jahr gedacht, warum nicht? Also wir hatten, dazu muss ich auch sagen, die noch größere Sache war, glaube ich, einfach die Entscheidung, wir lassen eine Veranstaltung stattfinden. Weil in dem Jahr, das war einfach sauschwierig, keiner konnte wissen, wie das funktionieren kann, ob Events überhaupt stattfinden dürfen und so eine Veranstaltung braucht ein halbes Jahr Vorlauf.

Das heißt, ich habe im Frühling dann entschieden, ja, wir machen das dieses Jahr. Und dann, wo die ersten zwei Personen zugesagt haben, ich glaube, die erste Person war Yvonne de Barck, mit der ich dann so auch schon irgendwie Kontakt hatte, dann schöpft man auch so ein bisschen Mut. Und genau, dann kam die zweite Person dazu, ich glaube, es war tatsächlich auch Dennis Aitikin dann sogar. Und dann habe ich einfach, ja, den Mut irgendwie auch gehabt und gesagt, ja, wir schreiben auch, wir sprechen Jochen Schweitzer an.

Aber wir haben nicht nur Jochen Schweitzer angesprochen, das ist auch wichtig zu wissen. Ich wollte ihn unbedingt haben, das auf jeden Fall. Aber ich habe auch gesagt, das ist wie der Seemann aus der Bibel, der einfach aussät und wirklich guckt, wo trägt das denn überhaupt Früchte. Und dann haben wir auch einige Leute angeschrieben, wir haben auch Absagen bekommen, ja.

Aber für mich war es wichtig, ja, also Jochen Schweitzer war schon, da habe ich mich schon gefreut. Ich hätte ehrlich gesagt in dem Jahr noch nicht damit gerechnet und dann haben wir aber grünes Licht bekommen. Das hat mir auch gezeigt, probieren, einfach probieren, mehr als ein Nein, kann man nicht bekommen. Und mich hatte auch eine Story inspiriert aus dem Buch von Tim Ferriss, die Vier-Stunden-Woche.

Da hat er seinen Studenten eine Aufgabe gegeben und ihnen gesagt, sie sollen, also eine ganz einfache Aufgabe im Prinzip, die konnten eine Weltreise gewinnen. Und alles, was sie dafür tun sollten, ist, ein paar Personen zu kontaktieren. Und das waren Menschen wie, ich glaube, das war Beyoncé, das waren so ein paar Stars, ein paar Politiker mit dabei. Und keiner hat es gemacht.

Keiner hat sich getraut in dem ganzen Jahrgang, ja, alle wollten die Reise und alle haben sich auch gedacht, ja, der andere wird es doch irgendwie machen. Und vor mir sein, keine Chance, obwohl jeder eigentlich die Reise, also hat keiner gemacht. Im Jahr darauf hat er das wieder seinen Studenten erzählt, dann ein neuer Jahrgang und hat ihnen gesagt, es hat keiner probiert. Warum probiert es doch wenigstens?

Und in dem Jahr haben es dann tatsächlich, ich glaube, es haben 15 Leute probiert, 5 haben es geschafft. Und die Story, die belegt ganz einfach, es ist viel, viel einfacher, als man sich das oft vorstellt. Wir stehen uns da selbst am meisten im Weg, unsere Mindset-Blockaden irgendwie. Wie wir denken, der hier, ich hier, nee, wir Menschen sind erstmal, wir kochen alle nur mit Wasser, ne?

Auch ein Jochen Schweizer, egal wer, wir kochen alle mit Wasser. Ja. Und, ähm, probieren kann man es, ne? Ja, du hast vorhin so, ne?

Du musst naiv einfach reingehen, Naivität ist da super gut. Ja, aber das ist es ja, ne? Du hast vorhin so schon gesagt, warum nicht, also, ne, dieses, warum soll ich es nicht probieren? Ja, ich mag die Haltung sehr.

Würdest du denn sagen, Netzwerken ist ein wichtiger Skill oder eine wichtige Eigenschaft für Selbstständige, für Unternehmer? Ja, ist mir jetzt, ähm, ich merke, dass es von Jahr zu Jahr für mich wichtiger geworden ist. Ich habe einfach mal ausgewertet, ähm, also, auf der Summit 2019 sind fast 80 Prozent der Personen über Werbeanzeigen gekommen, ne? Haben wir über Werbeanzeigen dafür, darauf aufmerksam gemacht.

