5 Gründe, warum dein Content nicht funktioniert
Grund 1
Grund 2
Grund 3
Grund 4
Grund 5
Transkript lesen (51 Absätze)
Automatisch transkribiert — einzelne Fehler sind daher möglich.
Du postest und postest und postest und trotzdem will es irgendwie nicht so ganz funktionieren. Woran das liegen könnte und welche häufigen Fehler gemacht werden, das verrate ich dir jetzt in dieser Episode. Viel Spaß! Die Situation, die ich eben gerade vor dem Intro beschrieben habe, die kennst du vielleicht, dass du postest und postest und irgendwie kommen da hier und da ein paar Likes und vielleicht bekommst du auch hier und da ein paar Reaktionen, aber du hast das Gefühl, du hetzt dich ab und du investierst wahnsinnig viel Zeit und am Ende kommt bei all deinen Content-Aktivitäten, vor allem in Social Media, nicht ganz so viel bei rum, wie du dir das eigentlich wünschen würdest.
Ich kann dir von vornherein sagen, du bist damit natürlich nicht alleine. Das geht ganz vielen so, das ging ganz vielen so, die irgendwann zu mir gekommen sind und Content ist zwar auf der einen Seite so einfach, weil ich einfach einen Beitrag schreiben kann, ich kann den Beitrag veröffentlichen, vielleicht noch mit einem Bild, mit einem Foto, mit einer Grafik, aber es gibt natürlich wahnsinnig viele Faktoren, die dafür entscheidend sind, Und vielleicht sollten wir zu Beginn erst mal klären, was heißt es denn überhaupt, dass etwas funktioniert? Was heißt funktionieren im Kontext Social Media? Heißt es Reichweite?
Heißt es, dass ich jetzt so und so viel Likes und was auch immer bekomme? Also ja, Reichweite, wenn ja, wie viel und überhaupt? Heißt es, wie gesagt, dass bestimmte Likes an Zahlen da sind? Heißt es Interaktionen?
Hat man Erfolg ab einer bestimmten Anzahl an Interaktionen? Und wenn ja, wie viel? Oder heißt es unterm Strich, ich brauche so und so viele Anfragen, damit der Content funktioniert hat, in Anführungszeichen? Heißt es Neukunden?
Also was heißt eigentlich funktionieren? Ich weiß, glaube ich, worauf ich hinaus will. Das Ding ist, funktionieren ist natürlich sehr individuell. Für dich bedeutet funktionieren, das Content funktioniert etwas anderes, als es für mich funktioniert.
Auch wenn wir wahrscheinlich unterm Strich, wenn du jetzt auch Coach, Berater, Dienstleister, ob jetzt Fotograf oder Webdesigner, Führungskräftetrainer, was auch immer du bist, wahrscheinlich geht es unterm Strich natürlich darum, dass es für uns ein Marketinginstrument ist und wir am Ende damit auch anfragen und natürlich auch Kunden gewinnen möchten. Aber für mich gibt es so zwei unterschiedliche Stufen hin zum Funktionieren. Das eine ist eher kurzfristiger gedacht und das ist zum Beispiel sowas wie Reichweite, das ist sowas wie Interaktion, das ist sowas wie wie viele Leute besuchen dein Profil bei LinkedIn oder wie viele Leute interagieren mit deinem Content bei Instagram. Je nach Kanal gibt es natürlich auch andere Kennzahlen und Faktoren, die du letztendlich messen kannst.
Also das sind eher so kurzfristige Dinge, an denen du sagen kannst, mein Content funktioniert oder mein Content entwickelt sich letztlich in die richtige Richtung, weil häufig ist es ja gar nicht so diese eine Zahl, wo du sagst Check, sondern das ist zumindest das, was ich dir empfehlen würde. In der Regel ist es die Entwicklung, die positiv sein sollte. Wenn du merkst bei LinkedIn, du bekommst immer mehr Profilbesucher, wenn du merkst, du bekommst immer mehr Vernetzungsanfragen zugeschickt und das steigt mit der Zeit, dann ist das natürlich ein positives Signal dafür, dass sich auch deine Arbeit in Sachen Content positiv eben auswirkt. Das eher mittel- und langfristige ist dann natürlich das, worauf es bei uns allen hinauslaufen soll, unterm Strich, nämlich Kunden.
