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"Du Fettsack" – Mein Umgang mit Kritik & Hate

·19 Min.

„Julian, Du Fettsack!“ Ich verrate Dir heute, wie Du mit Hate-Kommentaren und Kritik umgehen kannst. Personal Branding im Kontext mit Sichtbarkeit – Da bleibt es nicht unbedingt aus, dass Du Gegenwind bekommst - früher oder später. „Jemand könnte ja etwas Böses wollen“ Du kannst es ignorieren – aber, es gehört dazu, sobald Du dich sichtbar machst. Vor allem auch dann, wenn Du deine Meinung äußerst. Und es gibt einen Unterschied zwischen „Hate“ und „Kritik“. Kritik ist sehr wertvoll – vor allem dann, wenn wir darum bitten. Ungefragte Kritik gibt es von mir nicht und gleichzeitig freue ich mich über konstruktive Kritik. Es zeigt mein Wachstumspotential. Aus jedem Punkt nehme ich etwas für mich und mein Business mit. Was aber, wenn ein Kommentar ohne Sinn und Verstand ist, wenn es unter die Gürtellinie geht, oder gar Dich angreift, dann ist es Hate. Mit Potential aufzeigen hat es nichts zu tun. Daher meine erste und grundsätzliche Empfehlung im Personal Branding: Ecken und Kanten zeigen ist das A und O. Eine Haltung im eigenen Themengebiet entwickeln, und diese Haltung auch im Außen zeigen. Am Anfang dürfen es sogenannte „Rundungen“ sein – und mit der Zeit schleifen wir sie zu Ecken und Kanten. Haltung macht uns greifbar – „Everybody´s Darling“ ist keine Lösung und stresst Dich nur. Und ja, tatsächlich nehmen sich Menschen dafür Zeit – zu kritisieren oder zu haten. Sogar unter Facebook-Anzeigen, oder die sich den ganzen Tag dafür frei räumen, zu kritisieren, wo es nur geht. Und natürlich ist das alles andere als cool. Kritik gehört dazu – und perlt nicht ab – aber der Umgang ist ein Anderer. Meine Empfehlung: Lass die Hate-Kommentare nicht an Dich ran. Sieh es bitte so, dass ein Kommentar niemals Dich als Person meinen kann, weil die Person, von der es ausgeht, Dich nicht kennt. „Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul!“ In diesem Zusammenhang bleib bitte bei Dir, stehe zu Deinen Ecken und Kanten und lerne den Umgang mit diesem Gegenwind. Ich hoffe sehr, und freue mich, wenn Du hier dabei bleibst und aus dieser Folge viel für Dich mitnehmen konntest. Lass uns sehr gerne vernetzen. Bleib Dir treu, Dein Julian
Transkript lesen (44 Absätze)

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Julian, du Fettsack. Ja, wie ich mit solchen Kommentaren umgehe und was ich auch dir in Sachen Hate und Kritik empfehle, das verrate ich dir in dieser Episode. Ja, das ist wohl eines der größten Übel durch Personal Branding, durch Sichtbarkeit, nämlich Gegenwind. Und ich weiß, dass das für viele auch eine enorme Hürde darstellt, sich überhaupt sichtbar zu machen, sich überhaupt zu zeigen.

Jemand könnte ja was Böses wollen. Jemand könnte ja einen stinkigen Kommentar hinterlassen. Jemand könnte ja öffentlich irgendwas gegen mich sagen. Und ja, ich verstehe das auch voll und ganz.

Und ich kann euch gleich auch so einige Storys erzählen, werde ich auch tun, die ich selbst auch schon erlebt habe und wie ich dann damit umgehe. Aber es ist tatsächlich so, dass es einfach dazu gehört. Es gehört schlichtweg dazu, wenn du dich sichtbar machst, wenn du dich öffentlich zeigst, wenn du dich in Social Media präsentierst und vor allem auch, wenn du eine Meinung hast und diese Meinung auch kundtust, dann kann es gar nicht anders sein, als dass dir irgendjemand irgendwann auch mal auf die Füße tritt. Und zu Beginn finde ich es wichtig, erstmal zu unterscheiden, was ist denn überhaupt Kritik und was ist Hate.

Weil Hate ist ein Begriff, der ganz gerne genutzt wird in diesem ganzen Kontext. Und ich würde das erstmal gerne unterscheiden, weil Kritik natürlich per se erstmal nichts Schlimmes ist. Im Gegenteil, Kritik kann ja sehr wertvoll sein, wenn sie konstruktiv ist. Und ich würde da noch einen ganz wichtigen Punkt ergänzen wollen.

