Sichtbarkeit für Introvertierte – 5 Tipps für leises Marketing
Wenn ich mir in einer Sache sicher war, weil ich Expertise hatte, dann habe ich mich getraut. Dann habe ich auch gerne die Komfortzone zu verlassen. Auf Bühnen gesprochen, schon als Schüler (Konferenzen, Ganztagsschul-Kongress beispielsweise). Hunderte Leute vor mir. Da stand ich zwar lieber in der Ecke, aber immerhin ich habe es gemacht.
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Dass ich mich heute mit Sichtbarkeit beschäftige, ist eigentlich eher ungewöhnlich, als dass es jetzt die logische Konsequenz aus meiner Vergangenheit ist, muss ich ehrlich zugeben, weil ich bin ein Intro. Ich hau's einfach mal so raus. Ich bin definitiv ein Introvertierter, schon immer eher zurückgezogen, schon immer eher der, der sich in der zweiten Reihe ganz wohl gefühlt hat und ich war auch schon immer der, ja, wie soll ich sagen, Beispiel Schule, mündliche Mitarbeit, schon immer der, der da schlecht war. Schriftlich super, gut bis super, aber mündliche Mitarbeit, ich habe viel zu sehr nachgedacht, bevor ich was gesagt habe.
Klingt jetzt gar nicht so schlecht, aber ich war einfach zu lange nachgedacht, ich war mir zu unsicher und bis dahin haben alle anderen, ne, zack, Hand gehoben und waren sofort dabei. Also, ne, Smalltalk, auch sowas, typisch introvertiert, mögen die meisten gar nicht, mag ich eigentlich auch gar nicht. Genauso, wie ich mich lieber schriftlich ausdrücke, als dass ich hier in so einer Kamera rede, mag ich eigentlich auch nicht. Liegt eigentlich auch nicht in meinem, wie sagt man da, naturell.
Ich glaube, du weißt, was ich meine. Und es gab aber trotzdem eigentlich immer so, ja, wie soll ich sagen, so zwei Gründe oder mehrere Gründe, warum ich dann trotzdem ab und zu den Schritt in die Sichtbarkeit gewagt habe. Und das hat was damit zu tun, dass ich für eine Sache gebrannt habe, wie Feuer im positiven Sinne. Ja, wenn mir eine Sache total wichtig war, wenn ich dafür gebrannt habe, wenn ich dachte, Mensch, dafür interessiere ich mich einfach wahnsinnig und diese Message dahinter ist mir wichtig, dann habe ich mich in die Sichtbarkeit gewagt.
Vielleicht kannst du dich damit ja schon ein bisschen identifizieren. Und es gab aber noch eine Sache, wenn ich mich in die Sichtbarkeit getraut habe, die dafür verantwortlich war, und zwar, wenn ich mir einer Sache sicher war, weil ich darin Expertise hatte. Dann habe ich mich auch getraut. Ich habe dir eben das Beispiel gebracht mit der mündlichen Mitarbeit.
Das waren ja Themen, da war ich nicht drin. Aber in Themen, in denen ich spitzenmäßig vorbereitet war, kein Problem. Naja, kein Problem würde ich nicht sagen, aber wenig Probleme. So, da war ich dann dabei.
Das heißt, wenn ich für eine Sache gebrannt habe, habe ich quasi diese, Angst ist wahrscheinlich zu viel, ja, aber diesen großen Respekt vor der Bühne, diesen großen Respekt von sich zeigen, überwunden. Und wenn ich eben mir eine Sache sicher war, wenn ich vorbereitet war, wenn ich, ja, mich in ein Thema eingearbeitet habe, wofür ich mich natürlich auch interessiere, dann habe ich auch gerne die Komfortzone zu verlassen. Und ich weiß, dass es vielen anderen, die mehr Introvertierte als Extrovertierte Anteile in sich haben, ja, wir sind ja nie 100% das eine oder andere, sondern immer ein bisschen gemischt, aber, ja, die wissen wahrscheinlich sehr genau, wovon ich rede, würde ich mal tippen. Und jetzt ist es so, wenn ich dann mich in die Sichtbarkeit gewagt habe, dann habe ich auch auf Bühnen gesprochen, schon als Schüler.
