10 Erkenntnisse aus über 10 Jahren Personal Branding
Ich hoffe, dass dich meine Erkenntnisse ein bisschen inspirieren, dass sie vielleicht auch eine Art Wegweiser sind auf deiner eigenen Personal Learning Reise werden. In diesem Sinne, lass uns starten mit dem ersten Punkt.
1. Authentizität schafft Vertrauen
Wenn du eine Hilfestellung brauchst wie du dich mit authentischem Marketing einzigartig sichtbar machst, dann schau gern hier vorbei.
- In einer Welt voller polierter Oberflächen ist echte Authentizität ein wahrer Schatz.
- Menschen folgen Menschen, keine perfekten Marken. Sei echt und zeige auch Ecken und Kanten.
- Teile auch Misserfolge oder Herausforderungen, um dich nahbar zu machen.
- Nutze deine eigene Sprache und deinen Humor – das macht dich unverwechselbar.
2. Nicht jeder wird dich mögen (und das ist okay!)
Kurz zusammengefasst:
- Der Versuch, es allen recht zu machen, ist der sicherste Weg zur Mittelmäßigkeit.
- Polarisieren kann auch Stärke sein.
- Stehe zu deinen Überzeugungen, auch wenn sie kontrovers sind.
- Tipp: Sammle positive Kommentare, Danke-Nachrichten und Testimonials und schaue jedes Mal rein, um dich positiv aufzuladen.
3. Klarheit löst Bremsen
Kurz zusammengefasst:
- Klare Ziele und eine präzise Botschaft sind wie ein Kompass in stürmischen Gewässern.
- Definiere deine Kernbotschaft und Werte klar und präzise.
- Überprüfe regelmäßig, ob deine Aktivitäten zu deiner Botschaft passen.
4. Zielgruppenkenntnis ist das A und O
Kurz zusammengefasst:
- Wer seine Zielgruppe nicht versteht, spricht ins Leere – egal wie laut.
- Wenn du deine Zielgruppe nicht in- und auswendig kennst und dich immer weiter mit ihr beschäftigst, verpuffen viele deiner Maßnahmen.
- Tipp: Führe regelmäßige Umfragen oder Interviews mit deiner Zielgruppe durch. Beobachte Trends und Veränderungen in deiner Branche.
- Tipp: Lerne jede Woche, jeden Monat etwas Neues über deine Zielgruppe oder vertiefe dein Wissen. Notiere das in einem Dokument und leite Contentideen ab.
5. Storytelling verbindet und bringt Reichweite
Kurz zusammengefasst:
- Geschichten sind der Klebstoff, der Menschen mit deiner Marke verbindet.
- Persönliche Geschichten schaffen Nähe und machen deine Marke greifbar und erinnerungswürdig.
- Nutze die Heldenreise als Struktur für deine Geschichten.
- Verbinde persönliche Erfahrungen mit wertvollen Lehren für dein Publikum.
Beispiel: Teile eine Geschichte, wie ein persönlicher Rückschlag zu einer wichtigen beruflichen Erkenntnis geführt hat.
6. Langfristigkeit und Kontinuität zahlen sich aus
- Eine starke Personal Brand ist wie ein gut gepflegter Garten – es braucht Zeit und stetige Pflege.
- Personal Branding ist ein Marathon, kein Sprint – Geduld und Durchhaltevermögen sind der Schlüssel zum Erfolg.
- Eine starke Personal Brand entsteht durch regelmäßige, konsistente Präsenz – in Botschaften, Kanälen und Werten.
- Bleib auch in schwierigen Phasen sichtbar und aktiv.
7. Zu viele Baustellen schaden der Marke
- Wer zu viele Bälle gleichzeitig in der Luft hält, lässt am Ende alle fallen.
- Fokus ist nicht nur hilfreich, sondern überlebenswichtig.
- Priorisiere deine Projekte und lerne „Nein“ zu sagen.
- Konzentriere dich auf deine Kernkompetenzen und delegiere den Rest.
- Tipp: Rule of One. 1 Thema. 1 Zielgruppe. 1 Message. 1 Kanal + Newsletter.
8. Balance aus Nähe und Distanz
- Die Kunst des Personal Brandings liegt darin, nah genug zu sein, um zu berühren, aber fern genug, um respektiert zu werden.
- Gib genug Einblick in dein Leben, ohne zu privat zu werden – das schafft Professionalität mit Persönlichkeit.
- Definiere klare Grenzen für deine Online-Präsenz.
9. Perfektionismus bremst
- Perfektionismus ist oft der größte Feind des Guten – und des Fortschritts.
- Perfektion ist nicht das Ziel, sondern Fortschritt.
- Setze dir realistische Deadlines und halte dich daran.
- Nutze das Prinzip des „Minimum Viable Product“ auch für deine Personal Brand.
- Tipp: Verabschiede dich von dem Gedanken, dass dein Außenauftritt perfekt ist. Es bremst aus und ist nicht anziehend.
10. Ohne selbstkritische Reflexion hätte ich mich verlaufen
- Regelmäßige Selbstreflexion ist wie ein Navigationssystem für deine persönliche und berufliche Entwicklung.
- Plane regelmäßige Reflexionsphasen ein, z.B. vierteljährliche Reviews.
- Hole dir Feedback von Mentoren oder vertrauenswürdigen Kollegen.
Transkript lesen (91 Absätze)
Automatisch transkribiert — einzelne Fehler sind daher möglich.
Ich mache inzwischen über acht Jahre das, was ich jetzt mache, nämlich Personal Branding für andere Selbstständige. Und Personal Branding für mich selbst mache ich ja deutlich über zehn Jahre, wahrscheinlich sind es sogar zwölf oder dreizehn. Und ich dachte, lass mal zusammenfassen, welche Erkenntnisse ich in dieser Zeit gesammelt habe und lass das in den Podcast mitbringen. Und das habe ich gemacht und deshalb würde ich sagen, lass uns loslegen, ich habe einiges dabei.
Ja, du kannst dir gut vorstellen, dass ich in über einem Jahrzehnt Personal Branding sehr wertvolle, sehr viele Erkenntnisse gewonnen habe, die meine eigene Reise geprägt haben, meine Marke geformt haben und natürlich auch die vieler, vieler, vieler Kunden. Und diese Erfahrung, die war nicht immer easy. Die hatten auch die ein oder anderen Hürden. Die hatten auch die ein oder anderen Fehler.