Kritik ist besonders dann extrem wertvoll und zeigt uns unser Potenzial auf, wenn wir darum gebeten haben. Ja, ich weiß, da werden jetzt einige sagen, ja, okay, eigentlich hast du recht. Wie oft hast du denn schon ungebeten Kritik bekommen? Ja, es ist okay, wenn dir jemand sagt, hey, oder wenn mir jemand sagt, ich mache es mal an meinem Beispiel, hey Julian, ich will dir nichts sagen, aber hast du ein bisschen zu viel Gewicht auf den Rippen.

Oder diese Episode war jetzt aber mal nicht so dolle. Natürlich bin ich dankbar oder kann ich dankbar sein, wenn mir das jemand sagt, wenn mich jemand auf Dinge aufmerksam macht. Aber der Schuss kann eben auch nach hinten losgehen. Und ich bin eher ein Fan davon zu sagen, ich gebe anderen Kritik, ja, ich kritisiere andere dann, wenn sie mich darum bitten.

Ich coache andere dann, wenn sie mich darum bitten. Ich berate andere dann, wenn sie mich darum bitten. Ich mache das nicht einfach ungefragt, ja. Ich komme zwar leicht in diese Situation rein, weil ich so denke, Mensch, siehst du das nicht?

Und ich würde es dir so gerne sagen. Nein, ich halte die Klappe. Also, wenn es konstruktiv ist, wenn ich darum gebeten habe, ja, dann ist Kritik super. Dann zeigt es unser Wachstumspotenzial auf, das, was wir noch verbessern können.

Wenn es hingegen unter die Gürtellinie geht, wenn es dich als Mensch angreift, ja, wenn es ohne Sinn und Verstand ist, dann ist es tatsächlich eher Hate oder wenn es sogar schon belästigend ist, ja, dann ist es ein Störfaktor. Dann hat das mal gar nichts mit Potenzial aufzeigen zu tun. So, und jetzt ist ja meine Empfehlung grundsätzlich im Personal Branding, und das werdet ihr noch ganz, ganz, ganz oft hören. Ich kann das jetzt schon ankündigen.

Ecken und Kanten zeigen ist das A und O. Nochmal, Ecken und Kanten zeigen ist das A und O. Meine Empfehlung ist immer, eine Haltung im eigenen Themengebiet zu entwickeln und diese Haltung auch nach außen hin zu zeigen, im Content mit einzuweben. Man muss nicht von vornherein totale, ja, spitze Ecken und Kanten haben, um in diesem Bild mal zu bleiben, sondern das dürfen am Anfang auch noch, ja, so ein paar Rundungen sein, würde ich es ganz gerne mal nennen.

Ja, es dürfen am Anfang Rundungen sein, die man nach und nach, je mehr sichtbar man ist, desto mehr ich mich auch traue, nach draußen zu gehen. Ja, nach und nach kann ich diese Rundung zu Ecken und Kanten schleifen, aber es gehört dazu, seine Meinung kundzutun, eine Haltung zu den Themen zu entwickeln, mit denen man sich beschäftigt und diese zu zeigen, denn Haltung macht uns greifbar. Wenn wir einfach nur, ne, everybody's darling sein möchten, ja, dann machen wir es irgendwie, ne, so halb jedem recht, aber wir sind eben auch aal glatt und wer will schon aal glatt sein, ja, ich möchte lieber eine, jetzt hätte ich beinahe gesagt, eine Raufasertapete sein. Ich weiß jetzt nicht, ob ich eine Raufasertapete sein möchte, aber du weißt, glaube ich, was ich meine.

Haltung macht uns greifbar und Haltung macht auch Werte sichtbar und auch das ist ein ganz, ganz elementarer Faktor im Personal Branding, Werte. Und jetzt habe ich ja gesagt, ich will so ein, zwei Storys mal rauspacken, die ich selbst schon erlebt habe in Sachen Kritik, ne, im negativen Sinne, so wie wir es jetzt eigentlich nicht möchten oder sogar Hate. Und zwar ist eine Sache schon viele, viele Jahre her, da habe ich noch überwiegend als Journalist, als freier Journalist gearbeitet. Damals war Twitter mein absoluter Favorite-Kanal.