Aber vor der Kundengewinnung steht auch unter anderem der Vertrauensaufbau, der Beziehungsaufbau. Besonders im LinkedIn-Kontext spricht man da gerne von Social Selling. Und Social Selling bedeutet nicht, dass ich über Social Media verkaufe oder einen Instagram-Shop einrichte oder ähnliches, sondern Social Selling heißt im Grunde Beziehungsaufbau, damit der Verkauf später einfacher funktioniert. Deshalb ist Vertrauen und Beziehungsaufbau auch ein ganz, ganz elementares Ziel im Personal Branding, weil wir natürlich über Persönlichkeit nochmal viel leichter eine Beziehung aufbauen können, als wenn wir das rein fachlich machen.
Und dann sind es dann die Neukunden, ganz klar, aber es sind beispielsweise auch die Anzahl der Empfehlungen, die du bekommst. Du glaubst gar nicht, wie viele Leute mich schon empfohlen haben, weil ich immer frage, woher kommst du? Kommst du über LinkedIn? Kommst du über eine Empfehlung?
Woher? Oder wie bist du auf mich aufmerksam geworden? Und dann werden teilweise Namen genannt, wo ich ja nochmal nachfragen muss, wer genau? Ja, der und der.
Habe ich noch nie gehört. Und dann gucke ich und dann ist die Person teilweise zwar in meinem Netzwerk, aber die hat noch nie wahnsinnig viel interagiert oder sich sichtbar gemacht, hat aber meinem Content oder ist meinem Content gefolgt, schätzt den anscheinend auch sehr wert und hat dementsprechend Empfehlungen ausgesprochen. Und auch das sind natürlich positive Auswirkungen von gutem Content oder gutem Content Marketing. Genauso wie auch Anfragen für Podcast Interviews oder für Vorträge oder für die Präsenz bei Kongressen etc. Also nur damit wir einmal so einen gemeinsamen Nenner haben, funktionieren bedeutet vieles.
Und ich unterteile das eher in so kurzfristige Dinge, kurzfristige Ziele letztlich auch, in Faktoren und eher langfristige. So, und damit das funktioniert, das was funktionieren soll, jetzt sind wir sehr auf einer Meta-Ebene unterwegs, aber du weißt, was ich meine, da solltest du natürlich einiges beachten. Und ich habe mal fünf Gründe aufgeführt und zusammengetragen, Content häufig nicht so funktioniert, wie du dir das vorstellst. Mal, by the way, wenn jemand bei jedem Funktionieren in dieser Episode einen kurzen trinkt, ich glaube, ihr seid jetzt schon voll.
Aber gut, das braucht es hier in dem Kontext. Also, Grund Nummer eins ist auf jeden Fall mangelnde Relevanz. Relevanz ist so ein wichtiger Faktor, weshalb es dazu sogar ein eigenes Programm gibt, in meiner True Brand Suite, Road to Reputation heißt das Ganze. Da geht es nämlich um Relevanz, um Autorität aufbauen.
Darum natürlich Menschen, und das hat ganz, ganz viel mit Zielgruppe zu tun, weil erst wenn ich weiß, wen ich ansprechen möchte, kann ich natürlich auch Content kreieren, der entsprechend dann auch für diese Zielgruppe relevant ist. Aber Content zu erstellen, der für andere eine Relevanz hat, ist ganz, ganz essentiell. Und damit das tatsächlich unterm Strich dann auch gelingt, musst du eben a. wissen, wen möchtest du überhaupt adressieren. Du musst b. wissen, was beschäftigt diese Zielgruppe, was sind die Probleme dieser Zielgruppe, was sind die Sehnsüchte, was sind die Wünsche, was sind die Interessen.
Also du musst die Zielgruppe einfach sehr, sehr gut verstehen und ganz ehrlich, immer tiefer durchdringen, immer tiefer durchdringen, immer besser kennenlernen. Das hat nie ein Ende. Du kannst nicht irgendwann sagen, check, Zielgruppe verstanden. Das hört nie auf.
Genauso wie vieles natürlich im Business, im Marketing und auch speziell im Personal Branding nie aufhört. Das heißt, die Zielgruppe gut kennenlernen, letztlich auch ein Stück weit die Sprache der Zielgruppe sprechen, wobei ich das immer ein Stück weit relativieren muss, denn letztlich ziehst du ja auch Menschen an, die deine Sprache sprechen. Das nur als kleiner Impuls zwischendurch. Letztlich ist es ja die Schnittmenge aus beidem.