Die hatten das ein oder andere, das mich eben letztlich zu dem gemacht hat, der ich heute bin, zu der Personal Brand, auch die ich heute bin. Und ich dachte, ich mache in dieser Episode einfach mal einen Cut-Status jetzt und bringe zehn Erkenntnisse mit, die ich in den letzten über zehn Jahren gesammelt habe. Zehn Einsichten, die sowohl von Erfolgen als auch von Hürden geprägt sind. Und ich hoffe, dass sie dich so ein bisschen inspirieren, dass sie vielleicht auch eine Art Wegweiser sind auf deiner eigenen Personal Branding-Reise.
Und ja, du wirst das ein oder andere schon mehrfach gehört haben. Und trotzdem, glaube ich, ist es so kompakt auf den Punkt gebracht. Nochmal etwas, was sicherlich ins Nachdenken bringt, was vielleicht der ein oder andere Gedankenanstoß ist. Und wo du aus dieser Episode rausgehst und sagst, okay, auf Punkt drei oder sieben oder fünf oder zehn, Da achte ich in Zukunft nochmal mehr, weil das müsste eigentlich auch bei mir demnächst auf der Agenda stehen, davon ein bisschen mehr oder vielleicht auch ein bisschen weniger zu tun.
In diesem Sinne, lass uns starten mit dem ersten Punkt. Der erste Punkt lautet Authentizität schafft Vertrauen. Und das ist eigentlich ja so die Essenz. Deshalb starten wir damit auch die Essenz des Personal Brandings.
Aber, und deshalb bringe ich diesen Punkt überhaupt mit, weil eigentlich ist er ja so selbstverständlich, das, was wir häufig so locker daher sagen, Mensch, sei doch mal authentisch. Lass authentisch sein. Authentizität ist so wichtig. Authentizität ist King und so weiter.
Das ist in der Realität nicht immer so und auch nicht immer so einfach. Also, ich denke, wir sind uns einig, wenn wir sagen, in einer Welt voller polierter Oberflächen, gerade in Social Media, ist echte Authentizität ein wahrer Schatz. Und du wirst den Satz nicht zum ersten Mal gehört haben, Menschen folgen Menschen. Und nicht, ja, anonymen oder bis ins letzte perfekte Detail optimierte Marken.
So, das heißt, echt zu sein, Ecken und Kanten zu zeigen, ist einfach wahnsinnig wertvoll. Es ist generell wertvoll. Es ist aber auch wertvoll für deine Marke, für dich als Personal Brand. Und deshalb möchte ich dich an der Stelle ermutigen, teile Misserfolge, teile Herausforderungen, um dich nahbarer zu machen.
Ich habe das häufig, und jetzt komme ich zu dem Punkt, warum ich diesen Aspekt überhaupt mitbringe, ich habe das häufig nicht gemacht. Ich habe das in der Vergangenheit häufig nicht gemacht, weil ich, Angst ist vielleicht zu viel gesagt, aber weil ich Respekt hatte davor, Sorge hatte davor, was das zum einen mit mir und meiner Marke macht, wenn ich mich so ein bisschen verletzlich zeige, und zum anderen, was das vielleicht auslösen könnte. Shitstorm ist jetzt so das Negativste, der Worst Case. Aber was könnte das auslösen, wenn ich mich jetzt eben wirklich authentisch zeige, wenn ich mich wirklich so zeige, wie ich bin?
Und das hat auf der einen Seite was mit Geschichten zu tun, die wir erzählen, das hat aber auch was einfach damit zu tun, welche Facetten wir von uns zeigen. Und deshalb ist es eben so wichtig, ja, über, ne, auch mal das Scheitern zu sprechen, über Dinge, die nicht so gut laufen, aber eben auch die eigene Sprache zu verwenden, den eigenen Humor zu nutzen, überhaupt mit Humor zu arbeiten. Also ich denke, keiner ist, ne, überhaupt nicht humorvoll, jeder hat wahrscheinlich so seine humorvolle Seite an sich, und das ist genau das, was sich unverwechselbar macht. Ich liebe es hin und wieder mit Ironie zu arbeiten, ich liebe es hin und wieder, ne, auch einen trockenen Humor zu integrieren, und ja, das ist auch eine Sache, die ich selbst immer wieder für mich reflektiere.
Das dürfte ich noch viel mehr tun. Ich habe immer mal so Phasen, ja, wo es fast schon ins Kindische geht. Da muss ich dann auch wiederum schauen, ne, was hat das wirklich jetzt für einen, für einen Einfluss auf die Marke. Also auch das schwingt natürlich immer mit, alles, was ich tue, färbt auf meine Marke ab.
Aber es ist eben wichtig, sich da nicht zu sehr zu begrenzen, sondern eben man selbst zu sein. Ich habe zum Beispiel auf meiner Über-Mich-Seite einen kleinen Text, in dem ich auch, ne, über so Dinge schreibe, die ich jetzt so öffentlich nicht dauernd erwähne, aber die mich eben geprägt haben. Der Tod meiner Mutter zum Beispiel, ja, die Mutter, die ich zwei Jahre gepflegt habe, obwohl sie noch jung war. Oder meine Krankheit als Kind, ja, meinen Tumor, den ich hatte, den man, wenn man auch noch genau hinsieht, an meinem Kopf sieht, zumindest die OP sieht, ist inzwischen alles gut, mit ein paar Nachfolgen.
Aber solche Dinge stehen da auch drin, weil das eben das Bild vervollständigt von mir. Und dass das ist, womit andere Menschen andocken, wenn sie sich mehr mit mir beschäftigen. Und sowas findet eben zum Beispiel auf einer Über-Mich-Seite statt. Also Punkt 1, Learning 1, Authentizität schafft Vertrauen.
Und Authentizität sollte keine leere Worthülse sein, sollte kein Buzzword sein, sondern wir sollten es leben. Ganz, ganz wichtig. Das zweite Learning ist, und das ist wahrscheinlich auch mit einer der Klassiker im Personal Branding, nicht jeder wird dich mögen. Und das ist okay so.
