Zitate posten als Personal Brand? Ja, aber...!
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Zitate, überall Zitate. Ist es überhaupt sinnvoll, Zitate zu teilen? In dieser klitzekleinen Podcast-Episode möchte ich dir genau darauf die Antwort geben. Und ich kann schon mal vorwegnehmen, es ist ein Jein.
Bis gleich. Du öffnest Instagram, du siehst oben die Storys, unten drunter die Beiträge und dann ein Zitat und noch ein Zitat und noch ein Zitat. Okay, in Wahrheit sieht es natürlich ein bisschen anders aus. In Wahrheit siehst du nämlich unendlich viele Reels und dann ein paar Anzeigen und dann ein paar Beiträge, wovon natürlich auch viele Zitate dabei sind.
Aber Zitate, und darum soll es ja heute gehen, sind nach wie vor ein richtig beliebtes Content-Format. Übrigens nicht nur bei Instagram. Genauso gut funktioniert das Ganze auch für LinkedIn, natürlich bei Facebook sowieso auch und vielleicht sogar animiert bei TikTok. Who knows?
Okay, so, Zitate. Das Ding ist, Zitate werden gerne geliked. Klar, Zitate inspirieren, Zitate sind leicht verdaulicher Content, würde ich jetzt mal formulieren. Und aus Anbietersicht, aus Creatorsicht, sind Zitate auch very simple produziert.
Ja, sind wir uns, glaube ich, einig. Die Frage ist aber, ist es sinnvoll, als Personal Brand, als starke Marke, Zitate zu posten? Würde ich das empfehlen? Ich habe dir jetzt schon im Intro verraten, oder vor dem Intro verraten, die Antwort lautet Ja und Nein.
Also Jein. Und das will ich dir kurz erklären. Also, wir fangen mal mit dem Nein an. Warum empfehle ich eigentlich eher nicht, Zitate zu verwenden in deinem Content-Mix?
Der Grund ist, mit Zitaten lässt du ja im Grunde andere sprechen, obwohl du an dieser Stelle sprechen könntest. Nochmal, mit Zitaten lässt du andere sprechen, lässt du anderen den Raum, vielleicht sogar Verstorbenen, ja, also Zitatgeber, die gar nicht mehr leben, obwohl du ja eigentlich sprechen könntest. Obwohl du in diesem Beitrag ja Impulse liefern könntest, inspirieren könntest. So, das heißt, die Frage dahinter oder der Gedanke dahinter ist, ist es wirklich clever, diesen Raum, diesen Post, den ich dann veröffentliche, einem Zitat zu überlassen?
Oder wäre es nicht clever, dass ich sage, Mensch, nö, das nutze ich lieber für mich und für meinen eigenen Content, um meine eigenen Ideen, Gedanken und so weiter unter das Volk zu bringen? Du weißt, was ich meine. So, das ist Gedanke Nummer eins, warum eher Nein, warum eher keine Zitate posten. Gedanke Nummer zwei ist, Zitate sind beliebig und jeder kann sie nutzen.
Deine Worte aber nicht, heißt, wir haben ja selten Zitate, die wir jetzt exklusiv in einem Interview oder Vortrag oder wie auch immer aufgeschnappt haben, sondern häufig sind es Zitate, die suchen wir irgendwo unter Zitate, weiß ich nicht, Ausstrahlung, Zitate Werte, Zitate Glück und so weiter. Und dann finden wir alle dieselben Seiten, wo alle dieselben Zitate finden. So, und damit sind sie ja ein Stück weit beliebig, weil wahrscheinlich das gleiche Zitat schon etliche Male von anderen Seiten gepostet wurde. Deine Worte sind aber natürlich nicht beliebig, ja, ganz klar, das ist ja einzigartig.
So, das ist Gedanke Nummer zwei. Und Gedanke Nummer drei, der passt dazu natürlich. Mit Zitaten bindest du Menschen nicht an dich. Zitate erhöhen nicht deinen Wiedererkennungswert, weil sie sind ja beliebig, ja, passt zu Gedanke Nummer zwei.