Du ziehst Menschen an, die deine Sprache sprechen und trotzdem solltest du dich natürlich damit beschäftigen, was sind typische Worte und was ist so die Tonalität, die deine Zielgruppe eben drauf hat und spricht. Es hat aber auch ganz viel damit zu tun, mit der Identifikation. Also wie sehr kann ich mich als dein Follower, als dein potenzieller Follower und Leser mit deinen Inhalten identifizieren? Wie kann ich mich damit gut identifizieren?
Und das hat vor allem, und dazu kommen wir gleich noch, weil es ein eigener Grund ist und auch ein eigener Tipp, das hat unter anderem was mit Persönlichkeit zu tun, das hat was mit natürlich auch Zielgruppenverständnis zu tun, aber auch mit Storytelling. So, je mehr ich mich mit deinen Inhalten identifizieren kann, je mehr ich erkenne, das kenne ich, das kenne ich aus meinem Leben, das kenne ich aus meinem Businessalltag. Ja, also ich erkenne mich wieder, desto relevanter sind natürlich auch die Inhalte für mich. Und letztlich, und das würde ich in den Punkt Relevanz noch mit reinzählen, hat es auch was mit Wert, mit dem, ja, fast schon Buzzword zu tun, Mehrwert, ja, vielleicht kannst du es gar nicht mehr hören, aber natürlich hat es auch was mit Mehrwert zu tun.
Ich will dir nur einen Zahn ziehen. Mehrwert bedeutet nicht nur, dass du jetzt Tipps teilen musst ohne Ende. Auch das ist gleich nochmal ein eigener Punkt. Mehrwert kann auch Unterhaltung sein.
Mehrwert kann auch eine Erkenntnis sein, die du teilst aufgrund eines Erlebnisses, aufgrund eines Scheiterns. Mehrwert kann eine kleine Inspiration sein, weil du einen Buchtipp geteilt hast, der für mich thematisch gesehen, ja, jetzt kommt wieder die Brücke, relevant ist. Ich glaube, du hast das Thema verstanden. Relevanz ist das A und O.
So, Grund Nummer zwei. Gefehlende oder keine Emotion und Persönlichkeit. Natürlich muss dieser Punkt drin vorkommen, denn du bist hier im Personal Branding Podcast gelandet. Deshalb gehört da auch Persönlichkeit mit rein.
Und Persönlichkeit ist natürlich verknüpft mit Emotionen und Persönlichkeit ist auch verknüpft mit Geschichten, mit deiner Geschichte, mit deinen Geschichten aus dem Alltag, mit deiner Geschichte, die ja im Grunde erklärt, wie bist du zu der Person geworden, die du geworden bist. Und wenn du diese kleinen Geschichten in deinem Content teilst, dann wird der Beziehungsaufbau wiederum viel, viel einfacher gelingen, weil man sich auch in Geschichten wiedererkennt. Und das bedeutet ja nicht, dass ich die exakt gleiche Geschichte auch erlebt haben muss als Leser, um mich damit darin wiederzuerkennen oder wiederzufinden, sondern das hat was mit bestimmten Parallelen zu tun. Viele sind aber auf einer rein fachlichen Ebene, auf einer rein rationalen Ebene unterwegs.
Und wenn ich nur reine rationale Inhalte erstelle, die übrigens inzwischen auch jede künstliche Intelligenz erstellen kann, mal ganz nebenbei erwähnt, dann bewegt mich dieser Inhalt nicht. Dann macht dieser Inhalt mit mir nichts. Und damit ein Inhalt bewegt, braucht es Emotionen. Und das bedeutet nicht, dass du jetzt Comedian in Teilzeit werden musst, sondern Emotion kann auch was anderes sein, außer lustig.
Aber Humor ist trotzdem ein wichtiger Faktor in jeglichen Bereichen. Grund Nummer drei, fehlender Sog. Und Sog ist natürlich was, was gerade wir Marketer super gerne verwenden als Begriff. Aber ich will das in dem Kontext jetzt ein bisschen spezifizieren. Und zwar meine ich mit Sog, den Sog in den Beitrag, in das Content-Stück hinein.
Und was zieht Menschen in den Beitrag hinein? Das sind vor allem zwei unterschiedliche Dinge. Das eine ist das Creative, die Grafik, das Bild, das Foto, das Video. Oder beim Video das Vorschau-Bild.
