Algorithmus vs. Mensch – Wofür du Content produzieren solltest
Vielleicht hast Du folgendes in letzter Zeit selber schon gesehen? Reels, die nur wenige Sekunden dauern, aber extrem viel Text beinhalten. Das heißt bis Du den kompletten Text dieses Reels oder dieses Tik-Tok-Videos gelesen hast, ist das Reel vielleicht schon 3 oder 4 mal gelaufen. Gewisse Marketingkollegen empfehlen dies, um die Reichweite zu steigern. Für mich ein echtes Problem. Ich könnte mich da reinsteigern....
Da frage ich mich: Produzieren wir für den Algorithmus oder für den Menschen? Keine einfache Frage. Die Herausforderung ist, dass wir beides brauchen. Wir müssen Know-How haben was den Algorithmus an geht und auf der anderen Seite sollten wir den Menschen im Fokus haben. Der Algorithmus der Plattformen wie Facebook, Instagram, Linkedin oder Tik-Tok bestimmt die Spielregeln und diese Spielregeln müssen wir kennen, wenn wir bei diesem Spiel mitspielen wollen - ganz einfach. Andererseits wollen wir uns vom Algorithmus auf der Nase herumtanzen lassen und uns eingezwängt fühlen in bestimmte Regeln? Ich will es nicht!
Ich will in erster Linie für Menschen schreiben. Content der Menschen begeistert, der sich gut anfühlt, bei dem man merkt ich schreibe nicht um Reichweite zu bekommen, sondern in erster Linie, damit Du etwas davon hast.
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Wenn du Content für Social Media erstellst, dann musst du inzwischen so viel beachten, um diesem fiesen Algorithmus zu gefallen. Und manchmal ist der Algorithmus so sehr im Fokus, dass ich denke, schreibst du eigentlich noch für Menschen? Genau dieser Frage will ich jetzt in dieser Podcast-Episode nachgehen. Und zum Start erzähle ich dir gleich mal eine Sache, die mich die letzten Tage so richtig genervt hat.
In diesem Sinne, viel Spaß. Ich habe mich die letzten Tage so aufgeregt über ein bestimmtes Reel-Format. Und damit muss ich jetzt einfach mal in diese Episode einsteigen, damit du verstehst, warum mich das Thema generell gerade so bewegt. Obwohl es ja an sich überhaupt gar kein neues Thema ist, weil wir sprechen ja gleich über Algorithmen und den Menschen.
Und was davon sollen wir jetzt eigentlich fokussieren? Also, ich habe mich aufgeregt über ein bestimmtes Reel-Format. Und zwar, vielleicht hast du das schon gesehen, gibt es bei Reels, gibt es auch bei TikTok-Videos. Da hast du ein Video, wo du vielleicht selbst irgendwas machst oder irgendwo langläufst oder vor dich hinarbeitest.
Oder du hast irgendein Stock-Video, irgendein fertiges Video, was du nimmst. Und das Video dauert aber nur ganz, ganz wenige Sekunden. Vielleicht zwei, vielleicht drei, irgend sowas in dieser Richtung. Und auf diesem Video ist Text.
Ganz, ganz, ganz viel Text. Und das Ziel ist jetzt, dass du diesen Text in Ruhe natürlich durchliest. Und währenddessen startet das Video im Hintergrund natürlich dauernd wieder neu. So, das heißt, bis du den kompletten Text dieses Reels oder dieses TikTok-Videos gelesen hast, ist das Reel vielleicht schon drei- oder viermal gelaufen.
Vielleicht hast du sowas in letzter Zeit auch schon mal gesehen. Das wird auch von dem einen oder anderen Marketing-Kollegen, nenne ich es jetzt mal, oder von einer Marketing-Kollegin empfohlen, damit du mehr Reichweite bekommst. Und was in der Theorie so einfach klingt, funktioniert in der Praxis tatsächlich auch so einfach. Denn die Verweildauer zu erhöhen, ist ein relevanter Faktor, um Reichweite zu bekommen.
