Serge Black im Interview: Erfolg statt Auftragsflaute dank Personal Branding (Teil 1)
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Willkommen zu einer neuen Episode des Branding Barista Podcast. Ich freue mich, dass ich heute nicht alleine bin und ich nicht alleine durch diese Episode führe, sondern einen wunderbaren Gast habe, den ich auch schon mal zu Gast hatte. Nicht in diesem Podcast, sondern davor erkläre ich aber gleich Serge Kanunikow oder Serge Black. Warum es da eine Unterscheidung gibt oder ein oder, das klären wir auch gleich.
Ich freue mich sehr, dass du da bist, Serge. Branding Barista Wieso es den Unterschied gibt zwischen meinem echten Namen und wieso ich jetzt den Künstlernamen genommen habe? Es gibt da zwei Gründe. Der erste Grund ist wahrscheinlich sehr offensichtlich, weil momentan Krieg herrscht und die russischen Nachnamen jetzt nicht so die beliebtesten sind.
Und ich muss sagen, ich stoße immer wieder auf Schwierigkeiten mit dem Nachnamen, obwohl eigentlich nicht so kompliziert ist, aber die Leute sprechen alles aus, außer Kanunikow und Kananekow, alles Mögliche, als ob eine Zunge Knochen hätte. Und zum anderen sind es persönliche Gründe, weil ich mit meinem Vater absolut keinen Kontakt mehr habe. 2012 ist mal schlecht auseinandergegangen, der ist nach Russland wieder weggezogen und seit 2018 habe ich komplett Kontakt abgebrochen. Und ich kriege immer wieder von ihm, ja, manchmal böse Nachrichten oder sowas, wenn er wahrscheinlich wieder mal gesoffen hat oder so.
Und ich assoziiere mich mit diesem Nachnamen mit ihm immer. Und ich glaube, ich habe deswegen immer auch in meinen Vlogs überall Session von Kreativ und Frei gesagt und nicht mit meinem echten Nachnamen, weil ich irgendwie nicht dahinter stehe. Aber einen Nachnamen in Deutschland zu wechseln, ist halt super, super schwierig. Und jemand hat mir dann gesagt, hey, Calvin Hollywood hat ja auch seinen Künstlername.
Und ich dachte, okay, ich habe auch früher Musik gemacht und alle Musiker sind mit ihren Künstlernamen bekannt. Wieso muss ich dann an meinem echten Namen hängen? Und das Witzige daran ist, ich habe bei FIFA immer mich als Serge Black eingetragen, als ich gespielt habe, weil ich sogar da nicht meine Nachnamen haben wollte. Und dann habe ich das so übernommen in den sozialen Medien und habe jetzt sogar einen Antrag gestellt, dass das im Ausweis eingetragen wird als Künstlername.
Es haben noch Kleinigkeiten gefehlt, um nachzuweisen. Das habe ich jetzt nachgewiesen und wie immer in der Bürokratie dauert es ein bisschen. Aber die Dame meinte, wenn das nachgewiesen wird, dann können wir das eintragen und dann kann ich wirklich alles mit diesem Namen machen. Cool.
Außer, glaube ich, Haus kaufen, weil im Grundbucheintrag muss man mit dem echten Namen stehen. Der Rest ist dann Geschichte und ich habe mich mega gefreut, als ich das erfahren habe, weil es war wie so eine Art Befreiung, als wenn man was losgeworfen hat, mitgeschlebt hat und dann denkt man sich so, okay, ich möchte das nicht und das ist jetzt echt cool. Und deswegen bin ich seit kurzem Serge Black und das, glaube ich, hört sich auch irgendwie so an, dass man das sich merken kann, dass man irgendwie raussticht und keine Ahnung. Also zwar kein Pornodarsteller, aber ja.
Ja, sehr cool. Spannend, Serge Black. Also ab sofort. Ich habe jetzt eben schon gesagt, wir haben zuletzt, ich habe extra nochmal nachgeschaut, im März 2019 gesprochen, im Personal Writing Podcast damals.
Krass lange her. Was würdest du denn sagen, jetzt Stand heute? Wofür steht denn Serge Black im Vergleich zu damals? Was hat sich verändert?
