Das Experiment Twitch startet: Was? Wie? Warum?
Das Ungezwungene.
Die Community. Die Verbindung.
Der Fokus auf Livestreaming.
Vor allem in puncto Vertrauensaufbau ist Twitch eine tolle Möglichkeit. Wenn man bedenkt, wie viel Zeit die Follower mit einem verbringen.
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Noch nie gehört? Das geht ja wahrscheinlich nicht alleine so. Aber warum ich jetzt voll auf diesen Kanal setze und was sich dort alles erwartet an Livestreams, das verrate ich dir in dieser Episode. Viel Spaß.
Ich erzähle dir heute etwas über einen Kanal, den hast du vielleicht noch nie gehört oder du hast ihn noch mal am Rande gehört, hast aber in Wahrheit keine Ahnung, um was es sich dort handelt oder um was da so passiert. Oder du verordnest das in einer ganz anderen Ecke, aus der ich ja gar nicht komme und du vielleicht auch nicht und denkst jetzt, was passiert da bei dir, Julian? Also von vorne, ich rede heute über Twitch und wenn ich über Twitch spreche, gibt es meistens zwei Reaktionen. Reaktion eins ist dann häufig, wenn ich das angekündigt habe, ich bin jetzt bei Twitch und mache da einiges, dann sagen die einen, warte mal, ist das jetzt schon wieder so ein neuer Kanal, den irgendwie einige hypen und ist das irgendwie ein Trend und muss man da unbedingt aktiv sein?
Nein, muss man nicht, aber dazu sage ich gleich noch was und die zweite Reaktion von der anderen großen Hälfte ist dann sozusagen dieses, warte mal, Twitch, ist das nicht irgendwas für Gamer? Ist das nicht für die, die zocken und währenddessen den Bildschirm freigeben, sodass andere beim Zocken zugucken können? Ja, da ist was dran, aber auch das verändert sich so langsam und vielleicht fange ich damit tatsächlich mal an, denn Twitch ist ursprünglich ein Gaming-Kanal, ein Live-Streaming-Kanal, wo viele Gamer unterwegs sind. Daher kommt Twitch eigentlich, da hat Twitch seinen Ursprung, aber das verändert sich so langsam.
Es gibt zwar noch viele, die sind dort natürlich unterwegs, weil sie einfach ihre Spiele quasi transparent machen und ihre Community dazuschauen lassen und mit denen interagieren. Aber es passiert immer mehr anderes auch auf Twitch und das hat natürlich damit zu tun, zum einen, dass die Infrastruktur von Twitch sehr, sehr cool ist für Livestreams. Dazu erzähle ich dir gleich ein bisschen was. Und ich mache auch die ein oder andere Beobachtung, die ebenfalls sehr spannend ist und damit will ich kurz mal starten, denn ich habe neulich festgestellt, dass die ARD, also der öffentlich-rechtliche Sender und öffentlich-rechtliche sind jetzt meistens nicht so dafür bekannt, dass sie super schnell sind oder immer vorne mit dabei oder Trends setzen, eher dafür bekannt, dass sie eher langsam unterwegs sind.
Die ARD ist jetzt sogar bei Twitch und hat dort ein regelmäßiges Format, wo sie streamen, wo ich so dachte, oh Mann, wenn selbst ein öffentlich-rechtlicher Sender dort jetzt aktiv ist, dann ist es allerhöchste Eisenbahn, dass ich mir das auch mal näher anschaue. Aber ich muss sagen, ich bin keiner, der noch nie was von Twitch gehört hat, bis vor ein paar Wochen, denn ich kenne Twitch schon, ich weiß gar nicht, 1, 2 Jahre, ich kann es gar nicht genau abschätzen, denn ich bin ein treuer Follower eines Streamers. Und das ist kein Gamer, sondern das ist Calvin Hollywood. Calvin Hollywood kennst du vielleicht, Business Coach, Business Mentor, war auch schon mal hier im Branding Barista Podcast zu Gast und Calvin streamt schon richtig lange, würde ich sagen, für meine Verhältnisse oder für generelle Verhältnisse bei Twitch und macht dort einfach Content-Livestreams oder macht Coworkings in einer sehr lockeren Runde und macht dort auch so eine Art Webinar, bloß halt nicht in Zoom, sondern das das Ganze findet bei Twitch statt.