Konferenzen, Ganztagsschulkongress fällt mir gerade als Beispiel ein. Ja, hunderte Leute vor mir, das habe ich dann gemacht. Oder, ja, auf irgendwelchen Konferenzen gesprochen oder Messen besucht oder sowas. Ja, das habe ich auch gemacht.
Da stand ich zwar lieber in der Ecke, aber ich habe es gemacht. Und mir geht es jetzt darum, dir zu sagen, dass das im Business ja grundsätzlich erstmal augenscheinlich ein Problem darstellen könnte, wenn wir introvertiert sind. Wie soll introvertiertes Marketing funktionieren, wenn wir uns eigentlich gar nicht zeigen möchten? Wie sollen wir sichtbar werden, wenn wir am liebsten in vielen Situationen unsichtbar wären?
Es gibt da die ein oder anderen Tricks. Und indirekt habe ich dir auch schon ein bisschen was mitgegeben. Aber ich möchte dir erst sagen, wie es zu meiner Wandlung kam. Ich habe dir eben schon gesagt, woran es liegt, wenn ich mich in die Sichtbarkeit getraut habe.
So, und bei mir war es so, dass ich immer mehr Feedback von außen bekommen habe. Mensch, Julian, du hast jetzt ein Foto gepostet. Ja, du bist ja so sympathisch. Du hast mal ein Video gemacht.
Du warst mal in einem Live-Video. Mensch, du hast ja so eine tolle Stimme. Darauf komme ich gleich noch zurück. So, und das waren Momente, die für mich wichtig waren, die mir einen Aufschub gegeben haben.
Weil ich bin eigentlich der, der springt nicht vor jede Kamera. Der sagt nicht, hey, Live-Video, kein Problem. Let's go, wir starten. Ne, niemals.
Oder mal eben ein Video aufnehmen, hier zum Smartphone greifen. Mal eben ein, nee. Genauso wie, habe ich eben schon angedeutet, Podcast. Ich habe meinen Branding-Barista-Podcast jetzt schon eine ganze Weile.
Hatte vorher aber auch schon einen Personal Branding-Podcast. Und den seit, ich glaube, 2016, 2017. Und war auch in ein, zwei anderen Podcast-Projekten schon beteiligt. Aber bis es dazu kam, Heidi Witzka.
Das hat ein bisschen gedauert. Und das hatte genau den Grund, warum ich heute gerne Podcast mache. Beziehungsweise, was ich heute als Lob bekomme. Nämlich, ich habe damals gedacht, um Gottes Willen, meine Stimme.
Meine Stimme hört sich ja schrecklich an. Ja, da kann ich keinen Podcast machen. Ja, ich habe irgendwie ein Radiogesicht. Würde man jetzt übertrieben sagen.
Und meine Stimme fand ich jetzt auch nicht super toll. Und dann habe ich es aber einfach gewagt. Und das ist schon das erste Learning, was ich dir mitgeben möchte, bevor wir gleich zu den fünf Tipps kommen, die ich für dich vorbereitet habe. Dann habe ich es gewagt und habe gesagt, weißt du was, komm, Podcast geht noch, ja, da muss hier kein Licht an sein und Equipment und Kamera und Hintergrund muss stimmen.
Let's do it. Und dann kamen plötzlich die positiven Rückmeldungen. Julian, deine Stimme ist so toll. Mensch, du hast aber eine stürzte Stimme.
Sprichst du eigentlich Hörbücher? Ich finde es heute noch witzig, dass es jemand sagt, weil meine Meinung über meine Stimme hat sich nicht arg so krass verändert. Aber gut, ja, so ist das gekommen und so habe ich die ersten Schritte gemacht. Und das ist einfach wahnsinnig wichtig.
Ja, es war für mich wichtig, dass ich irgendwann erkannt habe, ja, auch durch das Feedback natürlich von außen. Mensch, es ist ja sehr, sehr wertvoll, wenn ich mich nicht nur hinter meinen Texten verstecke, hinter denen ich mich sehr wohl gefühlt habe, sondern mich auch mal zeige, mal etwas von mir zeige, mich erlebbar und spürbar mache. Weil ich kann sagen, was ich will als Textfan, in einem Video kommt man nochmal anders rüber. In einem Live-Video kommt man nochmal anders rüber.