Jetzt im Jahr 2021 waren es nur bis zu 20 Prozent und 80 Prozent kamen übers Netzwerk. 80 Prozent. Das heißt, ich habe erst Ende letzten Jahres für mich verstanden, wo ich das ausgewertet habe, das Netzwerk ist wichtig. Und es scheint für mich, also, in meiner, wir schalten gar keine Werbeanzeigen mehr, muss ich ehrlich sagen, es passiert nur noch übers Netzwerk.

Und ich habe auch eine Theorie dafür, und zwar, es gibt Studien, dass wir mittlerweile pro Kopf in Deutschland am Tag bis zu 13.000 Werbebotschaften verpasst bekommen, wenn wir Social Media konsumieren. Das meiste unbewusst, aber hier eine Anzeige, dann siehst du dort was und hier einen Banner. Und natürlich auch, wenn wir einkaufen gehen, die ganzen Sachen, das können wir alles gar nicht mehr verarbeiten. Und das heißt, wir sind immer mehr auf unsere Mitmenschen angewiesen.

Wir brauchen Orientierung. Und dann frage ich zum Beispiel dich, Julian, hast du eine Empfehlung für jemanden aus dem TV-Bereich oder Speaker-Bereich? Ja, ich würde mich an dir orientieren. Und genauso machen das andere Menschen auch.

Und deswegen, ja, ich glaube, Netzwerk wird immer für uns mittlerweile alles, kann ich wirklich sagen, alles übers Netzwerk. Alles über Empfehlungen, wenn man so möchte. Und irgendwie auch Oldschool, obwohl ich auch sehr viel Online-Marketing gelernt habe, sage ich mal, auch zwangsläufig. Ja, ich glaube ganz, ganz fest daran.

Und dazu muss ich auch noch eine Sache ergänzen. Es ist für mich die Überholspur geworden, was Lernen angeht. Durchs Netzwerk lernt man sehr schnell und man kommt auch sehr schnell voran. Weil jetzt kann ich zum Beispiel dich fragen, Julian, hast du einen Tipp für mich und wie machst du das?

Und du würdest wahrscheinlich, weil wir schon gut miteinander sind, würdest du mir wahrscheinlich irgendwie einen Tipp geben. Und umgekehrt genauso, du könntest auch jederzeit zu mir kommen. Ich würde dir das sofort einfach mitgeben. Das muss ja auch nicht lange dauern.

Und dann hast du eine schnelle Antwort per WhatsApp, Sprachnachricht oder so. Und dann kannst du dein Ding gehen. Und du weißt, Stefan ist auch irgendwie da. Der unterstützt mich dann auch mal, wenn ich mal vielleicht auch irgendwie einen Schlechtmoment habe.

Und das ist cool, das brauchen wir. Also ich glaube auch ehrlich gesagt, das ist jetzt eine harte Aussage. Aber ich stelle das sogar über, ich sag mal, diese ganz, ganz, ganz klassische Coaching-Branche. Also wo es wirklich, hier kauf ein Programm, zahlst du mehrere tausend Euro und dann bist du einer von vielen hunderten Tausenden.

Das ist für mich lange nicht mehr so effektiv, wie wenn du wirklich gute Kontakte hast. Das ist so meine Meinung. Und ich weiß aber zum Beispiel auch, dass, ja, das, ja, anyway, das lassen wir einfach so stehen. Das ist, ja, das ist so, wie ich denke, ja.

Ja, das macht bei mir auch nochmal hier und da Klick auf jeden Fall. Du hast es vorhin schon so, das ist immer raus extra hier in so einen Tipp gegeben. Frag einfach die Leute, die du schon kennst. Wen kennst du in Bezug auf XYZ?

Wen könntest du mir vorstellen? Super einfach, kann jeder machen. Super einfach und es ist menschlich, das muss man auch, ich glaube auch nicht, dass man das großartig lernen muss. Es ist in uns drin, es ist wie, wie, wie man jetzt, ja, wie man sich so kennenlernt.

Es geht um, es geht viel umgeben, aber ich bin jetzt auch nicht ein Freund von hier siebenmal Kontakt haben und dann kannst du mal was pitchen. Nee, wir denken da viel zu sehr in Zahlen. Es ist ganz natürlich, wir haben alle Bock auf Überflussmenschen und deswegen ist es erstmal selber wichtig, zu einem Überflussmenschen irgendwie zu werden. Deswegen ist Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtig, sich zu entfalten.