LinkedIn hat für mich ja noch gar keine Rolle gespielt, bei Facebook war ich so ein bisschen privat, bei Twitter als Medienmensch habe ich mich ausgetobt und damals auch darüber echt eine ganz gute Sichtbarkeit aufgebaut schon. Und dann habe ich irgendwann entdeckt, ich glaube, mich hat sogar jemand darauf aufmerksam gemacht, ein Account, der nicht exakt gleich hieß wie ich, aber auch irgendeinen ähnlichen Namen trug. Und dann hat sich jemand, ich weiß bis heute nicht, wer das war, tatsächlich hingesetzt und hat jeden meiner Tweets, meiner Posts auf Twitter ins Lächerliche gezogen. Da hat sich tatsächlich jemand Zeit genommen und hat jeden einzelnen meiner Beiträge, die ich auf Twitter veröffentlicht habe, ins Lächerliche gezogen und sich darüber lustig gemacht.

Man könnte fast sagen, es war so eine Art Satire-Account, aber halt im negativen Sinne. Alles ins Schlechte gezogen, sich immer drüber lustig gemacht. Und das war für mich, ganz ehrlich, das war so die erste richtig große Erfahrung mit öffentlicher Kritik. Und ich wusste ja, das sehen auch andere.

Das war mir heftigst unangenehm, wirklich heftigst unangenehm. Und ich wusste, wenn ich jetzt wieder einen Beitrag veröffentliche, brauche ich nicht lang warten. Und es ist schon wieder ein Beitrag da auf diesem, ich sag jetzt mal, Satire-Account. Und jemand zieht meinen Beitrag ins Lächerliche, der extra für mich eingerichtet wurde.

So, auf der anderen Seite, ja, also was habe ich gemacht? Ich habe den Account natürlich gemeldet. Irgendwann war der auch weg, etc. Ja, ja, aber das hat eine Zeit lang gedauert. Aber ich habe mich mal in diese Person reinversetzt.

Oder ich habe versucht, aus der Situation ein bisschen raus zu zoomen und darauf objektiv zu schauen. Und dachte dann, Mensch, da nimmt sich tatsächlich jemand Zeit, eigentlich jeden Tag, und setzt sich mit mir auseinander, um mich zu ärgern. Ist das nicht verrückt? Und da nimmt sich jeden Tag jemand Zeit, um sich mit mir auseinanderzusetzen, obwohl die Person mich ja anscheinend gar nicht leiden kann, um mich zu ärgern und alles, was ich tue, ins Lächerliche zu ziehen.

Ist doch eigentlich verrückt, oder? Wie viel Zeit sich so eine Person nimmt. Das heißt, so, ne, erster Tipp, so ein bisschen aus der Situation raus zoomen und von oben objektiv das Ganze zu betrachten, hilft oft schon ein Stück weiter. Es ist nicht so, dass das einfach abperlt, aber dazu sage ich gleich noch was.

Ich hatte auch schon Fälle, wo ich in einem Newsletter eines bekannten Coaches zwar nicht namentlich erwähnt wurde, aber man musste eins und eins zusammenzählen, dann wusste man, dass ich gemeint bin. Auch da mein Post, das war auch ein Post, ins Lächerliche gezogen wurde. Und das wurde genutzt, um sich selbst daran zu reiben und die Haltung zu entwickeln. Fand ich auch alles andere als uncool.

Ich hatte auch schon direkte Nachrichten von direkten Mitbewerbern von mir, die gesagt haben, Hey Julian, ich finde gar nicht cool, was du machst. Ich will jetzt gar nicht ins Detail gehen, nicht, dass man drauf kommt, wer es ist. Aber auch das hatte ich schon. Wirklich heftige Kritik von direkten Mitbewerbern, also von einem direkten Mitbewerber.

Das kam einmal vor. Mit den meisten bin ich sogar ganz okay und verstehe mich mit denen und empfehle sogar. Und, und das ist eine Sache, die kommt immer wieder vor, und das ist auch der Ursprung für den Titel dieser Episode, ich bekomme regelmäßig miese Kommentare unter Facebook-Anzeigen, unter Facebook-Ads, wo dann einfach mal steht, weiß ich nicht, was bist denn du für ein dicker Brummer? Hatte ich jetzt gerade aktuell.

Oder du Fettsack. Oder wer keine Disziplin hat, um abzunehmen, der hat auch keine Disziplin im Business. Ja, solche Sachen werden geschrieben. Und meistens sind es nicht so Aussagen, wie es jetzt zuletzt war, ja.