Und dieser Zusatz ist enorm wichtig. Und das ist okay so. Weil der Versuch, es allen recht zu machen, ist der sicherste Weg in die Mittelmäßigkeit. Ja, es irgendwie allen recht machen zu wollen, sorgt dafür, dass wir, dass uns andere okay finden, vielleicht auch nett finden, aber nicht wirklich so eine deutliche Haltung haben.
Und es ist besser, ja, Menschen zu haben, die sagen, Mensch, das, was der Julian macht, das feiere ich. Oder das, was die Susanne macht oder der Peter oder wie auch immer, das feiere ich. Und es gibt aber auch Menschen, die sagen, ganz ehrlich, ich kann mit dem überhaupt nichts anfangen. Und dieses, ich kann mit dem überhaupt nichts anfangen, das war für mich ganz, ganz, ganz lange, und ein bisschen ist es das immer noch, echt hart.
Weil ich eigentlich so ein People Pleaser bin. Ja, ich bin eigentlich jemand, der möchte es allen recht machen. Der möchte für eine wohlige Atmosphäre sorgen, in der sich jeder wohlfühlt. Und das hat mich aber von meiner Kernbotschaft abgebracht.
Das hat mich letztlich eigentlich von den Bilden meiner Marke abgebracht. Und ich musste mir erst bewusst machen, dass Polarisieren ist wahrscheinlich jetzt zu viel gesagt. Aber das leichtes Polarisieren, nicht, weil ich Lust habe auf Polarisieren, sondern weil es eben letztlich die Folge davon ist, wenn man einen klaren Standpunkt hat, dass das eine Stärke ist. So, sich auf die Kernzielgruppe zu konzentrieren, diese gezielt anzusprechen, dazu kommen wir auch später nochmal, und damit aber in Kauf zu nehmen, dass es okay ist, wenn mich andere nicht mögen, das ist der Weg.
So, zu seinen Überzeugungen zu stehen, auch wenn sie mal kontrovers sind. Seine Haltung zu vertreten, auch wenn sie nicht Mainstream ist. Das ist das, was einfach wirklich im Personal Branding, aber auch im Leben generell, wirklich weiterbringt. Und ich möchte an der Stelle auch einen Tipp geben, was mir geholfen hat, wenn ich mal wieder mal auf Gegenwind gestoßen bin.
Wenn mich mal irgendein Mitbewerber doof angemacht hat. Ja, sowas habe ich auch schon erlebt. Ja, wenn ich Kommentare bekomme, die nicht wirklich toll sind, dann schaue ich in ein Dokument, beziehungsweise in ein Board bei ClickUp, wo ich positive Kommentare gesammelt habe. Wo ich Danke-Nachrichten gestreenshottet habe.
Wo Testimonials liegen. Und da tauche ich ein, um mich positiv aufzuladen. Und dann weiß ich, für diese Menschen mache ich das. Und nicht für die, die irgendwas Negatives für mich übrig haben.
Deshalb, ja, Erkenntnis und Tipp Nummer zwei. Nicht jeder wird dich mögen. Und das ist okay so. Erkenntnis Nummer drei ist, und das ist ein Satz, den hören meine Kunden sehr häufig.
Klarheit löst Bremsen. Klarheit löst Bremsen. Und ich finde, dieses Bild bringt einfach diese Erkenntnis perfekt auf den Punkt. Weil klare Ziele und eine präzise Botschaft und all das, also wirklich Klarheit zu haben für den nächsten Schritt, für das, wohin die Reise hingehen soll.
Für das, wie ich mich aufstelle. So, Klarheit ist ein Kompass. Und es ist ein Kompass und etwas, woran ich mich auch festhalten kann, auch wenn die Zeiten mal ein bisschen stürmischer sind. Auch wenn es Zeiten gibt, die mich vielleicht ein bisschen ins Wanken bringen.
Deshalb, Klarheit zu arbeiten, sollte für dich immer oberste Priorität haben. Deine Kernbotschaft zu definieren, Werte klar zu haben, präzise zu sein, regelmäßig zu überprüfen, passt das, was du da draußen noch machst, überhaupt zu deiner Botschaft. Und die Botschaft und die Werte, wie gesagt, zu definieren. Und ich kann mich noch erinnern, als ich angefangen habe, über meine Introversion zu sprechen und introvertierte Selbstständige gezielt anzusprechen, da hat es plötzlich Klick gemacht.
Weil plötzlich konnten sich viel mehr Menschen mit mir identifizieren. Obwohl die Gesamtsumme an Menschen kleiner geworden ist, weil ich die Extrovertierten nicht gezielt angesprochen habe. Aber durch das gezielte Ansprechen, Klarheit finden, Klarheit finden in dem zum Beispiel, wen ich ansprechen möchte, dadurch haben sich bei mir Bremsen gelöst und ich konnte plötzlich easy Content produzieren. Weil ich klar vor Augen hatte, wen möchte ich adressieren.
Das heißt, Klarheit zu arbeiten, egal was es betrifft. Content, Zielgruppe, Positionierung, Produktstrategie, deine Botschaften, die du hast, deine Werte, deine Vision, deine Mission, deine Jahresplanung. Ich nehme diese Episode gerade rund um den Jahreswechsel auf. Das bringt wirklich weiter, weil Klarheit Bremsen löst.
Und ich habe jetzt eben schon über die Zielgruppe gesprochen. Und das ist meine Erkenntnis Nummer vier. Die Zielgruppenkenntnis ist das A und O. Lass mich Klartext reden.
Ich muss ausholen. Ich muss einmal durchatmen. Wer seine Zielgruppe nicht besser versteht, als sich die Zielgruppe selbst versteht, der spricht ins Leere. Der agiert ins Leere.
Der kann noch so laut sein. Der kann noch so trommeln. Der wird die Zielgruppe nicht gut genug erreichen. Das heißt, wenn du deine Zielgruppe nicht in- und auswendig kennst und dich immer weiter und immer weiter und immer weiter mit ihr beschäftigst, dich mit den Fragen beschäftigst, die sie hat, dich mit der Situation beschäftigst, in der sie steckt, mit den Wünschen, mit den Bedürfnissen, mit den Problemen, dann werden viele andere Maßnahmen, besonders im Marketing, werden dann verpuffen.