2019 war ich, also als du mich damals aufgegriffen hast in deinem Podcast, bin ich fast gescheitert. Ich habe 2018 mit der Selbstständigkeit begonnen, als Freelancer, Fotovideograf. Und 2019, zum Anfang 2019, also Januar, ich hatte bis dato nur drei Kunden, einen großen Kunden und zwei etwas kleinere. Und ich habe im Januar fast alle verloren auf einmal.
Also nicht fast, sondern ich habe alle fast auf einmal verloren. So, und 2019, als ich in deinem Podcast war, hatte ich gar keinen Kunden und ich wusste nicht, ob ich das überlebe und habe vom Erspartem gelebt, was auch nicht viel war. Und ich denke mal, dass heute Serge Black mehr für Solo-Unternehmer steht, der in diesem Jahr 200.000 Umsatz knackt und das alles alleine. Und ich habe ein eigenes Studio.
Ich bin Papa geworden, also mein Leben hat sich um 180 Grad gewendet und sieht komplett, komplett anders aus. Aber darüber können wir noch quatschen. Ja, genau. Gab es denn so irgendeinen Schlüsselmoment oder irgendeinen, weiß nicht, hattest du ein Mentoring, hattest du ein Coaching oder was war so der ausschlaggebende Moment, falls es den überhaupt gab, dass du diese krasse Reise gegangen bist?
Ich war kurz davor aufzugeben. Ich habe gedacht so, okay, irgendeine Agentur sich bewerben und als Creator findest du immer. Vor allem, ich habe Kommunikationsdesign studiert, hatte Erfahrung als Art Director und ein Jahr quasi als Selbstständiger. Das schätzt man immer in den Agenturen.
Und der Moment war, also kurz davor, ich war in einem NLP-Coaching, aber das hat damit eigentlich nichts zu tun. Das war mehr so Persönlichkeitsentwicklung. Und kurz vorm Aufgeben habe ich dann noch gedacht, komm, ich mache nochmal ein extra YouTube-Video und erzähle ganz ehrlich, wie es mir gerade geht. Weil ich habe davor schon angefangen, meine Reise zu protokollieren, Vlogs zu drehen, Tutorials zu machen, was mögliche auf meinem YouTube-Kanal.
Und als ich das Video gemacht habe, habe ich so viel Feedback bekommen. Die Leute haben privat E-Mails geschrieben nach dem Motto, hey, die suchen hier Videografen, du könntest ja dich mal melden, ich habe dich angekündigt. Und es war der Moment, als ich verstanden habe, shit, Personal Brand funktioniert. Das funktioniert tatsächlich.
Weil davor hat man, als ob man so gegen die Wand spricht, weißt du, man produziert, produziert Content und sieht noch kein Feedback, also nicht direkt, dass es funktioniert. Weil ich meine, bei Kaltakquise oder sowas hast du sofort die Resultate oder Werbung. Du siehst sofort, wie viele Leute geklickt haben oder wie viele gekauft haben oder sonstiges. Beim Personal Brand ist es halt eine Investition, eine langfristige Investition.
Und zu dem Zeitpunkt habe ich schon seit zwei Jahren meinen YouTube-Account gehabt, Instagram. Und das war der Moment, wo ich geblickt habe, so, oh, bei irgendwas, ich weiß nicht, zu dem Zeitpunkt, 300, 400 Subscriber auf YouTube, habe ich vier Kunden gefunden. Und sogar, es gab einen, der hat meine YouTube-Videos geschaut, war mit mir auch in NLP, also er kannte mein YouTube durch NLP. Und er hat mir einfach mal so Geld überwiesen, hat gesagt, sieh es wie ein Kredit, später kannst du zurückzahlen, wenn es dir besser geht.
Wow. Weil er einfach nur begeistert war von dem, was ich mache. Er hat so ein Vertrauen in mich gehabt und das hat mich bis zu Tränen gerührt. Und ich wusste ab dem Zeitpunkt, okay, das war die richtige Entscheidung, auf Personal Brand zu setzen, weil, schau mal, das war wie, also in dem Moment, klar, es war viel Vorarbeit davor, aber in dem Moment war es so schnipsen und alles war wieder da.