Bedeutet, er streamt das einfach live, genauso wie du Livestreams auch kennst von Facebook oder von LinkedIn oder von Instagram oder von YouTube. So passiert das eben auch bei Twitch und Twitch ist eben eine reine Livestreaming-Plattform. Das heißt, der Fokus ist beim Livestreaming. Und jetzt habe ich ja gesagt, ich folge Calvin schon eine ganze Weile, bin auch bei ihm schon vor einigen Jahren das erste Mal Kunde geworden und ich habe Twitch bei ihm so immer mal nebenbei laufen.
Das heißt, während ich arbeite, jetzt nicht bei einer Podcast-Aufnahme, da funktioniert das natürlich nicht, dass ich parallel was anschaue oder anhöre, aber während ich arbeite, während ich irgendwas vorbereite, während ich Content produziere. Ich bin keiner, der das da total still haben muss. Im Gegenteil, ich brauche immer ein bisschen was im Hintergrund. Deshalb bin ich übrigens auch der perfekte Coffee-Worker quasi.
Also sich ins Kaffee setzt und so, ist für mich perfekt. So, hier zu Hause habe ich meistens Musik oder eben Videos laufen. Und wenn Calvin live ist, dann höre ich eben Calvin auch zu. Und das finde ich echt immer ganz spannend, weil die Atmosphäre bei Twitch, bei Calvin jetzt speziell, daher kenne ich es ja, ist irgendwie eine andere, als ich es von anderen Plattformen kenne.
Es ist dort irgendwie, es geht dort sehr locker zu. Es ist ein Stück weit ungezwungen. Auch dazu sage ich gleich noch was. Und ich fand das immer echt sehr angenehm.
Und das bedeutet nicht, dass bei Calvin da jetzt tausend Leute zuschauen, ganz und gar nicht. Manchmal sind es 30, manchmal sind es 50, manchmal sind es 100. Oder manchmal sind es auch 3 oder 4 oder 500, wenn er ein Webinar bei Twitch veranstaltet. Dann sind es natürlich mehr.
Aber ich fand das immer echt angenehm. Und ich habe mir aber nie Gedanken gemacht, dass ich sowas selbst auch mal nutzen könnte für mich. Also Twitch als Kanal, als Marketingkanal nutzen. Ganz ehrlich, auf diese Idee bin ich wirklich ganz und gar nicht gekommen.
Bis, ja, bis irgendwann ich mit Calvin so ein bisschen im Austausch war, während er gestreamt hat. Und ich dann gesagt habe, sag mal, kennt ihr eigentlich noch andere Business-Streamer? Weil mein Glaubenssatz war immer, Twitch ist ein Gaming-Kanal, ich bin kein Gamer, also ist das nichts für mich. So, jetzt hat Calvin natürlich eine Ausnahme gebildet und ich dachte, das kann doch nicht sein, dass er der Einzige ist.
Jetzt kennt man natürlich nicht immer alle, ja, aber so in meiner Bubble, in meiner Filterblase, in der ich unterwegs bin, war mir sonst niemand bekannt, außer Torben Platzer. Aber Torben macht ja inzwischen auch nicht nur Personal Branding oder Branding, sondern inzwischen ja alles Mögliche an Experimenten. Aber er ist so der Einzige neben Calvin, den ich noch kenne, der Twitch aktiv nutzt. Sonst kenne ich DJs, ich kenne andere YouTuber, die Twitch nutzen, um einfach mit der Community im Austausch zu sein und ansonsten halt einfach Gamer.
Und jetzt dachte ich, Mensch, wenn sonst keiner da aktiv ist, ja, ist das eine Lücke, in die man reinspringen sollte? Oder ist das ein Zeichen, dass man das schleunigst wieder verwerfen sollte, diese Idee? Und so habe ich mit Calvin da immer mal wieder so ein bisschen die Bälle hin und her gespielt und irgendwann hat er dann zu mir gesagt, wann fängst denn du eigentlich an mit Streaming? Und ich so, äh, äh, äh, ich wusste jetzt gar nicht, was ich sagen soll.