So, warum ist das jetzt ein Problem für mich? Für mich ist das deshalb ein Problem, weil, warum sollte ich denn bitte das Format Video nutzen, wenn das, was in dem Video passiert, völlig irrelevant ist, und ich stattdessen davor hocke und zusehe, dass ich diesen Text auf dem Video lese, der ziemlich klein ist, vielleicht sogar nicht super hoch aufgelöst, und wenn ich das Ganze sogar am Desktop anschaue, irgendwann das Ganze real anhält und steht, möchtest du es nochmal ansehen und ich muss das manuell starten, um den Text fertig zu lesen. Du merkst gerade, ich könnte mich da richtig reinsteigern. Ich mag das Format nicht.
So, und in diesem Kontext, dachte ich, mache ich jetzt hierzu eine Episode für meinen Branding Barista Podcast, denn ich stelle mir die Frage, für wen produzieren wir eigentlich Content? Also, für wen schreiben wir denn bitte eigentlich? Schreiben wir für Algorithmen, damit der Algorithmus sagt, oh Mensch, da startet ja ständig das Reel neu, das ist bestimmt ein gutes Zeichen dafür, dass das Reel relevant ist. Oder schreiben wir für den Menschen und produzieren für den Menschen?
Es ist schwierig, weil ganz ehrlich, die Herausforderung ist ja, wir brauchen beides. Wir müssen ein bisschen Know-how haben, was den Algorithmus angeht, und wir müssen auf der anderen Seite, oder sollten meiner Meinung nach auf der anderen Seite, den Menschen im Fokus haben. Denn auf der einen Seite sind wir abhängig von Algorithmen. Wenn Facebook am Algorithmus dreht, LinkedIn am Algorithmus dreht, Instagram am Algorithmus dreht oder TikTok oder welche Plattform auch immer, dann müssen wir das ein bisschen auf dem Schirm haben, weil wir uns schließlich auf dieser Plattform befinden und der Algorithmus bildet sozusagen die Spielregeln, in Anführungszeichen.
So, und diese Spielregeln müssen wir kennen, wenn wir bei diesem Spiel mitmachen. Ganz einfach. Und wenn wir das nicht tun und wenn wir diese Spielregeln nicht kennen und nicht nutzen, dann produzieren wir im schlechtesten Fall wunderbaren, tollen Content und kaum jemand sieht das Ganze oder liest das Ganze oder hört das Ganze, weil wir eben bestimmte Dinge nicht beachtet haben. So, die andere Sache ist aber, wollen wir uns auf der Nase rumtanzen lassen vom Algorithmus und uns eingezwängt fühlen in bestimmte Regeln und so das Gefühl haben, man zieht uns da irgendein Korsett an.
Ich will es nicht, um ehrlich zu sein. Ich will eigentlich den Menschen im Fokus haben. Ich möchte in erster Linie für Menschen schreiben. Ich möchte Content erstellen, der Menschen begeistert, der sich gut anfühlt, wo man merkt, ich schreibe nicht, um Reichweite zu bekommen, sondern ich schreibe in erster Linie, damit du mein Gegenüber etwas davon hast.
So, und die Frage ist jetzt, wie machen wir das Ganze? Wie sehr richten wir unseren Content auf die Algorithmen aus? So, oder wie sehr richten wir den Content auf die Menschen aus? Oder was ist eben der Balanceakt des Ganzen?
Und ich habe dir jetzt eben schon das Reel als ein Beispiel genannt. Es gibt dafür aber noch mehr Beispiele, die mir in den letzten Wochen, Monaten, aber teilweise auch schon Jahren negativ aufgestoßen sind. Ich will dir mal ein anderes Beispiel nennen. Du hast vielleicht, wenn du bei LinkedIn bist, schon gesehen, ich weiß gar nicht, ob es bei Instagram auch in der Form genutzt wird, dass in der ersten Zeile irgendein spannender Text steht und dann werden zwei Zeilen ausgelassen und in der vierten Zeile geht es erst wieder weiter.
Warum? Damit du auf mehr Anzeigen klicken musst, um den ganzen Beitrag zu lesen. Jetzt fand ich das schon immer etwas seltsam, ja, dass man zwei Zeilen frei hat. Und das Tolle ist, endlich mal eine positive Nachricht von den Algorithmen dieser Welt.