Und das hat bei mir so wirklich alles verändert, wo ich gesagt habe, ich brauche keine Kaltanrufe an, nichts, ich will am Personal Brand arbeiten und das aufbauen und meine Reise protokollieren. Und das war, was es verändert hat. Und wie gesagt, ich habe bis heute, ich habe ein paar Mal probiert mit Kalterkrise und allem, aber ich bin nicht der Mensch dafür. Das ist nicht meins, gefällt mir nicht.
Ich habe das Gefühl, ich dränge irgendwas auf. Ich kann auch nicht gut verkaufen. Ich meine, das muss man auch können. Was ich aber besser kann, ist Personal Brand aufzubauen und die Leute begeistern, sodass die selber kommen.
Und ich habe bis jetzt alles, was ich erreicht habe, mein Studio, meine Umsätze, alles habe ich halt dank Personal Brand erreicht. Ja, stark, sehr cool. Beste Werbung für das Thema auch an sich. Weil ich glaube, das, was du beschrieben hast, dass man viel investiert und macht und tut, man spürt am Anfang nicht so viel.
Das ist ja das, warum dann viele irgendwann aufgeben und nicht durchhalten und nicht zu dem Punkt kommen, an dem du gekommen bist. Was würdest du denen raten, die sagen, boah, ich mache jetzt schon so lange und es tut sich nichts? Ich denke mal, dass sehr viele auch nicht verstehen, wie man das abholt. Also das, was man investiert, wie man die Dividenden, sage ich mal, vorsichtig abholt.
Ja, schönes Bild. Weil viele, viele, viele investieren da rein und es gibt sehr viele Stummel, Leser, Zuschauer, whatever. Es gibt keinen Call to Actions von den Leuten. Sie verkaufen, also man muss auch mitverkaufen im Personal Brand, was man macht.
Es ist nicht so, dass man nur Content erstellt, Leute unterhält, bildet und dann aber schweigt und wartet, bis sie sich melden. Hier muss man genauso ein bisschen verkaufen und ich denke mal, wenn jemand schon seit einem Jahr oder zwei gut investiert, eine ganz kleine Follower-Community aufgebaut hat, müsste derjenige sich überlegen, wieso finde ich keine neue Kunden? Fehlt mir ein Call to Actions? Erzähle ich zu wenig, wie ich, dass ich Kunden benötige oder sowas?
Weil manchmal kann das Eindruck erwecken, dass alles perfekt läuft und du keine Kunden brauchst und keine Ahnung. oder man wiederholt eine Message nicht oft genug nach dem Motto, also wie bei dir zum Beispiel, Personal Brand, authentisch sein, True Brand Academy, bla bla bla und wenn jemand jetzt denken würde, so okay, ich möchte auch meinen Personal Brand aufbauen, wird man an dich denken, weil du das so penetrant wiederholst, was aber nicht stört, was gut ist. Und das tun viele nicht, das habe ich am Anfang genauso wenig getan und ich glaube, ist manchmal auch noch falsche Zielgruppe, wie bei mir am Anfang. Ich habe Kunden, Industriekunden gehabt, für die ich Videos gedreht habe, aber habe alles für Fotovideografen, die gerade beginnen, gemacht.
Und das sind zwei unterschiedliche Welten. Klar, ja. Und da hat es trotzdem aber Kunden gebracht. Also, wenn ich das richtig gemacht hätte, wäre es wahrscheinlich noch mehr.
Ja, krass. Was ist denn das, womit du heute dein meisteres Geld verdienst? Sind das wirklich Dienstleistungen? Setzt du für andere Content um?
Machst du für andere vor allem Videos? Was ist so dein, nimm uns ein bisschen mit in dein Geschäftsmodell. Also, dieses Jahr habe, vor 2022 war ich Freelancer, der Videos, Fotos, also Content für verschiedene Industriekunden am meisten produziert. Ich bin irgendwie in die Nische reingerutscht.
Da gibt es gutes Geld. Und gute Aufträge, coole Aufträge. Und bis 2022 habe ich das gemacht, also als Content Creator für Unternehmen gearbeitet. Plus habe ich versucht, meinen Personal Brand aufzubauen als jemand, der sowas tut.
Und 2022 am Anfang oder im Februar habe ich mich entschieden, hey, mit den ganzen Fotovideografen, mit den Freelancern. Irgendwie ist es nicht ganz meine Nische. Das ist eine falsche Zielgruppe. Und ich gehe jetzt all in und mache Content Marketing auch für die großen Unternehmen, wie ich das erstelle, damit sie es selber machen können.