Und dann dachte ich, warum eigentlich nicht? Warum eigentlich nicht? Ich folge hier und da, wie gesagt, ich folge zum Beispiel Joker, der hat so einen Apple-Kanal oder Culture Berlin, die machen Fußball oder, ähm, Sturmwaffel, das ist so einer, der kocht und alles Mögliche macht in der Richtung. Den folge ich, das sind auch keine Gamer.
Das sind natürlich jetzt Kanäle mit viel, viel, viel Reichweite und keine Marketer oder keine Business-Mentoren oder Coaches, wie ich es einer bin. Aber wenn es bei Calvin funktioniert, warum nicht bei anderen auch? So, und das war dann letztlich für mich der Auslöser, nachdem Calvin gesagt hat, wann fängst du eigentlich an? Und dann habe ich erst mal geschaut, wenn ich da jetzt anfangen will, bei Twitch live zu streamen, was brauche ich da überhaupt?
Mit welcher Software funktioniert das so? Wie, ne, bekomme ich das hin, dass da einigermaßen was Vernünftiges ankommt? Denn bei Facebook oder bei Instagram, ne, ich zücke mein Handy, mache einen Livestream, zack. So, bei LinkedIn gibt es Drittanbieter-Tools wie StreamYard oder Restream.
Alles auch noch ganz überschaubar, wobei ich ja immer sagen muss, die, die mich kennen, wissen das auch, ich bin ja vor allem eher der Texter. Mit Texten fühle ich mich super wohl. Videos mache ich zwar inzwischen, bin auch ganz stolz, dass ich sagen kann, ne, ich mache sogar einigermaßen regelmäßig meine Reels und meine TikTok-Videos. Da bin ich inzwischen auch aufgestellt oder ganz gut aufgestellt und am Start.
Aber ansonsten ist ja Video und besonders Livestreaming nicht ganz so mein Zuhause. Aber Twitch hat mich irgendwie gereizt, weil ich es, wie gesagt, bei Kelvin gesehen habe. Und dann habe ich das mal ausgecheckt und habe gesehen, okay, die meisten machen das mit OBS. Dazu eine kleine Randgeschichte.
Ich habe mich schon mal mit OBS versucht anzufreunden. Ich weiß nicht, ob du OBS kennst. OBS ist kostenfrei. Das ist ein Open-Source-Programm.
Und damit kann man eben auch beispielsweise seine externe Kamera mit anschließen, damit man die nutzen kann, auch in Zoom oder Ähnliches. Und man kann dort eben einiges einstellen für Einblendungen, für Bildschirmfreigaben und so weiter, damit man ein tolles Stream-Erlebnis hat. Theoretisch auch für Facebook. Und für mich war OBS aber immer so ein Programm, das so aussieht, ein bisschen überspitzt gesagt, wie Windows 98.
War gar nichts für mich. Selbst als ich die Hilfe hatte beim Einrichten, ich saß danach wieder davor und dachte, nee, nee, das machst du nicht. Und deshalb war ich immer ein E-Cam-Live-Nutzer. Das Streaming mit E-Cam-Live zu OBS, äh, zu Twitch funktioniert aber nicht ganz so gut und es gibt nicht ganz so viele Möglichkeiten.
Und deshalb habe ich mich letztlich in OBS reingefuchst. Ja, in dieses Programm, das ich echt gehasst habe und habe mich da reingefuchst, auch mit Hilfe einer sehr guten Freundin von mir und habe da dann einiges eingerichtet, meine Szenen eingerichtet, meine Kamera integriert und so weiter und so fort. Und dann an einem Wochenende, Mitte Januar, habe ich es getan. Ich habe meinen ersten Test-Live-Stream gemacht.
Und Test-Live-Stream meint auch genau das. Ich habe das nirgendwo angekündigt. Ich habe einfach gestreamt. Ich hatte schon, weil Calvin für mich ein kleines Shoutout gemacht hatte, hatte ich da schon einige Follower.
Und bin einfach live gegangen und dachte, ich will mal gucken, wie funktioniert das mit dem Ton, bin ich gut zu sehen, kann ich da irgendwie Hintergrundmusik einspielen, wobei das kam erst später. Und habe dann den ersten Livestream gemacht und da war völliges Chaos. Irgendwie Ton war nicht perfekt, Hintergrundmusik oder Bildschirmfreigabe, das hat gar nicht funktioniert. Dann hat man irgendwie mehrfach meine Stimme gehört und der Hintergrund war zu laut, dann hat man den Hintergrund gar nicht mehr gehört.