So, das heißt, aus dieser Perspektive ist es eigentlich überhaupt nicht clever, mit Zitaten zu arbeiten und Zitate überhaupt zu posten. So, jetzt muss ich aber zugeben, ich liebe Zitate und ich publiziere und poste Zitate auch total gerne. Heißt, wir kommen jetzt zur anderen Seite, nämlich, warum solltest du Zitate posten und vor allem, und das ist mir jetzt tatsächlich auch das Anliegen, wann solltest du Zitate posten und was solltest du dabei beachten, damit du deine, ja, deinen eigenen, deinen eigenen Expertenstatus, deine eigene Reputation nicht unterkrebst. Und nicht den Raum an Publikation, was ja jeder Post ist, nicht für etwas nutzt, was du eigentlich besser hättest nutzen können.
So, also, warum ja? Gedanke Nummer eins, mit Zitaten machst du andere zum Fürsprecher für deine Themen, für deine Werte, für deine Haltung, für das, was du eben aussagen möchtest. Okay, also, du suchst dir im Prinzip einen Fürsprecher, keine Ahnung, vielleicht ist es Buddha, vielleicht ist es Steve Jobs, vielleicht ist es Gandhi, vielleicht ist es irgendein Speaker, den du schätzt und der mal was Kluges gesagt hat. Und mit einem Zitatpost machst du diese Person ja im Grunde zum Fürsprecher, weil du da etwas raussuchst, ja, ein Zitat raussuchst, das etwas unterstreicht, was du genauso oder ähnlich siehst.
Das ist also in dieser Hinsicht sehr, sehr clever. So, zweiter Gedanke, Zitate sind natürlich eine wunderbare Inspiration oder auch Motivation für deine Community. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum viele Zitate verwenden, ja, als Inspiration. Es ist so ein bisschen snackable Content, ja, wir werden durch ein Zitat inspiriert.
Ja, wer weiß, ob da jetzt viel in uns passiert und wir dadurch sofort ins Handeln kommen. Aber Zitate, das ist, ja, Zitate sind einfach so eine leicht verdauliche Motivationsspritze oder Inspirationsspritze. Ich glaube, Inspirationsspritze gibt es gar nicht als Begriff, oder? Falls nicht, habe ich das gerade erfunden.
Okay, Gedanke Nummer zwei. Jetzt gibt es von mir aber drei Voraussetzungen, wann du Zitate verwenden solltest. Denn du hast jetzt gesehen, es gibt Argumente dafür, Argumente dagegen. Ich selbst verwende Zitate auch gerne, mache das aber nur unter drei Voraussetzungen.
Und Voraussetzung Nummer eins ist, Zitate sollten 100% zu dir passen und deine Positionierung unterstützen. Also, bitte, bitte, ja, ich sehe da so oft, verwende nicht irgendwelche 0815 Zitate, die dein Feed so ein bisschen auflockern, ja, und einfach mal easy recherchiert wurden und dann auch easy publiziert wurden, sondern wenn schon ein Zitat, dann bitte ein Volltreffer, ja. Was, was wirklich deine eigene, deine eigene Haltung, dein Thema doppelt und dreifach unterstreicht. Das ist absolute Voraussetzung Nummer eins.
Voraussetzung Nummer zwei, auch dazu passend eben, Zitate solltest du immer in den Kontext setzen und mit etwas ergänzen. Jetzt merke ich schon, ja, jetzt wollte ich so eine kurze, knackige Episode machen. Das habe ich schon drei, vier Minuten erledigt, jetzt hole ich doch aus. Du wirst es mir verzeihen, weil mir ist das wirklich wichtig.
Also, Voraussetzung Nummer zwei, Zitate solltest du immer in den Kontext setzen und mit etwas ergänzen. Was meine ich damit? Bei Instagram ist es vielleicht noch gerade so möglich, dass du einfach mal so ein Zitat postest, ohne dass du dazu jetzt einen ewig langen Beitrag schreibst, eine ewig lange Caption, einen langen Text. Aber spätestens, ja, aller spätestens bei LinkedIn würde ich das nicht mehr empfehlen.
Da würde ich das Ganze mit etwas unterfüttern. Und wenn du es richtig, richtig gut machen willst, unterfütterst du das auch beispielsweise bei Instagram. Was meine ich mit unterfüttern oder mit ergänzen? Du gibst zu diesem Zitat deinen eigenen Senf dazu.
Du begründest, warum du dieses Zitat so wertvoll findest oder warum du es rausgesucht hast. Oder du ergänzt es eben mit einer Frage. Ja, das heißt, im Grunde ist dein Zitat nur ein Aufhänger für deinen Beitrag. Perspektivwechsel.
Ja, dein Zitat ist nicht dein Beitrag, sondern dein Zitat, was du rausgesucht hast. Ist der Aufhänger, ist die Verpackung deines Beitrags. Vielleicht erinnerst du dich noch früher an Präsentationen in der Schule oder im Studium. Da war so eine sehr beliebte Form des Aufhängers, des Einstiegs in ein Referat, ein Zitat zu nutzen.
Oder wenn man es total strebermäßig gemacht hat, hat man ein Referat mit einem Zitat abgerundet. Und der Raum war still und alle haben dich gefeiert. Okay, Spaß beiseite. Aber du weißt, glaube ich, sehr gut, was ich meine.
Also, das ist wichtig, ja. Ein Zitat in den Kontext setzen, also in deinen Themenbereich setzen und in das, was du eigentlich aussagen möchtest und dementsprechend das Ganze damit unterfüttern. Und Voraussetzung Nummer drei, sehr naheliegend, aber trotzdem wichtig, wichtig genug, um es zu erwähnen. Zitate dürfen ein Teil deines Content-Mixes sein, aber sie sind eben nur ein kleiner Teil deines Content-Mixes.
Ich möchte viel, viel, viel, viel mehr aus deiner Feder sehen oder lesen. Ja, etwas, was deine eigenen Gedanken betrifft, etwas, was deine eigenen Impulse betrifft. Das, was du selbst hinterfragst, das, was du erlebt hast, deine Erfahrung, das ist viel, viel wichtiger. Und Zitate sind so, ja, das, wie sagt man da, nicht das i-Tüpfelchen oder die Kirsche auf der Torte, weil das wäre etwas Besonderes, sondern es ist einfach eine Zutat von vielen in deinem Content-Mix.
Das ist aber nicht die Hauptzutat. Ja, ganz, ganz wichtig. Okay, also nochmal zusammengefasst, ich finde Zitate super. Es gibt zwar Argumente, die dagegen sprechen und man muss auch gut aufpassen, aber wenn du einige Voraussetzungen beachtest, vor allem Zitate sollten passen und deine Positionierung unterstreichen, zweitens, du solltest Zitate immer in den Kontext setzen und sie ergänzen mit zum Beispiel Meinung, Begründung, einer Frage, was auch immer.
Also Zitate eher als Aufhänger, als Verpackung nutzen, um deine Botschaft zu vermitteln und Voraussetzung Nummer drei, Zitate nur als kleinen Teil deines Content-Mixes zu betrachten, dann ist alles fein. Aber bitte mach keine Zitatschlacht und mach es dir mit Zitaten nicht einfach, sondern mach es dir mit Zitaten, ja, bequem im Sinne von, es ist ein bequemer Aufhänger für das, was du eigentlich zu sagen hast. Wenn dir diese, ja, jetzt dachte ich eigentlich knackige Episode, aber sie ist immer noch knackig, gefallen hat, dann hinterlass doch gerne eine Bewertung bei Spotify oder bei Apple Podcasts, wenn du magst und ansonsten schreib mir gerne bei Instagram oder bei LinkedIn eine Nachricht, wie dir das Ganze gefallen hat. Erzähl weiter und ich wünsche dir jetzt ganz, ganz viel Spaß bei deiner Content-Produktion.
Beim nächsten Zitat-Post wirst du vielleicht an diese Episode denken und darauf achten, dass du den Zitat-Post richtig, richtig, richtig gut machst. Erste Sahne. So, und jetzt bei der Aufnahme fällt mir gerade ein, wie cool wäre es gewesen, würde ich diese Episode mit einem Zitat beenden. Aber ich habe keins vorbereitet und weil das Ganze super authentisch ist, suche ich jetzt auch keins mehr raus und schneide auch nichts.
In diesem Sinne, bleibt dir treu, wir hören uns in der nächsten Episode wieder. Dein Julien.