Da bist du ja mega, mega stark unterwegs und, ja. Weniger verkopft rangehen wahrscheinlich auch. Weniger verkopft rangehen, genau, menschlicher, einfach menschlicher. Und das ist auch das, was, ich sage mal, was zieht, ja.

Es geht dann auch nicht um ziehen, aber das bringt wirklich etwas, ja. Jetzt weißt du ja, mein Kernthema ist Personal Branding. Stell mal die Verknüpfung her, wie wichtig ist Netzwerken fürs Personal Branding und wie wichtig ist Personal Branding aber auch fürs Netzwerken? Jetzt sage ich auch wieder was sehr Allgemeines, ne.

Das klingt jetzt ein bisschen, oh, das ist jetzt sehr, sehr strategisch, aber kennst du das Buch von Jack Nasher? Da geht es um so Dealmaking und Habitus und so. Ganz spannend, er hat auf jeden Fall auch aus Studien herausgegriffen, dass wir Menschen sehr stark an ihrem Umfeld beurteilen. Weil wir können ja Kompetenz zum Beispiel gar nicht mehr so einfach einschätzen.

Jeder kann heutzutage kompetent wirken übers Internet und deswegen, was machen wir danach? Wir schauen uns einfach an, mit wem arbeitet er denn zusammen? Das heißt, wenn ich jetzt zum Beispiel von dir sehe, ey, du hast schon mit dem gearbeitet und mit dem, wow, was für eine krasse Referenz. Und hier ein Foto, das klingt ein bisschen oberflächlich, aber so macht man sich halt ein Bild von einer Person heutzutage.

Und deswegen, ja, wenn du es schaffst, mit Menschen zu connecten und wie gesagt, das ist leichter als, ich sage wirklich heute, das ist leichter, als man oft denkt. Klar, es braucht alles irgendwie seine Zeit. Man sollte jetzt auch nicht versuchen, ganz am Anfang einen Jochen Schweitzer zum Beispiel zu kontaktieren. Aber viele Sachen bauen sich einfach mit der Zeit auf.

Was würdest du denn sagen für die, die es noch nicht so mit dem Netzwerken haben und die jetzt sagen, yo, yo, sagst jetzt zwar, es ist einfach, aber stehe jetzt da, was mache ich denn als erstes? Was würdest du denn empfehlen? Vielleicht auch die, die wie ich ein bisschen introvertierter sind. Ja, good point.

Ja, finde ich, das ist eine sehr, sehr geile Frage. Ich meine, das ist ja auch, letztlich, du hast vorhin einen Punkt genannt, wo ich dachte, vielleicht ist das schon die Antwort auf die Frage, die ich dann jetzt habe. Vielleicht ist es tatsächlich erst Arbeit an sich, also den Selbstwert, das Selbstbewusstsein aufbauen, zu sagen, ich kann nichts verlieren, wenn ich jetzt von einem Jochen Schweitzer ein Nein bekomme oder wenn ich von einer Person, die noch nicht so einen Bekanntheitsstatus hat, ein Nein bekomme. Vielleicht ist es da schon.

Ja, hundertprozentig. Ja, hundertprozentig. Ja, es ist wirklich. Tausend Prozent.

Also, zuallererst bei sich anzufangen und seine, ja, seinen Wert irgendwie auch aufzubauen. Netzwerken, da geht es viel um, ja, es hat viel, es hat auch viel mit, wahrscheinlich mit Urängsten bei uns zu tun. Diese Angst vor Ablehnung zum Beispiel auch und ich glaube, dass der einzige Weg ist, dort wirklich an seiner Persönlichkeit zu arbeiten, auch an seiner Brand. Ich finde, das gehört, zeigst du ja auch sehr schön, das gehört mega, mega eng zusammen.

Und es weiter aufzubauen, es zu stärken, sich selbst zu, ja, es einfach auch zu schaffen, sich selbst so herauszufinden, was tut mir denn wirklich gut, was tut meiner Persönlichkeit gut, meinem Wert gut. Und ganz ehrlich, was ich einfach gemerkt habe über die Jahre, dass es mega gut tut, auch einfach Sachen auszuprobieren. Und ich habe da einen geheimen Tipp an der Stelle. Ich schreibe mir ganz oft auf, wenn ich wirklich Schiss habe, wenn ich wirklich Angst habe vor bestimmten Situationen und glaube mir, vor so einer Veranstaltung, gerade vor der ersten, riesen Angst.