Völliges Chaos. War ich schon mal erst mal genervt. Haben dann aber optimiert, nochmal gestreamt, hat wieder nicht funktioniert und so weiter. Und das haben wir ein paar Mal gemacht an dem Wochenende und lustigerweise waren da schon die ersten Zuschauer dabei.
Und dadurch, dass die ersten Zuschauer schon dabei waren, habe ich so ein bisschen, ja wie soll ich sagen, ich habe das Feeling mitbekommen, was ich bei Twitch und speziell bei Calvin so geschätzt habe. Dieses locker im Austausch sein und so weiter. Das war dann schon ganz cool. So, dann hatte ich an dem Wochenende alles soweit einigermaßen eingerichtet und habe dann gesagt, mit Ankündigung in meiner Instagram Story, Leute, Montag bin ich live bei Twitch.
Natürlich habe ich, ich habe es nicht gesehen, aber ich habe es gefühlt, dass viele gesagt haben, Twitch, wie am Anfang erzählt, das ist doch das für die Gamer oder Twitch. Was ist das denn schon wieder? Konnten viele nichts mit anfangen. Okay, erstmal ignoriert, ich mein Ding durchgezogen und dann dachte ich, weißt du was, wenn ich streame, mache ich doch da unter anderem Dinge, die ich vielleicht sowieso machen müsste oder wollte und nehme einfach diejenigen, die live dabei sind, mit in diesen Prozess.
Und an diesem Montag habe ich dann folgendes gemacht, ich habe einfach eine Podcast Episode, die ich sowieso aufnehmen wollte, erstmal vorbereitet und habe das, was ich teilweise in meiner Academy, in meinem Programm gemacht habe, nämlich einen Blick über die Schulter quasi gegeben und habe meinen Bildschirm freigegeben, habe gezeigt, das sind meine Stichpunkte, so bereite ich das vor. Wir haben dann gemeinsam gebrainstormt und habe dann die Episode einfach im Stream aufgenommen. Ist ein bisschen komisches Gefühl, weil wenn natürlich drei, zehn, weiß ich nicht, 15 Leute zuschauen, während man eine Episode aufnimmt, dann fühlt man sich ein bisschen beobachtet. Aber auch da gewöhnt man sich dran und das fand ich so cool und das Feedback darauf war so gut, dass ich gesagt habe, weißt du was, wenn schon, denn schon, jetzt habe ich mich so durch OBS und Co.
gequält, Ich mache das Live-Podcasting zu einem festen Format und das mache ich seitdem immer montags um 10 Uhr und das habe ich sogar in den Zeitplan bei Twitch eingetragen, das gibt es nämlich, das erzähle ich an anderer Stelle mal und seitdem mache ich das immer montags um 10 Uhr Live-Podcasting. Das war mein erstes Format und an diesem Montag habe ich eben nicht nur gesagt, ich streame heute, sondern ich habe offiziell verkündet, mein Experiment Twitch startet. Ich habe mir das richtig vorgenommen, ich bin so einer, ich setze mir dann selbst immer oder lege mir selbst immer so Challenges auf. Ich möchte Twitch jetzt die nächsten Wochen, die nächsten Monate mal in verschiedenen Facetten, in verschiedenen Richtungen ausprobieren und gucken, was ist da möglich.
Und mit was ist da möglich, meine ich nicht, wie viele Kunden kann ich daraus gewinnen oder wie viel Umsatz kann ich machen, das meine ich ganz und gar nicht. Mir geht es nicht um Umsatz, mir geht es nicht um eine bestimmte Follower-Anzahl in erster Linie oder Wachstum oder geschweige denn Skalierung. Kannst du knicken, ich will das als Spielwiese für mich nutzen. Genauso wie ich früher Twitter oder mein Blog oder sonstiges als Spielwiese genutzt habe oder Google Hangout on Air.