Selbst LinkedIn hat gesagt, wollen wir nicht. Finden wir auch doof. Okay, Pluspunkt dafür. Aber das war so ein Beispiel dafür, wo ich dachte, diese Art, ja, den Content aufzubereiten, das ist doch nicht für den Nutzer gedacht.
Das ist doch 0,0 nutzerfreundlich, sieht nicht schön aus, hat einfach nur, ja, den Algorithmus im Fokus. Okay, jetzt hat LinkedIn da eingelenkt und sagt, möchten wir selbst auch nicht. Anderes Beispiel, Karussellposts, kennst du bestimmt. Sowohl von LinkedIn als auch von Instagram, wo man quasi einfach swiped, um von Seite auf Seite, von Slide auf Slide zu kommen.
Sind Karussellposts was Blödes? Ganz und gar nicht. Ich mag Karussellposts genauso gerne. Aber du hast vielleicht gerade bei LinkedIn, gerade zu Beginn der Karussellposts gesehen, dass es hier und da Karussells gab mit 80 Slides, mit 100 Slides, mit 200 Slides.
Und nein, ich übertreibe an der Stelle nicht. Es gab tatsächlich solche Riesenkarussells. Und diese einzelnen Seiten sahen in dem Fall so aus, dass da teilweise einfach nur ein Wort stand oder drei Worte. Und ich habe mich gefühlt, wie beim Fensterputzen gefühlt, weil ich nur noch am Wischen war.
Und da muss ich sagen, komme ich mir als Mensch, als Nutzer total bescheuert vor. Ich habe aber im Hinterkopf natürlich das Wissen, ja, das haben vielleicht viele nicht, aber ich hatte es natürlich an der Stelle, dass die Person das nicht aus Jux und Döllerei macht, sondern die Person macht das, damit wir uns möglichst lange an dem Beitrag aufhalten und möglichst viel tun und klicken und wischen, damit der Algorithmus von LinkedIn erkennt, ach Mensch, da passiert ja einiges. Da halten sich die Leute auf, da ist Interaktion. Dem Beitrag, dem geben wir jetzt mehr Reichweite.
So, ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Unsere Herausforderung ist jetzt, die Balance aus beidem hinzubekommen. Ja, die Spielregeln kennen und auf der anderen Seite aber nicht irgendeinen Quatsch machen. Und ich muss das einfach so formulieren.
Irgendeinen Quatsch machen, der einfach nur dafür da ist, um Reichweite zu bekommen. Und mein Tipp an der Stelle ist für dich tatsächlich, weil die Frage ist ja da, wie gehen wir damit um, die Spielregeln zu kennen. Und ich habe jetzt mal drei Spielregeln für dich mitgebracht, die natürlich ganz, ganz essentiell sind. Das eine ist, LinkedIn, Instagram, TikTok, alle möglichen Plattformen, Social-Media-Kanäle haben natürlich das Interesse, dass man sich als Nutzer möglichst lange auf dieser Plattform aufhält.
Ist ja klar. Ja, das ist ein ganz normales Interesse, was, glaube ich, auch für alle nachvollziehbar ist. Bedeutet, wenn ich da jetzt drei Links reinsetze in den Post, dann mögen das weder Facebook noch LinkedIn. Bei Instagram funktioniert es ja schon mal gar nicht.
Ja, aber dann mögen das die Plattformen nicht. So, sollte ich das jetzt beachten, wenn ich Content erstelle? Oder fühle ich mich damit irgendwie in die Mangel genommen? Nein, das ist was, da fühle ich mich nicht in die Mangel genommen.
An diese Spielregel halte ich mich, damit mein Beitrag noch Reichweite bekommt. Anderes Beispiel, Content so gut erstellen, damit möglichst viele Leser möglichst viel Zeit damit verbringen. Auch das ist eine Spielregel, die sollten wir alle kennen. Bedeutet das jetzt, dass wir 200 Seiten Karussells erstellen?
Nein, bedeutet das nicht, sondern das bedeutet, dass ich lerne, so gute, ja, entweder Karussells zu erstellen oder so gute Texte zu erstellen, sodass Menschen nicht nach dem ersten Satz aussteigen oder nach dem ersten Absatz aussteigen, sondern dass Menschen sich in den Text, in den Beitrag reingezogen fühlen. Übrigens bei Videos exakt das Gleiche. Wenn ich ein Reel erstelle, dann muss ich darauf achten, dass der Anfang richtig catchy ist, ohne dass er irgendwas verspricht, was das Video am Ende nicht halten kann. Weil das ist wiederum nur gefakt.
