Serge Black im Interview: Erfolg statt Auftragsflaute dank Personal Branding (Teil 2)
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Serge Black und seine Reise vom Freelancer mit Auftragsflaute hin zu einem Freelancer und Berater und Coach mit einem richtig gut laufenden Business. In Teil 1 habe ich schon mit ihm gesprochen, wie die Anfänger aussahen und wo er gerade steht und jetzt geht es in Teil 2 natürlich weiter mit Video-Expertise und einigem mehr. Viel Spaß! Ich würde ganz gerne, wir haben jetzt schon Audio und Video angerissen, aber da ich jetzt hier den Video-Experten vor mir sitzen habe, virtuell, würde mich nochmal so ein bisschen interessieren, was denkst du denn?
Was wird denn wichtiger? Kommt man um Video irgendwie noch drumherum? Also ich bin ja der Introvertierte, der zwar beruflich irgendwie auch mit Video was zu tun hat, logischerweise, aber am liebsten würde ich mich hinter Text verstecken. Jetzt habe ich das inzwischen eingesehen, das funktioniert nicht so ganz, glaube ich zumindest.
Wie siehst du das? Kommt man im Video noch drumherum? Nein, also ich glaube, das Einzige, was Video absetzen kann, das Einzige, was Video absetzen könnte, ist Virtual Reality, aber ich weiß nicht, wann es kommt. Alles andere, meiner Meinung nach, sind es zwei Formate, die komplett alles abreißen, Audio und Video.
Video, weil man viel schneller die Sachen lernen kann, konsumieren kann, man muss sich nicht ausdenken, Video funktioniert einfach besser als Fotos. Und Audio ist immer für unterwegs, für Sport, fürs Fahren, wo man dann das Video nicht schauen kann, fürs Nebenher, fürs Kochen, frag mich noch wo. Aber Audio und Video sind für mich, denke ich mal, sind die allerwichtigsten Formate und Video wird vielleicht, aber da bin ich ja auch noch vorsichtig, wie es funktioniert, vielleicht mal irgendwann von VR abgelöst, aber bis dahin sind wir schon alt und grau. Wahrscheinlich.
Aber das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann, was Video ablöst. Welches Video-Format, das kann jedes Jahr variieren, weißt du, vielleicht erfindet nächstes Jahr jemand und es geht quadratisch durch die Decke, aber Video bleibt Video und ich denke mal, das sind die einfachsten Formate fürs Konsumieren. Ja. Für das Lernen, fürs Konsumieren sind das die einfachsten Formate.
Audio, wie du jetzt deinen Kurs, glaube ich, launcht hast als Audio-Format, ne? Genau, also zum Zeitpunkt der Aufnahme oder wenn das erschienen ist, ist der Kurs auch draußen, Defining Moments. Genau. Genau.
Ähm, weil es auch super funktioniert, ich muss sagen, ich hab schon einmal so richtig auch einen Kurs als Audio gekauft und es war, die Dame hat das bei Telegram jeden Tag neue Audio-Datei gepostet. Und, ähm, dann Aufgaben dazu geschrieben und du musstest halt selber Aufgaben erledigen, das war wirklich 49 Euro, nicht viel, ähm, aber das war auch ein tolles Format, weil man hat sich durch den Sound quasi Tutorial reingepfiffen. Äh, bei Telegram ist es ja riesen, riesen, ich bin ein riesen Fan von Telegram, äh, kann man das wie Podcast hören, man klickt auf Play, macht die App zu und es läuft weiter. Und, ähm, deswegen denke ich mal, dass, ähm, Audio sehr viel Potenzial hat, auf jeden Fall und bleibt auch im Game.
Ja. Äh, Fotos sind leider so, ja, die sind begleitend, die sind okay, aber die sind jetzt nicht das Wichtigste und Video, auf jeden Fall, klar. Ja. Foto, Video, deswegen Podcasts immer als Video aufnehmen, wer es sich leisten kann und die Zeit hat, weil man kann dann beide Plattformen bespielen und bei YouTube wird ins Podcast-Game sicher einsteigen, die haben jetzt schon sogar die URL, youtube.com slash Podcasts, glaube ich.