Da kommt eine ganz andere Energie rüber. Und deshalb war es für mich wichtig, hier richtig, richtig Gas zu geben. Ich muss ja allerdings sagen, Gas geben heißt jetzt nicht, dass ich plötzlich Videos ohne Ende gemacht habe und Selfies gemacht habe ohne Ende. Das hat sich langsam gesteigert.
Step by Step by Step by Step by Step. Immer ein bisschen mehr. Und ich bin einer, ich brauche halt den Anschub von außen. Ich brauche die Anerkennung von außen.
Ja, spiele ich mit offenen Karten. Wenn ich was raussende und ich bekomme nie Feedback, ja, dann ist das für mich ganz, ganz, ganz wichtig. Das ist für mich ganz, ganz, ganz anstrengend, weil ich nicht weiß, was passiert mit dem, was ich mache. Ich habe ja früher viele Jahre als Journalist gearbeitet.
Da war das so. Ich habe ganz oft gesendet, aber nichts empfangen. Heute in meiner Arbeit sende ich, empfange aber wahnsinnig viel. Und zu diesem Punkt muss man aber erstmal kommen.
Und damit du auch als Introvertierter oder Introvertierter an diesen Punkt kommst, habe ich fünf Tipps mitgebracht. Und diese fünf Tipps sollen einfach ganz, ganz, ganz, ja, prägnant auf den Punkt bringen, was du tun kannst, damit du eben auch mit einem leisen Marketing, damit du auch als leiser Leader, als leise Leaderin, kann man das so sagen? Du weißt, was ich meine, in die Sichtbarkeit kommst, weil ich mir sicher bin, dass du etwas zu sagen hast. Weil ich mir sicher bin, dass du eine Geschichte zu erzählen hast, die es wert ist, erzählt zu werden.
Weil ich mir sicher bin, dass du eine Botschaft hast, die gehört werden sollte. Und deshalb sollten wir alle loslegen, ob Introvertiert oder nicht. Tipp Nummer eins, den ich dir mitgeben möchte, ist, und der hat im ersten Schritt noch gar nicht so viel mit Sichtbarkeit zu tun, sondern ganz, ganz viel mit dir. Nämlich, du musst nicht mit Extrovertierten mithalten.
Mach Marketing auf deine Art, aber der Step vorher ist, erkenne an, dass du wahnsinnig wertvoll bist, auch als Introvertierter oder eher Introvertierter Mensch. Oder als hochsensibler oder schüchterner Mensch. Du hast auch als Introvertierte Person genauso viele Stärken, die du mitbringst und die kannst du genauso gut in dein Marketing mit einfließen lassen. Es ist nicht besser, für dein Marketing extrovertiert zu sein.
Es ist aber auch nicht schlechter, extrovertiert zu sein. Und es ist auch nicht besser, introvertiert zu sein oder schlechter. Jeder Typ Mensch mit all dem, was einen ausmacht, bringt Dinge mit, die es besonders machen. Die den Menschen besonders machen.
Die das, was dieser Mensch tut, besonders machen. Und auch die das Marketing besonders machen. Ausgesetzt, und das ist das, was ich dir an der Stelle jetzt mitgeben möchte, ist, dass du das für dich überhaupt erkennst. Und deine Introversion nicht als Schwäche siehst, sondern eher als Stärke.
Und mit dieser Stärke dann auch arbeitest. Und das bedeutet auch zum Beispiel, dass Authentizität hier der Schlüssel ist. Ich weiß, viele sagen Buzzword, können sie nicht mehr hören. Ich sage es an der Stelle wieder.
Authentizität ist der Schlüssel. Warum? Weil nur Authentizität dafür sorgt, dass du mit deinem introvertierten Dasein auch rausgehst. Weil du nicht so tust, als würdest du dir eine Hülle umlegen oder einen Mantel umlegen, der so tut, als seist du extrovertiert, obwohl du das gar nicht bist.