Aber das erzähle ich mal in einer anderen Episode, wie alt ich eigentlich schon bin in Sachen Live-Streaming-Erfahrung. Aber das wie gesagt an anderer Stelle. Und das Stream-Experiment Twitch ist somit dann gestartet. Und das Lustige war, ich hatte vorher immer so das Gefühl, Mensch, also so eine halbe Stunde oder 20 Minuten Instagram-Livestream oder so, das funktioniert ja ganz gut.
Aber jetzt eine Stunde oder anderthalb Stunden oder so, das hat sich für mich noch komisch angefühlt, weil ich eigentlich gerne jemand bin, der bringt Dinge auf den Punkt. Ich habe früher schon bei Podcast-Episoden immer gedacht, Mensch, eine halbe Stunde, du hast das doch in fünf Minuten erzählt, was du eigentlich sagen möchtest. Aber wie gesagt, man gewöhnt sich immer an Dinge. Und dann ist Folgendes passiert.
Dieser erste Livestream hat zweieinhalb Stunden gedauert. Zweieinhalb Stunden. Ich dachte am Ende selbst, ich sehe nicht richtig, aber das war so cool, muss ich im Endeffekt jetzt wirklich sagen, das war so cool, weil diese Interaktion im Chat, der Austausch, das Lockere, das hat so Spaß gemacht. Und die Zeit ist natürlich auch damit zu tun hat, dass ich da ja nicht zweieinhalb Stunden Vortrag gehalten habe.
Ich habe zwar zweieinhalb Stunden gebabbelt, ja, auch das ist für mich immer ungewohnt erstmal, aber ich habe ja Dinge getan, die ich eh tun wollte. Ich habe Podcast vorbereitet, die Notizen dazu gemacht, ich habe sogar, glaube ich, einen Social-Media-Beitrag erstellt in dieser Session, habe die Grafiken dazu erstellt, habe, wie gesagt, die Podcast-Episode aufgenommen. Und währenddessen einfach gestreamt und mit den Leuten, die live dabei waren, bin ich da im Austausch gewesen über den Chat. Das hat richtig Spaß gemacht und ich war da so angefixt danach, dass ich, glaube ich, in der gleichen Woche noch drei oder vier andere Streams gemacht habe.
Wie so ein Bekloppter, ja, der, ich will mehr, ich will nochmal streamen, ich will diese Erfahrung haben. Das ist echt cool und jetzt ist es so, ich will natürlich nicht Twitch-Profi-Streamer werden, im Sinne von, ne, ich will jetzt in irgendeiner Form super krasse Reichweiten oder so. Darum geht es mir auch nicht und zweitens, das ist natürlich auch in meinem Themengebiet eher unrealistisch. Aber ich habe natürlich überlegt, was kann ich denn da jetzt noch rausholen?
Live-Podcasting als festes Format stand, dann hatte ich irgendwann abends eine spontane Eingebung und ich dachte, was wäre, wenn ich dort Webinare durchführe, aber nicht so Standard-Webinare, sondern einfach in sehr kurzer, kompakter Form immer mal wieder ein Webinar. Nicht unbedingt als Teil eines Funnels, das kann irgendwann kommen, dass ich danach pitche oder so oder wenn es sich ergibt, ist das super, sondern einfach eine coole Zeit haben, in der ich so ein bisschen Content teile. Und in dieser Eingebung an diesem Abend, war irgendwann spätabends, ich glaube, da saß ich schon auf der Couch, dachte ich dann, weißt du was, das nenne ich Shorty-Nah. Ein kurzes Webinar ist ein Shorty-Nah.
Ich finde den Begriff immer noch klasse, ne? Okay, aber mal davon abgesehen, ich habe dann dafür wiederum direkt Grafiken erstellt, habe eine kleine Mini-Landing-Page gebastelt und das findet ihr unter JulianHack.de slash Shorty-Nah. Verlinken wir aber auch in den Shownotes zu dieser Episode und habe das dann wiederum verkündet. Und auch dafür gibt es jetzt schon einen ersten Termin, aber der hat schon stattgefunden, nachdem die Episode erschienen ist, zum Thema Tools und Apps, die ich täglich oder fast täglich nutze.