Ähm, okay. Die steigen, die steigen da jetzt ein, also wird noch nicht bei uns in Deutschland angezeigt, äh, die Amis sehen das schon. Ja. Ähm, die steigen da jetzt auch fett ein, weil, come on, die haben die größte Audience und wenn sie da noch Podcast mit dazu nehmen.
Ja, das ist ja das Interessante. Der Google Podcast ist, glaube ich, so ein bisschen gesteitert, ne, und deswegen denke ich, dass, dass, dass YouTube, äh, das viel besser irgendwie machen wird. Ja, ist halt der Big Player. Also, ich finde es sehr interessant, wir haben so die letzten Jahre schon so viele Podcast-Wellen erlebt und immer wurde gesagt, jetzt ist der Podcast-Hype, jetzt ist der Podcast-Hype und man hat so das Gefühl, der, der, der eigentliche Hype ist so mein Eindruck, der kommt eigentlich noch.
Ähm, ne, und ich, ich habe lustigerweise jetzt von den, von den Beta-Testern, die gerade mein, mein Audio-Programm durchgehen, auch nochmal so als Feedback bekommen, es ist auch ein komplett anderes Lernerlebnis. Es ist so intim, weil man sich auf nichts anderes fokussieren muss als auf den Ton und das ist, ja, also ich glaube auch mit Podcasts, wer jetzt gerade denkt, äh, er ist zu spät, jetzt einen Podcast zu starten, nein. Äh, ne, trotzdem noch Gas geben. Vor allem bei Podcasts denke ich mal, Videos schaut man sehr oft so auf dem Laptop und aus dem, der Sound kommt aus dem Laptop, ne, weil man viel Bildchen sieht.
Und Podcast ist man meistens mit den Kopfhörern und man ist so intim direkt im Kopf drin, es ist, es ist ganz was anderes. Und Audio, ich finde, ich bin auch ein riesen Fan von Audio und Podcasts, haben du und dich noch angehört, weil, äh, wo die meisten in Deutschland noch gar nicht kannten, dass es Podcasts gibt. Ähm, RSS-Speeds und so weiter runtergeladen und, äh, ich glaube, den ganz großen Stoß hat zuerst Apple gemacht, aber jetzt hat Spotify gemacht. Ja.
Weil, ja, weil, weil ich, ich kenne viele Menschen, die sagen, was, es gibt Podcasts woanders, nicht nur bei Spotify, wo ich mir denke, so, really? Ja, das ist echt so. Für uns war Spotify schon so late to the game und für die meisten ist es halt die Entdeckung gewesen, so, wow, Podcast, voll geil, man kann sie woanders hören als, als, als, als Spotify. Ja, ja, das stimmt, ja, das stimmt.
Die meisten kennen ja den Begriff, kennen den Begriff Feed gar nicht mehr, ne, also, dass das über ein Feed abonniert wird, so, das war, ne, früher gab's da, gibt's auch jetzt noch einzelne Apps, aber, ja, inzwischen ist das einfacher. Genau. Anchor, ja. Und das zeigt ja, das zeigt ja, dass Podcasts so langlebig ist, genauso wie Video, äh, dass es gut ankommt, dass es funktioniert, das ist wie die Maus im Computer, vieles hat sich an PCs verändert, die Maus ist bis heute gleich geblieben, wieso?
Weil die einfach gut funktioniert und don't fix it if it's not broken und, äh, Podcast existiert schon seit wie vielen Jahren und, äh, nimmt immer noch Anlauf, immer noch Anlauf, das heißt, für mich ist es ein Zeichen, es funktioniert sehr gut, es bleibt und, äh. Und, äh, in jeder, in jeder Industrie, überall wird es immer wieder geben, dass es mal ein bisschen überfüllt ist, dann wieder weniger, dann wieder mehr, aber es funktioniert und es bleibt. Also, Podcasts gehen gar nicht weg, hundertprozentig. Ja, spannend.