Ja, das ist überhaupt nicht notwendig. Weil, und diese Erkenntnis finde ich, ist so wohltuend, so wohltuend. Andere sehnen sich danach, dass du so bist, wie du bist. Andere sehnen sich nach Menschen wie dir, nach einem Menschen, wie du es bist, weil du genau so bist.
Ich will dir ein Beispiel nennen. Es gibt Menschen, die brauchen so jemanden wie mich und sehen Menschen. Da ist ein sehr mobbelischer Mensch, der ist jetzt nicht George Clooney. Und trotzdem geht der raus und zeigt sich und macht sich sichtbar.
Und haut seine Botschaft raus und wirbt für sich, wirbt für seine Leistung und versteckt sich nicht. Und das braucht es einfach. Es braucht diese, ich glaube, man kann das schon sagen, diese Role Models, die nach vorne gehen. Und unter den Introvertierten braucht es das auch.
Und zwar gewaltig. Richtig viele davon. Es kann gar nicht genug geben, damit du wiederum allein, weil du es tust, andere ermutigst. Das heißt, ich will dir sagen, mach Marketing auf deine Art und tu nicht so, als müsstest du wer sein, weil du genau damit, Marketing auf deine Art zu machen, Menschen anziehst, die sich danach sehen und genau das möchten.
Vielleicht sogar für sich selbst. Okay. Tipp Nummer zwei ist, wähle ein Medium oder einen Kanal, mit dem du dich wohlfühlst. So simpel.
Wie oft hast du schon gehört, Wachstum findet außerhalb der Komfortzone statt. Verlass deine Komfortzone. Verdammt nochmal, geh aus deiner Komfortzone raus. Es ist ja auch was dran.
Natürlich findet Wachstum auch außerhalb der Komfortzone statt. Vielleicht sogar vor allem außerhalb der Komfortzone. Aber ich will dir was sagen. Wenn du noch nicht den ersten Schritt gemacht hast und ich dich aus der Komfortzone schubse, dann rennst du vielleicht wieder ängstlich in die Komfortzone rein und bewegst dich keinen Meter mehr.
Und das ist ja nicht unbedingt das, was wir möchten. Insofern wähle das Medium und den Kanal, mit dem du dich wohlfühlst. Wenn du zum Beispiel sagst, Mensch, Texten, ja, sorry fürs Schlagen, Texten ist das, womit du dich wohlfühlst. Das war ja bei mir so.
Das ist auch nach wie vor bei mir so. Mensch, dann starte doch bei LinkedIn. Weil LinkedIn ist ein Medium, das sehr von Text lebt. Oder starte mit Bloggen.
Oder wenn du sagst, meine Zielgruppe ist aber vor allem bei Instagram, dann machst du bei Instagram halt vor allem Textposts. Visuelle Textgrafiken. Karussellposts vor allem bestehend aus Text. Und nach und nach kommt auch mal was anderes dazu.
Dazu kommen wir aber gleich. Ja, das heißt, bewegt dich zu Beginn in der Komfortzone. Aber bewegt dich. Das ist das Wichtigste.
Tipp Nummer drei ist, schreibe Newsletter. Und baue dort eine Beziehung zu deiner Community auf. Und ja, Newsletter ist auch ein Kanal. Das könnte auch Teil von Tipp Nummer zwei sein.
Aber mir ist es so wichtig, dass ich das an der Stelle extra betonen möchte. Weil Newsletter ist im Grunde ein Kanal, den würde ich allen empfehlen. Newsletter ist so, so, so, so wertvoll, weil es auch ein Stück weit unabhängig ist von irgendwelchen Social Media Kanälen, die ich trotzdem liebe. Und trotzdem braucht es eben auch unabhängige Kanäle.
Ein Podcast ist sowas, ein Blog ist sowas. Ja, und auch ein Newsletter. Ein E-Mail-Marketing ist so etwas. Und über Newsletter kommunizierst du eben schriftlich.