Ich wollte Workshops denen anbieten und quasi Pakete schnüren, dass man Content für gewisse Anzahl an Monaten bucht und produziert. Ich habe das auch angepasst. Es ging auch in die richtige Richtung. Die Umsätze sind auch gestiegen.
Ich habe die Zielgruppe komplett fokussiert. Aber im Sommer sind dann ein paar Sachen passiert, die nochmal mich wachgerüttelt haben. Dadurch, dass ich quasi angefangen habe, diese Veränderungen anzustoßen, habe ich viel überlegt, angepasst und geschaut. Und im Sommer bin ich zum ersten Mal Papa geworden.
Da habe ich mal eine Auszeit genommen, also Elternzeit für fast einen Monat. Plus Industrie ist es so, dass ab Mitte Juli bis Ende August gar nichts passiert. Die wollen da nicht. Die sind alle im Urlaub, die sind auf Chilivili aus und so weiter.
Das heißt, ich war fast den ganzen Sommer nur mit mir und meinem Content beschäftigt. Mit meinem Sohn und mit meinem Content. Und ich habe so viel Content produziert, hast du wahrscheinlich auch gesehen. Auf TikTok sind wir zusammen eingestiegen.
Fast gleichzeitig. Du bist ein bisschen früher, glaube ich, einen Monat oder zwei oder so. Und ich habe so viel Content produziert und es hat so Bock gemacht. Ich bin in mein Studio gekommen, habe das produziert, geschnitten, mir überlegt, was ich poste.
Ich habe LinkedIn, dank dir, für mich entdeckt. Es war alles so cool. Und im September, als wieder die neuen Aufträge gestartet sind, habe ich gedacht, Shit, ich möchte das nicht. Ich habe keine Lust mehr.
Seit sieben Jahren produziere ich Content für andere, also noch als Art Director angestellt, mit dazu gerechnet. Und ich habe so geblickt, ich habe keine Lust für andere zu produzieren. Da sind noch zwei Sachen parallel passiert. A, ich habe im Juli ersten Angestellten gehabt, der fürs Video-Editing und alles angestellt wurde.
Und ich habe auch verstanden nach drei Monaten, ich habe keine Lust, Leute zu managen. Also, so richtig wie ihn so fast schon ausbilden, weil er noch nicht auf dem mir notwendigen Level ist. Und immer über die Schulter schauen. So, Assistenten ist was anderes, aber wenn du richtig einen Editor oder so einstellst, muss es auch dann funktionieren von der Qualität her.
Das hat mir auch noch so zum Nachdenken gebracht, so möchte ich tatsächlich so Leute managen, hier vier, fünf Leute sitzen haben im Studio. Und dann habe ich, als im September die Aufträge kamen und ich verstanden habe, ich möchte das nicht, habe ich mich hingesetzt und habe gedacht, okay, what's happening here? Also, was ist mein Problem? Wieso?
Ich spüre das immer irgendwie, dass ich unzufrieden bin. Und mir wurde klar, dass in meinem Kopf das Verständnis war, ich kann erst meine Akademie starten, Kurse machen und so weiter, was ich wirklich, wirklich will und schon immer wollte. Ich habe mir aber eingeredet, dass ich es erst machen kann, wenn ich eine Fettagentur aufgebaut habe mit so 10 bis 20, 30 Leuten, so richtig Top-Typen, so Unternehmer, weißt du, durch und durch und dann kann ich das starten. Und als mein Sohn auf die Welt kam, habe ich gemerkt so, ey, diese Agentur mit dem ganzen Zeug, das wird noch ein paar Jährchen dauern.
Und je schneller man das machen möchte, also diesen Level erreichen, desto mehr muss man jetzt reinbuttern an der Zeit. Und ich möchte aber nicht. Ich möchte nicht den ganzen Tag von, weiß ich nicht, ich bin um sechs im Studio und um sieben nach Hause kommen, eine Stunde meinen Sohn sehen und dann quasi nur fürs Unternehmen leben. Dann habe ich überlegt so, okay, muss ich tatsächlich so eine fette Agentur aufbauen, um Leuten was zu zeigen?