Und so haben sich nach und nach jetzt schon in den ersten zwei, drei Wochen verschiedene Dinge ergeben. Das Live-Podcasting, das Shorty-Nah als Content-Format, aber einfach auch Coworking. Ich habe mir zwischendurch einfach mal Dinge angeschaut in Sachen künstlicher Intelligenz, Stichwort Chat, GPT oder Jesper, wie auch immer man es ausspricht, und habe in einem Stream einfach ein bisschen mit diesen Tools herum probiert und die Leute, die da live dabei waren, da mitgenommen. Und wir haben gemeinsam getestet, im Grunde gemeinsam.
Ich habe das zwar alleine gemacht, aber wir waren halt ständig im Austausch. Und das, meine ich, finde ich einfach mega. Das ist so eine tolle Gelegenheit und das gibt es in der Form, nicht auf einer anderen Plattform. Denn wenn ich bei LinkedIn jetzt zum Beispiel ein Live-Webinar oder ein, sagen wir mal, ein Livestream generell mache, dann erwartet man, ja, freudscher Versprecher, dann erwartet man eigentlich, dass das jetzt von vorne bis hinten durchdachter Content ist.
Und so blöd es klingt, das erwartet man bei Twitch nicht, weil es bei Twitch mehr um dieses Zusammensein geht, mehr um dieses gemeinsamen Spaß haben oder gemeinsam Zeit verbringen. Dieser Coworking-Charakter, würde ich das jetzt in meinem Business-Kontext eher beschreiben, wenn du natürlich irgendwie DJ bist oder sonstiges, dann geht es natürlich um Unterhaltung. Hier ist es eher dieser Coworking-Charakter, voneinander profitieren, sich ein bisschen inspirieren lassen. Das ist echt cool.
Und jetzt habe ich schon meine ersten zwei kleinen Meilensteine gefeiert. Ich habe nämlich erst nur 116 Follower. Und die ersten Abonnenten, den Unterschied zwischen Follower und Abonnent, erkläre ich mal an anderer Stelle. Und das macht immer mehr Spaß, muss ich wirklich sagen.
Es macht immer mehr Spaß. Und ich will dir auch sagen, was für mich das Tollste ist an Twitch. Es gibt eigentlich, ja, so drei Dinge, die ich am meisten feiere. Das eine und das mit Abstand Wichtigste für mich ist diese ungezwungene Art hier, dieser ungezwungene Rahmen, die nicht vorhandene Erwartungshaltung, dass ich jetzt von Sekunde eins bis zur letzten Sekunde einen Vortrag halte.
Das erwartet man hier nicht. Man hat Twitch auch teilweise nebenbei laufen. Man hört ein bisschen zu, dann ist man wieder mal konzentrierter, man chattet, dann zieht man sich mal wieder zurück. Es ist eine super ungezwungene Art.
Und deshalb habe ich auch kein Problem damit, hier dreimal oder sogar viermal die Woche live zu gehen, wenn es sich anbietet oder mal spontan live zu gehen. Und es ist für mich auch nicht schlimm, wenn da mal nur drei Zuschauer dabei sind, weil es ja nicht darauf ankommt, dass ich jetzt mit einem Vortrag oder mit einem Webinar 100 Leute erreiche. Das ungezwungene ist für mich der absolut größte Pluspunkt. Das zweite ist die Community.
Ich habe es jetzt schon mehrfach angesprochen. Der Austausch im Chat. Zwischendurch kommen vielleicht einfach nur Emotes oder Emojis, die einfach geteilt werden. Einfach eine gute Stimmung.
Dann werden mal Fragen gestellt. Dann haben wir so ein bisschen so einen Q&A Charakter im Stream. Ja, dann wiederum mache ich irgendwas und gebe Einblicke. Es ist einfach ein bunter Mix, wirklich ein bunter Mix an Inhalten.
Und dieses Feeling in der Community und diese Kommunikation im Chat, ich feiere das jetzt schon. Übrigens auch als Nutzer, nicht nur als Anbieter oder als Streamer. Und der dritte Punkt ist, Twitch hat einfach den Fokus auf Livestreaming. Ich könnte ja so eine Art von Livestream theoretisch, theoretisch auch auf YouTube machen oder auf, weiß ich nicht, Instagram machen oder auf Facebook.