Was würdest du denn sagen, ähm, es ist ja, äh, bei den, bei den ganzen Medien, die es gibt und bei den ganzen Kanälen, die es gibt, ähm, viele haben ja das Know-how gar nicht, das zu bedienen. Wenn ich jetzt all meinen Kunden sagen würde oder all, all meiner Community sagen würde, äh, mach jetzt bitte mal täglich ein Video, äh, die, die drehen sich erstmal im Raum um und gucken, ne, was hab ich hier an Licht, was, also, die wissen gar nicht, auf was muss man alles achten. Was würdest du denn sagen, ist es eher die Aufgabe tatsächlich, Dinge auch nach außen zu geben und zu sagen, ich hole mir jetzt einen Video-Experten, der mir das ganze Setting macht, der die Videos dreht, oder ist es eher die Aufgabe, sich Know-how anzueignen, um in Zukunft Video, Audio und Co. selbst zu meistern im Alltag?
Ähm, ich glaube, es, wie es Juristen sagen, es hängt davon ab. Ähm, es hängt vieles davon ab, was man als Ziel hat. Möchte man auf Dauer, ähm, Geld sparen und sagen, hey, ich will das selber produzieren, ich hab Spaß daran, dann sollte man zuerst ein bisschen Geld in die Hand nehmen, neues Equipment kaufen, jemand an die Seite holen, der einem erklärt und coacht und zeigt, so sind die Basics, so kannst du aufnehmen und dann durch das Erstellen von Videos immer wieder mal besser und besser und besser werden. Oder man sagt, ich will damit absolut nichts zu tun haben, aber ich verstehe, wie wichtig das ist, dann hole ich mir einen Creator und ich kann mir das leisten, der soll mir monatlich so viele Videos erstellen.
Und, äh, dann ist die zweite Variante natürlich viel besser, weil man muss die Zeit damit nicht vergeuden, das sich anzueignen. Ja. Was ich aber sagen kann und was ich immer wieder sehe, dass sich die Leute auf Equipment fokussieren und auf die Kameras und Objektive und das ist komplett, komplett falsch. Das steht eigentlich an der vierten, fünften Stelle.
Viel wichtiger ist bei den Videos die Story dahinter. Was erzähle ich? Plappere ich nur Quatsch? Kann dein Equipment noch so gut sein und Licht noch so gut sein?
Wird keiner anschauen? Ähm, habe ich keine Zielgruppe und erzähle random alles durcheinander? Wird deine Zielgruppe das nicht anschauen? Ist der Sound schlecht?
Wird es deine Gruppe nicht anschauen? Hast du vielleicht schon gemerkt, dass wenn, äh, Videostream, wenn du schlechtes Internet hast und das Video wird schlechter, dass der Sound nie schlechter wird? Ja. Achte mal drauf.
Das machen Netflix, YouTube alle. Wieso? Weil Sound wichtiger ist, weil es mehr weh tut, wenn der Sound schlecht ist und wenn zu viel heilt, als wenn du ein bisschen schlechter beleuchtet bist als normal. Ja.
Und das sind die Sachen und erst dann kommt Kamera und, und, und, und objektiv und alles mögliche, weil, ähm, alles davor, wenn das nicht funktioniert, kannst du eigentlich noch so gute Kamera haben, kannst du wegschmeißen. Und wenn jemand denkt, so, ich möchte Videos produzieren, ähm, kann ich einfach nur als Tipp geben, Licht, immer 45 Grad nach links oder rechts und 45 Grad von oben nach unten. Das funktioniert fast immer, wenn man irgend so ein Softbox hat, äh, am besten Softbox benutzen, weil dann das Licht einfach weicher ist, ähm, und nicht harte Schatten im Gesicht macht. Den Sound, Lavalier-Mic oder irgendwas, was hier in der Nähe ist, weil das tötet den Hall ab, quasi, um in normaler Sprache das auszudrücken.
Ja. Dann halt das weniger, weil je näher es bei dir ist und hier, also diese Lavalier-Mics, die man anzapft, ähm, die fangen nur so ein, so ein Bereich ein. Mhm. Und alles, was quasi halt von der Decke oder von den Wänden, kommt sehr klein an.
Das ist schon mal 50 Prozent Arbeit. Das sind so die wichtigsten Sachen. Und dann natürlich die Zielgruppe finden und Videos produzieren, produzieren, produzieren und sich einfach mal eingestehen, die ersten 100 Videos werden scheiße sein. So richtig scheiße.
