SPOTLIGHT ist offen. Der Marketing Space für Solopreneure.Anmeldung endet inTagenStdMinSekMehr Infos
← Alle FolgenBranding Barista #54

Interview mit Youri Keifens: Knusprige Texte dank Copywriting

·50 Min.

Es gibt eine Sache, die ist gefühlt seit ein bis zwei Jahren in aller Munde. Man könnte fast meinen, es ist ein Trend, aber es ist kein Trend, sondern eine Sache, die es im Grunde schon ewig gibt und jetzt aber immer wichtiger wird. Die Rede ist von Copywriting. Leckere Texte, würzige Worte und knusprige Copy? Was es hiermit auf sich hat, wie wichtig das Thema Copywriting auch im Kontext zum Personal Branding ist und wie KI das Copywriting beeinflusst erfährst du in dieser prall gefüllten Interview-Episode mit Youri Keifens.

Youri fand Buchstaben schon sympathischer als Zahlen. Kein Wunder, also dass er Germanistik und Anglistik studierte. Seine zweite Wahl wäre Koch gewesen – Sternekoch! – doch die Liebe zu den Buchstaben war größer. Nach fünf Jahren als Marketing-Manager in einem Energiekonzern machte er sich als Texter selbstständig. Als Freelancer für verschiedene Agenturen, Chefredakteur eines Online-Magazins und als Ghostwriter vermittelt er heute nach 15 Jahren Spaß mit Buchstaben die Essenz seier Reise in seinem eigenen Copywriting-Kurs.

Aber wer braucht eigentlich Copywriting? Muss ich das als Selbstständiger können? Oder langt es dies auszulagern? 

Youri`s Meinung dazu: Ganz klar jeder, der irgendetwas verkaufen will.  Er betreut in seinem Kurs in erster Linie Selbstständige, die verstanden haben, dass sie wesentlich selbstbestimmter und flexibler arbeiten können, wenn sie selbst ihre Texte schreiben können. Die andere Zielgruppe sind Marketing-Begeisterte aus Unternehmen, deren Ziel es ist, Inhouse besser schreiben zu können. Andere Kunden wiederum wollen das Copywriting einfach mit Tiefgang verstehen, wie es funktioniert und worauf man dabei achten soll und vielleicht auch woran es denn liegt, wenn ein Text nicht funktioniert. 

Was ist Copywriting aus Youri`s Sicht? Hier hat er es ganz klar auf den Punkt gebracht:

Copywriting die Kunst ist, mit Worten das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen zu beeinflussen. Es bedient sich des bewussten und schnellen Denkens der Menschen, um Gefühle auszulösen und Handlungen zu beeinflussen.

Jedoch verändert sich die Welt aktuell ein wenig in Zeiten von KI - der künstlichen Intelligenz. ChatGPT, Jasper & Co. sind uns sicherlich allen bekannt. Doch wie verändert KI die Copywriting-Welt? In wie weit kann dir die KI beim Copywriting vielleicht sogar helfen? 

🖊️ KI kann generisches Copywriting erstellen, aber keine einzigartige Haltung oder persönlichen Stil. Es ist die Mischung aus Branding und Copywriting, die eine Marke einzigartig macht.

🤝 KI kann als Sparringspartner verwendet werden, um Ideen zu generieren. Menschliches Schreiben immer noch schneller und geschickter ist als die KI.

🔑 Es hängt vom individuellen Level und den Möglichkeiten ab, wie man KI-generiertes Copywriting in seine Strategie integriert.

Welche weiteren Tipps und Meinungen Youri zum Copywriting hat, wie er die KI für sich selbst nutzt, wie sein Businessmodell aussieht, welche Morgenroutine er für sich entdeckt hat und vieles mehr erfährst du beim Reinhören in diese spannende Podcastfolge!

Du willst dir Youri`s Werk einmal genauer ansehen? Dann schau doch gern einmal hier auf seiner Website vorbei. Ansonsten kannst du dich hier gern mit Youri auf Linkedin und auf Instagram vernetzen. 

Bleib Dir treu & viel Freude beim Anhören dieser Episode.

Dein Julian

PS:
Kennst du schon meine neue, kostenfreie Skool-Community "Personal Branding & Marketing"? Nein? Dann trete doch hier kostenfrei ein. 

Hast du dich schon für mein Shortinar "Social-Media-Content für Herz&Hirn" angemeldet? Nicht? Dann aber schnell. Melde dich hier kostenfrei für mein Shortinar am 24. August um 11:00 Uhr an. 

Youri hat auch mich interviewt und hier ist die tolle Podcastfolge "So entwickelst du deine Personenmarke mit einzigartigen Botschaften" entstanden. Lust reinzuhören? Dann hier entlang.
Transkript lesen (144 Absätze)

Automatisch transkribiert — einzelne Fehler sind daher möglich.

Es gibt eine Sache, die ist gefühlt seit, ja, 1, 2, 3 Jahren in aller Munde. Man könnte fast meinen, es ist ein Trend, aber es ist kein Trend, sondern eine Sache, die es im Grunde schon ewig gibt und jetzt aber immer wichtiger wird. Und die Rede ist von Copywriting. Und wenn jemand sagt, er hat mit 11 Jahren schon die Liebe zum Schreiben entdeckt und spricht heute von würzigen Worten und knuspriger Copy, dann glaube ich, kann man sagen, jemand steckt mitten im Copywriting-Geschäft drin.

Und das auf eine extrem sympathische Art und Weise, ohne jetzt von schnell und hektisch reich werden reden zu wollen, sondern er macht das einfach sehr, sehr, sehr charmant und hat eine ganze Menge zu erzählen. Und das nicht nur zum Thema Copywriting, aber natürlich vor allem dazu. Ich freue mich riesig, dass ich in dieser Episode Juri Kaifens zu Gast habe. Und ich kann dir schon mal vorausschicken, es ist eine richtig, richtig prall gefüllte Episode.

Nicht nur für alle, die sich zum Thema Copywriting weiterbilden wollen und sich dafür interessieren, sondern wir rücken das Ganze selbstverständlich in den Kontext des Personal Brandings und schauen uns einmal an, was ist der Juri denn eigentlich für ein Typ. In diesem Sinne, viel Spaß bei der Episode. Juri, ich freue mich riesig auf das Gespräch. Ich freue mich, dass du da bist und bin gespannt, was wir alles über ein bestimmtes Thema erwarten, was die ein oder anderen wahrscheinlich schon im Titel erfahren haben.

Toll, dass du da bist. Ich freue mich auch, Julian. Es ist mir ein außergewöhnlich leckeres Vergnügen, hier in deiner Welt zu Gast zu sein. Ich bin ja großer Fan von dir, von deiner Art, von deiner Mission und von dem, wie du es machst.

Also ich bin total aufgeregt. Bei mir kribbelt alles. Bei dir kribbelt alles. Ich finde es so lustig, weil ich habe auf deiner Website natürlich auch gleich gelesen, weil ich überlegt habe, wie kündige ich dich an.

Ja, die Zuri haben das jetzt eben schon gehört. Du sprichst ja von leckeren Texten, würzigen Worten und knuspriger Copy. Was hat das mit dieser besonderen Formulierung auf sich? Das ist meine Genusswelt.

Einer meiner zentralen Lebenswerte ist Genuss. Ich bin ein hemmungsloser Genießer. In der Verkaufspsychologie würdest du mich einen Hedonisten nennen, also einen Lustkäufer. Und ich meine, Essen ist mir in die Wiege gelegt als alter Belgier.

Ich bin auch so ein richtiges Stereotyp. Ich esse belgische Fritten, ich esse belgische Pralinen, trinke belgische Starktiere. Und das ist so mein Hobby. Und ich habe das Ganze, meine Persönlichkeit, mit meinem Thema verbunden.

Das ist so verschmolzen. Meine Mutter hat mir mit 18 Jahren mal bei einer großen Lebensentscheidung geholfen. Ich habe nämlich jahrelang in einem Restaurant gearbeitet, als Hilfskoch quasi so hinter den Kulissen. Und dann stand mit 18 so die Frage, mache ich jetzt eine Ausbildung zum Koch und gehe meinen Weg in die Welt der Sterneköche oder gehe ich in die Welt der Buchstaben.

Und meine Mama hat damals gesagt, Juri, probiere erst das Germanistikstudium. Und wenn das nicht klappt, kannst du den Koch machen, hast du dann auch mein Go. Und dann hat die Buchstaben-Erotik aber stärker geknistert. Und dann bin ich da gelandet.

Und heute verbinde ich das halt. Das ist quasi mein Wasserzeichen auf dem Copywriting-Thema, diese ganze Genusswelt. Ja, es fällt auf jeden Fall auf. Genau, positiv auf.

Aber lass uns zu Beginn mal eine Sache klären, damit wir sozusagen die Basics gelegt haben. In möglichst wenigen Worten, was zum Teufel ist Copywriting? Und ist Werbetexten das Gleiche? Die Frage schiebe ich direkt mal hinterher.

Copywriting, die einfachste Definition ist Verkauf mit dem geschriebenen Wort. Finde ich aber langweilig, verstaubt. Ich sage, Copywriting ist die Kunst, mit der Kraft deiner Worte das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen zu gestalten. So funktionieren Menschen.

Was wir denken, das führt zu Gefühlen. Und aus einem guten Gefühl oder einem schlechten Gefühl heraus handeln wir. Und es gibt das bewusste Denken. Ich grüble über, ich mache mir Gedanken.

Und es gibt das schnelle Denken, wie Daniel Kahneman es nennt. Also Denken, von dem du gar nicht mehr mitbekommst, dass es stattfindet, weil es in dem anderen Hirnareal im Unterbewusstsein passiert. Und das ist sehr viel schneller, löst aber auch Gefühle aus. Und aus dem Gefühl heraus handeln wir.

Und diesen Dreiklang, den bediene ich im Copywriting. Ich bringe die Menschen auf ein gewisses Denken, damit sie auf eine gewisse Art und Weise fühlen und aus diesem Gefühl heraus handeln. Wo ist der Unterschied zum Werbetext? Ich nutze diese Worte grundsätzlich synonym.

Copywriting, Verkaufstexten, Werbetexten. Es gibt eine ganz feine Nuance für mich. Da stimmen mir auch ein paar Branchenkolleginnen und Kollegen zu. Werbetexten sind, also Copywriting ist für mich so, Verkaufstexten ganz krass Mailings schreiben.

Texte, die verkaufen sollen, die ein ganz klares Ziel haben und so argumentieren, dass wir auch da hinkommen. Werbetexte machen was Ähnliches. Nur bei einem Werbetext stelle ich mir immer, weißt du, diesen Typen vor, mit schwarzem Rollkragenpulli, großer Hornbrille und irgendeiner verrückten Frisur, der in einer Kreativagentur sitzt, an die Decke schaut und mit flotten Sprüchen um sich wirft. Für mich hat halt das Werbetexten noch ein bisschen mehr Originalität und Kreativität als Zutat.

Grundsätzlich ist es allerdings eine Welt. Ist es eine Welt. Ja, okay. Und du hast eben schon kurz beschrieben, wie du zumindest teilweise dich dann für diese Welt entschieden hast.

So ein ganz entscheidender Punkt, ein prägender Moment. Aber du schreibst auf deiner Webseite, dass du mit elf Jahren schon die Liebe zum Schreiben, zu den Buchstaben gefunden hast. So früh. Wie hast du es denn gemerkt?

Mit elf Jahren, da sprichst du gleichzeitig etwas an, das steht aktuell auf meiner Über-mich-Seite. Mit elf Jahren habe ich gemerkt, dass ich nicht auf Mädels stehe. Ich habe mich irgendwie immer nur in Jungs verliebt. Und mit diesem Moment, da hat sich quasi ein Teil von meiner Persönlichkeit in eine Innenwelt zurückgezogen, wo ich mich zehn Jahre lang drin versteckt habe.

Bis zu meinem Outing mit 21 irgendwann dann offiziell. Und das hat dazu geführt, weil es so ganz viele Sorgen. Erkennt jemand das? Ahnt jemand das?

Na, und was passiert, wenn es rauskommt? Und dadurch konnte ich, ich konnte mit niemandem darüber sprechen. Damals bin ich in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Im Nachhinein war alles halb so wild.

Doch in meinem Kopf topte natürlich großes Chaos. Und ich habe damals das Schreiben genutzt, sehr viel in Kurzgeschichten, Tagebüchern, auch kleine Liebesbriefe, die ich dann niemals abgeschickt habe. Um meine Gedanken halt irgendwie, diese ganzen Energien zu kanalisieren. Und das hat dazu geführt, dass ich mir sehr viel Gedanken darum gemacht habe, wie wirken Worte.

Gerade ein Liebesbrief ist auch eine Art Verkaufsbrief. Wir verkaufen uns selbst. Und bin darüber in diese Welt eingestiegen. Und es ist auch so ein bisschen, wenn du mich heute fragst, warum tue ich das, was ich tue?

Und warum tue ich das mit so einer krassen Inbrunst? Würde ich sagen, damals, was mich am meisten verletzt hat im Nachhinein, waren nicht diese ganzen Kommentare. Also das Thema Schwuchtel, alle möglichen verrücktesten Ausdrücke, die sich da Leute auf dem Schulhof um den Kopf werfen. Sondern es war mehr, dass andere Leute gedankenlos in dieses Lachifari eingestimmt haben, die es eigentlich gar nicht so fühlten.

Also Leute plaudern, plappern irgendetwas nach. Und genauso triggern mich heutzutage solche Dinge wie, wenn du auf einer Beerdigung sagst, mein Beileid und so. Weißt du, das ist gut gemeint. Da steckt sehr viel Gedanken und Gefühl dahinter.

Es triggert mich, weil Menschen Worte nutzen, ohne dass etwas dahinter steckt. Und dieses Nachplappern, dieser Einheitsbrei, dieses bewusstlose Umgehen mit Worten, das ist das, was mich total getriggert hat und was mich heute antreibt, originelle Formulierungen zu finden, nichts auf dem anderen zu lassen und immer weiter zu gehen und Dinge auf eine Art und Weise auszudrücken, wie sie Menschen noch nicht gehört haben. Sehr spannend. Also echt super intrinsisch letztlich ja, wie das Ganze dann entstanden ist.

Wir haben ja zumindest teilweise eine Parallele, weil ich habe ja auch relativ früh die Liebe für Buchstaben und für Schreiben entdeckt, bloß ein bisschen anders gelagert. Ich habe dann irgendwie für Schülerzeitung und Co. alles Mögliche geschrieben, was dann immer so möglich war. Irgendwann auch für Zeitungen.

Deshalb bin ich ja in den Journalismus dann gerutscht. Du hast dann aber mehr für dich oder im privaten Umfeld genutzt erst mal das Schreiben letztlich, den Ausdruck. Ja, ich habe in der Zeit auch einige Kurzgeschichten geschrieben, auch an Wettbewerben mitgemacht, dann auch unter einem anderen Pseudonym. Und es gibt sogar noch Kurzgeschichten, die stehen im Internet, auch in manchen Foren.

Weißt du, da gibt es ja wunderbare Wege, wo du dich austauschen kannst mit vielen jungen Autoren. Das habe ich damals genutzt. Das Spannende ist, ich habe so viel geschrieben und ich habe es niemals weggeworfen. Das heißt, das ist alles noch da.

Und ich bin jetzt zum Zeitpunkt dieser Aufnahme 35 Jahre alt. Und es zeigt sich so ein bisschen, dass ich in Zukunft auch meine Fühler über die Verkaufstexte hinaus in die Welt der Prosa reinstecken werde. Weil ich habe noch mal da drin gelesen, in meinen Gedanken, in meinen Notizen, der letzten, was waren das jetzt, vielleicht 20, 20 mehr Jahre und mehr. Und bin halt echt verblüfft, was für Gold da drin steckt, was für krasse Sprüche, was für krasse Erkenntnisse.

Und das ist jetzt das nächste Projekt für die nächsten fünf Jahre, das auszuarbeiten und dann auch in die Welt, wahrscheinlich mal meinen ersten Roman in die Welt zu setzen. Dann aber unter deinem Namen? Natürlich. Okay, sehr gut.

Du kannst auch gerne bei Amazon weiterhin meinen Namen googeln. Es werden einige Bücher jetzt auch entstehen mit meinem Namen. Okay. Wir behalten dich alle im Blick, was das angeht.

Wann ist daraus dann aber das Copywriting geworden? Beziehungsweise wie hast du es ausgelebt? Warst du in der Anstellung oder hast du dich sofort selbstständig gemacht? Wie war so dein Weg?

Also ich bin nach meinem Studium, habe Germanistik, Anglistik studiert, teilweise in Lüttich in Belgien, teilweise in Marburg im schönen Hessen, habe dann von dort aus schließlich meinen Master gemacht mit großer Auszeichnung und ich glaube, ich war sogar Jahrgangsbester aus der Uni stolziert und dachte mir so, ich bin jetzt hier King of Copy, König der Texte, mir macht keiner mehr was vor, mit meinem hochtrabenden akademischen Schreiber. Und dann bin ich in meinen ersten Job gekommen. Da hat mich eine meiner Dozentinnen hinein empfohlen. Da war ich erst Volontär in einem Energiekonzern und da habe ich schon gemerkt, okay, die haben mir sehr schnell mein Copyking-Krönchen vom Kopf geschnipst, weil ich gemerkt habe, okay, Texten funktioniert in manchen Bereichen auch anders.

Und dann hat meine Chefin mich aus der PR, aus der Presseabteilung nach einem Jahr ins Marketing rüber geschoben und hat gesagt, der Juri ist ein brillanter Schreiberling, nur der dichtet der Realität immer noch so ein bisschen was hinzu und das passt halt für den Journalismus nicht. Und dann bin ich im Marketing gelandet. Fünf Jahre da geblieben, habe Kampagnen konzipiert, auch Millionen Budgets verantwortet und über Jahre immer wieder Strom, Gas, Wasser, Wärme vermarktet, bis man irgendwann, ja, war da so ein bisschen die Luft raus und dann habe ich mich selbstständig gemacht. Das ist jetzt sechs, sieben Jahre her und als freiberuflicher Werbetexter.

Habe dann für Agenturen gearbeitet, als Freelancer, habe alles Mögliche getextet, was mir vor die Tasten kam. Kosmetik, Inkasso-Forderungsmanagement und Hundetrainer hatte ich dabei. Okay, das ist sehr vielfältig. Alles Mögliche, mich an allem ausprobiert und habe dabei sehr, sehr viel gelernt.

Denn das ist, glaube ich, die andere Seite, neben diesem sprachwissenschaftlichen Hintergrund und so Marketing, Wischwasch, ist das Thema, ich habe damals schon gemerkt, je besser ich Menschen verstehe, desto besser kann ich Menschen mit meinen Worten bewegen. Und deswegen hat mich meine Fortbildung in den letzten fünf Jahren in die Welt des Mentaltrainings und der Emotionsforschung geführt. Das heißt, ich habe NLP bis zum Trainer gemacht. Das heißt, ich bin jetzt sogar zertifizierter Trainer, bin mehrfach zertifizierter Hypnose-Coach, weil ich wissen wollte, ey, Hypnose, da macht jemand die Augen zu, Worte fliegen in die Ohren rein und dann passiert Veränderung.

Wenn das nicht Sprache in ihrer krassesten Form ist, habe da mir alles reingezogen, was ich irgendwo kriegen konnte. Natürlich Thema Mentaltraining war mit dabei, Emotionsforschung, Verkaufspsychologie. Ich wollte halt, um es jetzt so ein bisschen mit dem Faust in Goethe zu sagen, ich wollte wissen, was den Menschen in sich zusammenhält, also verstehen, warum ticken Menschen, wie sie ticken, um halt dann noch besser, nicht noch manipulativer, sondern noch charmanter schreiben zu können. Denn meine Idee von Verkauf ist, also du musst den Menschen nichts sagen, du musst sie zu nichts zwingen, sondern du darfst ihnen einfach nur das mitgeben, damit sie es sich selbst verkaufen können.

Und das ist so meine Haltung dahinter. Das heißt aber, trotz all der Techniken, die du gelernt hast, und es ist ja, sag ich mal, im NLP, in der Verkaufspsychologie, es lässt sich ja viel manipulieren, auch gerade mit Worten, trotzdem hältst du dich da zurück. Das ist, glaube ich, das Wichtigste überhaupt, dass das Wissen, die Erfahrung, die du sammelst, auch immer mit deiner Persönlichkeit verschwimmt. Denn ich habe vor ein paar Jahren mal auch ein Verkaufstraining mitgemacht, war der größte Fehlinvestition aller Zeiten, was im Grunde genommen, es hieß, es ist ein Verkaufscoaching, wie du halt in Telefonverkäufen oder in Calls besser verkaufst.

Und da haben die Leute mir halt ihre Strategien geteilt und ich habe gemerkt, ey, das fühlt sich für mich total eklig an. Und dann hat der Trainer gesagt, ja, probiere es zumindest mal zwei Wochen, Juri, gib dem Ganzen eine Chance. Das waren die furchtbarsten Wochen meines Lebens, weil ich jedes Mal gegen meine Werte, gegen meine Persönlichkeit gehandelt habe. Und dann am Ende heißt es ja, du, wenn unsere Strategien bei dir nicht funktionieren, dann stimmt dein Mindset nicht.

Du musst dein Mindset ändern. Sprich, die Leute wollen, dass du so wirst wie sie. Und das ist nicht das Ziel. Denn ich bin überzeugt, aus jeder Haltung heraus, kannst du auf deine Art und Weise verkaufen.

Du darfst halt einfach nur den Weg finden und solltest die niemals verraten. Denn wenn das anfängt, ich sage ja immer, wenn du dich ständig verbiegst und krumm machst, dann fühlt sich auch dein Leben irgendwann krumm und schief an. Und du merkst, okay, ich mache hier irgendwas, das ist nicht mehr meins. Also es ist mir gelungen, die Psychologie und NLP mit meiner Persönlichkeit zu verbinden und es auf meine Art und Weise anzuwenden.

Und das passt. Die, die das jetzt im Podcast hören und ich bei YouTube, ich habe eben visuell applaudiert, weil ich das nur so was von unterstreichen kann, diese Haltung. Und ich finde das sehr beeindruckend. Zumal es ja, und vielleicht kannst du da deine Einschätzung mal geben, so das Gefühl ist, zumindest bei mir, dass in den letzten, ich weiß nicht, anderthalb, zwei, vielleicht auch schon drei Jahren, Copywriting extrem, ja sag ich mal, in den Vordergrund gerückt ist, so in meiner Bubble zumindest.

Es viele Copywriting-Ausbildungen gibt, viele Copywriter, viele Copywriting-Coaches oder was auch immer, Trainer, was es alles so gibt. Und es einen gewissen Hype erfährt und es auch verbunden wird mit, man kann easy, cool, super toll Geld verdienen. So, wie bewegst und ja, hangelst du dich da quasi an der Szene, oder an der Bubble vorbei und wie findest du deinen Standpunkt und deine Positionierung? Ich glaube, da sind wir schon voll im Branding, denn mein Standpunkt, damit umzugehen, ist das Ganze so wenig wie möglich zu beachten.

Das heißt, ich mache wenig, wenig Vergleich, ich bin, halte mich sehr stark fern von Social Media, mache wenig Wettbewerbsrecherche, weil ich und du und dein Branding-Universum, ihr werdet das verstehen, ich bin nicht vergleichbar und warum sollte ich mich dann vergleichen? Ich sage halt immer, je mehr du dich vergleichst, desto mehr erkennst du, wie unvergleichlich du bist. Denn ich unterscheide mich allein schon dadurch, dass ich den Fokus auf die Fähigkeit lege. Es klingt meistens so klar.

Ich sage auch, Copywriting ist ein gefragtes, lukratives Handwerk, das nur wenige wirklich beherrschen, weil halt deine Worte, je nachdem, welche Worte du wählst, bekommst du direkt Return on Invest. Das heißt, es zahlt sich aus, je nachdem, wie du dich ausdrückst und je besser du das tust, desto höher auch der Umsatz. Das ist das eine, nur gleichzeitig, wir Texter sitzen nicht den ganzen Tag hier und schicken fröhlich Rechnungen raus und schauen, wie sich das Konto füllt. Da passiert ja auch noch was auf der anderen Seite, nämlich wir hauen in die Tasten.

Und für mich ist es immer so ein bisschen Bauchschmerzen-Thema, wenn Geld das einzige Motiv ist. Denn da bin ich mir nicht sicher, ob du das dann schaffst, das auch durchzuhalten, wenn es dann auch um die Umsetzung geht. Deswegen werbe ich gar nicht erst mit solchen Motiven. Das ist jetzt mein Geheimnis.

Ich kann sich halt immer fragen, welche Menschen willst du anziehen? Ich werbe mit Botschaften, wie bei mir gibt es Spaß mit Buchstaben. Trau dich, Scheiße zu schreiben. Denn wenn die Scheiße erst mal auf dem Papier steht, dann können wir da drin rumwühlen und die Goldkomen raus.

Und das ist meine Copywriting-Strategie. Oder ich sage halt bei mir, ich stehe ganz klar für ehrliches Verkaufen nach ethisch-moralischen Standards. Und diese Schlüsselbotschaften, diese, diese, diese, wie nenne ich sie, Signature-Botschaften, die prägen sich ein und die ziehen einen gewissen Menschenschlag an. Menschen mit gewissen Motiven, mit gewissen Werten, wovon ich sofort merke, dass die mit mir auf einer Wellenlänge sind und das Ganze, werde jetzt schnell reich, booste dein Einkommen bis in den Himmel, dominiere den Markt und so.

Sowas wirst du bei mir nicht finden, nicht in meinen Texten. Natürlich kann ich sowas auch schreiben für andere Kundinnen und Kunden, bei denen es passt. Nur je nachdem, welche Botschaft du aussendest, wirst du verschiedene Menschen anziehen. Und ich habe mich ganz klar darauf fokussiert, das ist jetzt von der Positionierung, du kannst natürlich jetzt sagen, du gehst in eine Branche, du machst Copywriting nur für die Bildungsindustrie, für zum Beispiel Reiseindustrie, für Hundetrainer, was auch immer.

Du kannst dich da nischig positionieren, du kannst eine gewisse Methode entwickeln, nur dass du sagst, du machst halt Copywriting mit Verkaufspsychologie oder NLP-Copywriting könnte ich machen. Ich habe mich für eine dritte Variante entschieden und das ist die Positionierung der Halte, der Haltung, der Werte und der Motive. Sprich, ich sende ganz klar aus, wofür ich stehe und wofür ich nicht stehe, wie sich die Zusammenarbeit mit mir anfühlt und welche Werte sie prägen und das zieht halt Menschen an. Das ist unvergleichlich, denn mich, meine Haltung, meine Persönlichkeit kannst du ja nicht kopieren und das ist, ja, ich habe jetzt indirekt, glaube ich, habe ich dir gerade Julian gesagt, ich setze auf Branding.

Wird ausgeschnitten bei Instagram veröffentlicht, wo auch immer. Ja. Besser kann man gar nicht argumentieren dafür tatsächlich. Ja.

Wobei, auch da kannst du gerne mal deine Einschätzung abgeben, aber ich habe so das Gefühl, oder ich sage mal anders, viele haben das Gefühl und ich glaube punktuell stimmt das auch, dass wenn man es anders macht und vielleicht, ne, auf Methoden, auf Wege, auf Mittel, auf Formulierungen setzt, wo wir zwei wahrscheinlich, ne, vom Stuhl kippen oder Brechreiz bekommen, die aber vielleicht besser funktionieren würden im Sinne von Umsatz. Ist das so? Würdest du das auch sagen? Nö.

Verzichten wir beide auf Umsatz? Nö. Nö? Okay.

Wir ziehen nur mehr von den Menschen an, mit denen wir gut und gerne zusammenarbeiten und weniger von denen, mit denen wir nicht gerne zusammenarbeiten, denn das ist ja für mich auch die Frage, ich biete keine Massenveranstaltungen an, ich schleuse nicht Tausende von Menschen durch den Kurs, sondern ich setze auf Klasse statt Massen, auf Qualität und auf Tiefgang und ich kann vielleicht jetzt aktuell, vielleicht so 100 Menschen im Jahr betreuen, das ist halt schon so echt, echt viel, weil mir wichtig ist, dass ich die Leute auch mit Tiefgang betreue. Das heißt zuerst mal, ich brauche ja gar nicht Zehntausende, je nachdem, wie mein Businessmodell aussieht, wäre meine Antwort auf deine Frage jetzt eine andere, nur würde ich mich wahrscheinlich auch ganz anders aufstellen. Doch, ich frage halt immer erst nach der Zielsetzung, wie willst du arbeiten? Vor allem einer meiner Mentat, ich bin der Mentaltrainer, einer meiner Mentoren, fragt mich halt immer, wie willst du leben?

Damit sollte eine Selbstständigkeit anfangen. Wie willst du leben? Und ich habe meinem Businesscoach früher mal gesagt, Juri hat mich gefragt, was würdest du tun, wenn du gar kein Geld mehr verdienen müsstest? Da habe ich gesagt, ich würde einen halben Tag lesen und einen halben Tag schreiben.

Und genau das mache ich heute und ich werde auch noch dafür bezahlt. Und das ist ja the magic. Und wenn ich das jetzt weiß, ich will mit Menschen auf einer tiefen Ebene zusammenarbeiten, dann habe ich so und so viel Raum, dann baue ich natürlich auch mein Programm entsprechend auf und dann kann ich schauen, wenn das erstmal steht, dieses Fundament, wie will ich arbeiten, wo kommt es mir darauf an, was ist für mich wichtig, dann kann ich mir überlegen, was ist denn jetzt die Marketingstrategie, die ich brauche und welche Zielgruppe passt da rein? Denn viele fragen mich auch, Juri, wo ist dein Funnel, wo ist dein E-Mail-Newsletter, wo sind deine Freebies?

Ja, es gibt keine. Oh, Wunder. Und das ist aber im Moment so. Es kann auch sein, dass wenn du diese Aufnahme irgendwann in fünf Jahren hörst, dass das anders aussieht, weil auch bei mir ist Entwicklung drin.

Nur je nachdem, wie du da, wenn du das weißt, dann baust du dein Business danach auf. Und deswegen ist mir halt wichtig, dass es passt, dass ich mit den Menschen, mit denen ich arbeite jeden Tag, dass es mir auch Spaß macht, dass wir uns nicht, also wenn wir uns nicht riechen können, wäre das mit Wober, mache ich mir ja jeden Tag, mache ich zur Qual und das ist dann halt auch für die Leute nicht schön. Doch wenn ich halt weiß, es gibt die Menschen, mit denen harmoniert das super, da ist eine krasse Resonanz und auf der anderen Seite gibt es dann auch die Menschen, mit denen ich richtig gut zusammenarbeite, die umsetzen, die schöne Ergebnisse erzielen und wenn ich das fusioniere, wenn das zusammenkommt, ist da Traum für, für beide Seiten. Perfect match, absolut.

Ja, ich weiß, ich weiß ganz genau, dass einige jetzt nach dem Zuhören sich bestimmt fragen, sag mal, der macht jetzt hier das nicht, der hat keine Freebies, E-Mail macht, wie zum Teufel gewinnt der eigentlich seine Kunden? So, vielleicht magst du da Einblicke geben. Es ist total einfach, in erster Linie ist es ein Inbound-System, also die Menschen kommen zu mir, es ist selten, dass ich Leute aktiv anspreche. Ganz am Anfang habe ich das gemacht.

Das jetzt, um ganz transparent zu sein, ich bin seit drei Jahren mit meinem Programm am Werk, habe das immer wieder neu aufgenommen, jetzt zum dritten Mal überarbeitet und halte das immer auf dem neuesten Stand. Und ganz am Anfang, bei der ersten Version, du kennst den Spruch, wenn dir deine Anfänge nicht peinlich sind, dann hast du zu lange gewartet. Heute rückblickend sind mir meine Anfänge sehr peinlich. Und doch damals auch, die ersten Menschen, die ich begleitet habe, es hatte damals schon einen gigantischen Qualitätsanspruch.

Ich bin ein kleiner Perfektionist, für mich war das damals noch nicht schön genug, da fehlten noch Lektionen, das ist dann mit der Zeit alles hinzugekommen. Genau. Und damals habe ich sehr stark Outbound-Marketing gemacht. Das heißt, ich habe Direktakquise gemacht über LinkedIn, sprich ich habe sehr viel gepostet, eineinhalb Jahre lang, fast jeden Tag, habe dadurch Interesse geweckt und habe dann die Menschen in 1 zu 1 Konversationen, auch in kleine Zoom-Calls geführt und dann ihnen das Thema vorgestellt.

Und so habe ich im ersten Jahr meine Kundinnen und Kunden gewonnen. Damit natürlich auch sehr viel über die Zielgruppe gelernt, was ist den Menschen wichtig. Und vor allem lerne ich auch heute noch über Wettbewerber, weil die Leute, die zu mir kommen, die erzählen mir dann, ja, Juri, ich war schon da und ich habe das ausprobiert und das ist so und so gelaufen, kriege ich im Grunde genommen ein super Gefühl für den Markt. Und heute läuft es anders.

Ich habe einen Podcast, Texte, die verkaufen. Da geht es um Spaß mit Buchstaben. Ich finde es krass, was für Leute das hören. Also sogar Menschen, von denen ich früher gelernt habe, hören heute diesen Podcast und fühlen sich inspiriert dadurch.

Das ist krass. Das macht so ungefähr die Hälfte meiner Teilnehmer aus, die kommen über den Podcast. Die kommen zu mir und sagen, Juri, ich habe alle deine Folgen gehört. Wann kann ich was kaufen?

Genau. Das ist das Erste. Und das Andere ist halt eine gute Auffindbarkeit. Das heißt, wenn du mich suchst im Netz, dann findest du mich.

Auch über LinkedIn kommt noch einiges. Also in erster Linie darüber. Und sehr viel. Ich würde halt auch sagen, fast so 20 Prozent der Leute kommen über Empfehlungen.

Die sagen, du, der und der und die und die hat das mal bei dir gemacht. Ich will das jetzt auch machen. Das klingt so toll. Und das ist so die Bubble, wie sie sich entwickelt hat.

Also am Anfang, das Grundrauschen musste ich aktiv setzen oder musste nicht, aber habe es damals aktiv gesetzt, um das zu beschleunigen. Und heute lasse ich die Menschen zu mir kommen, hisse meine Fahne, zeige, wofür ich stehe, wofür ich nicht stehe. Und das zieht die Menschen an. Ja, ja, sehr, sehr spannend.

Also es geht auch anders. Man muss nicht 24-7 in Social Media rumhängen, was so die Befürchtung einiger ist. Oder nur Kaltakquise machen oder nur Nachrichten schreiben. Ja.

Genau. Ich würde sagen, der Mix daraus macht es. Es ist immer wichtig, dass eine Strategie da drin besteht. Ich habe Social Media gemacht mit dem Fokus darauf, dass Menschen mich erst mal sympathisch finden, meine Kompetenz kennenlernen, die Bedeutung des Themas, also ein Problembewusstsein haben.

Denn der häufigste Grund, warum Menschen nicht kaufen, ist, dass sie nicht mal wissen, dass sie überhaupt ein Problem haben. Leute, die nicht wissen, ach Julian, Branding braucht doch kein Mensch, ich will hart verkaufen. Kannst du so viel argumentieren? Kannst du auch sagen, du kriegst heute alles zum halben Preis.

Es wird keiner kaufen, weil die Relevant nicht da ist. Und diesen Mix, den baue ich auf und das verkauft halt sehr, sehr gut. Also ich würde sagen, mittlerweile macht halt Branding 50% meines Verkaufs aus. Ja, vor allem schwingt es auch immer mit.

Man kann ja nicht immer alles 100% auswerten im Branding. Das ist so ein kleines bisschen der Nachteil, weil vieles ja auch lange wirkt. Ich denke mal, viele, die sich bei dir melden, du hast jetzt Podcast und Co. erwähnt, die kennen dich vielleicht schon ein paar Monate, manche vielleicht schon irgendwie 1, 2, 3 Jahre und irgendwann schlagen sie zu, wenn der Bedarf dementsprechend da ist.

Genau. Und dazu noch zwei Sachen. Ich bin ja auch NLP-Trainer nebenbei. Das heißt, ich gebe auch Offline-Seminare, auch stellenweise halte ich Vorträge.

Das heißt, ich bin auch in der Offline-Welt unterwegs. Die gibt es auch noch. Die ist so häufig, fällt die unter den Tisch. Und das finde ich so spannend.

Auch zum Beispiel in Unternehmernetzwerken wie der BNI-Frühstücksrunde und so war ich am Anfang auch zu Gast. Insbesondere, als ich angefangen habe als Werbetexter, habe sehr viele Menschen dadurch für mich begeistern können und halt einfach durch Vorträge, durch Workshops. NLP ist eine andere Welt, nur da funktioniert auch Cross-Selling. Die Leute machen ein Zwei-Tages-Seminar bei mir und sagen, dein Juri, das war so cool mit dir.

Was kann ich jetzt bei dir kaufen? Und das ist ja auch Evidenz für gutes Branding, wenn du deine Persönlichkeit lebst. Und das andere ist, die Leute, die heute zu mir kommen, die mehrere Anbieter miteinander verglichen haben, die sagen mir, häufig jetzt so einfach mal paraphrasiert, Juri, ich habe so lange recherchiert und verglichen, nur bei dir fühlt sich die ganze Copywriting-Welt einfach so total anders an. Viel leichter, viel lustiger, viel fröhlicher.

Und das hat mich so angesprochen, dass nur du für mich in Frage kommst. Und das ist für mich der Satz, wo ich beim Branding einen Haken machen kann. Weil das ist dann ausschlaggebend dafür. Ja, definitiv, definitiv.

Lass uns mal dahin gehen, wer sitzt denn bei dir im Kurs? Ich frage es mal bewusst so, oder anders formuliert, wer braucht Copywriting? Muss ich das als Selbstständiger können? Oder langt das, das auszulagern?

So, wer braucht es? Und hängt eine Frage dran, wie wichtig ist es für das Branding? Drei Fragen, krass. Wer braucht es?

Ich würde sagen, jeder, der irgendwie was verkaufen will, will jetzt aber nicht sagen, alle Menschen sind meine Kundinnen und Kunden. Bei mir im Kurs sitzen in erster Linie Selbstständige, also Leute, die ihr eigenes Business machen und verstanden haben, ey, wenn ich meine eigenen Texte schreiben kann, habe ich eine ganz andere Autonomie, kann viel selbstbestimmter und flexibler arbeiten. Und die andere Zielgruppe sind Marketingbegeisterte aus Unternehmen. Also, dass die Marketingabteilung, zum Beispiel ab, größere Konzerne, habe schon ganze Firmen, interne Trainings gemacht, mit Marketingteams, die 100 Mann groß sind, wo dann ich 10 von denen trainiert habe.

Oder halt mittelständische Unternehmen, wo 10 Leute im Marketing sitzen und der Chef sagt, hey, oder die Chefin, einer von euch geht jetzt mal zu Juri, damit wir auch in-house ein bisschen besser schreiben können. Oder manchmal habe ich sogar Geschäftsführer bei mir im Kurs sitzen, die sagen, hey, wir beauftragen Agenturen und ich will mal wissen, wie funktioniert gutes Copywriting, wie erkenne ich den Texte. Weil ich, manchmal denke ich mir, irgendwas hakt da, kann aber nicht genau sagen, woran liegt es. Und das ist das, was ich nenne, eine bewusste Kompetenz kultivieren.

Und das führt auch jede Menge Leute zu mir, die sagen, Juri, auch wenn ich nicht schreiben will, ich will das mal mit Tiefgang verstehen, wie das funktioniert und worauf ich dabei achten soll. Und vielleicht auch, woran es denn liegt, wenn ein Text nicht funktioniert. Wo soll ich denn da suchen gehen? Und das führt die Menschen auch zu mir.

Ja, also Grundverständnis sollte da sein, selbst wenn man es auslagert, finde ich auch immer super hilfreich. Ja, denn ich meine, verkaufen tust du ja die ganze Zeit und da sind wir jetzt beim Branding, wenn etwas gut funktioniert, dass du auch verstehst, warum es das tut. Denn wenn du jetzt einen Copywriter dir reinholst und der schreibt einfach mal deine ganze Website, schreibt vielleicht zwei Landingpages, zehn E-Mails für dich und dann läuft das Ganze und dann ist er weg. Hat sich dazu entschieden, du, ich mache was ganz anderes, ich werde jetzt Yoga-Trainer.

Und plötzlich sagst du, aber was ist mit meinen Texten? Und dann stehst du da und dein Business soll ja weiter wachsen. Du brauchst neue Newsletter, Social Media und das soll sich ja möglichst überall ähnlich anfühlen, dass überall das Julian-Gefühl drin ist. Und darum sage ich halt auch, es ist zumindest wichtig zu wissen, wie funktioniert das, damit du es ergänzen kannst und damit es halt auch stimmig mit dir ist.

Weil nichts ist seltsamer, als wenn du jetzt hier zum Beispiel so ein Podcast-Interview hörst und dann später lernst du die Menschen kennen und die klingen ganz anders und auf deren Website komplett was anderes. Das ist halt ein Bruch im Branding, das macht alles kaputt. Deswegen bin ich da ein Fan dieser bewussten Kompetenz. Und dann hast du noch die Frage gestellt, was hat das mit Copywriting zu tun?

Wenn ich, wenn wir die Metapher nehmen, wenn Branding ein Baum ist, Branding ist ein Baum mit seinen Wurzeln, mit seinen starken Ästen, mit dem, wofür du stehst, was mit der Zeit gewachsen ist, dann geht es beim Copywriting um die Früchte, die das Ding abwirft. Also auch, dass das, was am Ende dabei rauskommt, was am Ende dabei abfällt, auch diese Signatur trägt und deine Botschaft raus in die Welt bringt. Ich habe eine Stunde, bevor wir das jetzt hier aufnehmen, habe ich eine E-Mail gekriegt von einer Teilnehmerin, die mir gesagt hat, also die ist jetzt mitten in meinem Programm und die hat mir gesagt, Juri, ich komme langsam dahinter, wieso das bei dir so ist, wie es sich anfühlt. Denn sie sagte, sie mag es zum Beispiel nicht, wenn Leute mit Angst, mit Panik, mit Schuld, Scham und Schande im Marketing arbeiten, auf Bild-Zeitungsniveau.

Und sie mag es auch nicht, wenn man ihr sagt, was sie zu tun hat. Sie mag es auch nicht, wenn man hier, wie es der Kräuter nennt, geistige Brandstiftung betreibt. Wenn du jetzt nicht handelst oder das nicht machst, dann passiert das und das. Dein ganzes Leben steht in Flammen.

Dein Haus wird abbrennen. Deine Familie wird dich verlassen. Dein Auto wird kaputt gehen. Vielleicht das Gewissen ohne Ende.

Genau. Und das mag sie halt nicht. Und sie hat gesagt, aber trotzdem, Juri, dein Marketing verkauft trotzdem und es hat nichts von alledem. Und wie machst du das?

Und das ist dann halt auch die Frage, wie wir eben besprochen haben, Verkauf auf deine Art und Weise zu machen. Und aus deiner Haltung heraus. Denn es gibt, ich glaube, hunderte Wege, einen Funnel aufzubauen, hunderte Wege zu verkaufen. Ich kenne sogar Leute, die verkaufen komplett offline.

Corona hat denen so einen kleinen Knacks gegeben. Doch die machen das weiter. Und es gibt ganz andere Wege noch zu verkaufen. Und was mir wichtig ist, ist halt zu zeigen, hey, es gibt viel mehr als das und nimm die Tools zur Hand, die du einmal brauchst, um deine Ziele zu erreichen.

Wenn du jetzt 100 Menschen haben willst oder 10.000, dann ist das eine andere Sache. Und nimm das, was zu dir und zu deiner Haltung passt. Denn wenn du jeden Tag gegen dich selbst arbeitest, für das, wofür du stehst, das ist für mich der direkte Weg in den Burnout. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Ja. Ich glaube, was für dich wahrscheinlich super, nicht mehr schwierig ist, aber vielleicht super schwierig ist oder super schwierig war, was ich mir jetzt mindestens vorstelle, ist, wenn ich für andere Texte, für andere Personal Brands texte, die ja eine eigene Tonalität haben, eigene Werte, da fließt die Persönlichkeit mit ein, da sozusagen reinzuschlüpfen in diese Rolle und das so authentisch, so pur zu machen, wie es nur geht. Wie gelingt dir das? Worauf achtest du da?

Ich habe tatsächlich in den Anfängen, wo ich noch ganz neu war in meiner Selbstständigkeit, mich sehr, sehr stark eingefühlt in die Menschen. Habe ich auch schon damals gemacht im Marketing. Ich musste erst mal so ein Gefühl dafür haben. Wie fühlt sich das an?

Und aus diesem Gefühl konnte ich plötzlich super schreiben. Wenn das Gefühl fehlte, ging gar nichts. War ich wie lahmgelegt. Und heute weiß ich, was hinter, sagen wir mal, was hinter dieser Intuition steckt, die irgendwo da war.

Also alles beginnt im Copywriting-Projekt, dass ich die Menschen mit meinen 25, ich sage es mal, das ist nicht ganz jugendfrei, aber einer in meinem Kurs hat, dass man gesagt, geh mir nicht auf die Eierfragen. Damit beginne ich eine Zusammenarbeit. Sprich, ich stelle manchmal 25 Fragen, manchmal nur 10, um herauszufinden, um dich kennenzulernen. Und in diesen Antworten steckt so viel, da kann ich so viel drin lesen, dass ich danach auch ein Gefühl für dich habe und weiß, wie treffe ich den richtig Ton, welche Sprache passt auch zu dir.

Das ist also einerseits eine Sache vom Gefühl, lässt sich aber auch sehr klar definieren von Werten, anhand von Kaufmotiven. Das ist dann Verkaufspsychologie. Was treibt die Menschen an? Und daraus finde ich dann den richtigen Ton.

Grundsätzlich würde ich allerdings auch so dabei vorgehen, wie wir es eben besprochen haben, dass ich halt ganz klar sage, wofür stehe ich? Was macht mir am meisten Spaß? Was kann ich am besten? Wofür stehe ich nicht?

Denn ich bin ein quirliger, bunter Vogel mit sehr, sehr großem Herz und natürlich auch, mir ist auch Wirkung sehr wichtig. Doch was ich jetzt nicht so bin, ich bin jetzt nicht so der klassische Lehrer und auch nicht, der, der, der, mach auch kein Theorie-Theater, also bin kein Theorie-Hengst, dass ich die ganze Zeit hier mit dir hunderte Studien durchwälze. Das passt halt nicht. Da gibt es vielleicht Leute, die sind besser.

Und ich bin jetzt auch nicht, also die können das viel, viel besser haben, noch mehr Spaß daran. Ich bin auch nicht so der Vorlagenschubser und gebe dir so mal nach Zahlen Beispiele. Mir ist wichtig, dass wir tief da eintauchen und immer, für mich lebt Copywriting immer aus dem Thema und aus der Person heraus. Und wir wollen es halt rauskitzeln und nicht dir irgendwas überstülpen, was halt vielleicht bei anderen gut funktioniert, aber nicht zu dir passt.

Und du merkst, wir kommen immer wieder auf das gleiche Grundthema zurück. Und deswegen würde ich jetzt auch da ganz klar sagen, wofür stehe ich, wofür stehe ich nicht. Weil die Personal Brands, die sagen, die auf meine Website kommen und sagen, ah, der gefällt mir. So habe ich übrigens einen meiner ersten Kunden gewonnen.

Meine Website damals hatte vielleicht tausend Worte. Und dann kam jemand dahin und sagte, Juri, kannst du so schreiben für mich, wie du das da auf deiner Website machst? Perfekt. Dann passt es auch zu den Menschen.

Schreibst du lieber für andere oder eher für dich? Beides. Ich würde sagen, für mich schreiben. Hauptsache das.

Es sind für mich zwei unterschiedliche Themen. Wenn ich für andere schreibe, bin ich in einem ganz anderen Zustand, als wenn ich für mich selbst schreibe. Denn für mich selbst schreiben ist zuweilen eine Qual, weil ich, müsstest du mal hier sehen, wenn ich texte, dann sind da 15 Leute hier in einem Raum und die argumentieren alle. Wir sind sehr, sehr viele hier in mir drin und das ist man zuweilen recht anstrengend in meinem Kopf, weil ich halt super, super hohen Qualitätsanspruch habe.

Und da sage ich halt auch immer, das Wissen ist nicht unbedingt, also diese bewusste Kompetenz ist nicht unbedingt immer förderlich, weil wenn du weißt, was noch alles geht, ist es schwierig, sich irgendwann mal mit einem Thema, mit einem Punkt zu rechts, also zufriedenzustellen. Und deswegen sind es so zwei Arten. Wenn ich für mich schreibe, ist sehr viel Gedankensafari, nenne ich das. Also ich komme da sehr stark zu mir selbst, sehe Dinge in neuem Licht und arbeite quasi an meiner Denke.

Das ist auch sehr viel Persönlichkeitsentwicklung. Und wenn ich für andere schreibe, dann ist das eher so, dann ist das loslegen, drauf losschreiben und mit System halt zum gewünschten Ergebnis kommen. Irgendwie geht das viel leichter, weil ich sehr viel weniger mit mir selbst hadern muss, und es ist einfach klarer. Es ist eine andere Arbeit.

Ja, kann ich nachvollziehen. Ich erinnere mich noch dran, eine Sache, die habe ich bei dir bei Instagram entdeckt. Die habe ich auch in unserem ersten Gespräch gleich genannt. Deshalb muss ich es hier auch nochmal erwähnen.

Du sprichst immer mal vom Gehirngassi, oder? Ja. Gehirngassi. Erzähl mal, was meinst du damit?

Gehirngassi ist mein Weg, mit meinem Gehirn zu koexistieren. Bei mir sehen Tage relativ gleich aus. Ich habe so eine feste Struktur, steht jeden Tag um 6 Uhr auf, meistens auch am Wochenende, und die ersten zwei Stunden des Tages, die gehören mir. Das schreibe ich, also schreibe ich an meinen Projekten, an meinen Themen.

Und nachdem ich das zwei Stunden intensiv gemacht habe, lasse ich alles stehen und liegen. Manchmal genau Punkt auf die Minute. Und meistens ist es aber auch so, orientiere ich mich am Sonnenaufgang, gehe ich raus, lasse alles liegen, lasse meistens sogar das Smartphone zu Hause, meistens ist es im Flugmodus, ich nehme es mit, um so ein kleines Selfie für Instagram zu machen, und gehe dann Gassi mit meinem Gehirn. Der Begriff kam, ich wohne hier in so einer kleinen Siedlung, und die haben fast alle so einen Hund, und die sind dann morgens auch immer unterwegs, hier auf den Feldern und so.

Und dann hat mal ein Nachbar gesagt, Juri, du kommst ja sowieso hier jeden Tag, kannst du nicht meinen Hund mitnehmen? Und dann habe ich einfach so aus dem Stehgreif gesagt, nö, ich gehe mit meinem Gehirn Gassi, das ist viel anstrengender als du mit deinem Hund. Und das, was dabei passiert, ist, das Gehirn macht dann kleine Häufchen auf dem Weg, während ich unterwegs bin. Ich sage halt immer, die Ideen kommen, wenn du gehst.

Also, da steckt das in der Doppeldeutigkeit. Die Ideen kommen, wenn du gehst, sprich, auch wenn du loslässt. Nachdem ich zwei Stunden im stillen Kämmerlein gearbeitet habe und dann einfach losgelassen habe, passiert dann so eine Magie, dass plötzlich die ganz leisen Stimmen in meinem Kopf, dass die lauter werden können, und mein Hirn spielt mir dann Bälle zu, auf die ich vorher gar nicht gekommen bin. Also, das wissen wir halt auch aus den Neurowissenschaften, dass das Gehirn eine ganz andere Aktivierung hat im Ruhezustandsmodus, nennt man auch das Remote Mode Network für alle Leute, die das nachschlagen wollen.

Und das ist halt spannend, was da noch bei rauskommt. Und meistens knabber ich an so einer Formulierung und denke, ja, jetzt habe ich es ganz gut getroffen und dann gehe ich Gehirngassi und dann kommen mir nochmal ganz andere Ideen. Manchmal, dafür halte ich mich ja so ein bisschen für so einen Hochstapler, denn manchmal ist es so, dass mein Gehirn mir im Kopf Sätze vorliest und ich schreibe den dann einfach auf. Ich weiß jetzt nicht, ob das Hochstaplerei ist, ob das Betrug ist, und so denke ich manchmal.

Das ist es, glaube ich, nicht. Okay. Ja, spannend. Ich muss am Ende noch das Gehirngassi jetzt, ich muss am Ende noch eine Sache ansprechen.

Jetzt haben wir von Gehirn gesprochen und von Systemen von deiner Mannschaft, die du im Kopf hast und die vielleicht auch zwischendurch mal für Chaos sorgen. Bei Copywriting ist vielleicht das Thema aktuell auch so ein bisschen künstliche Intelligenz. Nimmt KI den Copywritern den Job weg? Ich glaube, das können wir verneinen.

Aber inwiefern hilft dir KI vielleicht auch oder nutzt du KI auch schon für deinen Job? Also ich würde sagen, wenn du sehr, sehr schlechtes Copywriting machst, wenn du so Larifari-Botschaften sendest, die auf jeder zweiten Website stehen, wie dort und dorthin mit mehr Leichtigkeit oder entfalte dein volles Potenzial, bring dich aufs nächste Level. Das kann die KI mindestens genauso gut. Also generisches Zeug schreiben, weil die KI arbeitet ja mit dem, was schon da war und ist nicht so gut darin, was zu schaffen, was es noch nie vorher gab.

Zumindest noch nicht. Und da kommen wir Menschen ins Spiel. Also da ist halt auch die Mischung aus Branding und Copywriting sehr wichtig, dass du aus einer einzigartigen Haltung schreibst, wie ich mit meinen leckeren Texten oder mit meinem Gehirn-Gazzi oder was es noch gibt bei mir. Da gibt es auch Buchstaben-Erotik oder sowas wie der Larifari-Faktor oder das Stock-in-Pool-Marketing.

Das sind alles Begriffe. Wenn du die selbst prägst, dann bekommt das eine eigene Farbe und das kannst nur du aus deinem Gefühl, aus deiner Haltung heraus, denn die ist ja von Mensch zu Mensch verschieden. Also ich sehe mich da nicht bedroht. Ich sehe KI als einen kleinen Sparrings-Partner.

Ich nutze in meinem Alltag jetzt schon seit einem halben Jahr, vielleicht auch schon länger, nutze ich Neuroflash, ist ein deutscher Anbieter. Mit dem habe ich auch mal ein Interview gemacht mit einem der Gründer in meinem Podcast. Und ich nutze das, um kleinere Themen zwischendurch zu machen. Wenn ich zum Beispiel mal nach Worten suche, manchmal reime ich sehr gerne oder meine Alliterationen wie Gedanken, wie war es jetzt, Gehirn-Gassi, Gehirn-Gassi.

Das ist zum Beispiel eine Alliteration oder Schuldscham und Schande, wie ich das eben genannt habe. Also wenn der Silben-Anlaut der gleiche ist, brauche ich dir nicht zu sagen, aber für deine Community als kleine Erläuterung und sowas sind halt persönliche Stilmittel, um einen eigenen Rhythmus in deine Sprache zu bringen, eine eigene Farbe. Und manchmal sage ich der KI, hey, ich habe jetzt hier zwei Worte, die in diese Richtung beginnen, dann sage ich der, gib mir zum Beispiel Worte, die damit anfangen oder reime darauf. Manchmal mache ich auch so ein bisschen die Recherche mit, würde ich halt einfach mal so fragen, wenn ich nach Benefits suche, gib mir mal 20 originelle Benefits, sage ich jetzt, ich bin Copywriter, ich möchte einen Kurs über Personal Branding vermarkten und ich möchte jetzt Benefits dafür generieren, gib mir mal 20 Benefits, an die so leicht keiner gedacht hat, originelle Benefits.

Und dann kommt eine Liste von 20 Punkten, in der Regel sind so 12, 13 davon totaler Müll und manche davon wiederholen sich, doch in der Regel finde ich auch so zwei, drei Dinge, wo ich mir sage, oh, alles gar nicht so blöd, KI, ist noch nicht auf dem Punkt, aber ich weiß, in welche Richtung du willst, das mache ich jetzt mal zu Ende. Also ich lasse der mir schon die Bälle zuspielen, die ist meine Spanienzpartnerin, die liebe KI, wir koexistieren und so nutze ich die im Alltag. Nur halt ganze Texte, ich habe anfangs mal versucht, es gibt ja so Prompt-Künstler und so, die sagen, gib mir alles Prompts und wenn du nur die richtigen Prompts hast, die richtigen Befehle, dann kriegst du auch die perfekten Texte raus. Ich habe das mal probiert, habe da eine Stunde an einem Text herumgedoktert und ganz ehrlich, als Copywriter, wenn ich mich hinsetze, mir fünf Minuten Gedanken mache und losschreibe, dann bin ich in der halben Stunde fertig.

Die KI ist da einfach noch sehr, sehr langsam und ich finde dieses Arbeiten sehr umständlich. Das ist aber auch eine Frage, auf welchem Level du unterwegs bist und wie hoch dann bist du. Absolut, ja. Das ist auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema, was da mit, ob jetzt Neuroflash oder Chat-JPT, Content-Pipe, bin ich gerade am testen, genau, was da alles möglich ist.

Ich nutze es aber genauso wie du, zur Inspiration aktuell vor allem, so eins zu eins Text übernehmen ist noch nicht so gut. Ich finde es vor allem dadurch bereichernd, weil ich eine One-Man-Show bin. Also ich habe natürlich so ein paar Leute, mit denen ich zusammenarbeite, Grafik, Design, Fotografie, Programmierer und so, nur kein, in meinem Alltag sitze ich hier mit meinen Gedanken vorm Computer. Ich kann, super, ich habe mich schon mal ein ganzes Wochenende eingeschlossen, war nur für mich alleine, habe gegessen, war drückt aufs Klo und habe geschlafen und sonst nur geschrieben.

Ich kann das so gut tut mir selbst klar, nur ab und zu tut so ein kleines Sparring, so ein bisschen Ping-Pong-Spiel, das war halt früher in Agenturen, war das sehr cool, weil du hattest immer irgendjemand da, ey, du, mein Kopf raucht gerade, können wir mal kurz die Köpfe zusammenstecken und mal ein bisschen, das lockert das Thema sehr schnell auf und du kommst auf neue Ideen und diese Rolle kann heutzutage zum Beispiel auch eine KI übernehmen. Ja, definitiv. Ich nehme mich an der Situation, ich habe ja zwei Mitarbeiterinnen, wir hatten ein Team-Meeting, auch Brainstorming gemacht, dann einfach mal in die KI, ins Tool, Chat-Tipp-T, glaube ich, war es in dem Fall, was reingeschrieben und dann kommt tatsächlich Feedback, wo man sagt, Mensch, das war nicht schlecht und dann fühlt man sich tatsächlich so, als ob es der vierte Mitarbeiter wäre oder das vierte Team-Mitglied. Ganz spannende Konstellation, was da möglich ist, das stimmt.

Ja, das ist witzig, die KI nach einer Bewertung zu fragen, habe ich nämlich auch schon gemacht. Habe ich auch schon gemacht. Ja, diese Texte, wie findest du das? Und ich finde ja, viele KIs, also Chat-Tipp-T steckt ja hinter den meisten Anbietern, Neuroflash arbeitet auch damit, das ist ja dahinter und die ist halt sehr höflich, finde ich, auch wenn meine Gedanken zuweilen, meine Antworten zuweilen sehr, sehr pumpig sind, wo ich mir sage, das ist Müll, unoriginell, bitte mach dir mal Mühe und das sind manche Prompts bei mir, die funktionieren dann aber auch nicht besser danach, also auch wenn ich die KI beschimpfe und anbrille.

Hilft nicht. Ja. Ja. Wird nicht besser.

Aber wenn man fragt, wie findest du es und da kommt eine Antwort und das habe ich schon getestet und dann ranhängt und jetzt mal ehrlich und dann kommen tatsächlich nochmal neue Perspektiven. Also das ist ganz spannend, da kommt nochmal eine neue Idee oder man könnte es aber auch so, so und jetzt mal ehrlich, ja, wie bei Menschen, dem einen oder anderen. ohne Rücksicht auf meine Gefühle, gib mir dein ungefiltertes Feedback. Genau.

Genau. Genau. Bis irgendwann gab es den ersten Selbstmord wegen KI. Hoffentlich nicht, aber auch das wird wahrscheinlich irgendwann so kommen.

Es gab ja auch schon Leute, die sich in KIs verliebt haben. Das ist natürlich auch etwas, wenn du, wie ich das eben hattest, wenn du wenige Leute hast zum Gespräch und ich habe das noch gemacht, so tiefgründige Gespräche mit der KI muss ich mal machen. Ja. Ich glaube, dann kommt so dieser Lebensberatungs-Disclaimer und Achtung, ich kann dir, kann dir nicht die Verantwortung für dein Leben abnehmen.

Aber auch das ist sehr gut. Ja. Wenn du da Erfahrung gesammelt hast, machen wir da gerne wieder eine Episode, lieber Juri. Sehr, sehr gerne.

Sehr, sehr gerne. Verraten wir zum Schluss, wer jetzt sagt, Mensch, das klingt ja alles super interessant und endlich mal jemand, der Copywriting auf eine sympathische Art und Weise macht. Wo findet man mehr? Was ist so die beste Anlaufstelle?

Textedieverkaufen.de Einfach so durchziehen. Da gibt es das, was die Domain verspricht und ansonsten zum Warmwerden gerne gerne den Podcast Textedieverkaufen jede Menge leckere Episoden. Also es lohnt sich auch die ganzen ersten 100 einfach mal durchzuhören. Da steckt super, super viel Mehrwert drin.

Und das Witzige ist, dass vieles, was im Podcast steht, ist noch längst nicht das, was im Kurs drin ist. Also da wartet noch sehr, sehr viel mehr dann auch in meinen Programmen. Und gerne auch mal beim Buchhändler Deines Vertrauens nach Juri Kaifens Fragen. Da gibt es halt auch jetzt, während wir hier sprechen, ist mein erstes Buch, das ich zusammen mit einem Geschäftspartner geschrieben habe, ist im Anlauf, heißt der Persönlichkeitscode, die zehn Programme, die jeden Menschen steuern, ist ein Buch im Grunde genommen über die Zusammenwirkung von Sprache und Persönlichkeit.

Also wie, warum ticken wir Menschen, wie wir nun mal ticken und welche Sprache können wir nutzen, damit halt auch Menschen ein gutes Gefühl für uns entwickeln und idealerweise auch unseren Handlungsempfehlungen folgen. sprechen wir über so Dinge wie internal, external, dass manche Menschen es hassen, wenn du ihnen sagst, was sie zu tun haben und auf der anderen Seite hast du dann Menschen, die sehr external veranlagt sind, die fragen Gott und die Welt und nehmen 10.000 Feedbacks ein, bevor sie überhaupt aus dem Haus gehen morgens. Das sind jetzt so die beiden Extreme und dann lernst du halt auch damit umzugehen. Also es ist ein spannendes Thema auch für alle, die Copywriting machen, die Spaß an Sprache haben und unglaublich unterhaltsam geschrieben.

Jetzt hast du mich neugierig gemacht. Das war ein guter Call to Action, mal nachzufragen nach dem Buch. Es kommen auch noch mehr, deswegen, da darf ich aber noch nichts ankündigen. Das wird so die nächsten Jahre.

Schau immer mal wieder rein oder dann in meinem Podcast gibt es immer regelmäßig Updates. Noch mehr Autoren-Updates quasi. Genau. Sehr schön.

Ich bin denkbar, du kannst es nicht lassen. Du kannst es nicht lassen, genau. Das ist auch gut so. Davon profitieren wir.

alle, dass du es nicht lassen kannst. Ich danke dir, dass du zu Gast warst. War richtig, richtig, richtig schön. Sehr, sehr gerne, Julian.

Das ist eine proppevolle Folge. Unglaublich lecker. Genieße jeden Einzelnen kann. Bei diesen Worten belasse ich es.

Wir hören uns beim nächsten Mal wieder. Macht's gut. Danke, Ju. Bis zum nächsten Mal.