So, bedeutet, ich muss mir als Nutzer oder als Anbieter im Sinne von Content, muss mir Skills aneignen, dass ich weiß, wie schreibe ich gute Hooks, wie mache ich gute Headlines, wie steige ich gut in Beiträge ein, wie steige ich gut in Videos ein. Und wie sorge ich dafür, beispielsweise durch Storytelling, dass Menschen auch bei einem Beitrag am Ball bleiben. Weil das die Verweildauer erhöht. Aber das erhöht eben nicht nur die Verweildauer, sondern das macht einen Text auch leserlicher.
Das macht einen Text insgesamt auch besser. Das macht ein Video besser. Und somit profitiert nicht nur der Algorithmus oder wir vom Algorithmus, sondern der Leser des Beitrags oder der Zuschauer des Videos profitiert ja dementsprechend auch, weil er ein richtig tolles Content-Stück da vor sich hat. So, dritter Punkt.
Je mehr Interaktion bei einem Beitrag ist, desto besser ist es aus Gründen des Algorithmus, weil der Algorithmus liebt Interaktion. Er liebt es, wenn bei Beiträgen irgendwas passiert. Leute klicken, ja, Leute was teilen, Leute kommentieren, Leute speichern, was auch immer. Je nach Plattform möglich ist.
Und für mich als Content-Creator ist es letztlich ja auch aber super, super gut, weil wenn ich sehe, dass Menschen mit meinem Beitrag interagieren, dann weiß ich, das hat irgendeine Form von Relevanz. Und das Ding ist jetzt, die ganzen stillen Leser und stillen Zuhörer, die werden vielleicht kein Kommentar da lassen, die werden sich das bei Instagram aber zum Beispiel vielleicht speichern. Oder die werden auf mehr Anzeigen klicken, um den kompletten Text zu lesen. Das heißt, die zahlen dann vor allem auf die Verweildauer ein.
Nicht jeder muss kommentieren und trotzdem ist es wichtig, dass wir dafür sorgen, dass kommentiert wird, weil es für den Algorithmus wichtig ist, weil es aber für mich aus Community-Buildings-Perspektive auch natürlich super wertvoll ist. Das heißt, das mache ich nicht nur für die Maschine, das mache ich auch für den Menschen und auch für den anderen Menschen. Für mich als Menschen und für den Leser oder für meine Community als Menschen. Das heißt, Spielregeln kennen und Spielregeln beachten.
So, auf der anderen Seite, hör auch auf dein Bauchgefühl, bitte. Ja, ich habe viel davon, ich habe viel Bauch, ich habe auch viel Bauchgefühl. Insofern empfehle ich auch dir, hör bitte und achte auf dein Bauchgefühl. Denn wenn du irgendwann das Gefühl hast, wenn du spürst, ey, ich würde jetzt so gern dies und das machen oder ich würde das jetzt gerne lassen, aber ich muss doch, weil, Algorithmus, nein, dann lass es bitte auch mal.
Wenn du denkst, das ist nicht das Richtige für dich, dann ist es nicht das Richtige für dich. Wenn du so das Gefühl hast, das muss jetzt aber in den Beitrag rein, ja, mein Gott, dann muss es halt in den Beitrag rein. Das ist doch völlig in Ordnung. So, Beispiel, wenn du jetzt heute, jetzt, um, keine Ahnung, 13 Uhr irgendwas, etwas veröffentlichen möchtest und du weißt aber, oh, ich habe heute Morgen schon mal was veröffentlicht und LinkedIn mag das nicht, wenn ich innerhalb von 18 Stunden zwei Beiträge veröffentliche, aber dir ist das, was du jetzt veröffentlichen möchtest, wichtig, vielleicht sogar zeitkritisch.
Ey, dann veröffentliche es bitte. Ja, dann darf es dir an dieser einen Stelle mal bitte egal sein. Dann lässt du dich nicht vom Algorithmus so stark beherrschen und ziehst die Veröffentlichung zurück, sondern du veröffentlichst es bitte trotzdem. Anderes Beispiel.