Und das war der Moment, weil da hat mich jemand angeschrieben, hat gesagt so, hey, du warst doch bis jetzt alleine oder so krass alles aufgebaut, kannst du mir zeigen, wie du das machst? Also so Coaching-mäßig. Und ich dachte so, shit, das ist es doch. Das ist es doch.
Ich kann doch genau solchen Solo-UnternehmerInnen zeigen, wie man Personal Brand mit aufbaut, vielleicht den Kreativen, wenn man noch Sub-Nische einnimmt, aber Leuten, die bereits schon Kunden haben, aber ja mit dem Personal Brand Kunden locken wollen. Und das habe ich auch ja geschafft. Das heißt, ich würde nicht lügen. Ich wäre jetzt niemand, der nur drei Bücher gelesen hat und plötzlich hier Akademie gründet.
Und sondern ich habe das durchgefressen, ich bin richtig tief gefallen, wieder auferstanden und dann weitergemacht und mir das alles aufgebaut. Und das war der Moment, wo ich im September oder ich glaube am 3., 4. Oktober habe ich meinen Angestellten entlassen und habe gesagt, ich gehe in die Richtung. Ich möchte Freelance jetzt nur so viel erhalten, dass es meine Kosten deckt und würde gerne in Richtung Workshops bei mir im Studio gehen, weil ich habe ja das Studio auch ursprünglich dafür genommen, damit ich auch Workshops machen kann.
Ich will Kurse machen, ich will coachen und weißt du, was cool ist passiert ist? Ich habe das entschieden, also am 4. habe ich meinen Angestellten entlassen, alles und gestern, kurz bevor ich nach Hause gehe, rufe mich ein Typ an und sage, ich verfolge dich schon seit 3 Jahren auf YouTube. Ich möchte auch so ein Business aufbauen.
Der hat mich jetzt für 5 Tage in Folge Coaching gebucht. Wow, cool. Gratuliere. Ohne, dass ich das noch gesagt habe und ich habe meine Preise genannt, so richtig aus dem Bauch heraus und das war der Moment, wo man sagen musste, ich hätte ich mehr verlangen können.
Auf jeden Fall, er hat zugestimmt und ich denke mal so, das ist doch eine Bestätigung, dass es eigentlich eine gute Entscheidung war und deswegen habe ich dann auch Slogan und überall geändert. Ich helfe Solopreneuren, Geld mit Personal Brand zu verdienen, weil ich mich super dabei fühle, weil ich weiß, dass ich einiges erzählen und zeigen kann, von Preiskalkulierung bis zu, wie man Content plant, wie man Content zerstreut, wie man Content Ideen findet, wie man so ein Personal Brand aufbaut und ich glaube, das ist jetzt so die gute Richtung, in die ich gehen möchte. Willkommen im Club. Musste ich an dich auch denken, aber ich denke mal, es ist Platz genug für alle und wenn es einen Markt gibt, dann ist die Idee auch gut.
Ja, auf jeden Fall. Es ist ja spannend, weil häufig adressieren wir ja Kunden, die gerade da stehen, wo wir selbst mal früher standen. Deshalb ist das glaube ich auch bei dir so sehr nachvollziehbar und logisch, dass du das jetzt machst. Ja, stark.
Vor allem, ich habe beim Content gemerkt, als ich kurz umgeswitcht habe, also diese Zwischenstufe, die ich dieses Jahr hatte, habe ich gemerkt so, oh, okay, beim Content Marketing, was erzähle ich den Unternehmen, die groß sind? Weil ich wollte ja mich als Content Creator und bla bla bla positionieren für große Unternehmen und dann dachte ich, ich habe doch keine Ahnung davon, wie es in so einem Unternehmen läuft. Ich habe selber keins aufgebaut. Ich kann zwar erzählen, wie cool man Content erstellen kann und alles, aber die ganzen Prozesse, die dann in so einem Unternehmen ablaufen, verstehe ich nicht und die können nicht so easy wie wir Solo-Unternehmer einfach mal zack, Fingerschnipsen, Content erstellen.
Da muss man danach fragen, hier nachfragen. Ich habe ja einige Industriekunden, das sind Prozesse. Wir haben zum Beispiel dieses Jahr in September Videos gefilmt. Wir haben über die angefangen zu quatschen, Dezember 21.