Weil das polarisiert ja enorm. Du baust etwas auf, das zeigst du dann vielen Menschen und du denkst, ey, es kann ja irgendwas passieren, Ton geht nicht, irgendwie ein Unwetter, keine Ahnung. Oder so viele Sachen und du denkst, ja, dann ist dein Leben zerstört. Aber ganz ehrlich, wir nehmen uns doch oft zu wichtig.

Selbst wenn an dieser ersten Veranstaltung irgendwas passiert wäre, ganz ehrlich, denkst du, in zwei Monaten reden die Leute noch drüber? Nee. Das ist, wir nehmen uns da auch, also erstmal versuche ich mich selbst rauszunehmen. Ich sage mir auch selber, hey, es ist irgendwie auch ein Spiel, also es spielerisch einfach anzugehen.

Und dann schreibe ich mir auch mal gerne auf, wenn ich wirklich mega an so einer Angst drin stecke. Ja, und ich versuche dann die Angst, ganz ehrlich, ich finde es nicht leicht. Ich finde es nicht leicht, mit Ängsten umzugehen. Und ich versuche immer wieder Wege zu finden, um damit richtig umzugehen.

Ich glaube, ganz weg kriegt man sie nicht, aber ich glaube, man kann lernen, wie man damit umgeht. Und eine Strategie ist, ich schreibe mir einfach auf, was könnte passieren. Ganz rational. Alles, was wäre das Worst Case?

Was könnte passieren? Und dann zum Schluss treffe ich ganz oft die Entscheidung, kann ich damit leben, wenn das passiert? Ich gucke mir die Liste an und dann sage ich, doch, ja, ich würde es überleben. Also, ja, würden zwei, drei, vier, fünf Monate, vielleicht ein Jahr, würde es vielleicht ein bisschen wehtun.

Aber es ist eine gute Schule, ich würde ganz viel lernen und ich wäre danach wieder da. Es würde nichts passieren. Und es macht auch echt Sinn, sich da auch mal mit den Ängsten wirklich zu befassen. Zum Beispiel bei uns Selbstständigen, Angst vor der Insolvenz, ja, ist so die Hauptangst.

Oder Angst vor Ablehnung, ja, dann lass uns da mal richtig tief reingehen. Was passiert denn bei einer Insolvenz zum Beispiel? Ich kenne einige Leute, die insolvent gegangen sind, die sind wieder da. Easy.

Die strahlen, die hier direkt hier nebenan ist jemand, es ist in Deutschland lange nicht das Ende. Man landet nicht auf der Straße und du hast die Möglichkeit, wieder neu zu starten in Deutschland. Ja, du kannst da einen Strich drunter ziehen. Es gibt ein Insolvenzverfahren, was dann dich und andere Leute schützt und danach wird ein Strich drunter gezogen.

Nach einer gewissen Zeit bist du wieder da und du lernst ganz viel. Das ist das Coole, ne? Ja. Das Mindset eines Netzwerkers.

Sehr stark. Du hast ja, also dein Unternehmen heißt ja Pioneers Media, du hast ein Pioneer Summit, du hast jetzt ein Pioneer Circle, dazu kommen wir gleich. Zum einen, warum so der Fokus auf die Pioniere? Und dann auch gleich, was ist für dich eigentlich ein Pionier?

Ja, sehr spannend. Oh ja, ich habe mich in das Wort Pionier verliebt irgendwie. Ich identifiziere mich selber sehr stark als Pionier und ich merke einfach, die Menschen, mit denen ich am liebsten arbeite, sind auch Pioniere. Das sind Menschen, die so wie du zum Beispiel, die ihr eigenes Ding machen, die Neues ausprobieren, die Neues wagen.

Man kann die Menschen auch anders nennen, ich nenne sie gerne Pioniere. Ich mag den Begriff, ich finde ihn sehr schön und ein Pionier bewegt etwas. Das geht auch in die Impact-Ebene. Zum Beispiel, was mir ganz wichtig ist, es geht ja nicht darum, dass wir uns jetzt ein tolles Business aufbauen und dann irgendwann mal unsere Yacht auf Ibiza.

Das ist nicht alles auf diesem Planeten. Wir haben einen Grund, warum wir hier sind und für mich ist ein Pionier auch, der hat sein Mindset auch bei den Menschen. Er geht voran, damit viele andere hinterhergehen können und er zeigt diesen Menschen den Weg. Auch das sind wichtig.