Und über Newsletter kannst du eine wunderbare Beziehung zu deiner Community aufbauen, zu potenziellen Kunden, zu deiner Zielgruppe. Und deshalb nutzt Newsletter für dich. Das ist so, so, so schön, gerade für die Introvertierteren. Und damit kannst du dich regelmäßig, ja, in den Posteingang deiner Zielgruppe katapultieren.
Am besten wöchentlich, vielleicht sogar noch mehr. Es gibt die einen oder anderen, die versenden sogar täglich. Du wirst jetzt denken, oh Gottes Willen, täglich muss nicht sein. Keine Angst, du darfst dich steigern.
Du darfst es auch bei wöchentlich belassen. Mach es in deinem Stil. Aber Newsletter ist ein absolut tolles Format, gerade für die Introvertierten. Tipp Nummer 4 ist, nutze Social Media Content.
Warte mal, hey, hast du nicht gerade gesagt, unabhängig von Social Media und so weiter? Ja. Und trotzdem empfehle ich jedem meiner Kunden in meinem Personal Branding Mentoring, setzt auf einen Social Media Kanal. Es dürfen später mehr dazukommen, aber setzt auf jeden Fall auf einen Social Media Kanal.
Und zieh damit andere Leute an. Ich sag dir jetzt was. Ich war zwar eine Zeit lang in meiner Journalistenzeit, ganz gerne auf Konferenzen, ja, irgendwelchen Medienkonferenzen und Kongressen und so weiter. Aber auch da ganz gerne in der zweiten Reihe.
Ja, stand da mit meinem Samsung Galaxy S3 oder was das war. Ich erzähle das gerne und habe irgendwie gefilmt und geschnitten und habe mich ganz, ganz viel ausprobiert. Aber ganz gerne in der zweiten Reihe. Und was ich aber eigentlich nicht bin, ist, ich bin gar nicht, nee, nicht eigentlich nicht, ich bin gar nicht der Netzwerker.
Weder digital noch offline. Aber offline schon mal gar nicht. Und ich bin nicht der, der gerne auf andere zugeht und sagt, hey, mein Gott, hier ist, ich bin's Julian, was geht bei euch ab? 0,0.
Wirklich 0,0. Und deshalb ist Social Media für mich ein Segen. Weil ich bin auch nicht der, der online ganz gerne auf andere zugeht und mal eine Nachricht schreibt. Du kennst das ja, ob jetzt Instagram, LinkedIn oder wo auch immer.
Hey du, was geht? Hast du noch Kapazitäten? Gut, das ist alles bescheuert. Sind wir uns einig.
Aber selbst eine softe Art und Weise über Nachrichten zu akquirieren, es ist nicht ganz so mein Fall. Und deshalb ist Social Media für mich ein Segen. Wirklich ein Segen. Als ein Segen für mich als introvertierter Mensch.
Und ich bin mir sicher, dass es auch für dich ein Segen sein kann. Weil du natürlich mit Social Media, wenn du Menschen anziehst, ich sag ganz gerne, die Türen nur noch aufmachen musst, aber nicht mehr an andere Türen anklopfen musst. Ist das nicht cool, wenn Menschen auf dich zukommen, dich anfragen, sich mit dir vernetzen wollen, dich in den Podcast einladen, mit dir zusammenarbeiten möchten? Dann ist das doch viel cooler, als wenn du auf diese Menschen zugehen musst.
Ist es sinnvoll, auf andere zuzugehen? Ja, natürlich. Aber hey, wir sprechen jetzt Kontext, introvertiert, noch nicht krass die Sichtbarkeit, noch nicht hundertmal aus der Komfortzone rausgegangen. Und dann ist das einfach ideal.
Du machst die Tür auf. Und dafür ist es aber notwendig, dass du deine Expertise zeigst. Dass du andere inspirierst. Dass du andere vielleicht auch ermutigst mit deiner Story.
Dass du vielleicht auch ein bisschen hier und da Storytelling machst. Dass du auch mal vielleicht ein Foto von dir teilst. Dass du dann später auch mal vielleicht ein Video machst. Das darf aber nach und nach kommen.