Aber es ist eben nicht das Gleiche. Es ist einfach nicht das Gleiche. Ich könnte natürlich sagen, Mensch, ich mache einfach den Facebook Livestream zu dem, wie ich es gerne hätte. Und trotzdem ist die Erwartungshaltung eine andere.
Deshalb, ja, Twitch hat einfach diesen besonderen Charakter. Und wie gesagt, meine Erwartungshaltung hier, also meine Erwartungshaltung ist nicht als Streamer, als Anbieter, dass ich da jetzt irgendwelche messbaren Zahlen habe, die ich dann überprüfe. Sei es jetzt Follower, natürlich freue ich mich über mehr Follower, natürlich will ich auch mehr Menschen erreichen. Aber mir geht es jetzt weder um Follower, mir geht es nicht um Abonnenten, mir geht es nicht um Umsatz oder um Kunden, die daraus entstehen.
Mir geht es darum, dass ich das als Experimentierfeld betrachte, als Spielwiese nutze, mich ausprobiere. Du glaubst gar nicht, wie sehr mir das gerade hilft, zum Beispiel, sicherer zu werden in Sachen Videos. Sicherer zu werden in Sachen Livestreams. Ich habe inzwischen kein Problem zu sagen, weißt du was, komm, machst du einen Livestream.
Habe ich inzwischen kein Problem. Jetzt schon nach drei Wochen, jetzt schon, verändert das meine Haltung und meine eigene Lockerheit bezüglich Livestreams. Und das kann ich natürlich auf andere Kanäle wiederum super übertragen, auch wenn ich das nicht eins zu eins so umsetze. Ich habe mein Setup hier, was schon ganz gut war, wieder ein Stück weit verändert.
Ich habe eine neue Kamera, die noch eine bessere Qualität hat. Ja, ich habe mein Stream Deck, mit dem ich viele kleine Knöpfchen drücken kann, wo irgendwas ausgelöst wird. Das habe ich zum Beispiel jetzt auch besser in Nutzung. Ich kenne mich mit OBS aus.
Das wiederum kann ich für andere Kanäle auch nutzen. Das heißt, ich habe jetzt allein dadurch, dass ich auf so eine lockere, freudige Art an dieses Streaming herangetastet habe oder an den Kanal herangetastet habe, schon einiges gelernt und für mich mitgenommen, was nichts mit Umsatz zu tun hat, aber mindestens so wertvoll ist. Mir geht es wirklich nur darum, aus der Freude heraus zu agieren. Und jetzt kommt ein strategischer Blick auf das Thema Livestreaming bei Twitch.
Wenn du dir vorstellst, ich mache dreimal die Woche einen Stream, der dauert, keine Ahnung, zwei Stunden im Schnitt. Und da sind Leute dabei, die sind eine Stunde dabei, die sind vielleicht anderthalb Stunden dabei, vielleicht sogar zwei Stunden dabei. Und das vielleicht sogar mehrfach die Woche. Was glaubst du, wie stark und intensiv diese Verbindung ist von dieser Person, die mehrere Stunden in der Woche mit mir verbringt und mir?
Die Verbindung zwischen uns beiden wird so intensiv sein, die Art, eine Community aufzubauen und die Community-Intensität quasi zu erhöhen, funktioniert damit wahrscheinlich mit am besten von allen Kanälen und allen Möglichkeiten, die wir hier so haben. Weil wir einfach viel mehr Zeit miteinander verbringen. Und da geht es, wie gesagt, nicht darum, dass das gleich 100 Leute sind. Wenn ich hier zehn Leute habe oder acht Leute oder fünf Leute habe, mit denen ich jetzt die nächsten Wochen viel Zeit verbringe, dann hat das einen positiven Einfluss irgendwann auch auf Umsatz.
Aber vor allem darauf, dass die Leute wahrscheinlich erzählen, Mensch, der Julian macht irgendwie coole Sachen, schau da mal vorbei. Oder empfiehlt mich, wenn es mal darum geht, ne? Irgendjemand aus dem Umfeld braucht jemanden zum Thema Personal Branding. Die, für den Community-Aufbau, die Verbindung, dafür ist Twitch für mich jetzt schon ein grandioses Tool.