Genau. Und das macht für mich einen Pionieren aus und ich glaube, damit habe ich die Frage schon beantwortet. Ich bin sehr fasziniert von dem Bild. Ja, merkt man, wenn du darüber sprichst.

Du hast bei LinkedIn stehen, ich habe es auch gerade geöffnet hier, das ist die Zeit der Pioniere. Warum ist denn jetzt die Zeit der Pioniere? Ja, es ist tatsächlich auch ein Branding-Spruch gewesen. Das haben wir auch mit Jochen Schweitzer auch sozusagen noch zusätzlich verstärkt.

Weil ich gerade durch die Corona-Zeit, darf man das überhaupt hier sagen, oder durch die Pandemie-Zeit, whatever, P-Zeit, falls du was schneiden musstest, dann nennst du es einfach P-Zeit. Piep, piep. Ich beeindruckt war im negativen Sinne, wie viele Menschen ängstlich zurückgewichen sind in der Zeit. Ja.

Und ihr Business völlig, also einfach gesagt haben, ja, die Politiker sind schuld oder die Piep-Punkt ist schuld. Ich kann nichts mehr machen. So what? Ich komme aus der Veranstaltungsbranche.

Ja, und ich habe wirklich erlebt, wie ganz viele insolvent gegangen sind, keine Frage. Aber auf der anderen Seite habe ich auch viele Pioniere in ihrem Markt erlebt, die jetzt zum Beispiel ein Filmstudio, also Events in so Studien, Studios stattfinden lassen. So, und das sind Pioniere und ja, das ist die Zeit der Pioniere, gerade dann, ob jetzt Ukraine oder sonst irgendetwas, in der Zeit, wo andere Menschen zurückgehen, sind Pioniere einfach gefragt, die dann wieder weiter vorangehen und sagen, hey Leute, jetzt versteckt euch nicht. Also es sind dann die mutigen Menschen wieder gefragt und mich begeistert das.

Ich bin gerne, ich lebe gerne in so einer Zeit, muss ich sogar sagen, wo man mutig sein darf, wo nicht alles langweilig ist und die Menschen, mit denen arbeite ich gerne, die ziehe ich gerne an und mit denen mache ich gerne Projekte und so ist dann auch jetzt der Circle zum Beispiel entstanden. Ja, stark. In der Zeit, in der viele zurückgehen, braucht es Pioniere, die vorangehen. Bringt sich perfekt auf den Punkt.

Ja, stark. Ja, und Julian, du bist so einer, du teilst dir dein Wissen an, das ist auch Pionierwissen zum Beispiel, sich so authentisch zu zeigen, wie du das tust, das ist genial, weil es ja wirklich ehrlich ist, es ist nicht dieses Aufgesetzte, sondern das ist auch, gerade das ist Pioniermovement, was du so betreibst. Hammer, ja. Und deshalb sind wir zusammengekommen, das ist jetzt die perfekte Überleitung, du machst dieses Jahr, also es ist damit der dritte Summit, der dritte Pioneer Summit, hast jetzt gerade den Pioneer Circle angestoßen, erzähl mal ein bisschen was darüber, was hast du vor?

An sich ist es ganz einfach, es gab bisher die Pioneer Summit, eine Veranstaltung an einem Tag und das war wirklich ein Tag, Synergie pur, Austausch, Netzwerken, gute Inhalte von vielen Vorreitern und ich habe dann einfach das Feedback bekommen, okay, ja, wann ist es das nächste Mal soweit? Und irgendwie wurde nach einer Art, ja, eine Lösung gesucht, wo man auch über das Jahr sich vernetzen und connecten kann und so ist jetzt der Pioneer Circle entstanden, das heißt, es gibt die Pioneer Summit, die findet jetzt innerhalb dieses Circles statt für die Pioniere und der Pioneer Circle umfasst das sozusagen. 65 Tage im Jahr connecten sich jetzt Pioniere, machen sich Mut, haben Austausch, Synergien, das was wir eben auch besprochen haben und das soll einfach das ganze Jahr stattfinden und ja, da bin ich ja mega begeistert, dass du da jetzt auch ein Teil davon bist, für mich sehr, sehr geehrt, auch als Gastgeber der nächsten Pioneer Summit, das wird ein so cooles Event, ich freue mich riesig drauf, auch auf deinen Vortrag. Liebe Leute, da könnt ihr Julian ganz live erleben, ja, das wird cool, ich freue mich drauf.