Das ist am Anfang kein Muss. Aber was ein Muss ist, ist Kontinuität. Weil ein Social-Media-Post hat null Nachhaltigkeit. Aber eine Reihe von Posts auf Dauer, das ist richtig nachhaltig, wie der Hesse sagt.
Das ist richtig nachhaltig. Und deshalb ist es wichtig, dass du dran bleibst. Deshalb mache ich übrigens auch im September eine Social-Media-Content-Challenge. Verlinke ich einmal unter dem Video.
30 Tage, 30 Impulse von mir. 4 Q&A-Sessions einmal die Woche. Und alles mit dem Ziel, damit du in den Content-Flow kommst. Damit du in die Umsetzung kommst.
Vielleicht ist das was für dich. Aber es gibt nichts Schöneres, als dass du durch die Kontinuität und entsprechende Strategien dafür sorgst, dass Menschen auf dich zukommen. Das ist das Luxusleben eines Introvertierten. Glaub mir, ich weiß genau, von wovon ich rede.
Ich bin dankbar dafür, dass Menschen auf mich zukommen und ich nicht ständig irgendwo anklopfen muss. Insofern, Social-Media-Content, SOG, ist ein komischer Begriff, aber dafür sorgen, dass du im Grunde eine magnetische Wirkung aufbaust, ideal. Apropos aufbauen. Tipp Nummer 5 ist, baue lieber wenige intensive, tiefergehende Beziehungen auf als etliche oberflächliche Beziehungen.
Ich bin mir sicher, wenn du introvertiert bist, hast du sowieso keinen Bock auf oberflächliche Beziehungen. Du hast ja auch keinen Bock auf Smalltalk. Wir verstehen uns. Ich weiß genau, wie es ist.
So, deshalb lieber ein paar wenige, aber tiefergehende Beziehungen als eine vermeintliche Masse oder eine reale Masse, zu der du aber keine wirklich gute Beziehung aufbauen kannst. Deshalb kann das zum Beispiel bedeuten, dass du in einigen geschlossenen Räumen interagierst. Mit wenigen oder in wenigen geschlossenen Räumen. In Facebook- oder LinkedIn-Gruppen.
In Communities, wie zum Beispiel in meiner. Ja, ich habe eine Personal Branding und Marketing Community. Kostenfrei. Auch das verlinke ich einmal unten.
Und da kannst du einfach frei und total wertschätzend interagieren, weil es ein total wertschätzender Raum ist. Und darüber Sichtbarkeit aufbauen. Ich habe ganz, ganz viele, die sagen, oh, ein Social Media sonst mag ich gar nicht in deiner Community, Julian, habe ich richtig viel Freude daran. Woran auch immer das liegt.
Ja, also vielleicht ist das da was für dich. Und durch Kommentare sorgst du dafür, dass du gesehen wirst. Und jeder Kommentar ist auch ein Content-Stück, ein Content-Peace. Und deshalb empfehle ich dir, interagiere, nutz Gruppen, nutz geschlossene Räume, nutz Communities.
Buch dich auch mal in einem Membership ein, in einem Mitgliederbereich, in kleine Masterminds. Ja, nicht nur wegen dem Content, sondern vor allem auch wegen dem Austausch. Weil, wenn du Leute um dich herum hast, und nochmal, das müssen nicht viele sein. Wenn du eine Handvoll Leute um dich herum hast, mit denen du eine tiefe Beziehung pflegst, dann sind das auch Menschen, die würden dich gerne empfehlen.
Die würdest du selbst vielleicht auch gerne empfehlen. Mit denen würdest du vielleicht mal gemeinsam, wenn du dich traust, schon einen Livestream machen. Ja, da würdest du mal einen Newsletter schreiben für die Person oder die Person für dich. Und über Multiplikatoren zu gehen, wo der Multiplikator einen Großteil der Arbeit für dich macht, mit entsprechender Vorarbeit von dir, das ist auch der bequemste, ich sage das wirklich, der bequemste Weg zur Sichtbarkeit.