Zieht mich die Grafik, das Visuelle in den Beitrag hinein, weil ich dran hängen bleibe, weil es mich farblich anspricht, weil es mich visuell anspricht, weil auch da vielleicht schon Emotionen vermittelt werden. Deshalb funktionieren häufig auch Menschen sehr gut, selbst wenn du es nicht bist. Auch wenn ich dir ein Personal Branding empfehle, nutze auch viele Fotos von dir. Aber selbst wenn du es nicht bist, Gesichter funktionieren beispielsweise sehr gut, weil wir da einfach hängen bleiben.
Das Creative muss stimmen, weil je mehr Content publiziert wird, auch da nochmal der Querverweis auf künstliche Intelligenzen, solche Tools wie Chat, GPT, desto je mehr Content geteilt wird, desto mehr muss der Content natürlich auch auffallen, damit Leute überhaupt dran hängen bleiben. So, und es braucht eben solche Content-Stopper im Grunde in deinem Feed oder in dem Feed deiner Leser und Leserinnen, damit sie sich überhaupt Zeit für den Beitrag nehmen. Denn das Schlimmste, was passieren könnte, wäre, du formulierst einen wunderbaren Beitrag. Der Beitrag enthält Mehrwert.
Ich nehme daraus als Leser irgendwas für mich mit, ob das jetzt Inspiration ist oder ein konkreter Tipp oder ein Gedankenanstoß, was auch immer. Und du hast dir da richtig viel Mühe gegeben und da steckt vielleicht noch Emotionen drin. Und jetzt ist aber das Visuelle so schlecht und der zweite Faktor, den ich dir gleich nenne, dafür ebenfalls. Und das würde bedeuten, dass dein toller Beitrag kaum gelesen wird, nur weil er eben nicht genug Sog erzeugt und die Leser reinzieht.
Das Creative gepaart mit dem Einstieg, das ist der zweite Faktor. Mit dem Einstieg, wenn das nicht stimmt, kann der Beitrag noch so gut sein, er wird nicht, und jetzt kommt wieder der Begriff, funktionieren. Das ist im Grunde so ein bisschen wie das Schaufenster. Wenn ich im Laden richtig tolle Dinge stehen habe, total hochwertige Produkte, der Laden ist wunderschön eingerichtet, aber ich habe ein total, weiß ich nicht, total schlampiges und unaufgeräumtes und was auch immer Schaufenster, dann werde ich in diesen Laden nicht reingehen.
Wenn das Schaufenster nicht anziehend ist, nicht Sog erzeugt, dann werde ich den Laden nicht betreten. Das heißt, kümmere dich nicht nur um tolle Produkte, um tolle Inhalte, sondern kümmere dich auch darum, dass die Leute überhaupt die Chance haben, Zugriff darauf zu bekommen, indem du eine tolle Verpackung kreierst. Und die Verpackung ist vor allem das Creative, das Visuelle und ist eben auch der Einstieg, genauso wie bei der E-Mail, der Betreff. Deine E-Mail kann noch so toll sein, wenn der Betreff nicht gut ist, werden viele diese E-Mail nicht öffnen.
Und wenn du jetzt überlegst, wie könnte so ein Einstieg aussehen, auch da ein kleiner Tipp, steig direkt mitten im Geschehen ein. Keine große Einleitung schreiben. Oder starte mit einer Frage, mit einem Zitat. Ich muss immer daran denken, in der Schule, wenn wir Präsentationen gehalten haben, früher sind irgendwann alle mit einem Zitat eingestiegen, weil das der Tipp schlechthin war.
Kannst du natürlich auch im Content machen. Oder du nutzt eine provokante These. Etwas mit Haltung, mit Ecken und Kanten. Auch das funktioniert zum Start immer gut.
So, Creative und der Einstieg super wichtig, um Sog zu erzeugen. Grund Nummer vier, warum Content häufig nicht so gut funktioniert, ist fehlende Kontinuität. Und ich weiß nicht, wie oft ich schon den Satz gesagt habe, Kontinuität ist King. Du kennst bestimmt den Ausdruck, Content ist King.
Aber auch Kontinuität ist King. Das ist absolut essentiell. Denn mein Standardtipp ist immer, drei Posts in der Woche, das musst du auf jeden Fall schaffen. Nein, das solltest du auf jeden Fall schaffen.