Also von wegen, wer keine Disziplin hat, um abzunehmen oder sich um sein Gewicht zu kümmern, hat keine Disziplin im Business. Das ist ja schon eine Aussage mit ein wenig Tiefe, um es mal positiv zu sagen, auch wenn ich da gar nichts von halte. Das war vielleicht nochmal eine andere Episode, was Disziplin angeht. Das sind einfach, einfach Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als sich Zeit zu nehmen und unter Facebook-Anzeigen irgendeinen Stuss zu kommentieren.

Und das erlebe ich aufgrund meiner Figur ständig. Und das ist natürlich alles andere als cool. Das ist alles andere als cool. So, was passiert dann in mir?

Es perlt nicht einfach ab. Obwohl ich das jetzt schon jahrelang in verschiedenen Facetten immer mal wieder erlebe. Also, ich hatte grundsätzlich nie große Probleme mit Hate oder auch mit Mobbing oder sowas. Hatte ich zum Glück nicht.

Aber jetzt durch das Internet kommen natürlich hier und da mal Sachen bei Leuten, die mich nicht kennen. In meiner Community ist es natürlich auch nicht so. Und was passiert ist, es kommt eine kritische Stimme. Und diese Stimme, diese kritische Stimme, die bleibt natürlich hängen, obwohl ich 99 Mal irgendwelche Lobeshymnen auf die Arbeit, die ich gemacht habe, lese oder höre oder direkt gesagt bekomme.

Es gibt eine, ein Idiot, um es mal zu benennen. Ein Idiot versus 99 andere, die feiern, was ich mache. Und was aber erstmal im Kopf hängen bleibt, ist natürlich diese eine kritische Stimme dieses einen Idioten. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass Kritik zuerst hängen bleibt.

Das ist auch heute noch so. Ich kann 99 Kunden glücklich machen, wenn ein Kunde dabei ist, der nur eine winzige Kleinigkeit zu bemängeln hat. Oder wo es irgendeinen Supportfall gibt. Das ist etwas, was mich dann erstmal ein paar Stunden beschäftigt, weil ich es ja eigentlich allen recht machen will.

So, das ist dann auch da meine Haltung. So, jetzt ist der Fall, das ist natürlich nicht gut für einen, wenn das so ist. Und das ist auch eine Sache, an der arbeite ich selbst. Aber das will ich jetzt transparent einfach mal so offenlegen.

Auch ich bin im Umgang damit nicht perfekt. Ich will dir aber mitgeben, Kritik gehört dazu. Aber Kritik perlt nicht an einem ab, sonst wärst du kein Mensch. Aber was sich verändern kann, ist der Umgang damit.

Der Umgang damit, der kann sich verändern. Und der kann sich vor allem auch verbessern. Und ich möchte dir ein paar Tipps geben. Das eine ist, lass solche Hasskommentare oder solchen Hate oder solche Kommentare unter der Gürtellinie, lass die nicht zu nah an dich ran.

Ich weiß, mega schwierig, aber lass sie nicht zu nah an dich ran. Weil, und das ist eine ganz wichtige Haltung in diesem Kontext, die aller, aller, aller, aller, allermeiste Kritik hat mal gar nichts mit dir als Mensch zu tun. Denn die, die dich kritisieren, die kennen dich meistens nicht oder kennen dich nicht gut und kennen dich viel zu wenig, um tatsächlich einen Punkt zu treffen, der dir tatsächlich wehtun könnte. Ja, das heißt, die, es ist keine Kritik gegen dich als Menschen oder gegen dich als Persönlichkeit.

Ganz, ganz wichtiger Punkt. Und dann gibt es so einen schönen Spruch, den zitiere ich an der Stelle immer ganz gerne. Nämlich, was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul. Ich wiederhole das nochmal, damit du nicht zurückspulen musst.

Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul. Das heißt, wenn jemand Kritik äußert, unter der Gürtellinie oder sogar Hasskommentare absetzt oder einen Satire-Account aufsetzt und alles ins Lächerliche bringt, dann sagt das mehr über diese Person aus als über mich. Dann sagt das mehr über die Person aus als über dich. Ganz wichtiger Punkt.

Ja, das bitte, denk immer an mich, wenn du mal solche Situationen erleben solltest. Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter als über Paul. Und meine Mentorin, Alicia Beluga, die hat so schön gesagt neulich, haters are beginners. Ich hoffe, ich zitiere das jetzt richtig.

Haters are beginners. Und was sie damit meint ist, diejenigen, die dich kritisieren, die sind eigentlich nie weiter als du. Wer weiter als du ist, würde sich nicht die Blöße geben und nicht die Zeit nehmen, dich zu kritisieren. Auch das ist nochmal eine Perspektive, ein Blickwinkel, der glaube ich so ein kleines bisschen die Negativität rausnimmt und den Druck rausnimmt.

Und wenn du solche Kommentare bekommst und den Fehler, ich gebe es zu, den habe ich am Anfang gemacht. Begib dich bitte nicht in eine Rechtfertigungsschleife. Begib dich bitte nicht in eine Rechtfertigungsschleife. Indem du versuchst, ja, jetzt dagegen zu argumentieren und zu sagen, hey, was bist denn du für ein Dummdödel und das ist aber nicht so und eigentlich bin ich ja der und guck mal dahin und so weiter und so fort.

Ich habe das am Anfang versucht, ich wollte da so dagegen halten, stark sein und so weiter. Das bringt mal rein gar nichts, außer dass es dich jede Menge Nerven kostet, viel zu viel Zeit und viel zu viel Aufmerksamkeit einer Person schenkt, die das 0,0 verdient hat. Und dir tut es nichts gut und es tut der Sache auch gar nichts. Ja, du gewinnst dadurch nichts, es verändert sich nichts, die Person lenkt in der Regel auch nicht ein.

Das heißt, keiner hat gewonnen. Bitte gelang nicht in eine Rechtfertigungsschleife. Vielleicht als letzter Tipp dazu, du kannst mit einem kurzen Kommentar, mit einer kurzen Antwort auf Kritik klare Kante zeigen, nicht in eine Rechtfertigungsschleife kommen, sondern einfach nur einmal, zack, kurze Antwort, kurzes Statement, klare Kante zeigen oder sagen, danke, dass du dir Zeit genommen hast. Ich bin einer, ich muss immer aufpassen, dass ich da nicht zu ironisch werde, weil das ist auch nicht gut.

Einmal kurz Danke sagen, dass du dir Zeit genommen hast. Ich sehe das zwar anders, aber es ist nicht schlimm, ich wünsche dir noch einen schönen Tag. Oder, und das ist immer der Fall, wenn es unter die Gürtellinie geht, wenn es dich als Mensch belästigt oder wenn es in irgendeiner anderen Form eben alles andere als konstruktiv ist oder schon Hate ist, Hass ist, dann schlichtweg löschen und blockieren. Bitte sei dir nicht zu schade, die Person einfach zu blockieren.

Das ist völlig okay. Auch das ist völlig okay. Bedeutet, es gehört im Personal Branding dazu, es gehört dazu, wenn du dich sichtbar machst, dass du Gegenwind bekommst. Wenn es heute nicht ist, dann ist es morgen und wenn es morgen nicht ist, dann ist es vielleicht übermorgen.

Aber irgendwann, wenn du dran bleibst, wenn du Haltung zeigst, dann wird es so sein, dass du irgendwann Gegenwind bekommst. Und vielleicht denkst du in der Situation an mich und weißt, nein, ich begebe mich in keine Rechtfertigungsschleife. Nein, es geht nicht gegen mich als Menschen, sondern es ist eine Person, die aus irgendeinem Grund sich Zeit nimmt und gegen andere hetzen möchte. Und zum Schluss, bitte hör nicht auf, Haltung zu zeigen.

Bitte höre nicht auf, Ecken und Kanten zu zeigen und für etwas einzustehen, das dir wirklich wichtig ist. Und vor allem, hör nicht auf, für deine Werte einzustehen, weil das ist das Wichtigste und du wirst belohnt werden, nicht nur, weil du dich im Spiegel anschauen kannst und weißt, yes, ich bleib mir treu, sondern du wirst auch Menschen für dich gewinnen in deiner Community und letztlich dann auch Kunden, die dich genau deshalb schätzen, weil du eben so eine klare Haltung hast. Und mit diesen Worten entlasse ich dich aus dieser Episode, sag wie immer, bleib dir treu. Wir hören uns in der nächsten Episode wieder, wenn du möchtest.

Und in diesem Sinne, bis ganz bald, dein Julian. Untertitelung des ZDF für funk, 2017

Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Artikel:"Du Fettsack" – Mein Umgang mit Kritik & Hate