Und das ist normal. Ich glaube, ich habe mir vor kurzem wieder meine Vlogs angeschaut und ich glaube, die ersten 40 oder sowas schaue ich mir heute so an und denke mir so, was habe ich mir dabei gedacht? Junge, Junge. Aber man kann nicht besser werden, wenn man nicht startet.
Und deswegen, das sind so meine ersten Tipps immer, die ich geben kann für die Leute, die mit Videomarketing oder halt Content-Marketing beginnen möchten. Ja, mega. Super. Ich gebe tatsächlich auch gerne den Tipp, gerade bei Leuten, die sich noch gar nicht in Videos gezeigt haben, Smartphone nehmen, jeden Tag eine Minute aufnehmen und dann entscheiden, nicht veröffentlichen oder veröffentlichen.
Hauptsache man nimmt auf. Also ich glaube, dieses Doing und immer wieder, das erhöht die Qualität. Man kann auch die Videos privat stellen und immer veröffentlichen, diesen Prozess quasi komplett durchlaufen, aber es sieht keiner. Und dann kann man nach einer Woche oder sagen wir mal nach einem halben Jahr, nachdem man viel produziert hat, nochmal die ersten anschauen und sagen, hey, die finde ich immer noch top, auf öffentlich schalten.
Ja, cool. Und wenn man die peinlich findet, löschen. Und löschen, genau. Ich würde gerne noch ein bisschen tiefer reingehen, denn das, was wir eben hatten mit Selbstmachen oder Auslagern.
Wie siehst du das bei Texten, bei normalen Posts, bei Beiträgen? Auch auslagern oder würdest du sagen, No-Go oder wenn es geht, eigentlich selbst machen? Also hier genauso. Wenn man direkt am Anfang steht, hat man meistens ja keine Finanzen dafür.
Dann natürlich selber machen. Wenn man aber die Wahl hat, was ich mir schon überlegt habe zu machen, ich bin in der Rechtschreibung nicht der allerbeste. Ich weiß, dass ich gut Storys erzählen kann, alles, aber diese ganzen Kommas und Satzbildungen, und es ist manchmal tricky, auch noch mit meinem Migrationshintergrund, ich lerne immer noch. Aber was ich mir gut vorstellen kann als Tipp, was ich mir jetzt überlegt habe, man kann ja die Gedanken diktieren, ins Smartphone einfangen und dann an den Texter geben.
Und der Texter soll diese Gedanken, so wie die sind, mit Worten wie super, cool, krass oder sowas, was du benutzt, einbauen, aber dann die Sätze und alles so schön verpacken, dass es nach einem guten Satz aussieht. Und dann denke ich mal, dass man da eine richtig coole, goldene Mitte findet. Man hat zwar professionelle Texte, aber man hat die eigene Seele da drin immer noch beibehalten, weil man das quasi diktiert hat. Sehr coole Idee.
Oder alternativ empfehle ich auch, Content-Interviews zu machen. Also wenn ich jetzt Mitarbeiter bin und ich soll für meinen Chef Content erstellen, dann regelmäßig ein Content-Interview führen, in dem man einfach Dinge ausfragt und das dann aufgreifen im Content. Weil ich glaube zu sagen, ich will nichts damit zu tun haben und mach du mal, ohne dass ich meine Gedanken da reingebe, das funktioniert zwar irgendwie, aber ich glaube, das ist nicht ganz so eine Sache. Ja, das sieht man zum Beispiel bei Gary V's Blogpost.
Wenn du sie liest, hörst du seine Stimme einfach. Ja, stimmt. Weil er sie einfach per Telefon denen reinquatscht und die tippen dann richtig in gutem Englisch, in perfekten Englisch und mit allem drum und dran. Und deswegen denke ich mal, wenn man komplett abgibt, wird es nicht du sein.