Stell dir vor, du hast morgen oder heute Abend ein Webinar und du möchtest jetzt noch einen Last-Call-Beitrag veröffentlichen. Kennt jeder von uns. Übrigens, super Empfehlung, ja, Last-Call-Beitrag sehr, sehr auffällig gestalten, damit es auch auffällt. So, und da möchtest du jetzt einen Link rein platzieren, weil die Leute, die das jetzt sehen, die sollen natürlich jetzt nicht erst eine Nachricht schreiben und so weiter.
Ja, du bist in den Vorbereitungen, sondern die sollen sich bitte direkt anmelden. Aber Links sind ja nicht so gut. Ey, ich hau da immer einen Link rein. Meine Regel ist, Last-Call-Post mit Link.
Jeder, der das sieht, das sind vielleicht dann weniger, aber jeder, der das sieht, soll direkt die Möglichkeit haben, sich dort anzumelden. Punkt. So, und dann machst du das auch bitte. Anderes Beispiel.
Wenn du etwas zum Ausdruck bringen willst und dafür nur wenige Worte brauchst, dann bitte blähe diesen Beitrag nicht umsonst auf, sondern veröffentliche dann halt einfach mal einen kurzen Beitrag. Auch bei LinkedIn. Ja, ich habe schon ganz, ganz tolle Erfahrungen gemacht mit kurzen Beiträgen, weil wenn die eine Relevanz haben, wenn die toll geschrieben sind, dann kann es dem Algorithmus auch völlig egal sein. Dann funktioniert dieser Beitrag trotzdem.
Obwohl die Verweildauer dann vielleicht rein vom Lesen her nicht wahnsinnig groß ist. Das ist dann an dieser Stelle egal. Deshalb sage ich, hör auch auf dein Bauchgefühl. Hör drauf, was ist jetzt an dieser Stelle für dich richtig.
Es braucht immer beides. Wir müssen den Algorithmus im Blick haben und ich rate dir auch, dich da zu informieren, was ist für diesen Kanal, wo du unterwegs bist, gerade wichtig und was verändert sich vielleicht auch. Und auf der anderen Seite, hab bitte im Blick, du schreibst für Menschen. In erster Linie immer für Menschen, nicht für Maschinen.
Für Maschinen, für den Algorithmus, das kommt im zweiten Schritt. Da haben wir für uns eine innere Checkliste. Was von den ganzen Spielregeln können wir jetzt hier beachten? Und mal ist auch etwas dabei, wo du sagst, naja komm, das ist jetzt optional.
So, und ich hab immer so einen Standardspruch und damit möchte ich diese Episode jetzt auch schon beenden. Ich hab immer so einen Standardspruch, eine Standardempfehlung, die ich in jeglichem Kontext, wo es passt, immer ganz gerne ausspreche. Und zwar, nur weil etwas funktioniert, musst du es nicht machen. Nochmal, nur weil etwas funktioniert, musst du es nicht machen.
Nur weil bestimmte Dinge laut, ne, Algorithmen und so weiter funktionieren könnte, man muss es eigentlich noch so formulieren, funktionieren könnte, musst du es nicht so machen. Nur weil eine bestimmte Marketingmethode erprobt ist, ja, und gut funktionieren könnte, oder sogar besser funktionieren könnte, als das, was du aktuell machst, musst du es nicht machen, wenn es sich nicht gut anfühlt, wenn es gegen deine Werte geht. Und jetzt nehmen wir nochmal das Beispiel des Reels, des Kurzvideos, ja, das sich im Hintergrund ständig wiederholt und darauf einfach nur massig Text platziert ist, damit die Verweildauer steigt. Ich möchte solchen Content für meine Community nicht produzieren, selbst wenn das Ding dadurch mehr Reichweite bekommen könnte, weil ich auf mein Bauchgefühl höre und weil ich letztlich auch eben für Menschen produziere und nicht in erster Linie für Maschinen.
Und mit diesen Worten entlasse ich dich jetzt aus dieser Episode. Ich wünsche dir ganz viel Freude bei deiner Art Content zu produzieren und wir hören uns dann, wenn du magst, in der nächsten Episode wieder. In diesem Sinne, bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal.