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Calvin Hollywood im Interview: Communityaufbau & Heißakquise (Teil 1)

·37 Min.

Communityaufbau & Heißakquise Heute bin ich nicht alleine im Podcast - sondern habe einen besonderen Interviewgast dabei - Calvin Hollywood. Calvin kommt aus der Fotografie und war bekannt als Photoshop-Experte - er bezeichnet sich als Mentor, Autor, Podcaster, Speaker, Coach, etc. - für mich ist Calvin Mister Community. Calvin selbst sagt über sich, er sei der Businesscoach im Sportanzug. Und was ihn auf den Punkt bezeichnet, ist, dass er ein Communityliebhaber ist. Er spricht heute über seinen Weg vom Photoshop-Experten bis heute zum erfolgreichen Businesscoach und Speaker. Und nicht nur das - er verrät seine Erfolgsgeheimnisse und wie es "damals" war, sein Business aufzubauen. Außerdem spricht er auch über seine Erfahrungen und den Umgang mit Hatern. Wofür steht heute die Marke Calvin Hollywood? "Für ein authentisches Business und Unternehmertum, welches sich sehr stark an die Herzen der Menschen orientiert. Mensch zu Mensch. Ehrlich. Ethisch. Ein Unternehmen mit Werten." Seine Unternehmens- bzw. Gründerwerte sind Karma (Wir denken zuerst an die Anderen) Selbstverwirklichung Vertrauen (in die Community und in die eigenen Leistungen) Wert (Niemand verkauft sich unter Wert) Und sein Eyeopener war das Buch "Das Café am Rande der Welt!". Außerdem spricht er über seine Einkommensquellen und Vieles mehr. Mehr über Calvin findest auf seinem Blog oder auf seiner Website, sowie auf Instagram. Wenn Du jetzt zudem mehr über Personal Branding erfahren willst, schreibe uns eine E-Mail an podcast@julianheck.de oder sei unbedingt am 31.03.2022 beim LiveTraining dabei. Bleib Dir treu, Dein Julian
Transkript lesen (139 Absätze)

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Ja, willkommen beim Branding Barista Podcast zu einer sehr speziellen Episode. Ich bin nämlich heute zum ersten Mal in diesem Podcast nicht alleine, sondern habe jemanden zu Gast, Calvin Hollywood, der ja früher aus der Fotografie kommt, bekannter Photoshop-Experte war, heute in einem ganz anderen Bereich unterwegs, das aber viele Kunden aus dem Segment hat. Ich habe mal geschaut, als was du dich bezeichnest. Mentor, Coach, Speaker, Autor, Podcaster, ich weiß nicht, was noch alles dazukommt.

Und für mich bist du tatsächlich Mr. Community. Schön, dass du da bist. Ja, Julian, vielen, vielen Dank.

Ich weiß selbst nicht, wie ich mich oft bezeichnen sollte. Ich sage immer, der Business Coach im Sportanzug. Ich glaube, das wird mal ein neuer Slogan. Aber was du gesagt hast, gut, Mr.

Community, also zumindest mal ein Mensch, ein Community-Mensch, ein Community-Liebhaber, das trifft es auf den Punkt. Und schön, dass ich hier heute mit dabei sein darf. Das freut mich sehr und ich bin sehr gespannt. Ganz liebe Grüße auch in deine Community.

Ja, vielen Dank. Ich würde ganz gerne mit dir mal so ein bisschen, ja im Prinzip von vorne anfangen. Du hast ja wirklich in Sachen Photoshop, hast ja richtig gerockt, kann man schon sagen. Hattest du das Ziel, da so richtig bekannt zu werden, auch international bekannt zu werden?

Hattest du das vor Augen von vornherein? Von vornherein nicht, nee. Von vornherein habe ich einfach nur Photoshop gemacht, weil ich das Programm faszinierend fand. Beziehungsweise, ich glaube, ich hatte zum ersten Mal die Möglichkeit, mich kreativ auszuleben.

Ich war noch nie in meinem Leben kreativ. Kann ich malen, kann ich singen, keine Musik, nichts. Und plötzlich war das einfach so eine Möglichkeit. Und nach einem Jahr habe ich schon gemerkt, so hoppla, damit lässt sich ja vielleicht auch Geld verdienen.

Das wäre toll. Und dann so nach ein, zwei, zwei Jahren habe ich gemerkt, verdammt. Das hat etwas in mir ausgelöst. Und dann wollte ich erst mal, war das große Ziel, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Und dann, das muss 2008 gewesen sein, da war ich dann so drei Jahre im Game. Und dann habe ich mir gesagt, alles klar, jetzt international, Vollgas, Amerika, überall. Und das hat mich dann so lange verfolgt, bis es dann soweit war und ich dann auch international unterwegs war. Ja, sehr krass.

Aber du hast damals, wie hast du deine Sichtbarkeit aufgebaut? Weil, jetzt muss ich mir überlegen, 2008 und so weiter, Instagram und Co. kann ja noch nicht die Plattform gewesen sein. Gar nichts gab es da.

Nur nicht mal YouTube. Also YouTube war ja so 2005, 2006 ist das irgendwie so richtig durchgestartet. Also ich habe damals, war ich in Foren aktiv und meine Strategie war ganz einfach. In allem, in jedem Forum anmelden.

Also heute würde man sagen, melde dich auf jeder Social-Media-Plattform an, die es gibt und schreib dir die Finger wund. Und lass da Spuren da. Wobei heute würde ich sagen, du brauchst nicht mehr auf vielen Plattformen aktiv sein, auf ein paar wenige und da viel Herzblut rein. Damals bin ich auf die Masse gegangen, habe mich in jedem Fotografie-Retusche-Forum, Deutschland, international, überall angemeldet.

Und habe kommentiert wie ein Irrer. Ich wollte einfach haben, dass der Name Calvin Hollywood sich verbreitet und das Glück herausfordern, die richtigen Leute zu treffen, die mich dann meinem Ziel näher bringen. Genau, also das war die Kernstrategie. Aber du hast nicht überall quasi Werbung hinterlassen, dass man dich buchen kann oder sonst was, sondern du hast geholfen?

Nee, nee, nee, überhaupt nicht. Also das war auch nie mein Ding. Das Kommerzielle hat sich immer ergeben. Kommerziell hatte ich nie einen Plan.

Also ich war auch, ich war schon für Adobe unterwegs, für die ganz Großen war immer unterbezahlt. Also da war es sogar so, dass Adobe zu mir gesagt hat, sag mal, willst du nicht mal deine Gage verdreifachen? Also ich meine, wir zahlen das gerne, aber das ist viel zu wenig. Also ich war immer unterbezahlt.

Das Kommerzielle hat mich nie angesprochen so. Es war immer Status, Anerkennung und Helfen. Und ja, das Kommerzielle hat sich immer mehr oder weniger ergeben. Okay.

Würdest du sagen, es war damals leichter, Reichweite aufzubauen oder Bekanntheit zu erlangen als heute? Ja, also in der Breite auf jeden Fall. Heute hat man eher, heute ist es, also wenn du heute ein virales Video oder, weißt du, dieses auf einen Schlag bekannt werden, ist heute wahrscheinlicher, glaube ich. Weil diese Verbreitung enormer ist.

Aber wer heute Reichweite aufbauen will, hat es echt schwer, weil so viele mitspielen. Und das war damals definitiv einfacher. Also damals konntest du halt über Fleiß gehen und es war unvermeidbar, dass du Reichweite bekommst und bekannter wirst. Heute reicht Fleiß nicht mehr aus.

Du brauchst fast schon auch Glück, die richtigen Kontakte und so weiter. Aber was heute deutlich einfacher ist, ist, wenn man sich dann halt auf Tiefgründigkeit konzentriert. Weil diese Möglichkeiten der Interaktion, damals war ja nur Text zu Text. Heute gibt es Audio, Video, dann über Live-Streams.

Also diese Möglichkeiten, die waren damals so schwer, sich wirklich in die Herzen zu schießen. Also es war alles Oberfläche, weil es ging nur Text zu Text. Es gab ja noch nicht mal Audio-Formate, so wie WhatsApp oder so. Also waren mir nicht bekannt.

oder was weiß ich, aber das war ja alles damals nicht so bekannt. Und diese Tiefgründigkeit ist heute besser. Das ist übrigens so sehr wecker, dass wir einen Podcast haben. Diese Tiefgründigkeit ist heute besser.

Aber Reichweite aufbauen damals einfacher, fand ich ja. Okay. Du hast aber dann, als du noch in dem Photoshop-Game warst, schon später dann noch Instagram und Co. genutzt.

Das war nicht erst in der jetzigen Phase sozusagen. Ja, irgendwann kam dann, ich weiß es noch, es war die Melanie aus Frankfurt, eine Fotografin, die gesagt hat, melde dich mal bei Facebook an. Und ich so, ach nee, die hat mir auch mal irgendwann diesen Screenshot geschickt und ich so, ach, ich weiß nicht. Und damals hatte ich schon Events veranstaltet für 300 Leute, Hörsaal, Kaiserslautern, 300 Menschen, rappelvoll.

Krass. Aus ganz Deutschland kamen die, alles überfohren. Und heute ist es unvorstellbar, frage ich mich, wie habe ich das Ding vollgekriegt, ne? So ohne Facebook, ohne Social Media.

Ja. Aber ich habe mich dann, glaube ich, relativ spät, verhältnismäßig spät angemeldet. Und dann aber halt Vollgas rein und schnell gewachsen und die Reichweiten waren damals noch, also ich hatte damals dann irgendwann so 60.000 Follower und 50.000 Reichweite, was heute so unvorstellbar ist vom Verhältnis. Damals habe ich dann mit 80.000 Follower einen Livestream gemacht.

Ich hatte einen Blauen Hagen und konnte relativ früh Livestreams machen. Ich schalte das Ding ein, direkt 1.000 Menschen mit dabei, wo du denkst, wie ging das damals? So, weißt du, es waren noch ganz andere Verhältnisse. Hast du damals, also was war der ausschlaggebende Punkt, dass du damals so durchgestartet bist in der Photoshop-Zeit?

War es einfach nur dein Fleiß oder hattest du in irgendeiner Form einen USP? Was war der Erfolgsfaktor? Ego. Mein Ego.

Anerkennung. Das wilde Streben nach Lob, Anerkennung und Respekt. Also gebe ich ganz offen zu. Ich habe heute Morgen Personal Coaching gehabt, da habe ich genau davon abgeraten.

Irgendwann muss der Punkt kommen, wo es weggeht vom Ego. Aber am Anfang, sage ich dir ganz ehrlich, mir ging es einfach nur darum, das war so geil, wenn du über die Fotokina läufst und Leute wollen Autogramm. Also am Anfang war es nicht geil, aber später hat man das akzeptiert. Also boah, Gras und Bekannt und Status, Anerkennung.

Ich war halt immer ein Außenseiter, so bis zu meinem 18. Lebensjahr. Und das war, du kommst plötzlich in der Welt rum, landest an Orten, weißt du, bist die ganze Jugend immer mal vielleicht in Kroatien oder so gewesen oder in Jugoslawien im Nachbarland oder in der Schweiz. Und plötzlich fliegst du nach Dubai und dann die Kunstschule nach Amerika.

Das war alles statusgetrieben. Das war mein großer Antrieb. Ich wollte der Bekannteste werden, der Beste werden. Sehr wettkampforientiert, aber immer fair halt gespielt.

Das war eine Ego-Sache. Das kam erst viel später, dass ich Gott sei Dank mich von diesem Ego lösen konnte. Okay, Erfolgsfaktor Ego ist ja auch nicht verkehrt, aber war dann so. Ja, das Streben nach Anerkennung.

So war das bei mir damals. Wie gesagt, ich würde es nicht langfristig empfehlen, aber ganz am Anfang spricht doch nichts dagegen. So, okay. Bist du damals an dem Punkt dann quasi so ein bisschen zu diesem Coaching, Beratungs, Mentor-Business rüber, wo du am Höhepunkt warst, der Photoshop-Zeit?

Oder bist du quasi gewechselt, weil es nicht mehr so gut funktioniert hat? Überhaupt nicht. Also am absoluten Peak. Ich habe damals, konnte ich nicht mehr nach Amerika einreisen.

Ich hatte mal irgendwie ein Visum, also ich habe nie ein Visum beantragt, weil ich habe noch nie auch eins gebraucht. Und plötzlich brauchte ich eins, durfte dann nicht mehr nach Amerika. Und dann ist schon so, aber ich war schon in Amerika und habe dann aus Deutschland für Amerika produziert. Also ich war am absoluten Peak.

Aber ich habe einfach gemerkt, dass die Leute jetzt andere Fragen hatten. So, hey, wie geht es zu Social Media? Wie macht man das? Und dann habe ich gesagt, okay, ich erkläre es.

Dann kam so, wie verdient man mit der Fotografie Geld? Dann habe ich angefangen, Kurse zu machen, kommerzielle Porträtfotografie. Und dann, ja, aber wie hält man sein Business am Leben? Also es waren andere Fragen.

Und das war für mich eher ein finanzieller Rückschritt. Also mein Unternehmen ist auch immer gewachsen, außer in einem Jahr, wo ich die GmbH gegründet habe. Und ich weiß nicht mehr genau, wann es war. Aber es war, da kamen dann neue Mitarbeiter ins Team.

Es war mehr businessorientiert. Es war sehr viel Veränderung. Und es war das einzige Jahr, wo so ein bisschen weniger war, also gleich geblieben ist. Also es war nicht, der Wechsel war wirtschaftlich nicht lukrativer.

Okay. Aber ich habe gemerkt, da steckt mehr Sinnhaftigkeit drin. Für mich eine neue Challenge. Und ich habe das auch nicht gemacht, weil ich das wollte, sondern weil andere das wollten.

Ja. Und es hat mich auch viel Shitstorm gekostet. Was heißt viel? Aber es waren einige.

Ich habe gerade gestern Abend wieder mit einem geschrieben, der gesagt hat, ey, damals, als du weggegangen bist, hat mich so angepisst und er dann gegen mich geschossen und hate. Und weil ich der Szene in den Rücken gekehrt habe, für mich hat es sich nie so angefühlt. Aber ich war auf einmal nicht mehr der Lieferer von diesen Sachen. Aber für mich war das sinnhafter.

Ich wollte nicht von dem Planeten abkratzen und sagen, ich habe vielen Leuten Photoshop beigebracht, sondern vielleicht geholfen, aus dem Hobby einen Beruf zu machen und so. Und es war einfach größer, sinnhafter. Und dann habe ich das gemacht. Okay.

Hast du mal, wir kommen gleich zu den Shitstorms nochmal. Aber hast du mal so ein Gedankenexperiment gemacht? Wo wärst du jetzt im Photoshop-Bereich? Hättest du es durchgezogen?

Naja, ich versuche es, ja. Ich versuche es immer so zu vergleichen mit den, ich gucke mir einfach die Kollegen an, die dabei geblieben sind. Ja. Also es sind ja viele, die ich damals kannte, dabei geblieben.

Die machen es immer noch. Ein paar wenige haben so mehr oder weniger überlebt. Also die gibt es noch. Die meisten gibt es nicht mehr.

Es hat sich irgendwie, weil die Fotografie und alles hat sich verändert. Du kannst eine Software irgendwann nicht mehr erklären, weil kaum Erneuerungen dazukommen und wenn du dann davon abhängig bist. Aber ein paar gibt es noch und du kannst natürlich nie in den Menschen reinschauen, wie glücklich jemand wirklich ist. Weil dafür brauchst du auch nicht viel Umsatz oder so.

Also ich wäre wahrscheinlich heute immer noch da unterwegs. Aber faktisch wäre ich nicht wirtschaftlich da, wo ich heute bin. Wäre jetzt vielleicht auch nicht schlimm gewesen, aber du kommst halt mit Photoshop-Tutorials und so weiter, kommst du nicht in die Liga wirtschaftlich. Da kommst du vielleicht auf 100.000 Euro im Jahr oder so mit Kursen, aber du kommst nicht in die Millionen.

Und wie gesagt, das muss man auch gar nicht. Aber ich könnte nicht das Leben führen, bin ich mir sicher, wie heute. Ich kenne auch keinen, der in dem Bereich geblieben ist, der in der Liga spielt. Okay.