Und wenn man dann dich privat trifft, merkt man so, oh Gottes Willen, das kann nicht sein, dass er das produziert hat. Was ich zum Beispiel sehr oft gemacht habe, als ich viele Recruiting-Videos gedreht habe, ich habe dem Unternehmen immer gesagt, ich möchte mich am Abend davor oder so mit den Azubis treffen. Die haben immer dann Essen organisiert und wir haben uns hingesetzt, gequatscht. Wir haben alle Chefs alle nicht eingeladen.
Es war nur ein Marketing-Herr da und ich und die Azubis. Und wir haben halt wirklich frei gequatscht. Und ich habe die Leute so vorsichtig immer ausgefragt, so nach dem Motto, ja, wieso Leip, gibt es doch Alternativen, weißt du? Und irgendwann kommt es dann einfach so nebenher raus, so, ja, aber weißt du, bei anderen, die bringen alle nur Kaffees.
Wenn ich die Leute frage, die bringen nur Kaffees und ich war hier direkt in den Projekten eingebunden. Und dann verstehst du, irgendwann fängst du an zu verstehen, was die Leute wirklich getriggert hat, für dieses Unternehmen zu arbeiten. Und bei den Azubis war es fast nie Geld, weil man muss ehrlich sagen, die jungen Leute, die leben in einer sehr guten Zeit, obwohl wir viel meckern, aber die leben in so einer guten Zeit, dass sie sich nicht diese Gedanken machen, so, was koche ich meinen Kindern morgen, ne? Deswegen haben die viel Auswahl und deswegen gehen sie immer danach, was denen gefällt.
Und wenn man so dieses Interview macht, wie du gesagt hast, davor, saßen sie dann vor dem Video und ich habe sie nur kurz ein bisschen daran erinnert, was sie gesagt haben mir gestern. Und das haben sie mir gesagt, und die Kunden waren immer so richtig, das sieht ja authentisch aus. Und ich habe halt verboten zu sagen, also was die sagen sollen. Ich habe gesagt, weil sonst braucht man das alles nicht, weil wenn sie dann da sitzen und ablesen, und ich denke mal, das Gleiche ist dann, wie du meintest, mit diesen Interviews, weil dann kann man raushören Dinge und so verpacken.
Absolut. Und ich meine, das ist ja gerade bei Menschen oder Personal Branding auch so toll, es ist ja schon alles da. Was wir machen in einer Beratungs- oder Mentoring-Rolle, ist ja das rausschälen und rauskristallisieren und sichtbar machen, was schon in einem steckt. Ob das jetzt Werte sind, ob das jetzt Gedanken sind.
Anders als wenn ich jetzt einen, ich weiß nicht warum, aber ich nehme immer einen Joghurt als Beispiel. Bei dem Joghurt, dem muss ich irgendwelche Eigenschaften verleihen und sagen, es ist wohltuend und wohlschmeckend und was auch immer. Bei den Menschen ist alles da. Ja, genau.
Ja, viele verstehen einfach selber nicht, wofür die stehen und können das auch nach außen nicht transportieren, weil wenn du selber nicht weißt, was dir gefällt. Ich sage immer, die meisten von uns, die versuchen direkt zu landen, Punktlandung zu machen, weil die Gesellschaft sagt, du musst ja, du musst finden, was du kannst und wofür du stehst und was dich glücklich macht. Und früher war das ja so, noch vor 100 Jahren oder keine Ahnung, 70 Jahren, war das so, dass du halt auf dem Land aufgewachsen bist und hast drei Möglichkeiten, weil drei Geschäfte in der Nähe waren und du hast nur ausgewählt aus denen. Heute haben wir so viele Möglichkeiten und die Menschen versuchen aber immer noch, direkte Punktlandung zu machen.
Und sobald sie 20, 22 sind, müssen sie schon alles wissen. Aber das funktioniert nicht. Ich sage immer, man kann nur herausfinden, was man möchte oder wofür man steht, wenn man weiß, wofür man nicht steht. Und dazu muss man halt experimentieren und machen.
Und vielleicht sieht es bei mir manchmal so aus, dass ich etwas anfange, verwerfe, aber es ist genau das, was ich mache. Ich grab mich da ein bisschen rein und mache und probiere und schaue, doch nicht ganz, ein bisschen auf die Seite, probiere mal das, das, das. Aber dafür kann ich mit Sicherheit sagen, was ich nicht mag und was ich nicht möchte. Und ich habe deine, das war, glaube ich, auch Podcast-Folge.
Nee, das war heute dein Instagram-Post mit den Vorbildern. Ja. Musste ich auch daran denken, weil wenn man mich fragt, welche Vorbilder hast du, ich habe keine, ich weiß nicht. Also so konkrete Menschen habe ich nicht.
Aber ich weiß, wie ich nicht werden möchte. Abkennzung. Ich habe negative Vorbilder. Und das, so funktioniere ich halt.
Und ich denke mal, dass es vielen auch helfen könnte, auch Branding-mäßig und so zu finden, was man möchte, indem man erstmal rumprobiert und versteht, was man nicht möchte. Ja. Das ist sehr, sehr wichtig, dass man sich auch die Freiheit nimmt, zu experimentieren ein bisschen. Genau, viele geben sich diese Freiheit gar nicht.
Auch die Angst, ständig Fehler zu machen. Oder bei der Positionierung. Ich sage immer, zu Beginn, wenn man startet, ist eine Positionierung, die man festlegt, nur eine These. So, man kann zu Beginn gar nicht wissen, ist es jetzt das, wo, ja, ich die nächsten Monate wirklich dranbleibe und das ist, womit ich mich wohlfühle.
Das muss man rausfinden, ja. Genauso, ich habe dieses Jahr gesagt, so keine Akademie, ich gehe auf die großen Unternehmen, alles. Ich habe das jetzt vier Monate, fünf Monate probiert und habe gemerkt und mich dabei immer wieder erwischt. So nach dem Motto, will ich das mein Leben lang machen?
Nee. Nee. Und als ich mir die Frage ganz klar geantwortet habe, nee, wusste ich, okay, dann muss ich halt wieder anpassen und justieren. Natürlich, wenn du Familie ernährst und alle, so wie ich jetzt, kannst du nicht von heute auf morgen alles schmeißen.
Aber dann musst du halt auch danach schauen. Du musst dann schauen, okay, dann möchte ich als nächstes das probieren und wie kann ich diesen leichten Übergang mir erschaffen, dass ich nicht sofort von heute auf morgen, aber vielleicht in einem halben Jahr dort lande. Was sind die Wege? Wie kann ich das einleiten?
Und dann loslegen. Yes. Serge, ich weiß, du bist ein Mann der klaren Worte und hast Haltung und Ecken und Kanten. Mich würde mal interessieren, was, jetzt muss ich gucken, vielleicht die richtigen Worte wähle.
Was nervt dich denn so richtig an unserer Coaching-Online-Business-Marketing-Bubble? Gibt es so irgendwas, wo du sagst, boah, wenn ich daran denke, kriege ich im negativen Sinne Gänsehaut? Gute Frage. Da gibt es, glaube ich, einiges.
Willst du in meine WhatsApp-Gruppe kommen, damit ich dir das erzähle? Das nervt mich, glaube ich, am meisten. Ich glaube, was mich am allermeisten aufregt, ist, dass viele Coaches nur Theorie gelernt haben. Dass sie das nicht, wie heißt es, walk the talk, dass sie das nicht selber durchgemacht haben.
Ich kenne viele, ich habe auch mit solchen gearbeitet. In meinen früheren Vlogs, könnt ihr sehen, ein paar Affen, die ich gefilmt habe, die haben tatsächlich das gemacht. Die waren drei Tage, haben sie sich damit beschäftigt und haben dann Kurs aufgezogen und für Unternehmen und bla, bla, bla, wo ich mir denke so, ihr wisst nicht mal, wie man im iPhone swipet und schon verkauft irgendwelche Technologien-Sachen. Und jetzt sind diese Menschen auf Krypto aufgesprungen und sind nach einem schnellen Geld und das kotzt mich am meisten an, weil das macht wiederum solchen Menschen wie dir alles kaputt, weil die Leute denken, ach, der will doch nur hier Geld verdienen und mir irgendwas verkaufen, hat er denn tatsächlich was auch selber geschafft.
Und ich denke mal, das ist, was mich am allermeisten aufregt, dieser Fake. Ich sage immer, don't fake it till you make it, make it till you make it. Und dann kannst du auch dann anfangen zu coachen. Dann kannst du, und ich habe auch in dem Fall nichts anderes gemacht.
Deswegen habe ich bis heute keinen einzigen Kurs rausgebracht, weil ich dachte, wer bin ich überhaupt, um das zu zeigen. Und jetzt weiß ich, okay, für Solo-Unternehmen wäre ich soweit, für richtige Unternehmer bin ich noch nicht. Also für richtige meine ich jetzt nicht im bösen Sinne, dass die Solos nicht richtige sind, sind genauso, sogar mehr teilweise, aber nicht für diese Corporate Business World und so weiter und so fort, die dann 100 Angestellte haben, für die, denen kann ich nichts erzählen. Und das machen sehr viele.
Die gehen so eine Unternehmensberater oder sowas. Hast du mal überhaupt gegründet? Das ist, was mich an dieser Bubble sehr stark aufregt, dass die Leute da reinspringen und sagen, hey, ich kann hier zwei Kurse machen, Werbung schalten und die Leute verarschen. Vorleben.
Das ist überhaupt ein No-Go. Vorleben. Genau. Genau.
Oder ich, das ist für mich ein No-Go. Kommt das von meiner Mentorin, das ist so ein Begriff, den ich da mitgenommen habe, ist zu verkörpern, Embodiment, also zu verkörpern, was man sagt und was man, ja, was man lehrt an gewissen Stellen dann auch. Ja, sehr schön. Ja, ich finde immer, so Haltung zu zeigen, formt ja auch die Marke, formt ja auch die Brand.
Deshalb, ja, frage ich das immer ganz gerne. Du sagst Brand, ne? Genau, genau, genau. Ich bin beim Der, ich bin der Typ, der Der sagt.
Der, der Brand. Das ist unterschiedlich. Im Duden steht ja Drei, das, die und der. Ach was, echt?
Alle Drei. Ja, ja, ich habe geschaut, im Duden stehen alle Drei. Und die, die die benutzen, das ist, weil die Marke, die Brand. Die Marke, ja.
Genau, und ich bin irgendwie, weiß nicht, ich bin mit der Brand, keine Ahnung, gefällt mir mir. Das verwirrt mich auch. Genau, muss ich immer sagen, immer das Branding oder sowas, das passt an. Ja, genau, das stimmt.
Sehr cool. Genau. Mensch, ich würde ganz gerne wissen, was steht bei dir an? Du hast jetzt schon angekündigt, neuer Podcast oder Podcast Relaunch.
Wir sind jetzt im letzten Quartal 2022 zum Zeitpunkt der Aufnahme. Was nimmst du dir vor für die nächsten Monate oder vielleicht auch schon fürs nächste Jahr? Also, was ich möchte, ich möchte hier einen Offline-Workshop machen. Ich möchte schauen, ob die Leute überhaupt was wollen.
Das heißt, ich würde demnächst mal eine Landingpage aufbauen, ein kurzes Video aufnehmen, worum es gehen wird in so einem Workshop. Ich würde nicht die Präsentation machen, sondern ich würde erst schauen, ob die Leute buchen. Und wenn sie buchen, danach bin ich mir, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich sowas hier halten kann. Ja.
Genau, und ich will einen Workshop noch probieren dieses Jahr. quasi starte das nächste Jahr richtig mit deinem Brand. Aber so maximal vier, fünf Leute, nicht mehr. Weil ich dadurch mich viel besser fokussieren kann auf die Leute, besser helfen kann und man muss ja nicht direkt mit, keine Ahnung wie viel anfangen.
Das möchte ich, Podcast Relaunch. Und ich habe noch einige Aufträge, die noch stattfinden werden. Das heißt, Freelance-Business ist immer noch ein großes Spiel, wird auch nächstes Jahr wahrscheinlich noch dabei sein. Und dann will ich mir klar machen, mit welchen Produkten und wie ich durch dieses Coaching, durch dieses B-Brand quasi Geld verdienen möchte.
Also Coachings, Kurse, Workshops, was es sein wird. Also viel besser das alles definieren, um dann auch die Sachen zu produzieren und zu erstellen. Ein Kurs ist sicher drin, weil das wollte ich schon ewig tun und wie gesagt, hat mich daran gehindert, so nach dem Motto, kann ich die Zeit investieren, für die Creator das zu machen, weil meine Zielgruppe sind große Unternehmen und so weiter. Aber jetzt, wo die Klarheit im Kopf da ist, weiß ich auch, was ich erzählen möchte.
Das heißt, das und dann wahrscheinlich, so spätestens Mitte Dezember, ist dann Ruhe für dieses Jahr. Dann ist Family Time angesagt, da wird der Kleine ein halbes Jahr lang. Oh Gott, wie schnell die Zeit vergeht. Und da ist dann schon Weihnachten und alles, aber jetzt noch im halben Oktober, November und halben Dezember, also zwei Monate, möchte ich das parallel so Gas geben, meinen 200k Umsatz erreichen.
Das heißt, die 10 muss ich noch generieren, irgendwie Auftrag finden. Und dann, aber wird sich sicher was ergeben, wie immer. Und dann quasi, ja, erstmal Workshop. und wenn Workshop sehr gut ankommt und klappt, dann auf jeden Fall Richtung Kurs gehen.
Mega. Sehr schöne Pläne. Und die ich im Podcast noch mal dieses Jahr haben. Ja, genau.
Genau, sehr nice. Ja, cool. Serge, es war mir eine Freude, dass du zu Gast warst. Es war mir eine Ehre, dass ich mich eingeladen habe.
Dass du dich ein, ja, manchmal darf man auch da mutig sein und einfach mal nachfragen. Genau, aber, ja, klar. Sehr gerne und vielleicht auch nicht wieder erst in dreieinhalb Jahren, sondern mit kürzerem Abstand auf jeden Fall in deinem Podcast. Vielleicht sieht man sich irgendwann live.
Ja, wer weiß, vielleicht mal gemeinsam Workshop oder so. Also ich feiere das auch. Die Pandemie-Situation war jetzt nicht immer leicht für Workshops und ist es vielleicht auch gerade noch nicht, muss man zugeben, aber kommt auch wieder. Auf welchem Kanal soll man dir am besten folgen?
Was ist so dein Stärkster oder deine beiden Stärksten? Beiden Stärksten sind immer noch, glaube ich, YouTube und Instagram. Ja. Ich werde mir viel mehr Mühe bei LinkedIn geben, auf jeden Fall.
Das möchte ich sehr stark anfokussieren. Ja. Aber momentan sind immer noch, die am meisten quasi Feedback geben, sind YouTube und Instagram und da finden wir einfach nur als Serge Black. bei YouTube ist es noch, also YouTube.com slash kreativ und frei.
Ich kann da gerade die Domain nicht ändern, weil YouTube jetzt Username reinbringt. Ah, okay. Wir erstellen jetzt endlich richtige Usernames und in diesem Moment steht da einfach nur, weil wir unsere Seite optimieren, bla, bla, bla, kannst du keine Domain-Anpassung machen. Ja.
Deswegen bei YouTube.com slash kreativ und frei alles zusammengeschrieben und bei Instagram einfach nach Serge Black suchen oder bei Julian schauen, der folgt mir. Genau, ich folge dir und wenn ihr eher bei LinkedIn unterwegs seid, dann dürft ihr euch auch dem Netzwerk von Serge anschließen. Vielen Dank, dass du dabei warst. Ich wünsche dir viel Erfolg bei allem, was du jetzt noch vorhast.
Deine 200.000 wirst du auf jeden Fall knacken. Finde das auch sehr sympathisch übrigens, dass du da so offen über Zahlen sprichst und auch zeigst, dass man... Darf ich auch schießen. Ja, aber du zeigst ja damit auch, dass man werteorientiert, ohne diese Chakka-Geschichten trotzdem guten Umsatz machen kann.
Ja, das finde ich sehr, sehr cool. Genau. Vielen Dank dir und viel Erfolg. Ich hab zu danken.
Hab noch eine schöne Zeit. Macht's gut. Ciao. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!