So lange funktioniert es in solchen Unternehmen und dann dachte ich, da kann ich doch nicht die beraten, weil ich keine Ahnung davon habe. Und mit Solo-Unternehmen genau das Gegenteil. Da habe ich viel, viel Ahnung. Ja.
Ich will ja auch die Leute nicht verarschen. Ich möchte ja helfen und nicht hier einfach mal Geld abgreifen und abhauen. Das klingt ein bisschen so, dein Unternehmen heißt ja kreativ und frei. Dein YouTube-Kanal hieß es ja auch.
Ich glaube inzwischen auch nach deinem Namen benannt, oder? Genau. Aber das hört sich so ein bisschen an, als ob der Anteil des Freien ein bisschen verschwunden ist so im Laufe der Zeit, das Kreative noch da war und jetzt kommt das wieder zurück. Absolut.
Auch durch Team etc. Ja. Das hast du sehr, sehr gut erkannt, weil frei für mich war nie nicht angestellt, sondern auch über meine Zeit verfügen. Und ich habe in der Zeit, wo ich Angestellten hatte, wo die dicken Aufträge reinkamen und unter dicken meine ich, dass zum Beispiel, ich habe einen Werbespot gedreht, leider darf ich immer noch nicht sagen, für wen und alles, aber hoffentlich werden sie bald das posten und dann kann ich das alles erzählen. Aber als ich da gemerkt habe, hey, wenn du tausend Leute managen musst, bei diesem großen Auftrag habe ich jemanden mitbeauftragt und ich musste die ganze Zeit die Leute managen, meinen Assistenten managen, Kunden managen, alles.
Ich habe gemerkt, ich hatte absolut keine Freiheit. Dieses, heute arbeite ich daran, morgen arbeite ich daran und ich habe dieses frei, kreativ und frei, irgendwie ein bisschen verloren. Ja, absolut. Deswegen.
Ja, spannend. Spannende Reise. Jetzt hast du schon zwischendurch mal erwähnt, du hast ein TikTok-Experiment gestartet, genauso wie ich auch. Erzähl mal ein bisschen, bei dir ist es ja, was die Follower-Zahlen angeht, deutlich besser gelaufen als bei mir.
Aber du schüttelst, also für die, die jetzt nur den Podcast hören, du schüttelst schon so ein bisschen den Kopf. Erzähl mal ein bisschen, wie war das für dich? Warum bist du überhaupt in TikTok rein? Ich meine, es macht natürlich Sinn, da du aus der Video-Ecke schon kommst.
Was waren deine Erfahrungen? Wie ist das für dich bis jetzt? Also ich denke mal, dass die Follower-Anzahl bei TikTok absolut keine Rolle spielen, weil es ist nicht wie Instagram. Die Leute sind meistens in der For You-Page, obwohl sie dich abonniert haben, kann es sein, dass sie vielleicht ein Video in einer Woche mal sehen von dir, obwohl du zehn postest, weil TikTok selber entscheidet, was du sehen wirst oder nicht.
Also mit falschen Sachen bin ich da ein bisschen, habe ich mehr Leute als du gecatcht, weil ich habe auch irgendwelche schlaue Zitatchen gesagt und die sind dann abgegangen. Ein Video bei mir hat also fast 400.000 Views, aber das ist so ein, das ist zum Lachen einfach nur, da sage ich, ich habe da eigentlich über Marketing gesagt und das haben wir auch im Studium gelernt, dass man Gefühle verkaufen soll und nicht die Produkte selber. Das habe ich auch aufgegriffen, angepasst an mich ein bisschen. Es ist so ein Zitat nach dem Motto, Rolex verkauft keine Uhren, sie verkaufen Status, Apple verkauft keine Elektronik, sondern Einfachheit.
Und dieses Video ist halt 400.000 Views, ich habe noch einige, die 20, 70, 80.000 hatten, aber in der Regel waren es so ein bisschen mehr so Zitat-hafte Videos, also so keine Tutorials und die haben halt jeden angelockt, auch nicht die Zielgruppe und vor allem bei diesem Video so viel Blödsinn angelockt, wo Leute angefangen haben, miteinander zu streiten, dass Apple gut ist oder nicht, wo mir einer schreibt, nee, nee, ich glaube schon, dass Rolex Uhren verkauft, wo ich mir denke, so Facepalm, also es geht um Marketing, so wirklich. Das heißt, diese Follower-Zahl, die könnte ich die Hälfte abschneiden und ich merke überhaupt nichts, weil die sind nur wegen so Zitaten mir gefolgt. Ja. Was ich noch gelernt habe, ist, dass TikTok die Leute noch weniger Aufmerksamkeit als überall bringen.