Aber es ist ein Geben und Nehmen und es sorgt eben dafür, dass du entsprechend über deine Community hinaus an Sichtbarkeit einfach gewinnst und aufbaust. Braucht aber eben diese Multiplikatoren im Netzwerk. Deshalb baue lieber einige wenige, aber dafür tiefgehende Beziehungen auf und nutze die für dich. Es gibt zum Beispiel auch von der lieben Andrea Ballschuh, kennst du vielleicht, Video-Coach, immer wieder eine Video-Challenge für eine Woche, eine knappe Woche, wo es darum geht, sich zu zeigen.
Die habe ich übrigens auch schon mehrfach mitgemacht als Introvertierter. Andrea Ballschuh hat mich da ganz, ganz, ganz viel geschubst, was Videos angeht. Und inzwischen gibt es hier diesen YouTube-Kanal, ja, oder meine Podcast-Episoden auch auf YouTube. Und da hast du jeden Tag, ja, im Rahmen dieser Challenge, Übungen, in denen du dann Videos veröffentlichen musst, Aber in einer geschlossenen Gruppe und selbst das bringt Sichtbarkeit.
Allein schon, weil Andrea extrem viele Leute zusammenbringt, ja, die Gruppen sind relativ groß, aber es ist ein geschlossener Raum. Alle sind am Üben. Alle machen das noch nicht perfekt. Auch das ist ideal für Introvertierte wie dich und mich.
Und ich möchte dir an der Stelle aber auch noch eine Buchempfehlung mitgeben, ja. Und auf die Buchempfehlung bin ich, oder auf das Buch besonders, bin ich auch ein bisschen stolz. Das Buch nennt sich nämlich Sie haben's drauf. Sie haben's drauf.
Und sie bin, vielleicht sogar ich auch, man sieht's hier ganz klein, da bin ich auch zu finden. Das sind nämlich 15 Personen, die alle, ja, introvertiert sind oder schüchtern oder hochsensibel. Und das sind aber auch alles Personen, die es zu was gebracht haben. Mit Hilfe von Sichtbarkeit.
Und alle erzählen so ein bisschen ihre Story und geben Tipps und erzählen, wie war es früher als Introvertierter, wie hat man das gemerkt, ja, wie hat man es trotzdem für sich jetzt genutzt im Marketing, ja, basierend so ein bisschen darauf, was ich jetzt auch schon erzählt habe. Und ich empfehle dir unbedingt, dir dieses Buch zu holen. Auch das verlinke ich natürlich gerne in den Shownotes, beziehungsweise in der Videobeschreibung. Und da ist auch nochmal eine ganze Portion Inspiration drin.
Insofern, introvertiert und sichtbar sein schließt sich überhaupt nicht aus. Es ist nur eine andere Form der Sichtbarkeit. Wenn wir aufhören, so tun, als müssten wir jemand sein, der eher extrovertiert ist, dann wird das nicht, ja, dann funktioniert das nicht. Also wenn wir aufhören, so zu tun, dann funktioniert's.
Aber wenn wir jemand so, ja, wenn wir so sein möchten, dann funktioniert's. Du weißt, was ich meine. Im Grunde ist es das, womit ich jede meiner Newsletter beende. Nämlich beende ich jeden meiner Newsletter mit den Worten, bleib dir treu.
Bleib dir treu. Und wenn wir uns auch als eher introvertierte Persönlichkeiten ebenfalls treu bleiben, auch im Marketing, auch in den Wegen in die Sichtbarkeit, dann wird auch Sichtbarkeit für uns funktionieren. Und dann werden wir vor allem auch Menschen anziehen, die ähnlich ticken, die ein ähnliches Werteverständnis haben, die dich inspirierend finden, die dich vielleicht sogar als Vorbild sehen, die sich von dir ermutigen lassen und vielleicht auch später mal Kunde werden. Und ich hoffe, du hast, ja, die ein oder andere kleine Inspiration oder Portion Ermutigung mitnehmen können.
Falls das so ist, lass es mich gerne wissen. Komm gerne in meine Community rein. JulianHack.de slash Community ist da der entsprechende Ort. Und wir hören uns ansonsten in der nächsten Podcast-Episode wieder.
In diesem Sinne, bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal.
Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Artikel:Sichtbarkeit für Introvertierte – 5 Tipps für leises Marketing