Und deshalb als kleines Fazit, ich könnte jetzt noch eine Stunde weiterreden, bin gerade auch übrigens gerade in einem Livestream bei Twitch. Ich nehme diese Episode jetzt auf, während ich streame. Vielleicht jetzt erst als kleines Zwischenfazit, ne? Ich bin jetzt, wie gesagt, seit zwei, drei Wochen am Stream.
Ich habe jetzt 15 Livestreams schon gemacht, ne? Rund 15 Livestreams. Ich weiß gar nicht, wie viele Stunden, hätte ich mal nachschauen müssen. Aber etliche Stunden dementsprechend auch schon gestreamt.
Und mir macht das so, so, so viel Freude. Das kannst du dir nicht vorstellen. Als introvertierter Text-Fan macht mir das Livestreaming Freude. Das ist echt besonders.
Dann bin ich von mir selbst erstaunt, wie viel Freude mir das macht. Aber vor allem auch, wie routiniert ich im Umgang werde mit, mich vor der Kamera zeigen, Livestream, die Technik drumherum. Das geht manchmal selbst gar nicht in meinen Kopf rein. Und ich muss sagen, diese Haltung, den Kanal als Spielwiese zu nutzen, die feiere ich, weil ich das früher an anderer Stelle auch gemacht habe.
Mit einem Blog, mit Twitter, mit anderen Kanälen, als ich noch nicht quasi in meiner jetzigen Selbstständigkeit war, sondern als ich als freier Journalist gearbeitet habe. Da habe ich alles Mögliche immer ausprobiert. Ich war der Erste, der mit einem Samsung Galaxy S3 oder was das damals war, bei einer Konferenz dabei war, mitgefilmt hat, eine App hatte, mit der er gleich schneidet und so weiter. Das war nicht perfekt, aber ich habe es als Spielwiese betrachtet.
Ungezwungen, du siehst schon, ungezwungen ist mein Begriff, der über allem hier steht. Und das feiere ich. Und wenn ich dann noch doppelt und dreifach und vierfach und fünffach profitiere, weil ich eben Inhalte sozusagen mehrfach verwerte, ob ich Podcaste für mich alleine oder Podcast und dabei streame, so ist klar, welche Variante besser ist. Und deshalb werde ich das die nächsten Wochen und Monate noch viel intensiver testen, noch viel weiter professionalisieren natürlich auch.
Ich mache jetzt schon meinen Streamplan, was einen erwartet in der kommenden Woche und so weiter. Und ich habe vor, das im Podcast immer mal wieder aufzugreifen mit der einen oder anderen Update-Episode, was meine Erfahrungen sind, weil ich weiß, dass viele, die jetzt vielleicht sogar durch mich neu zu Twitch gekommen sind und vielleicht gerade erst mal nur mir folgen, aber andere kommen da noch dazu und andere, die Twitch aber schon kennen und jetzt sehen, ich mache da einiges, dass sie vielleicht stille, aber sie sind Beobachter sind und genau hinschauen, was ich so treibe und welche Erfahrungen ich mache und ob sie das nicht vielleicht auf ihr Business wiederum auch adaptieren können. Und wie gesagt, diese Erkenntnisse teile ich super gerne, ich mache da kein Geheimnis draus, ich bin da sehr gespannt, was sich da noch ergibt. Und wenn du magst, dann hören wir uns in einem der nächsten Updates wieder.
Bevor es aber dazu kommt, gibt es natürlich noch weitere Episoden zu ganz anderen Themen, so wie du es hier vom Branding Barista Podcast kennst. Und ich hoffe, wir hören uns in einer der nächsten Episoden wieder. Ich hoffe und ich würde mich riesig freuen, wenn du vielleicht in einem Twitch-Stream mal dabei bist. Am besten einfach folgen, du findest mich unter julian-heck oder wie auch immer, einfach meinen Namen eingeben.
Folgenbenachrichtigungen aktivieren, dann verpasst du auch keinen Livestream und kannst da mal dabei sein und das Feeling ein bisschen aufschnappen. Und vielleicht wirst du ja genauso von dieser Energie angesteckt, wie ich es erlebt habe. Und vielleicht verbringen wir ja auch ein bisschen gemeinsame Zeit auf dem für uns alle recht neuen Kanal. In diesem Sinne, wir hören uns beim nächsten Mal wieder.
Bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal wieder.