Das heißt, wenn du nicht mit drei Sätzen gecatcht hast, bist du weg. Und ich glaube, das ist auch nicht Sinn und Zweck von mir, solche Leute anzulocken. Meine Zielgruppe Solo-Unternehmer, die tasten sich da ran, also jetzt die Solo-Unternehmer, davor waren es ja so Unternehmer, habe ich gedacht, also von größeren Firmen. Ja.
Die tasten sich zwar ran, aber die sind alle noch nicht da. Ich denke, dass wir Creator erstmal die Plattform erschaffen sollen, damit die Zielgruppe auch kommt. Aber ich habe das Gefühl, weil ich, als ich gemerkt habe, so okay, da sind auch sehr, sehr junge Menschen, die mir folgen. Laut Statistik irgendwie 62%, 13- bis 18-Jährige, also ganz sicher nicht meine Zielgruppe.
Allgemein ist auf TikTok über fast 70% von dieser Zielgruppe, also 13- bis 18-Jährige. Und dann habe ich LinkedIn probiert und hatte mehr Resultate und so Austausch mit jetzt zum heutigen Zeitpunkt 140 Follower als auf TikTok. Und ich habe dann gedacht so, okay, als Solo-Unternehmer kannst du einfach nicht überall sein. Wähle deine Plattformen und vernichte sie.
Aber wähle sie halt mit Verstand und dann crush it. Und ich habe das Gefühl, dass YouTube ganz sicher meine Plattform ist. Ich fühle mich da richtig wohl. Ich mache das auch weiterhin.
Ich würde, LinkedIn habe ich für mich gewählt, so okay, da sind auch die Unternehmer. Das sind auch Leute, die, ja, geschäftlich unterwegs sind. Und Instagram ist halt mehr so Behind-the-Scenes-Stories, whatever, und natürlich Podcast. Ich habe ja meinen eigenen Kreativ, aber da ich nicht nur auf die Kreativen gehen möchte, möchte ich den rebranden oder halt einen neuen Podcast starten quasi.
Ich, jetzt exklusiv für dich, ich habe den B-Brand genannt. Seine Brand. Cool. B-Brand.
Und, also Content Marketing, Branding und Mindset für Solo-Unternehmer. Und, das möchte ich starten. Ich habe dann gedacht, okay, ich werde mich nicht mehr weigern, Gäste einzuladen, sondern ich möchte auch immer wieder Gäste haben im Podcast, also gut mischen, so wie du. Ja.
Deswegen hier eine offizielle Anfrage in deinem Podcast. Möchtest du mein erster Gast sein in meinem Podcast? Aber sehr gerne. Ja.
Jetzt hast du zugesagt. Sehr cool. Darüber sprechen wir dann später. Ich habe auch Gordon eingeladen, der wird dabei sein.
Gordon Schönwilder. Den kenne ich ja auch schon länger. Habe seine, beide Podcast-Helden-Konferenzen, die offline waren, damals gefilmt. Und, da sind so meine Plattformen.
Ich habe gesagt, okay, TikTok ist dann, ich schmeiße die Videos mit rein, die ich für YouTube produziere, die ich vielleicht für Reels produziere, aber das wird nicht mein Fokus sein, weil man als, ich finde mal, als Solo-Unternehmer, kannst du einfach nicht alle Plattformen bespielen. Geht nicht. Du kannst nicht alle im Fokus haben und deswegen sollte man versuchen, einfach zwei, maximal drei auswählen und lieber da die volle Energie und volle Aufmerksamkeit bringen. Ja, absolut.
Sehr, sehr spannend. So viel zu TikTok. So viel zu, ja, kleine Reise gemacht. Aber ganz ehrlich, ich habe wirklich ähnliche Erfahrungen mit TikTok gemacht und ich habe mich auch so ein bisschen gewehrt, solche Videos zu machen, die möglicherweise eine größere Zielgruppe ansprechen.
Aber lustigerweise die Erfahrung gemacht, dass punktuelle Videos von TikTok, die ich bei LinkedIn veröffentlicht habe, dort super gut funktionieren. Mich als Nicht-Video-Graf oder als Nicht-Video-Experte hat TikTok gelehrt, bessere Videos zu machen. Das war so mein Learning daraus. Du machst die auch richtig cool.
Ich finde, du machst die richtig cool so, alleine, dass du Winkel alle paar Sekunden wechselst, hält die Leute schon, hält die Leute schon quasi, also die Spannung. Das heißt, es ist nicht langweilig. Man sollte ja entweder Effekte oder Winkel wechseln oder irgendwas alle, früher hieß es 90 Sekunden, mittlerweile sind die bei 5, 6 Sekunden. Ja, absolut.
Also insofern, ja. TikTok ist halt, ist da, es ist gut, es hat vieles verändert, vieles angestoßen, aber ich glaube, momentan würde ich mich nicht drauf fokussieren. Und wenn ich eine Plattform halt nicht mitnehme, ja, ist okay, man kann nicht alle mitnehmen. Ja, das stimmt.
Ich habe gerade, gerade vor unserem, vor unserem Gespräch gelesen, dass TikTok jetzt ins Podcast Game einsteigen will. Auch sehr spannend. Und ja, YouTube auch. Auch YouTube, genau.
Also ich glaube, Audio sowieso, wird immer wichtiger. Auch Social Audio, Audio Livestreaming, das ist so ein bisschen das, worauf ich setze. Aber ich bin tatsächlich auf dich aufmerksam geworden, glaube ich, auch durch deinen YouTube-Kanal. Ich glaube sogar durch, wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche, durch Frank Katze damals.
Kann das sein, dass der irgendwie mal auf dich aufmerksam gemacht hat? Es kann sein, ja. Also wir haben auch Kontakt gehabt. Genau, wir haben auch Kontakt gehabt.
Er hat auch bis heute kommentiert. Er schaut, glaube ich, nicht immer, aber immer wieder taucht er bei mir in den Kommentaren auf. Genau, Frank Katze, kann sein, dass er dich da drauf aufmerksam ist. War ja die ganze Bande Podcast-Helden, da, drumherum.
Genau, genau, genau. Und mit ihm habe ich damals, ich war in einer Facebook-Gruppe, als ich meine ersten YouTube-Videos gelauncht habe. Und bei meinem zweiten Video waren sie gleich so begeistert, so, oh ja, cool, coole Qualität, alles. Das stimmt.
Aber ich komme ja halt aus der Ecke, ne, und von daher war es für mich ein bisschen einfacher, was schwierig war, halt die Zielgruppe zu definieren. Dafür habe ich ein paar Jährchen jetzt gebraucht. Ja. Aber die Umwege sind manchmal ja auch nötig.
Ich finde, andersrum hätte ich auch das alles nicht gelernt, was ich jetzt vorhabe, auch zu coachen, beizubringen, zu zeigen. Ja. Weil wenn du sofort anfängst, hast du ja die Erfahrung noch nicht gesammelt. Das heißt, du kennst nur Theorie, aber Theorie und Praxis sind zwei unterschiedliche Welten.
Wohl wahr. Und ich habe halt bloß immer diese Gary Vee, jetzt Alex Ramosi, alles so Vorstellung nach dem Motto, ja, man muss erst mal so ein Milliardenunternehmen aufbauen, bis man anderen beibringen kann. Und natürlich, wenn du solchen auch beibringen kannst, dann musst du auch erst mal so ein Milliardenunternehmen aufbauen. Aber es muss ja nicht jeder so sein.
von da. Übrigens, einer, in meinem Moment, als ich angefangen habe, jetzt vor kurzem, also September oder so, nachzugrübeln, so, hey, vielleicht doch keine GmbH, weil ich hatte sie vor, kam da ein LinkedIn-Post wegen GmbH. Ah ja, okay. Und das war so ein, nochmal so ein Stoß so nach dem Motto, ja, schau mal, das ist eine Bestätigung.
Das stimmt, das sagt er auch. Und ich glaube, bei mir war das auch so ein bisschen dieser Status-Symbol GmbH angemeldet. Von daher hat alles irgendwie gepasst, auch mit deinem. Muss nicht sein.
Genau, muss nicht sein. Nee, ich eben. Ja.