Das darfst du schaffen. Aber ich glaube, die Message dahinter ist trotzdem klar. Drei Beiträge in der Woche sollten drin sein. Denn, stell dir vor, du machst nur einen Beitrag in der Woche.
Und aus irgendeinem Grund, Creative nicht optimal, falsche Uhrzeit, irgendein äußeres Ereignis, es läuft gerade der Super Bowl, wo das ist jetzt vielleicht ein bisschen extrem, aber ich glaube, du weißt, was ich damit meine. Irgendein Faktor, den du vielleicht so gar nicht aktiv beeinflussen kannst oder der Algorithmus hat einfach mal einen Schluck auf und dein Beitrag bekommt kaum Reichweite. Was passiert dann? Dann hast du den einzigen Versuch in dieser Woche mit diesem einen Beitrag in den Sand gesetzt, obwohl du vielleicht gar nicht so krass dafür was kannst.
Und das bedeutet, sorg dafür, dass du nicht nur einen Schuss frei hast, sondern mehrere. Dass du mehrere Versuche hast, um damit einen Treffer zu landen. Und wenn du fünf Beiträge machst, dann hast du eben fünf Versuche, dass ein Beitrag auch mal ein bisschen mehr durch die Decke geht. Deshalb meine Empfehlung, drei Beiträge sollten das Minimum sein.
Ein bisschen Grundrauschen erzeugen. Das ist auch das Ziel dahinter. Wenn ich nur einen Beitrag mache und nur 15 Prozent unter meinen Followern sehen generell meine Beiträge, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mindestens einmal die Woche von mir gelesen hast, mit drei oder vier oder fünf Beiträgen pro Woche viel höher, als wenn ich nur einen einzigen Beitrag publiziere. Also ich weiß, es wird immer gelehrt, Qualität über Quantität.
Ich sage ganz ehrlich, Quantität und Qualität. Quantität und Qualität. Natürlich muss die Qualität am Ende stimmen, weil sonst bringt uns alles irgendwie nichts. Aber die Qualität einfach nur ganz simpel und komfortabel über die Quantität zu stellen, ist halt auch nichts.
Denn ein gewisses Grundrauschen brauchen wir eben. So. Und jetzt kommt noch Tipp und Grund Nummer fünf. Und Grund Nummer fünf ist, viele wecken keinen oder einen viel zu geringen Bedarf.
Und über Bedarf wecken könnte ich jetzt, weiß ich nicht, eine ganze Episode machen, auch einen ganzen Tagesworkshop machen oder ein riesiges Programm. Denn wie häufig passiert es bitte, dass Leute sagen, Mensch, der Post war aber cool. Und es gibt vielleicht einige, die sagen das immer wieder oder sind immer wieder in deinen Livestreams. Du kannst das sogar übertragen, wenn du möchtest, auf Webinare.
Wie häufig sagt jemand nach einem Webinar oder nach einer Challenge, Mensch, Julian, das war aber richtig toll. Ja, und die kommen ins nächste Webinar und die lesen den nächsten Post und den übernächsten und teilen das vielleicht auch. Nehmen die mal einen Cent in die Hand. Nein, machen sie nicht.
Warum? Ein Grund dafür ist, du weckst keinen Bedarf, den nächsten Schritt zu machen. Und zwar den nächsten Schritt zu machen mit dir. Bedarf wecken heißt letztendlich nämlich genau das.
Bedarf wecken bedeutet, dass du dein Content so aufbereitest, dass Menschen verstehen, was der nächste Schritt ist und Menschen motiviert werden, diesen Schritt auch zu machen. Wenn ich in einem Webinar, ich nehme einfach das Beispiel Webinar, weil es so plastisch ist dafür und so praktisch, wenn ich dort so viel Content teile und nicht aufzeige, was würde jetzt als nächstes kommen, dann haben viele Menschen schon das Gefühl, sie sind jetzt gesättigt und sie können sich gar nicht, und das ist ein ganz wichtiger Punkt, sie können sich gar nicht vorstellen, was da jetzt noch kommen kann. Und wenn ich mir all deinen Content anschaue und dem regelmäßig folge und darauf auch reagiere und damit interagiere und auch dadurch bekomme ich vielleicht dann letztendlich das Gefühl, Mensch, du teilst dauernd tolle Tipps und ich nehme von dir super viel mit, ich brauche gar nicht mehr oder ich weiß gar nicht, was der nächste Schritt sein könnte, weil du überhaupt nicht über dein Angebot sprichst. Und das klingt jetzt total banal, aber häufig buchen Menschen nicht und machen Menschen nicht den nächsten Schritt, weil sie gar nicht wissen, was der Schritt ist, weil du nie über dein Angebot sprichst.