Und deshalb empfehle ich dir auch immer, führ regelmäßig Umfragen, mach regelmäßig Interviews mit deiner Zielgruppe. Beobachte Trends, beobachte Veränderungen in deiner Branche und schau, wie deine Zielgruppe darauf reagiert, was deine Zielgruppe beschäftigt. Wir stecken ja gerade in einer wirtschaftlich ein bisschen schwierigeren Situation. Und da ist es für mich wichtig zu verstehen, was macht das mit meiner Zielgruppe.
Und eigentlich geht es darum, jede Woche, jeden Monat etwas Neues über die Zielgruppe zu lernen oder das Wissen zu vertiefen. Und das am besten in einem Dokument zu notieren und daraus wiederum Content-Ideen abzuleiten. Das heißt, dieses Zielgruppenverständnis auszuarbeiten, war für mich eine total wichtige Erkenntnis, weil, wo kommen wir denn alle her? Wir kommen her von dem Gedanken, wir machen irgendeinen Wunschkunden-Avatar, eine Persona, notieren da, Hans, 42, Brillenträger, geht mit seinem Hund regelmäßig spazieren, interessiert sich für Netflix-Serien, so bla bla bla.
Und das ist ja nicht wirklich wichtig in den meisten Fällen. Wichtiger ist ja wirklich, was ist die Gemeinsamkeit in den Problemen und Bedürfnissen. Und dieses Wissen oder diese Wissensaneignung über die Zielgruppe, das hört nie auf. Egal auf welchem Level du bist, egal wie viel Umsatz du machst, immer weiter in die Zielgruppe einzutauchen, ist absolut essentiell, damit alles hinten raus funktioniert.
Du kannst noch so tolle Produkte kreieren, du kannst noch so tolles Marketing machen und ich erzähle das aus eigener Erfahrung, es wird nicht so gut funktionieren, wie es funktionieren könnte, wenn ich meine Zielgruppe besser verstehe. Und das ist eine Sache, die habe ich einfach echt lange unterschätzt. Deshalb ist meine vierte Erkenntnis, Zielgruppenkenntnis ist das A und O im Personal Branding. Sonst verpuffen meine Maßnahmen.
Erkenntnis Nummer 5, Storytelling verbindet und bringt leichter Reichweite. Du kannst dir vorstellen, Geschichten sind sowas wie der Klebstoff, der Menschen mit deiner Marke verbindet. Geschichten sind das verbindende Element. Persönliche Storys, die schaffen Vertrauen, die schaffen Nähe, machen deine Marke greifbar und letztlich auch, und ich mag diesen Begriff sehr, sie machen deine Marke erinnerungswürdig.
Wir erinnern uns nicht so sehr an Fakten. Wir erinnern uns an Situationen. Wir erinnern uns an Geschichten. Wir erinnern uns an Gefühle, an Emotionen, verbunden mit einer Geschichte, mit einer Situation.
Und deshalb ist es wichtig, das auch in seinen Content, in seine Personal Branding Arbeit zu integrieren. Ich war immer ein sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr rational denkender Mensch. Ja, bei mir hat letztlich das, was ich vorhin kurz angedeutet habe, nämlich der Tod meiner Mutter und die Zeit davor, das hat mich so ein bisschen aufgeweicht. Und da bin ich plötzlich auch so ein bisschen ins Spirituelle reingerutscht und habe dann Dinge entdeckt und verfolgt, die für mich vorher so fern waren, so fern waren, weil ich eben sehr rational war.
Und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals meinen Podcast gestartet habe. Damals hieß der Selbstmarketing Podcast. Und ich wollte den Podcast erst gar nicht starten, weil ich dachte, oh Gott, meine Stimme. Wer will meine Stimme hören?
Die ist ja total schrecklich. Das war das Erste, was mich schon abgehalten hat. Das, was ich über mich selbst denke. So, und das Zweite war, weshalb ich den Podcast ungern starten wollte, beziehungsweise wo ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich das meiste ist, ich dachte, wenn ich irgendein Thema habe, dann habe ich das in drei Minuten erzählt, weil ich so rational war, weil ich eigentlich einer bin, der Dinge gut auf den Punkt bringt.
Wenn wir nicht gerade in dieser Episode sind und ich sehe, dass wir schon bei 16 Minuten sind. Es wird ein bisschen eine längere Episode. So, aber damals war das so. Ich habe Dinge in drei Minuten, in fünf Minuten auf den Punkt gebracht und dachte, wie soll ich daraus eine Episode machen, die vielleicht acht, zehn, zwölf, 15 Minuten dauert.
Das konnte ich mir damals einfach nicht vorstellen. Bis ich verstanden habe und deshalb ist diese Erkenntnis so wertvoll und hoffentlich auch wertvoll für dich, Storytelling ist nicht ein Mittel, um Inhalte unnötig aufzublähen, sondern Storytelling ist ein Mittel, damit sich Inhalte besser festigen, damit man sich Inhalte besser merken kann, damit dadurch eine Emotion entsteht. So, und diesen Punkt, ja, Storytelling als Erkenntnis dir zu vermitteln, auch dafür habe ich gerade Geschichten genutzt. Ja, die Geschichte, wie es damals war, bevor ich oder als ich meinen Podcast gestartet habe.
So, und deshalb möchte ich dir auch empfehlen, teile auch du Geschichten. Ja, teile auch du mal persönliche Rückschläge. Teile auch du mal Glaubenssätze, die du hast. Teile kleine Anekdoten, die du erlebst.
Teile lustige Storys, die du hast. Erzähl deine Heldenreise. Ja, und Heldenreise muss nicht das Typische sein, was du im Kopf hast. Ja, du als Held.
Nein, meistens sind Kunden die Helden. Das ist schon mal das Erste. Nur in deiner eigenen persönlichen Story bist du der Held. Ja, es gibt von mir ein Audiotraining, Defining Moments.
Falls du das nicht kennst, schreib mir gerne eine Nachricht. Ich gebe dir gerne den Link dazu. In Defining Moments erkläre ich dir Schritt für Schritt für Schritt, wie du deine eigene Story, deinen eigenen roten Faden in deiner Biografie im Kontext des Businesses überhaupt findest und wie du das Ganze auch erzählbereit aufbereitest. Für Content, für deine Über-mich-Seite, für all das.
So, und das zu nutzen, Erfahrung zu teilen und Inhalte mit Geschichten zu verpacken. Darin liegt echt Magie. Und diese Magie solltest du auf jeden Fall für dich nutzen, weil es auch für mich eine wichtige Erkenntnis war, dass es eben ein magisches Instrument ist und ja, es am Ende natürlich auch Reichweite bringt, aber vor allem die Verbindung zu deinen Zuhörern, zu deinen Zuschauern, zu deinen Lesern ja, richtig intensiv verstärkt. Erkenntnis Nummer 6.
Langfristigkeit und Kontinuität zahlen sich aus, wobei, wenn ich diesen Punkt gerade lese hier als Stichpunkt, muss ich das eigentlich noch verstärken. Langfristigkeit und Kontinuität sind unabdingbar, wenn du mit Personal Branding startest. Eine Personal Brand ist sowas wie ein gut gepflegter Garten. Ja, es braucht Zeit und stetige Pflege.
Du kannst nicht Samen säen und am nächsten Tag erwarten, dass du einen grünen, bunten Garten vorfindest. Das funktioniert nicht. Sondern es gilt, Samen zu säen und das dann zu pflegen, zu wässern, dich zu kümmern, das Licht und so weiter. So, in den richtigen Platz.
Und du kennst ja wahrscheinlich den Ausdruck, Personal Branding ist ein Marathon und kein Sprint. Das heißt, da ist auch Geduld und Durchhaltevermögen sehr, sehr, sehr wichtig, damit das Ganze funktioniert. Und du darfst dir bewusst machen, dass eine starke Marke, eine starke Personenmarke auch, eben durch dieses regelmäßige und konsistente entsteht. Ja, Konsistenz, also Konsistenz in der Präsenz sozusagen, ja, ein stimmiges Auftreten in deinen Botschaften, Kanälen, Werten.
Das ist wichtig. Und aber eben auch das regelmäßige und den Weitblick zu haben, dass du heute etwas tust, was nicht morgen für Ergebnisse sorgt, sondern vielleicht erst in drei, in sechs oder in zwölf Monaten. Und diese Geduld, die hatte ich natürlich am Anfang wie jeder wahrscheinlich nicht. Ist doch ganz klar.
Die Geduld hatte ich nicht. Das habe ich irgendwann gemerkt, ja, dass das so funktioniert. Und mir das quasi einzuimpfen, ja, mir zu sagen, Mensch, Julian, du tust gerade etwas, das wird nicht sofort für Ergebnisse sorgen. Du tust heute etwas, das wird sich morgen nicht auswirken.
Aber wenn du dran bleibst, dann wird das Ergebnisse bringen. Und deshalb ist es auch so wichtig, auch in schwierigen Phasen aktiv und sichtbar zu bleiben. Nicht nachzugeben. Immer wieder zu sagen, ich mache das nicht für morgen oder für heute.
Ich mache das für heute in einem Jahr. Ich weiß noch, ich damals, ich habe ja als freier Journalist gearbeitet, ich war da super viel aktiv. Twitter, Konferenzen besucht und so weiter, gebloggt wie ein Wilder. Und das hat aber immer nur in meiner kleinen Bubble funktioniert.
Ja, ich bin nicht so aus meiner kleinen Bubble ausgebrochen, dass ich mal mehr Menschen, andere Menschen erreicht habe. So, aber ich bin dran geblieben. Und ich beschreibe das ja immer so als exponentielles Wachstum. So kann man sich das zumindest vorstellen.
Diese Kurve, die langsam ansteigt. Am Anfang fast gar nicht. Und plötzlich rast sie nach oben. Und das hatte ich damals auch.
Es war irgendwie so plötzlich der Moment. und davon gibt es mehrere, wo plötzlich Anfragen kamen für Jobs, obwohl ich eigentlich gar keinen Job haben wollte. Ich wollte immer Aufträge haben. Ja, natürlich kamen dann auch Anfragen für Aufträge, für Vorträge, für Interviews, für Medienpräsenz.
So, plötzlich hatte das, was ich Monate und Jahre aufgebaut habe, plötzlich hatte das positive Auswirkungen. Plötzlich hatte das einen Impact auf mein Business, auf meine Freiberuflichkeit. So, und hätte ich aber nicht durchgezogen, hätte ich nicht daran geglaubt, dass das, was ich heute mache, in einem Jahr für einen krassen Impact sorgt, dann wäre ich nicht an diesen Punkt gekommen, wo es plötzlich Auswirkungen hatte. Und deshalb möchte ich dir diese Erkenntnis auch mitgeben.
Personal Branding ist etwas Langfristiges. Und Kontinuität ist der Schlüssel dafür, dass du die Ergebnisse irgendwann spüren wirst. Deshalb glaub daran, dass das passiert und dass das nur passiert, wenn du dran bleibst, wenn du diszipliniert bist und wenn du, und das ist eine wichtige Ergänzung, nicht nur einfach diszipliniert bist, weil das irgendwann anstrengend sein kann, sondern wenn du dir vor Augen führst, wofür machst du das? Ich mache das nicht nur, um irgendwann mehr Aufträge zu haben oder ich habe das nicht nur gemacht, um irgendwann mehr Aufträge zu haben.
Ich habe das gemacht, weil ich meinen Spaß daran gefunden habe, weil ich es geliebt habe und nach wie vor tue, andere zu inspirieren. Ich liebe es, andere Menschen zu inspirieren. Und selbst wenn ich wüsste, das, was ich mache, hat langfristig keinen Effekt für mich selbst, hätte ich Lust, darin zu investieren, weil ich es liebe, andere zu inspirieren. Und vielleicht gibt es ja für dich auch etwas, was dich antreibt, auch wenn es mal nicht so gut läuft, was dich intrinsisch motiviert, auch wenn es mal nicht so gut läuft.
Und das Ganze hat dann eben den positiven Nebeneffekt, dass es sich in Zukunft für dich auszahlen wird. Und wenn der Punkt jetzt noch nicht gekommen ist, glaub mir, halte durch, dieser Punkt wird kommen. Erkenntnis Nummer sieben. Zu viele Baustellen schaden der Marke.
Und das ist eine Erkenntnis, die ist gar nicht so alt. Die ist gar nicht so alt. Und um ehrlich zu sein, ist die Erkenntnis eine, die habe ich immer mal wieder. Weil ich dazu tendiere, viele verschiedene Dinge parallel zu machen.
Und wir wissen aber, wer zu viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten will, der lässt am Ende wahrscheinlich alle fallen. Weil es einfach nicht funktioniert. Oder das Bild der vielen Hochzeiten, auf denen man eben nicht gleichzeitig tanzen kann. Und es gab immer wieder Phasen, in denen ich mich einfach komplett verzettelt habe.
Zu viele Projekte, zu viele Ideen, zu viel, ja, in verschiedene Richtungen meine Energie verteilt. Was ja gleichzeitig bedeutet, dass meine Energie für die einzelne Sache immer weniger wurde, weil ich sie auf immer mehr Dinge verteilt habe. Und ich habe irgendwann gemerkt, Fokus ist nicht nur hilfreich, sondern Fokus ist im Grunde überlebenswichtig. Projekte zu priorisieren, Nein zu sagen.
Glaubt mir, ich habe so lange gebraucht, zu verstehen, wie wichtig es ist, Nein zu sagen. Sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Dinge, die ich nicht gut kann, zu delegieren. Ich gebe meinen Kunden immer den Tipp, der Rule of One.
Ein Thema, eine Zielgruppe, eine Message, ein Kanal, ein Social Media Kanal, plus E-Mail Marketing. Aber Rule of One, sich zu reduzieren auf das Wesentliche, auch zu überlegen ein Stück weit, was ist denn wirklich Business und was darf vielleicht Hobby bleiben? Und was ist eine Idee, die ich mir aufschreibe, aber jetzt noch nicht verfolge, sondern dann, wenn ich es mir leisten kann? So, das ist eine Sache, die muss ich für mich auch immer wieder neu hervorholen, weil ich wie gesagt dazu tendiere, ja, hier nach links und rechts und überhaupt zu springen, weil mir ständig neue Ideen kommen.
Also bei mir scheitert wirklich nicht an Ideen. Es scheitert daran, dass ich natürlich nicht so viele Ideen parallel umsetzen kann. Und dass es mir und meiner Marke schadet, weil wenn ich plötzlich, ja, stell dir vor, ich würde jetzt nebenbei noch ein Kaffee-Business machen. Okay, Kaffee zahlt auf meine Marke ein, aber trotzdem.
So, und ich würde nebenbei noch einen Finanzblog machen und ich würde nebenbei trotzdem noch ein bisschen als Journalist arbeiten oder als Texter. und für Technik interessiere ich mich auch, also mache ich noch einen YouTube-Kanal zum Thema Technik und ich mache dies und jenes. So, und dann ist meine hundertprozentige Energie verteilt auf viele verschiedene Dinge. Das ist schon schlecht und ich muss natürlich auch alles in irgendeiner Form vermarkten.
Das heißt, diese vielen verschiedenen Baustellen, die ich mir aufbaue, die schaden unterm Strich meiner Marke. Deshalb ist das auch die Überschrift für diese Erkenntnis, weil die Leute irgendwann nicht mehr checken, wofür steht er denn eigentlich? Und Leute müssen checken bei dir als Personal Brand, wofür stehst du? Das ist ja das aller, allerwichtigste überhaupt.
Wenn die Leute dich nicht greifen können, wenn sie nicht verstehen, wie du tickst, wenn sie nicht verstehen, wofür du stehst, dann hilft alles andere nichts. Wir haben vorhin über Klarheit gesprochen. Klarheit löst Bremsen, war eine Erkenntnis. So, und das zahlt natürlich auch hierauf ein.
Deshalb Erkenntnis Nummer sieben, zu viele Baustellen schaden der Marke. Erkenntnis Nummer acht, und das ist eine, boah, die war unbequem für mich. Die war richtig unbequem. Nämlich, es braucht die Balance aus Nähe und Distanz.
Es braucht die Balance aus Nähe und Distanz. Die Sache ist ja, die Kunst im Personal Branding liegt ja darin, nah genug zu sein für die Zielgruppe, um auch zu berühren, um greifbar zu sein, um nicht nur so dieses, die anonymisierte Unternehmerhülle darzustellen. So, das heißt, es braucht natürlich Nähe, aber es braucht auch ein Stück weit Distanz, ferne, um respektiert zu werden. Und ja, ich weiß, die ein oder anderen werden sagen, das funktioniert doch auch, wenn man nur Nähe zeigt.
meine Erfahrungen, das ist nicht nur meine Erfahrungen, sondern auch die, durch Beobachtungen, durch Learnings anderer, ich lese ja auch Biografien, so, es taucht immer wieder mal auf, wenn wir es nicht schaffen, die Balance aus Nähe und Distanz herzustellen, dann wird irgendwas leiden. Und ich will das kurz an einem Beispiel festmachen. Bei mir war das so, ich mache es konkret an einem Produkt. Ich hatte mal ein Produkt, das war ein Einstiegsangebot, deshalb auch der Preis, eher niedrig.
Da war ich trotz dieses sehr niedrigen Invest der Kunden super, super stark präsent, sehr nah. Ich habe alle Anfragen, auch Support-Anfragen, selbst beantwortet. Ich habe wöchentlich eine Q&A gemacht. Ich war dauerpräsent.
So, und das hat aber zu falschen Erwartungen geführt, weil sie natürlich dachten, wenn ich jetzt ein Folgeangebot mache, buche, dann ist die Präsenz von Julian noch mehr da. So, und wenn ich jetzt irgendeine Frage habe, die nicht sofort beantwortet wird, dann schreibe ich ihm Julian noch mal privat auf einem Channel eine Nachricht, der ist ja so lieb und antwortet. So, und dann kamen plötzlich WhatsApp-Nachrichten. Die haben dann meine Nummer gesehen und haben gesagt, dann schreibe ich ihm kurz eine WhatsApp.
So, das heißt, und das ist gar nicht böse gemeint, aber ich bezeichne es trotzdem als respektlos. Ja, sie haben den Respekt vor meiner Zeit, vor meinen Ressourcen irgendwann nicht geschätzt. Nicht viele, ne, Einzelne. Aber diese komplette Nähe, die hat irgendwann dafür gesorgt, ja, dass Grenzen überschritten wurden.
Ich muss es einfach so deutlich sagen. Und das Beispiel jetzt mit dem Angebot war nur eines. Es betraf auch generell meine Kommunikation. Ja, ich war zu, zu lieb, zu nah dran an den Leuten.
Und im Personal Branding ist es so, natürlich geht es darum, Einblicke zu geben in das Leben, ohne privat zu werden. Privat, persönlich, immer noch mal ein Unterschied. So, weil das eben die persönliche Komponente ergänzt. Aber es ist wichtig, Grenzen zu definieren.
Deshalb der Punkt, die Balance aus Nähe und Distanz herzustellen, könnte auch heißen, definiere Grenzen für deine Online-Präsenz. Entscheide ganz bewusst, was kommunizierst du, was kommunizierst du nicht. Was lässt du zu, was lässt du nicht zu. So, wo gibt es ganz klare Grenzen?
Und dieses Spiel aus Nähe und Distanz. Also, ich habe mal mit dem Bild gearbeitet, auch da gab es Gegenwind, aber ich finde es nach wie vor gut, mit dem Bild eines Rockstars gearbeitet. Ja, mal steht der Rockstar auf der Bühne und wird angehimmelt, das muss jetzt im Personal Branding nicht sein, aber du verstehst, was ich meine. Man schaut zu der Person hoch und mal macht die Person, wie nennt man das?
Stage Diving? Ich weiß es gar nicht. Also springt in die Masse oder singt, während sie durchs Publikum läuft. So, dieses Spiel aus steht auf der Bühne und springt in die Masse und singt währenddessen, während der Rockstar durchs Publikum läuft, so das war für mich ein gutes Bild dafür, was es bedeutet, Nähe und Distanz miteinander zu vereinbaren.
Und das ist für dich als Personal Branding auch wichtig. Und das ist wahrscheinlich mit die härteste Erkenntnis eine der härtesten Erkenntnisse für mich gewesen, weil ich eben jemand bin, der eigentlich gerne die Nähe herstellt, der gerne Nähe zulässt. aber wir sind in einem Business-Kontext unterwegs und wenn dadurch durch das Verschieben der Grenzen auch der Respekt an der einen oder anderen Stelle wegfällt, dann kann das nicht funktionieren. Deshalb ganz, ganz wichtiger Punkt der Erkenntnis Nummer 8.
Definiere klare Grenzen und stell die Balance her aus Nähe und Distanz. Erkenntnis Nummer 9. Perfektionismus bremst. Und das ist natürlich nicht nur eine Erkenntnis fürs Personal Branding, das ist generell eine Erkenntnis im Business, aber auch darüber hinaus.
Perfektionismus ist einfach, man muss es so sagen, ist oft der größte Feind des Guten, der größte Feind des Fortschritts. Ich habe lange versucht, alles perfekt zu machen oder möglichst viel perfekt zu machen. Sei es jetzt Content, die Positionierung, Auftritte, Präsentationen, so Produkte, aber Perfektion ist nicht das Ziel, sondern Fortschritt. Also lass mich auch da ein Beispiel machen.
Wenn ich versuche, erst dann etwas zu posten, wenn der Beitrag vermeintlich perfekt ist, dann werde ich nicht posten in einer Zeit, in der deine Mitbewerber schon sehr lange am Posten sind. Wenn ich ein Produkt erst dann auf den Markt bringe, wenn es vermeintlich perfekt ist, dann werde ich kein Produkt auf dem Markt haben, während Mitbewerber schon Geld verdienen. So und so kannst du das jetzt auf vieles andere übertragen. Wenn du dich noch nicht perfekt vorbereitet fühlst, für ein Interview in einem anderen Podcast, dann wirst du zu Hause sitzen und Podcasts lauschen, während andere in einem Podcast zu Gast sind und eine gewisse Präsenz dadurch bekommen.
So und deshalb ist es eben wichtig, ja, dir realistische Deadlines natürlich zu setzen, dich daran zu halten und aber auch so ein bisschen das Prinzip von einem Minimum Valuable Product, ich glaube, so wird es ausgesprochen, das Prinzip quasi zunutze zu machen. Also, geh mit einer Mindestversion eines Produkts raus, nutze das für deine Personal Brand, geh mit einer Mindestversion deines Webinars raus und teste es. Geh mit einer unperfekten Version vom Content raus. Hauptsache, du bist schon präsent.
Also, verabschiede dich von dem Gedanken, dass alles, was du tust, dass dein Außenauftritt perfekt ist, nicht nur, weil es ausbremst, sondern auch, weil, und das ist eben dann doch die reine Personal Branding-Komponente, weil Perfektion bei Menschen nicht anziehend ist. Perfektion ist nicht anziehend, aber genau das willst du ja sein. Deshalb funktionieren übrigens häufig Selfies in Social Media besser als das perfekt geschootete Foto, weil Perfektion häufig bei Menschen nicht anziehend ist, sondern das Unperfekte. Und das gilt auch für deinen Content, das gilt für alles.
Natürlich können wir immer eine Schippe drauflegen, ist ja ganz klar, aber dieses Prinzip eines Minimum Valuable Products, ich glaube, Valuable ist falsch ausgesprochen, aber du weißt, was ich meine. Also mit dieser Haltung rauszugehen, die Mindestanforderung erfüllt ist, da kann ich einen Haken dran machen, ist nicht perfekt, aber die Mindestanforderung und auch die Ansprüche, die Mindestansprüche von mir selbst erfüllt ist, dann gehe ich damit raus, dann teste ich das Webinar, dann schaue ich mal, was der Content an Resultaten bringt, dann gehe ich mit dem Produkt raus und optimiere eben im Prozess. Und das ist einfach wichtig, weil du sonst versauerst, während andere Gas geben und das wäre ja verdammt schade. Erkenntnis Nummer 10, die letzte für heute und das ist eine Erkenntnis, die habe ich mir extra bis zum Schluss aufgehoben, weil sie ja inzwischen auch jetzt schon ein paar Jahre alt ist, aber noch nicht so alt ist und eine Erkenntnis, die haben glaube ich viele einfach nicht auf dem Schirm, weil sie nicht das Bewusstsein dafür haben.
Ich habe ihr mal die Überschrift gegeben, hier in meinen Notizen, ohne selbstkritische Reflexion hätte ich mich verlaufen. Ohne selbstkritische Reflexion im Business verläufst du dich. Lass es mich so erklären, das regelmäßige Reflektieren von dem, was ich tue, ist so ein bisschen wie mein Navigationssystem für meine persönliche und berufliche Entwicklung, weil manchmal verliert man sich aus den Augen oder manchmal verliert man seine Ziele, das was man eigentlich möchte, auch seine Werte, manchmal verliert man das irgendwie aus den Augen, warum es auch immer so ist und tatsächlich war das bei mir so, dass ich mich in der in der Jagd nach Umsatz, in der Jagd nach, ja, ein Stück weit auch mal nach Reichweite, aber vor allem in der Jagd nach Anerkennung, ich habe vorhin darüber gesprochen, dass ich so ein typischer People-Pleaser bin, dass ich mich da zeitweise von mir und meinen Werten entfernt habe, nicht extremst entfernt habe, aber ich habe rückblickend gemerkt, ich habe mich da ein bisschen von entfernt. Ich will dir mal ein konkretes Beispiel nennen, ich war mal eine Zeit lang in einer Welt von Mentoren unterwegs, die haben riesige Ziele kommuniziert, was man nicht alles erreichen kann und die haben mir auch riesige Ziele eingeredet, was sie mit mir erreichen wollen und was möglich ist für mich und das hat, da habe ich mich anstecken lassen von diesem Feuer, wo ich dachte so, krass, mega und bam, natürlich mega genial und man davon abgesehen, dass das in der Form nie so funktioniert hat, habe ich irgendwann gemerkt, warte mal, warte mal, stopp, das eingeredete Ziel, das ist überhaupt nicht meins, das Ziel der anderen, das ist überhaupt nicht mein Ziel, das wollte ich gar nicht, in der Welt wollte ich gar nicht sein, das ist überhaupt nicht das, was mich angetrieben hat, das ist nicht das, was mein Feuer in mir entfacht, das ist nicht das, weshalb ich mich mal selbstständig gemacht habe, ich habe Ziele von anderen auf mich übertragen, ich habe die Definition Erfolg von Erfolg von anderen einfach zu meiner Definition gemacht, obwohl meine Definition Erfolg von Erfolg eine ganz andere ist, obwohl meine Definition von Erfolg als Personal Brand eine ganz andere ist, für mich ist Impact das Wichtigste, ja Umsatz muss immer Mittel auf und ist doch klar, Impact ist für mich das, was mich antreibt, ich habe vorhin schon gesagt, Inspiration, wow, kriege ich Gänsehaut, wenn ich andere inspirieren kann, so das, das ist das, was mich antreibt und das habe ich ein Stück weit in dieser Phase etwas aus den Augen verloren und das habe ich aber erst gemerkt und das ist der Punkt, das habe ich erst gemerkt, als ich mir Zeit genommen habe zum Reflektieren und Zeit genommen habe zum genauen Hinschauen, was eigentlich meine Ziele sind, was meine Definition von Erfolg ist und deshalb lautet eben diese zehnte Erkenntnis auch, du verläufst dich, wenn du nicht regelmäßig und selbstkritisch in die Reflektion gehst, weil du vielleicht anderen Dingen hinterher läufst, die gar nicht deine sind und weil du dir Feedback einholst von Menschen, die von denen du eigentlich gar kein Feedback hören möchtest oder weil du dir das Feedback von Mentoren oder vertrauenswürdigen Kollegen von vertrauenswürdigen Menschen im Umfeld nicht einholst, obwohl du eigentlich deren Meinung schätzt, weil du nicht regelmäßig Reflektionsphasen einlegst, weil du nicht meinetwegen ein vierteljährliches Review machst.
Wo stehst du gerade? Welche Ziele verfolgst du gerade? Sind das deine Ziele? Was ist deine Vision?
Immer wieder? Ich mache gerade mit meinen Kunden in der Solopreneur Lounge unter anderem mache ich gerade zum Zeitpunkt der Aufnahme die Jahresplanung und wir starten die Jahresplanung nie mit der Planung, sondern wir starten immer damit zurückzublicken, hinzuschauen, sich auszurichten und darauf basierend die Planung zu machen und deshalb ist es so wichtig genau dafür regelmäßig Zeit einzuplanen, damit du nicht Dinge hinterherläufst, die gar nicht dir sind, die gar nicht dir wichtig sind, denn der Effekt und wir reden ja hier von Personal Branding, der Effekt ist nicht nur, dass sich dein Business vielleicht in eine Richtung entwickelt, die du gar nicht haben möchtest oder dass sich dein Business nicht entwickelt, obwohl es sich ja weiterentwickeln soll, sondern der Effekt ist auch, dass das in einer Weise auf deine Marke, auf deine Personal Brand abfärbt, wie du es dir gar nicht wünschst, wie deine Marke gar nicht sein soll, wie deine Wahrnehmung gar nicht sein soll, einfach nur, weil jemand anderes einen starken Einfluss auf dich hatte oder um es anders zu formulieren, weil du diesen Einfluss ermöglicht hast, zugelassen hast. Deshalb Erkenntnis Nummer 10, regelmäßig selbstkritisch reflektieren sorgt dafür, dass du dich nicht oder nicht zu lange verläufst. Ganz ehrlich, ich könnte jetzt noch ewig weiterreden zu jedem einzelnen Punkt und vielleicht interessiert dich auch dir ein oder andere Punkt noch ein bisschen näher, dann mache ich dazu auch gerne eine Episode.
Wenn das der Fall sein sollte, schreib mir gerne bei LinkedIn, schreib mir gerne bei Instagram, schreib mir auch gerne eine E-Mail an info.julainheck.de melde dich da gerne, gib Feedback zu der Episode, gib vor allem auch Feedback dazu, was du gerne noch vertieft haben möchtest, dann mache ich das gerne. In den über 10 Jahren Personal Branding stecken natürlich noch jede Menge mehr Erkenntnisse drin, aber ich glaube, das machen wir dann zum nächsten Rundenjubiläum, vielleicht nach 15 Jahren Personal Branding oder nach 20 Jahren oder wie auch immer zum nächsten Meilenstein, aber für heute soll das genug gewesen sein, wenn du diese und weitere Episoden künftig nicht verpassen magst, dann abonniere unbedingt jetzt den Branding Barista Podcast, empfehle ihn gerne weiter und wir hören uns dann in der nächsten Episode wieder. Bleib dir treu, dein Julian. Bis zum nächsten Mal.
Zu dieser Folge gibt es einen ausführlichen Artikel:10 Erkenntnisse aus über 10 Jahren Personal Branding