Aber wie gesagt, muss man auch gar nicht. Aber ich bin sehr froh und dankbar. Es fühlt sich auch ganz anders an jetzt, wo ich überall unterstützen darf. Und von dem her war das alles gut so.

Aber ich vermisse die Zeit schon noch manchmal. Aber du wirst noch erkannt, ne, teilweise. Das bekomme ich ja immer mal mit aus der Fotografenzeit. Ich könnte da vor Freude heulen, wirklich.

Ich war gerade gestern auf Twitch live, bin dann bei irgendeinem in den Twitch-Stream rein und habe gesehen, er macht Fotografie. Und das war gestern wie so ein Zeichen. Und er so, hey, du bist aber nicht der Calvin Hollywood von damals. Und ich so, boah, ist das schön.

Ist das. Also, da bin ich halt auch echt dankbar. Also, ich habe meine Spuren in der Branche definitiv hinterlassen. Und wenn ich dann sowas sehe, fehlt mir die alte Zeit.

Ja, glaube ich. Aber egal, ob sie fehlt, ich will nicht mehr komplett so tief da rein. Es ist gut so, wie es ist. Ja, dann perfekt entschieden.

Nochmal ganz kurz zu den Shitstorms. Ich glaube, das erlebt ja jeder in irgendeiner Form mal, wenn er mehr Sichtbarkeit bekommt, wenn man sich auch positioniert, wenn man sich profiliert, wenn man Haltung zeigt. Kannst du dich noch an deinen ersten, weiß nicht, an deinen ersten Hate-Kommentar oder an deinen ersten Shitstorming klein erinnern? An die ersten Hate-Kommentare nicht mehr.

Aber ans erste Mal, und das war lustigerweise, aber es gibt ja keine Zufälle, genau mit der Person habe ich gestern kurz geschrieben, aber nicht lange, weil ich habe keinen Bock mehr. Und es gab mal diese eine Person, die das übertrieben hat, die hat monatelang auf ihren Kanälen gegen mich geschossen. Und es gab immer wieder Leute, die ein bisschen ausgeteilt haben. Und das ist auch okay.

Aber da war halt dann eine Person, das war auch die Einzige, die es übertrieben hat, die sehr lange gegen mich geschossen hat. Und dann habe ich irgendwann mal gesagt, pass mal auf. Habe ich es öffentlich gepostet, habe der Beachtung gegeben und habe gesagt, pass auf, ich zahle dir ein Erste-Klasse-Ticket, komm vorbei, ich kostengegen auf mich und sag mir das alles mal ins Gesicht und wir nehmen mal ein Video auf. Dann habe ich einfach die Nase voll.

Und dann war Ruhe. Okay. Weil dann kam meine Community so. Also, oder die Person hat es mal aus einer anderen Perspektive betrachtet.

Und es gab schon in den letzten fünf bis zehn Jahren immer wieder Leute, die mir geschrieben haben, ach damals, ich mochte das nicht und Business-Coach, aber heute verstehe ich es. Ich glaube, keiner, der richtig hatet, meint es richtig ernst, wenn man einen Kontakt hätte. Das Internet, die Distanz sorgt einfach dafür, dass sowas schneller mal rausgehauen wird. Aber die meisten Hater, glaube ich, wenn ich mit denen auf einer Grillparty sitzen würde, wir würden uns super verstehen.

Ja, cooles Bild. Da bin ich mir ziemlich sicher. Aber es gibt ja einige, die würden wahrscheinlich jetzt nicht so locker und lässig damit umgehen. So sagen, ich schenke dir ein Erste-Klasse-Ticket oder kaufe dir eins.

Was redest du denn? Weil es hemmt ja auch viele tatsächlich, sich zu zeigen und mal eine Ecke zu haben. Das bringt mich zum Kotzen, wirklich. Das ist, weil ich konnte das breite Kreuz ja entwickeln.

Weil ich bin jetzt auch schon seit über 16 Jahren jeden Tag auf Social Media aktiv. Und ich hatte schon immer so über die Bundeswehr, da entwickelt es natürlich schon. Ich habe eine Ausbildung gemacht und es war damals noch eine andere Zeit. Da entwickelt man schon.

Das war okay. Aber wenn ich heute sehe, wie viele da dran nagen und dann keinen Bock mehr drauf haben, weil sie Zweifel haben, weil sie Shitstorm bekommen von außen, das ist scheiße. Also am Anfang empfehle ich dich löschen und blockieren. Aber das hilft nur bedingt, was mir am besten geholfen hat oder was ich immer wieder empfehle.

Und der Tipp kommt nicht von mir, sondern von der inzwischen leider verstorbenen Vera F. Birkenbiel. Und das war für mich der großartigste Tipp, den ich je gehört habe. Und zwar, wenn dich jemand beleidigt oder hatet, dann geh einfach mal ganz kurz in den Gedankengang, dass es der Person nicht gut geht.

Stell dir vor, die Person hat gerade ein Familienmitglied verloren, sie ist arbeitslos und sie ist sehr gefrustet. Und der Frust muss irgendwo hin. Und jetzt kommst halt du und erinnerst die Person mit deinem Erfolg, mit deinem Erleben an ihre Unfähigkeit. Es ist doch klar, dass sie dann irgendwo versucht, Dampf abzulassen.

Und wenn man eine Person nur aus reinem Selbstschutz einfach mal so betrachtet, dann ist dieser Hate gar nicht mehr so stark, weil du verzeihst. Und vorgestern hat mir meine Frau auch so gesagt, ey Schatz, hast du gesehen, da hat jemand da was kommentiert. Ich habe so ein Mönchbild hochgeladen und hat einer gesagt, irgendwie so, ey Calvin, was denkst du, red dir nicht ein, du wärst so. Irgendwie so ein Ellenbogen-Kommentar.

Ich fand es nicht schlimm. Und meine Frau so, ey, immer diese Hater. Und ich so, guck mal, da tue ich jetzt ganz entspannt antworten. Dann habe ich der Person geantwortet, du hast recht, ich habe mit Mönch nicht viel gemeinsam, deswegen will ich ja mal da hin.

Und ich habe völlig nett geantwortet. Und die Person, ah ja, war ja auch nicht böse gemeint. Weißt du, das war so angenehm, aber bleib ruhig. Und als mir meine Frau das gesagt hat, sagt sie, was fühlst du dabei, wenn du das so siehst?

Und ich sage so, armer Kerl. Weil der Mutter ist ja gerade gefrustet wegen irgendwas, weil ich ihn scheinbar mit dem Poster und was erinnere, wo er irgendwo eine Erfahrung gemacht hat. Ja, es tut mir leid halt für ihn, aber mir geht es ja gut so. Und diese Haltung hat mir immer geholfen oder rate ich anderen immer, ja.

Ja, starker Tipp. Viele gehen ja in so eine Rechtfertigungshaltung und wollen kontern. Nö, behandle die Hater. Also einfach mit Liebe antworten.

Ich mache das auch nicht immer. Manchmal prange ich auch welche und schieße gnadenlos zurück. Ja. Muss sagen, da kommt manchmal auch so ein anderer Typ raus.

Aber ansonsten antworte mit Liebe, Verständnis, akzeptiere und sag, stehe auch gerne mal dazu. Sag auch gerne mal, das ist schade, was du jetzt gerade geschrieben hast, hat mich auch verletzt, aber du wirst deine Gründe haben, alles gut. So, alles Gute für die Zukunft. Und dann wirst du merken, manche fahren dann wieder deutlich zurück.

Ja, guter Tipp. Lass uns mal zu dem kommen, was du heute machst. Was würdest du denn sagen, wofür steht die Marke Calvin Hollywood heute? Für authentisches Business, Unternehmertum, welches sehr stark sich an die Herzen der Menschen orientiert, organisch aufgebaut ist und sehr viel über Mensch zu Mensch geht.

Also, wenn ich jetzt gegen andere schießen dürfte, würde ich sagen, ehrliches Unternehmertum, kein fakehaftes Unternehmertum, was auf Werte basiert und auf Ethik basiert, im Gegensatz zu vielen anderen. Aber das ist jetzt eigentlich nicht, das geht gegen meine Einstellung, das so zu sagen. Aber wenn ich es übertrieben formulieren müsste, um es besser darzustellen, würde ich so sagen, ja. Ja, das ist Abgrenzung, gehört ja dazu.

Was sind denn Werte, die dir wichtig sind? Also, du hast ja vorhin schon von Wachstum gesprochen, Wachstum ist ja auch cool. Aber aus welchem Grund willst du wachsen? Was ist so das, was dich antreibt?

Also, aktuell will ich gar nicht mehr wachsen, ist überhaupt nicht mehr das Anliegen. Also, wir haben schon vor zwei Jahren im Unternehmen besprochen, mit allen im Team, dass kein finanzieller Wachstum angestrebt wird, sondern Wachstum in anderen Bereichen. Dafür haben wir uns entschlossen. Dieses Jahr haben wir gesagt, komm, eigentlich könnte man wieder Gas geben und haben 200k draufgelegt aufs Jahresziel.

Okay. Also, es ist verhältnismäßig leichter oder, ja, es ist eine große Summe, aber leichter Wachstum. Aber das steht nicht an erster Stelle. Wir haben verschiedene Unternehmenswerte.

Der erste Unternehmenswert, den wir haben, oder nennen wir es Gründerwerte, ist Karma. Also, ich will immer haben, dass egal, was wir tun, wir in erster Linie an andere denken, mit dem, was wir tun und nicht an unseren eigenen Profit. Also, es ist auch für jeden im Team wichtig. Der zweite Unternehmenswert ist Selbstverwirklichung.

Also, bei allem, was wir tun, geht es darum, dass wir dadurch auch die Möglichkeit haben, uns selbst zu verwirklichen, weil daran wächst man, daran verändert man sich. Und wenn jemand sich nicht selbst verwirklichen kann vom Unternehmen in der Arbeit, in der wir tun, dann ist vielleicht die falsche Arbeit. Vertrauen ist der dritte Unternehmenswert. Einmal Vertrauen in die Community.

Also, wir brauchen keine Copyrights drauf machen. Wir vertrauen. Alles ist ehrlich. Und wenn jemand, also wir haben keine Angst vor das, was Copy and Paste hin und her.

Wir vertrauen in unsere Community. Deswegen auch die Transparenz. Ja. Und wir vertrauen in unsere eigenen Leistungen, natürlich.

Und der letzte Wert ist tatsächlich Wert. Das heißt, niemand verkauft sich unter Wert. Das heißt, was wir abliefern, hat einen hohen Wert. Und deswegen berechnen wir auch fair und nicht zu billig oder günstig.

Also, es ist auch wichtig, dass man weiß, dass man selbst auch einen guten Wert hat, wenn man rausgeht. Und den Wert wollen wir auch liefern. Das sind die vier Gründer Unternehmenswerte. Und an denen orientiert sich das ganze Unternehmen bei uns.

Okay. Also, man merkt schon, sehr, sehr werteorientiert, sehr wertegetrieben. Du bist da sehr straight und sehr klar in dem, auch wie du kommunizierst. Ich finde es ganz spannend.

Wachstum. Also, klar, ihr habt jetzt 200K draufgelegt, hast gesagt, aufs Ziel. Ansonsten ist Wachstum. Aber es ist ja untypisch.

Also, wenn ich jetzt mal rumfragen würde, wer hat Stillstand in Sachen finanzielles Wachstum als Ziel oder als... Da wird ja keiner sagen, yo, bin ich dabei. Warum ist das so? Ja.

Also, ich habe ja nicht das Ziel Stillstand, sondern ich habe nur kein Ziel auf Wachstum. Okay. Das heißt, wenn mein Ziel Stillstand wäre, müsste ich ja vermeiden, wenn wir aus Versehen wirtschaftlich wachsen. Ja.

Was ich ja nicht tun würde. Also, oft wird man ja auch positiv dann überrascht. Also, wir sind letztes Jahr auch wirtschaftlich wieder mehr gemacht. Aber das war nicht das Ziel.

Und es geht einfach darum, dass andere Bereiche wachsen dürfen. Und ich habe halt... Bei mir war der Eye-Opener das Buch Das Café am Rande der Welt. Ja.

Mit der Story mit dem Fischer, der da unten fischt. Und dann kommt so ein Unternehmer und sagt immer, du fischst nur einen halben Tag. Wenn du einen ganzen Tag fischen würdest, würdest du mehr Geld verdienen. Ja.

Und dann? Ja, dann könntest du irgendwann mehr verdienen, mehr Leute einstellen. Irgendwann musst du nur noch einen halben Tag arbeiten. So.

Mache ich ja jetzt schon. Und dann habe ich halt... Ich bin in vielen Mastermind-Gruppen und ich sage es ganz ehrlich und das meine ich jetzt auch nicht böse. Aber Grüße an die ganzen Kollegen da draußen.

Ihr zeigt mir mal auf, wie ich nicht sein will. Okay. Immer voller Terminkalender. Immer rumrennen.

Nie Zeit haben. Wenn das euch gefällt. Super geil. Man liebt das ja auch, dieses Grinden oft.

Nur trotzdem muss ich mich bedanken, dass ihr mir aufzeigt, wie es nicht sein soll. Und ich möchte permanent Zeit haben. Vorhin hat mir mein Bruder eine Nachricht geschrieben und fragt, wie sieht es aus? Nächste Woche wollen wir mal eine Fahrradtour machen.

Ich kann zu ihm sagen, klar, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freien. Wann? Wann? Mein Terminkalender ist leer.

So. Und das ist für mich ein schönerer Wachstum. Aber das Business darf halt auch nicht drunter leiden. Ich habe jetzt zehn Leute im Team.

Okay. Also es muss trotzdem genügend reinkommen. Und wenn ich sehen würde, dass es nicht funktioniert, würde ich von meiner Freiheit wieder abziehen und würde halt mal wieder ein Jahr lang ranrotzen oder so. Und klar.

Okay. Du hast, glaube ich, ich weiß gar nicht, wo du stehen hast, elf, zwölf, dreizehn Einkommensquellen, oder? Ja, offiziell. Ja, offiziell.

Aber das sind zum Teil, ist viel Kleinkram. Also LinkedIn Learning sind nicht mal tausend Euro, die ich im Monat kriege. Also für so Consulting. Okay.

Okay. Also das sind so kleine Sachen, YouTube, Twitch, da ein paar hundert Euro. Also das sind viel, viel Kleinkram, Audible, ist immer wieder mal ein paar hundert Euro. Und dann kommt man irgendwann auf mein Business Booster, Nahrungsergänzungsmittel, ein paar hundert Euro.

Also es sind viele Einkommensquellen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, meine Haupteinkommensquelle ist halt Speaking, Coaching, Mentoring. Und halt meine Academy, meine Produkte, die machen eigentlich 70, 80 Prozent des Einkommens raus. Also sagen wir mal so zwei, drei, vielleicht auch vier, drei Einkommensquellen.

Also ich muss selber überlegen. Also die Academy, so als Großes, dann viele kleine Produkte, wobei das ist alles Produkte. Und dann Dienstleistung, Mentoring und Speaking. So, das sind so die drei Batzen, würde ich jetzt sagen.

Der Rest ist halt viel Kleinkram. Okay, aber Fokus ist schon die Coaching, Mentoring, Speaking-Geschichte wahrscheinlich. Ja, schon. Also Speaking habe ich mich jetzt derbe zurückgenommen.

Ich habe jetzt wieder bei ein paar Speakings zugesagt. Aber es ist schon die Academy, was ja ein Hybrid-Modell ist und sehr viel im Moment eins zu eins. Also Mentoring, wo ich wirklich Leute langfristig begleite. Das ist schon mein Haupt, also mein Inner Circle, das habe ich letztes Mal in einem Gruppenrahmen gemacht.

Das hat 25.000 Euro gekostet, waren sieben Leute dabei, kann man sich ausrechnen. Dann ein Jahr, was da schon rauskommt, dann ist schon mal, das ist schon mal so ein Drittel oder ein Viertel vom kompletten Jahresvolumen. Und dann, ja, also alles so eins zu eins. Ich habe einfach keinen Bock mehr so selbst erfolgreich zu sein.

Ich will so ein bisschen hinter den Kulissen mitwerkeln und helfen und andere und das macht mir meistens Spaß. Aber das ist ja ganz spannend, dass du sagst, mehr eins zu eins. Weil da gibt es jetzt wahrscheinlich auch Business-Coaches, die schlagen sich die Hände über den Kopf zusammen und sagen, Ich weiß, Zeit gegen Geld. Skalierbarkeit, Skalierbarkeit, genau, ja.

Warum machst du es trotzdem? Weil es schön ist. Ja, okay. Und weil es am meisten bringt.

Ich weiß, guck mal, ich habe ja auch Freunde wie Dirk Reuter. Und ich bin auch sehr froh, dass Dirk in meinem Leben ist. Mit dem treffe ich mich jetzt auch wieder in ein paar Wochen in Dubai, weil der mir auch immer wieder andere Wege aufzeigt. Er redet von 100 Millionen im Jahr, wo ich denke, Alter, ich kenne ihn noch.

Da war er ganz anders, also in viel kleineren Summen. Und das tut auch wirklich gut, solche Leute zu haben, die das extrem in einem anderen Bereich zeigen. Aber, und ich glaube, ich bin auch der Einzige in Dierks Umfeld, wo er diese Einstellung erlaubt, so dieses, das sage ich, das ist gar nicht mein Anliegen, so, ne. Ich bin da einfach vom Typ Mensch anders.

Aber, weißt du, das Ding ist, Julian, es kommt vielleicht in zwei, drei Jahren wieder ein anderer Modus von mir, wo ich wieder komplett anders denke. Und man darf ja auch nicht vergessen, diese Eins zu Eins. Also, weißt du, durch die Academy, die ist so skalierungsfähig und da kommen Buchungen rein täglich, wo ich denke, hoppla, da kommen auch wieder 10.000 Euro reingekommen, da haben zwei, drei Leute gebucht. Also, das ist schon geil, aber ich brauche trotzdem dieses Eins zu Eins und das, denke ich, auch nicht so in Geld.

Und das macht einfach Spaß. Ich finde es spannend. Also, du bist, glaube ich, einer der wenigen großen Player so auf dem Markt, die so eine Haltung haben. Aber ich feiere das.

Und guck mal, was auch geil ist, man sagt ja immer, als Unternehmer solltest du am Unternehmen arbeiten und nicht im Unternehmen. Das habe ich natürlich auch gelernt. Aber ganz ehrlich, ich finde es als Unternehmer wichtig, also für mich persönlich, ab und zu auch mal im Unternehmen zu arbeiten, damit du es mal wieder fühlst. Damit du es spürst.

Und vielleicht stelle ich mich auch mal wieder einen Tag lang bei uns ins kleine Mini-Office und verpacke die Booster und schicke sie weg. Und wahrscheinlich wird mir dabei einer abgehen und ich würde einen Grinsen im Gesicht haben, weil es einfach geil anfühlt. Ich liebe es, Videos zu schneiden. Ich liebe es, meine Social-Media-Postings zu machen oder mal zu fotografieren und so.

Also ich liebe es auch immer wieder, diese Fachkraftarbeiten zu machen, um zu fühlen, wo ich herkomme, wie es war. Aber was halt ganz wichtig ist, es ist ein Kann. Es ist kein Muss. Meine Muss-Aufgaben sind so wenige.

Ich muss fast gar nichts mehr machen. Alles ist Kann und das ist schön. Und wie gesagt, würde ich in der Liga spielen, wenn ich auf 20 Millionen im Jahr will oder 10 Millionen Jahresumsatz, könnte ich das so nicht machen. Muss ich viel mehr in Skalierung denken.

Wir sind jetzt bei einer Million und wenn du dich da aufhalten willst, da brauchst du jetzt nicht so arg skalieren. Ja, voll. Aber mir ist bewusst, würde ich verdoppeln wollen oder verdreifachen wollen, geht es nicht über die Zeit. Okay.

So, das geht nicht. Aber da fügen sich so langsam die einzelnen Puzzleteile, ne? Mit Werten, mit deinen Zielen, so dein Lifestyle natürlich auch. Ja, sehr cool.

Worüber gewinnst du denn die meisten? Ich striggere einfach die... Ja, sorry. Mich striggern die 5 Millionen oder die 10 Millionen noch nicht so.

Ich bin im Moment noch so happy, wie das alles jetzt so ist und ich würde nicht auf meine Freizeit... Ich freue mich, nach unserem Call jetzt werde ich erstmal zwei Stunden zocken. Da ist der Controller, da liegt er schon. Da freue ich mich so drauf.

Weißt du, ich will einfach nicht drauf verzichten und es kommt vielleicht mal wieder eine andere Zeit. Absolut. Dann lade ich dich gerne wieder ein, da will ich wissen, was der ausschlaggebende Punkt war, warum es anders ist. Ja, kann sein, dass der kommt, ja.

Worüber gewinnst du deine Kunden hauptsächlich? Du hast gesagt, da kommen täglich Buchungen rein für die Academy hier und da, da hast du Speaker-Aufträge. Was ist so deine, ja, deine Haupt-Kundengewinnungsquelle sozusagen? Also täglich kommen keine Buchungen nur für Academy rein, dass man denkt, dass, oha, das sind ja voll viele.

Da nicht, aber es kommen täglich Buchungen rein von irgendwas. Also es verteilt sich sehr. Und dadurch, also jetzt können wir ja ein bisschen strategischer eintauchen in mein Geschäftsmodell. Ich habe natürlich das große Anliegen, noch viele kleine Produkte zu erstellen.

Im Moment ist es ja so, ich mache alle zwei Wochen einen Twitch-Stream, zeichne den auf, einen Content-Stream, verkaufe den dann als 20-Euro-Produkt. Und das sind natürlich super Möglichkeiten, neue Leute zu bekommen, die noch nicht bereit sind, viel zu investieren. Dann sehen die, boah, Alter, der hat ja eine Stunde so geilen Scheiß abgeliefert. Was ist das Nächste, was ich von dem kaufen kann?

Aber Calvin, jetzt möchte ich kurz unterbrechen. Einige sagen ja, wenn du High-Price unterwegs sein willst, verkauf nicht so einen kleinen Scheiß, weil damit ziehst du dir falsche Kunden an. Warum machst du es trotzdem? Ich weiß nicht, ob das falsche Kunden sind.

Ich glaube schon, dass man in mehreren Klassen unterwegs sein kann. Dann dürfte man ja auch nichts gratis machen. Also, glaube ich nicht. Also, ich habe es jetzt auch eine Zeit lang gehabt, da war mein günstigstes Produkt 150-Euro-Videokurse, die Like-A-Boss-Serie.

Aber ich habe gemerkt, da fehlt vorne dran noch was. Und ich kriege es halt jeden Tag mit, dass jemand 20-Euro-Produkt kauft oder nur einen Livestream von mir sieht und danach die Academy holt. Die Person kennt mich noch gar nicht. Die fühlt es einfach.

Also, auch dieses Standardgerücht, du musst telefonieren, um etwas für 3.000 Euro zu verkaufen. Gar nicht. Keiner der Academy-Teilnehmer, mit dem habe ich im Vorfeld telefoniert, damit er kauft. Machst also keine Erstgespräche.

Ich habe immer erst mit dir telefoniert. Machst also keine Erstgespräche. Gar nichts. Natürlich schon gar nicht kostenlos.

Also, ich mache es nicht. Also, es funktioniert schon, wenn man anders da aufgebaut ist. Aber mein Geschäftsmodell ist so, mein kostenloses Erstgespräch sind meine YouTube-Videos. Mein kostenloses Erstgespräch ist mein 20-Euro-Kurs.

Und jemand, der sagt, du darfst nur Hochpreis unterwegs sein und du nimmst dir da was, dann frage ich mich, wieso bietet dir kostenlose Erstgespräche an? Das haut viel mehr deinen Wert. Also, es kommt darauf an, da spricht nichts dagegen mit diesem System. Es muss nur ineinander greifen.

Und bei mir sind halt jede Menge 20-Euro-Kurse jetzt, da mal gratis. Und das sind meine Möglichkeiten, Kunden zu gewinnen. Also, es sind halt viele Menschen, die dann positiv darüber berichten, Mundpropaganda und natürlich meine Social-Media-Kanäle. Da mache ich halt dann eine Story und sage, pass mal auf, jetzt hole ich mal die Academy und dann buchen vielleicht zwei Leute wieder.

Das ist mein Draht. Hast du einen Hauptkanal? Aber wir haben auch, Entschuldigung, Julian, wir haben auch sehr vernetzt alles. Also, egal was du bei uns kaufst, du kriegst einen Hinweis, dann noch auf ein anderes Produkt.

Wir haben natürlich auch Evergreens, eine Werbeanzeige, die läuft zu einem Webinar. Das Webinar konvertiert zur Academy und somit weiß ich alles gleich. Ich muss 40 Euro ausgeben und dann 3.500 Euro jemand ein Webinar kauft. Also, selbst wenn ich jetzt komplett abtauche, es laufen Evergreens.

Okay. Würdest du sagen, dass die Ads und alles, was so Richtung Evergreen Funnel geht, wichtiger ist oder das, was du organisch machst in Sachen Content? Es geht beides. Das Ding ist halt, wenn du ein Evergreen aufsetzt und organisch nicht aktiv bist und sich irgendetwas ändert, sei es eine Umstellung mit Facebook, mit Werbeanzeigen, da mit Apple, wo irgendwas gemacht wurde, dann musst du alles umsetzen, alles wird teurer.

Weißt du, es ist so brutal miteinander vernetzt und ich bin halt ein ganz großer Fan, der sagt, bau dir was Organisches auf und darauf dann Werbeanzeigen. Also, wenn du ein Ladengeschäft hast und das organisch füllst, indem du Freunde, Bekannte einlädst, die wieder ihre Freunde mitbringen und plötzlich ist der Laden gerappelt voll mit tollen Menschen in deinem Laden. Und jetzt verteilst du Flyer und eine fremde, also Werbeanzeige und eine andere Person sieht den Laden und sieht diese Liebe, dieses Feuer, diese Energie. Dann denkst du, boah, da bin ich ja richtig da, da gebe ich jetzt Geld aus.

Aber wenn du eine Werbeanzeige nur Flyer verteilst und dann Leute in den Laden kommen, die sich nicht kennen und alle nur im Eigenbröteln so, das fühlt sich komisch an. Und ich mag halt dieses Organische, ergänzt mit Automatisierungen, da noch obendrauf, bäm, das geil. Und du machst Heißakquise, der Begriff, ich weiß gar nicht, hast du den geschützt? Ja.

Ach geil. Was für den Begriff geht da? Wir haben sogar, Julian, wir haben sogar falsch geschützt, wir haben einmal das Wort falsch geschrieben, typisch Hollywood. Wir haben zwei geschützte Begriffe Heißakquise, einmal falsch geschrieben und einmal richtig geschrieben.

Aber das steht für unser Unternehmen. Ich habe nur Menschen, die Rechtschreibfehler machen im Unternehmen. Wir haben noch nie einen gehabt, also es ist schlimm. Wir haben noch nie einen Moment.