Das wird cool, ja, und ich finde die Idee einfach klasse, dass du sagst, aus einem Event im Jahr machst du ein Netzwerkforum im Grunde, was das ganze Jahr auch digital stattfinden kann mit dem Circle. Und ich habe ja, als du die Idee mir vorgestellt hast, habe ich ja gesagt, ich kenne sowas sehr, sehr, sehr, sehr wenig, wo wirklich intensiv genetzwerkt wird. Auch da, das ist ja keine Facebook-Gruppe, in die jeder rein kann, du hast ja ein bisschen eine andere Idee davon, wie das stattfinden soll. Ja, es ist wichtig, das muss ich an der Stelle auch sagen, es soll sich keiner vor den Kopf gestoßen fühlen, aber das Umfeld ist alles entscheidend.

Und es ist mega wichtig, ich sehe das wirklich als Auftrag, ich arbeite mit Pionieren zusammen und für Pioniere auch ein Umfeld zu schaffen, wo sie maximal inspiriert sind und maximal auch sich gegenseitig helfen können. Und da ist es wichtig, dass man, ja, dass man tatsächlich auch dafür sorgt, dass dieser Rahmen einfach so stattfinden kann. Das ist, das ist es einfach, ja. Und deswegen müssen wir auch, deswegen machen wir eben nicht, sorry dafür, aber nicht jeder, der sich dann dort bewirbt, wird auch da reingenommen, weil man einfach auch guckt.

Erstmal brauchen wir genau diesen Bereich jetzt gerade auch in dem Netzwerk und wie ist man als Person drauf, als Persönlichkeit? Ist man, ja, das ist wieder, ist man ein Überflussmensch zum Beispiel, darauf achte ich sehr, ist man ein Gebermensch? Haben andere etwas von einem oder ist man die ganze Zeit nur auf seinen Ego-Trip unterwegs und muss sich da, ja, seine, seine, seine, seine Yacht da irgendwie verdienen? Nichts dagegen, ey, soll man machen, aber bitte die Mitmenschen nicht vergessen.

Wir haben zwei Hände, eine zum Nehmen, die andere zum Geben. Schönes Bild. So, das muss halt im Gleichgewicht sein. Ja, ist aber geklaut.

Das hat Davi Togny gesagt auf der letzten Pioneer Circle, um das zu vervollständigen. Transparenz, genau. Ja, sehr cool. Das heißt, wer da Interesse hat, Pioneer Circle, verlinken wir natürlich alles unter dem Video beziehungsweise in den Shownotes zum Podcast.

Man muss anfragen, es kostet auch was. Genau, wer, was würdest du denn nochmal sagen, zusammenfassend, wer ist da gut aufgehoben? Wer ist der richtige, was machst du dafür? Es sind vor allen Dingen Unternehmertypen und damit meine ich nicht zwangsläufig, dass man ein Business haben sollte, aber es sind trotzdem 80, 90 Prozent.

Aber Menschen, die neue Unternehmungen wagen, in welchem Bereich auch immer, sind, wie gesagt, meistens aus dem Business-Kontext. Und wenn du jemand bist, der gerne neue Projekte anstoßt, auch mal mutig ist, auch mal so ein bisschen was Neues ausprobieren möchte und wo du da Gleichgesinnte brauchst, dann ist das dein Circle. Ja, sehr stark. Ich freue mich da sehr drauf, bin gespannt, was ja aus deiner Idee dann in der Realität wird, wie der Summit wird, der findet statt am?

17.09. in der Jochen-Schweizer-Arena. Sehr cool. Prima.

Ja, Mensch, Stefan, vielen, vielen, vielen lieben Dank, dass du hier zu Gast warst. Danke dir, Julian, hat sehr viel Spaß gemacht. Das war stark. Wir sehen uns digital, offline, vielleicht der ein oder andere ja auch.

Hast du einen Hauptkanal, wo man mehr über dich findet? Wir starten jetzt tatsächlich mit YouTube, da spreche ich jetzt auch über das Thema Netzwerken, zum Beispiel, ja, weil ich die Frage auch oft bekommen habe mit Jochen-Schweizer, was hat es damit auf sich und wie und warum, das beantworte ich dann auf diesem Kanal. Stefan Klund, Stefan mit PH und dann findet ihr mich, genau. Perfekt, verlinken wir alles.

Stefan, vielen Dank, wir sehen uns. Danke dir. Mach's gut. Tschüss.

Ciao, ciao.

Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Artikel:Interview mit Stephan Klundt: Netzwerken beginnt beim Mindset