So, bedeutet beim Thema Bedarf wecken, was du zum Beispiel machen kannst, ist den Spiegel vorhalten. Ich mache das jetzt gerade hier visuell, vor mir hin, obwohl es ja eine Podcast-Episode ist, aber, ja, den Spiegel vorhalten, um zum Beispiel den Leser oder die Leserin erkennen zu lassen, oh shit, stimmt, das ist mein Problem oder oh krass, stimmt, du hast recht, das müsste ich eigentlich als nächstes machen. Also lass sie Dinge erkennen und bewusst werden, die ihnen vielleicht vorher nicht so bewusst waren, sowohl was das Problem betrifft, als auch was die mögliche Lösung angeht. Das Problembewusstsein erhöhen.
Ja, man spricht auch von verschiedenen Problembewusstseinsstufen, wäre jetzt aber zu viel für diese Episode, aber das alles hat mit Bedarf wecken zu tun. Und wenn du keinen Bedarf weckst, bist du vielleicht ein toller Content-Creator, aber du bist am Ende kein guter Verkäufer und warum machen wir das alles? Jetzt komme ich wieder zum Beginn dieser Episode. Wir machen das, damit Content funktioniert und nicht nur kurzfristig funktioniert in Form von steigender Reichweite etc., sondern eben auch langfristig funktioniert und das hat eben auch was mit, ja, letztlich Verkaufen zu tun und dass Menschen ein Angebot in Anspruch nehmen.
Und ich möchte dir am Ende noch einen kleinen Bonusgrund mit auf den Weg geben. Eine Sache, die ich ganz, ganz häufig beobachte, nämlich viele erwarten von einem Content-Stück, von einem Beitrag, von einem Video, dass dieser plötzlich alle möglichen Ziele erfüllt. Der Beitrag soll wahnsinnig viel Interaktion bekommen, der Beitrag soll verkaufen, der Beitrag soll viral gehen. Ich sage dir was, häufig funktioniert das nicht.
Häufig erreichst du mit einem Beitrag oder mit einem Video eine Sache oder zwei, aber nicht alles. Ein Beitrag, der verkaufen soll, der muss nicht zwingend viel Interaktion bekommen. Ein Beitrag, der ein Interaktions-Biest werden soll, der muss nicht zwingend verkaufen. Es gibt verschiedene Ziele, verschiedene Intentionen hinter Beiträgen und viele versuchen, alles irgendwie in jeden einzelnen Beitrag mit reinzupacken.
Und das ist aber nicht Sinn der Sache, weil am Ende passiert nämlich das, was nicht passieren soll. Am Ende funktioniert gar nichts davon. Deshalb, ein Verkaufspost darf ein Verkaufspost sein, ein Interaktions-Post, ein Interaktions-Post, ein Persönlichkeits-Post, ein Persönlichkeits-Post, damit dich die Menschen eben auch als Mensch besser kennenlernen. Verschiedene Intentionen für verschiedene Beiträge, das darfst du gerne trennen.
So, du merkst schon, ich könnte dazu wahrscheinlich jetzt zwei Tage weiterreden und irgendwie ein zweitägiges, weiß ich nicht, Seminar draus machen. Mache ich jetzt aber nicht, weil wir sind schon relativ lange dabei. Ich will die Episode jetzt an der Stelle beenden, aber dir am Schluss noch mit auf den Weg geben. wenn du dazu Fragen hast, wenn ich noch hier und da mal etwas vertiefen soll in einer anderen Episode, dann sag einfach Bescheid, schreib auch gerne eine E-Mail an podcast.julianheck.de oder auf den bekannten Kanälen.
Du weißt, dass ich fast überall unterwegs bin und wenn du deine Content Skills verbessern möchtest und das ein oder andere gerne nochmal individuell vertiefen magst, dann darfst du mir natürlich auch gerne eine Nachricht schreiben und wir hören uns dann natürlich, hoffe ich, in der nächsten Episode wieder. Ich wünsche dir bis dahin ganz, ganz viel Erfolg beim Posten. Bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal.